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Geheimgesellschaften in Bayern. Das Phänomen der Illuminaten

Titel: Geheimgesellschaften in Bayern. Das Phänomen der Illuminaten

Seminararbeit , 2011 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Miriam Gaßner (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Neuere Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit soll es sein, dem Phänomen der Illuminaten auf den Grund zu gehen und ihren tatsächlichen Einfluss auf die damalige Gesellschaft und das politische System zu bewerten.

Dabei stellt sich die Frage ob die Wirkung des Geheimbundes positiv überbewertet wird oder gar ein „politisch gesellschaftliches Phänomen von europäischer Bedeutung darstellte“, wie es Richard van Dülmen in seinem Werk behauptet.

Im Verlauf dieser Arbeit werden dabei die illuminatenbestimmenden Faktoren, nämlich die Gründer- und Führerperson Adam Weißhaupt, die Mitglieder allgemein, die Zielsetzung und die Mittel zur Durchsetzung untersucht und abschließend bewertet hinsichtlich der Möglichkeit auf Erfolg und des tatsächlichen Erfolges.

Im Folgenden wird auf die rasche Auflösung und die Hintergründe dafür eingegangen und das spektakuläre Nachleben untersucht, um so dem Phänomen Illuminaten auf den Grund zu gehen und ihren politischen und sozialen Auswirkungen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Themafrage, Forschung, Quellenlage, Methode und Aufbau der Darstellung

2. Faszination Illuminaten und ihre politischen und sozialen Auswirkungen

2.1. Aufklärung, Gesellschaft und Geheimnisse

2.2. Person Adam Weißhaupt

2.2.1 Adam Weißhaupt als Sektenführer?

2.2.2. Adam Weißhaupt als aufgeblasener Meister vom Stuhl?

2.2.3. Adam Weißhaupt als Gefahr für den Geheimbund

2.3. Mitglieder

2.3.1. Mitgliederentwicklung und soziale Zusammensetzung

2.3.2. Adolph Freiherr von Knigge

2.3.3. Johann Christoph Bode

2.3.4. Prägung des Ordens durch Mitglieder

2.4. Allgemeine Zielprojektion und Mittel zur Umsetzung

2.4.1. Zielprojektion

2.4.2. Mittel, Methode, Taktik

2.4.2.1. Beeinflussung der Umwelt

2.4.2.2. Beeinflussung der Mitglieder

2.4.2.3. Unterwanderung der Freimaurer

2.5. Niedergang und Verfolgung

2.5.1. Innere Probleme:

2.5.1.1. Streit Weißhaupt und Knigge

2.5.1.2. Streitereien Weißhaupts mit Münchner Illuminaten

2.5.1.3. Verrat der Illuminaten durch Utzschneider und andere

2.5.2. Äußere Probleme:

2.5.2.1. Staatliche und kirchliche Verbotsedikte

2.5.2.2. Veröffentlichung von Weißhaupts Korrespondenzen

2.6. Nachleben und Fortbestehen in Bayern

2.6.1. Persönliche Kontinuität der Mitglieder

2.6.2. Illuminatenherrschaft unter Montgelas

3. Illuminaten als ein politisch gesellschaftliches Phänomen von europäischer Bedeutung?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Einfluss und die tatsächliche Bedeutung des Illuminatenordens auf das gesellschaftliche und politische System des ausgehenden 18. Jahrhunderts in Bayern. Im Fokus steht dabei die kritische Auseinandersetzung mit der Frage, ob der Orden ein ernsthaftes, politisch wirksames Phänomen darstellte oder ob seine Bedeutung durch die zeitgenössische Quellenlage und spätere Mythenbildung überbewertet wurde.

  • Analyse der Führungsrolle Adam Weißhaupts und der internen Organisationsstrukturen.
  • Untersuchung der Rekrutierung, sozialen Zusammensetzung und Einflussnahme der Mitglieder.
  • Kritische Bewertung der Zielprojektionen, Methoden und tatsächlichen politischen Erfolge.
  • Erörterung der Gründe für den schnellen Niedergang und die Verfolgung durch den Staat.
  • Untersuchung des Nachlebens und der Entstehung von Verschwörungstheorien im 19. Jahrhundert.

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Adam Weißhaupt als Sektenführer?

Manfred Agethen sieht zwischen dem Illuminatengründer und einem Sektenführer starke Parallelen. Dabei beruft er sich auf die Aussagen Weißhaupts, der sich selbst „in der Rolle des Moses, der das auserwählte Volk durch die Wüste führt“ sah, ja sogar als eine Art Christus-Kopie. Seine Anhänger bezeichnete er als „Jünger“, die er in die Welt schicken wollte im Sinne des apostolischen Aussendungsauftrags. Außerdem betonte er immer wieder die Tatsache, dass ohne ihn der Orden nicht lebensfähig gewesen wäre, was „der zentralen Bedeutung der Integrationsfähigkeit der Gründer- und Führungsgestalten bei sektierischen Bewegungen“ entspricht. Vor allem Weißhaupts psychische Verfassung spielte bei der Sicherung seiner Herrschaft innerhalb der Sekte eine große Rolle. Sektenführer werden beschrieben als Personen, „die zwar sicher nicht im eigentlichen Sinne krank, unter Umständen aber charakterlich etwas abnorm anmuten. [...] Unter den Führenden finden sich verhältnismäßig viele fanatische und geltungssüchtige und unter den Geführten selbstunsichere, suggestible Naturen.“ Besonders letzteres traf auf Weißhaupt zu. Trotz seiner Stilisierung zum charismatischen Führer, eine Rolle die er auch beibehielt, nachdem ihm zunehmend die Führung von Knigge aus den Händen gerissen wurde, wurde ihm von einigen Mitgliedern stets übertretener Despotismus vorgeworfen und das fehlende Licht an der Ordensspitze kritisiert. Insgesamt bieten nicht nur Adam Weißhaupts physische Konstitution, sein Auftreten als zweiter Messias, wie es Knigge formulierte, sondern auch die entstandene Kreisbildung um einen Führer Anlass für den Vergleich mit einem Sektenführer.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Themafrage, Forschung, Quellenlage, Methode und Aufbau der Darstellung: Einleitung in die Thematik der Illuminaten, Darlegung der Forschungsdebatte über deren Einfluss sowie Definition der Zielsetzung der Arbeit.

2. Faszination Illuminaten und ihre politischen und sozialen Auswirkungen: Untersuchung der historischen Bedingungen, der zentralen Akteure, der Strategien zur Zielerreichung sowie der Ursachen für den Zerfall des Ordens.

3. Illuminaten als ein politisch gesellschaftliches Phänomen von europäischer Bedeutung?: Abschließende Reflexion über die historische Relevanz des Ordens und Abwägung zwischen theoretischem Programm und praktischer Wirklichkeit.

Schlüsselwörter

Illuminaten, Adam Weißhaupt, Adolph Freiherr von Knigge, Aufklärung, Geheimbund, Bayern, Freimaurer, Verschwörungstheorie, Gesellschaftsstruktur, Politische Macht, Zensur, Sektentypus, Montgelas, Radikale Aufklärung, Ordensgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Geschichte des bayerischen Illuminatenordens zwischen 1776 und 1785 sowie dessen Auswirkungen auf das politische und soziale System der Zeit.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Untersuchung umfasst die Rolle des Gründers Adam Weißhaupt, die Struktur und Mitgliederentwicklung, die Methoden der Einflussnahme sowie die Hintergründe für den schnellen Untergang des Bundes.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob der Illuminatenorden tatsächlich ein politisch gesellschaftliches Phänomen von europäischer Bedeutung war oder ob seine Rolle in der Geschichte durch Mythen überbewertet wurde.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur, zeitgenössischer Dokumente und biographischer Quellen zu den Akteuren basiert.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Führungspersönlichkeiten, der sozialen Zusammensetzung der Mitglieder, der Ziele des Ordens sowie die Ursachen für die staatliche Verfolgung.

Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Illuminaten, Aufklärung, Geheimbünde, Politische Einflussnahme, Adam Weißhaupt und historische Mythenbildung.

Welche Rolle spielte Adolph Freiherr von Knigge für den Orden?

Knigge trug maßgeblich zur professionellen Organisation und zur schnellen Expansion des Ordens bei, indem er diesen erfolgreich in bestehende Freimaurerlogen integrierte.

Wie bewertet die Autorin den Vorwurf einer "Illuminatenherrschaft" unter Montgelas?

Die Autorin weist diesen Vorwurf zurück und erklärt, dass die spätere Berufung ehemaliger Mitglieder auf deren Eignung und Kompetenz zurückzuführen war und nicht auf eine Fortführung der geheimen Ordenstätigkeit.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Geheimgesellschaften in Bayern. Das Phänomen der Illuminaten
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Aufklärung in Bayern
Note
1,7
Autor
Miriam Gaßner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
17
Katalognummer
V211450
ISBN (eBook)
9783656751809
ISBN (Buch)
9783656751816
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geheimgesellschaften bayern phänomen illuminaten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Miriam Gaßner (Autor:in), 2011, Geheimgesellschaften in Bayern. Das Phänomen der Illuminaten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211450
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Leseprobe aus  17  Seiten
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