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Politische Parteien und Neue Medien

Der Wandel des Willensbildungsprozesses und Chancen für die politische Legitimation

Titel: Politische Parteien und Neue Medien

Hausarbeit , 2012 , 24 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Jeannine Tissat (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Demokratie ist Kommunikation. Und seit jeher unterliegen Gesellschaft und Kommunikation, bedingt durch technische Entwicklungen und neuen Verbreitungsmöglichkeiten, Veränderungen. Besonders die Einführung der neuen Medien gegen Ende des 20. Jahrhunderts brachte eine Vielzahl neuer medialer Möglichkeiten mit sich. Die Drucktechnik wurde digitalisiert, das Kabel- und Satellitennetz ausgebaut, neue digitale Speichermedien, wie die CD-Rom, DVD, der USB-Stick und SD-Memory-Card, auf den Markt gebracht und nicht zuletzt wurde die Telefonie digitalisiert und somit das Internet im privaten Sektor nutzbar gemacht. Diese rasante Entwicklung neuer Kommunikationstechniken hat nicht nur Auswirkungen auf die Kommunikation im Allgemeinen sondern vor allem auf die politische Kommunikation im Besonderen. Unabhängig von verschiedenen Ausprägungen demokratischer Herrschaftsformen gilt für alle gleich, dass politische Legitimation durch Kommunikation erfolgt, also die Abhängigkeit der Zustimmung der Gesellschaft mit der Begründungspflicht der Politik einhergeht. Auf nationaler Ebene der Bundesrepublik Deutschland spielen besonders die Parteien eine entscheidende Rolle im Prozess der politischen Kommunikation und Willensbildung. Ihre Mitwirkung am Prozess der politischen Kommunikation und Willensbildung ist im Grundgesetz fest verankert (hierzu ausführlicher Kapitel 3.1.). Da jedoch die Politik in der Bundesrepublik Deutschland über keine eigenen Medien verfügt, sind auch die Parteien an die Nutzung der allgemein zugänglichen Massenmedien gebunden . Für die zu erbringende Vermittlungsleistung zwischen Staat und Bürgerschaft, der Einflussnahme auf die Gestaltung der öffentlichen Meinung, zur Förderung der aktiven Teilnahme der Bürger am politischen Leben, zur Einflussnahme auf die politische Entwicklung im Parlament und auf die Regierung ist die Nutzung der zur Verfügung stehenden Massenmedien unabdingbar geworden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Problemstellung

1.1. Schwerpunkt der Untersuchung - Fragestellung

1.2. Beteiligungszentrierter und komplexer Demokratietheorieansatz

1.3. Methodische Vorgehensweise

2. Begriffliche Grundlegung

2.1. Neue Medien

2.2. Politische Kommunikation

3. Umgang und Nutzung neuer Medien im politischen Raum

3.1. Rechtliche Verortung

3.2. Politische Parteien ONLINE

3.2.1. Aufgabenfülle der politischen Parteien

3.2.2. Formelle und materielle Willensbildung

3.2.3. Institutionelle Willensbildung

3.3. Bundesregierung ONLINE

4. Politische Partizipation und neue Medien

5. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie neue digitale Medien den Prozess der politischen Kommunikation verändern, welche Rolle sie für die politische Willensbildung in der Bundesrepublik Deutschland spielen und inwieweit sie Chancen zur Stärkung der politischen Legitimation bieten.

  • Bedeutung neuer Medien in der politischen Kommunikation
  • Rolle der Parteien und der Bundesregierung bei der Online-Kommunikation
  • Analyse von Beteiligungsmöglichkeiten (Input/Throughput)
  • Einfluss der Digitalisierung auf das Legitimitätsverständnis
  • Hürden und Sicherheitsbedenken bei der Online-Partizipation

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung und Problemstellung

Demokratie ist Kommunikation. Und seit jeher unterliegen Gesellschaft und Kommunikation, bedingt durch technische Entwicklungen und neuen Verbreitungsmöglichkeiten, Veränderungen. Besonders die Einführung der neuen Medien gegen Ende des 20. Jahrhunderts brachte eine Vielzahl neuer medialer Möglichkeiten mit sich. Die Drucktechnik wurde digitalisiert, das Kabel- und Satellitennetz ausgebaut, neue digitale Speichermedien, wie die CD-Rom, DVD, der USB-Stick und SD-Memory-Card, auf den Markt gebracht und nicht zuletzt wurde die Telefonie digitalisiert und somit das Internet im privaten Sektor nutzbar gemacht. Diese rasante Entwicklung neuer Kommunikationstechniken hat nicht nur Auswirkungen auf die Kommunikation im Allgemeinen sondern vor allem auf die politische Kommunikation im Besonderen. Unabhängig von verschiedenen Ausprägungen demokratischer Herrschaftsformen gilt für alle gleich, dass politische Legitimation durch Kommunikation erfolgt, also die Abhängigkeit der Zustimmung der Gesellschaft mit der Begründungspflicht der Politik einhergeht.

Auf nationaler Ebene der Bundesrepublik Deutschland spielen besonders die Parteien eine entscheidende Rolle im Prozess der politischen Kommunikation und Willensbildung. Ihre Mitwirkung am Prozess der politischen Kommunikation und Willensbildung ist im Grundgesetz fest verankert (hierzu ausführlicher Kapitel 3.1.). Da jedoch die Politik in der Bundesrepublik Deutschland über keine eigenen Medien verfügt, sind auch die Parteien an die Nutzung der allgemein zugänglichen Massenmedien gebunden. Für die zu erbringende Vermittlungsleistung zwischen Staat und Bürgerschaft, der Einflussnahme auf die Gestaltung der öffentlichen Meinung, zur Förderung der aktiven Teilnahme der Bürger am politischen Leben, zur Einflussnahme auf die politische Entwicklung im Parlament und auf die Regierung ist die Nutzung der zur Verfügung stehenden Massenmedien unabdingbar geworden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der sich wandelnden politischen Kommunikation durch neue Medien ein und definiert die zentrale Fragestellung der Arbeit.

2. Begriffliche Grundlegung: Hier werden die zentralen Begriffe „neue Medien“ und „politische Kommunikation“ definiert, um das theoretische Fundament für die weitere Untersuchung zu schaffen.

3. Umgang und Nutzung neuer Medien im politischen Raum: Dieser Hauptteil analysiert die rechtliche Situation sowie die spezifische Internetnutzung von Parteien und der Bundesregierung im Hinblick auf Willensbildungsprozesse.

4. Politische Partizipation und neue Medien: In diesem Kapitel wird beleuchtet, wie die Bevölkerung digitale Angebote zur politischen Teilhabe annimmt und welche Barrieren dabei existieren.

5. Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel resümiert die Ergebnisse der Untersuchung und gibt einen Ausblick auf Chancen und Risiken der digitalen politischen Partizipation.

Schlüsselwörter

Neue Medien, Demokratie, politische Kommunikation, Willensbildung, Internet, politische Partizipation, politische Legitimation, digitale Medien, politische Parteien, Bundesregierung, E-Government, Online-Beteiligung, digitale Transformation, Diskursanalyse, Politikverdrossenheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie moderne digitale Medien und Kommunikationsplattformen den Prozess der politischen Willensbildung beeinflussen und welche Möglichkeiten sich daraus für die politische Partizipation ergeben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Rolle der politischen Parteien und der Bundesregierung in der digitalen Welt sowie auf der Wirksamkeit von Online-Beteiligungsformaten wie Petitionen oder Diskussionsforen.

Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage befasst sich mit der Bedeutung der neuen Medien für die politische Kommunikation sowie den Chancen, die diese für den Willensbildungsprozess der Gesellschaft und die politische Legitimation bieten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Untersuchung basiert auf einer theoretischen Fundierung durch die komplexe Demokratietheorie (Input, Output, Throughput) sowie einer diskursanalytischen Betrachtung der Internetauftritte der relevanten politischen Akteure.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die rechtliche Verortung, die detaillierte Analyse der Online-Präsenz von Parteien hinsichtlich formeller und materieller Willensbildung sowie die Betrachtung der Online-Angebote der Bundesregierung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind politische Kommunikation, digitale Transformation des Mediensystems, Online-Partizipation und die Herausforderungen der Legitimation in einer Mediengesellschaft.

Wie bewerten die Bürger laut Arbeit die digitalen Beteiligungsangebote?

Die Akzeptanz ist ambivalent: Während das Internet als Demokratieverstärker geschätzt wird, hemmen Sicherheitsbedenken wie Datenklau und mangelnde technische Sicherheit einen großen Teil der Bevölkerung vor einer aktiven Online-Teilnahme.

Welche Rolle spielen soziale Netzwerke für die politischen Akteure?

Soziale Netzwerke werden von allen untersuchten Akteuren intensiv genutzt, um Informationen in Echtzeit bereitzustellen und den direkten Austausch sowie die Interaktion mit den Bürgern zu erleichtern.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Politische Parteien und Neue Medien
Untertitel
Der Wandel des Willensbildungsprozesses und Chancen für die politische Legitimation
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Staat und Politik im Mehrebenensystem
Note
2,3
Autor
Jeannine Tissat (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
24
Katalognummer
V211592
ISBN (eBook)
9783656399827
ISBN (Buch)
9783656401902
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Neue Medien Demokratie politische Legitimation Wandel des Willensbildungsprozesses beteiligungszentrierter Demokratieansatz komplexer Demokratieansatz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jeannine Tissat (Autor:in), 2012, Politische Parteien und Neue Medien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211592
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Leseprobe aus  24  Seiten
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