Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale

Wolfram von Eschenbachs „Parzival“ Buch VIII - Das Verhältnis zwischen Gawan, Antikonie und Vergulaht

Titre: Wolfram von Eschenbachs „Parzival“ Buch VIII - Das Verhältnis zwischen Gawan, Antikonie und Vergulaht

Thèse de Bachelor , 2013 , 40 Pages , Note: 2,00

Autor:in: Alexander Wimmer (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

In meiner Arbeit werde ich mich mit Wolfram von Eschenbachs „Parzival“ näher beschäftigen, genauer mit Buch VIII, in dem Gawan auf die Geschwister Vergulaht und Antikonie trifft, die nicht unterschiedlicher sein könnten.
Da es in der gegenwärtigen „Parzival“ Forschung ein Ungleichgewicht zu Gunsten Parzivals gibt, möchte ich in dieser Arbeit den, meiner Meinung nach deutlich unterschätzten, zweiten Haupthelden dieser Erzählung in den Mittelpunkt rücken. Gawan erhält noch lange nicht die Beachtung, die ihm seitens der Forschung zustehen sollte, da noch einige Fragen in diesem Buch ungeklärt sind, die ich nun versuchen werde herauszuarbeiten und Lösungsvorschläge zu präsentieren.
Zuallererst werde ich den Inhalt dieses Werkes wiedergeben, um diesen dann mit Wolframs Vorlage vergleichen zu können. Ein Vergleich mit dem französischen „Perceval“ von Chrestien scheint mir insofern sehr interessant zu sein, da Wolfram entscheidende Schlüsselstellen umgearbeitet hat und somit seine Erzählung eine ganz andere Gestalt annimmt. Wolfram verlagert die Kritik von Gawan auf Vergulaht und stellt Antikonie als starke Frau in die Mitte dieser Szenerie.
Weiters werde ich das Verhalten dieser drei Figuren genau analysieren und ihr Verhältnis zueinander näher beleuchten. Gawans unhöfisches Benehmen Antikonie gegenüber, deren Verhalten im klaren Widerspruch zur Lobpreisung des Erzählers steht und schließlich Vergulaht, der unritterlich handelt, indem er gegen Gawan mit voller Härte vorgeht. Interessant ist, dass bisher in der Forschung fast niemand Gawans Benehmen tadelt, sondern lediglich Antikonie. Offenbar gilt die Gawanfigur Wolframs als „unantastbar“, im Gegensatz zu Antikonie, die in den meisten Werken nicht sehr positiv beurteilt wird, eine Beurteilung die ich persönlich nicht teilen möchte. Ich gehe in dieser Arbeit davon aus, dass Wolfram Antikonie als positive Figur gezeichnet hat und unterstelle nicht jedem seiner Kommentare einen ironischen Unterton.
[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Inhalt Buch VIII

Buch VIII im Vergleich zu Chrestien

a) Allgemeine Änderungen:

b) In Bezug auf Vergulaht:

c) In Bezug auf Antikonie:

Gawan

Antikonie

Vergulaht

Versuche einer Interpretation des achten Buches

a) Das Verhältnis zwischen „haz“ und „triwe“

b) Gawan als Gralsritter

c) Jagdmotvik im 8. Buch

Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das achte Buch von Wolfram von Eschenbachs „Parzival“ mit dem Ziel, die oft unterschätzte Figur des Gawan in den Mittelpunkt zu rücken. Es wird analysiert, wie Wolfram die Vorlage von Chrestien de Troyes umgestaltet, um komplexe Charaktere und ein neues Verständnis von Männlichkeit und menschlichen Fehlbarkeiten zu schaffen, wobei insbesondere das Beziehungsgeflecht zwischen Gawan, Antikonie und Vergulaht sowie die Bedeutung der Jagdmetaphorik beleuchtet werden.

  • Vergleich von Wolframs Text mit der französischen Vorlage Chrestiens
  • Analyse der Figurenkonstellation (Gawan, Antikonie, Vergulaht)
  • Untersuchung des Verhältnisses von „haz“ (Hass) und „triwe“ (Treue)
  • Interpretation der Jagdmotivik als Strukturprinzip des achten Buches
  • Hinterfragung der „Unantastbarkeit“ der Gawan-Figur

Auszug aus dem Buch

Gawan

Gawan zeichnet sich dadurch aus keinen unnötigen offenen Kampf zu suchen, dies wird bereits in der Blutstropfen-Szene offensichtlich. Daher ist auch im achten Buch davon auszugehen, dass Gawan alles versuchen wird, um den ungerechtfertigten Zweikampf mit Kingrimursel zu verhindern. Andererseits muss er sich darüber im Klaren sein, dass beide, Kingrimursel und Vergulaht, auf die Austragung des Kampfes hinarbeiten werden. Aus diesem Grund muss Gawan seine Anonymität bewahren, um noch eine Chance auf Verhandlungen zu erhalten. Nachdem Vergulaht Gawan auf seine Burg einlädt schmeichelt ihm Gawan, indem er die Würde der Frauen, die er bisher getroffen hat, herabsetzt.

ich sihe iuch gern, als tuon ich sie. doch hant mich grôze frouwen ie ir werden handelunge erlân. (403, 1-3)

Durch diese Worte schmeichelt er zwar Vergulaht, indem er ihm zu verstehen gibt, dass er bis jetzt noch keine Dame getroffen hat, die seiner würdig war und er nun endlich jene Dame treffen wird, allerdings entwürdigt er gleichzeitig damit auch alle anderen Frauen, die ihm bis jetzt Liebe geschenkt haben. Diese Schmeichelworte erweisen sich also als leere höfische Floskeln, die aber auf Kosten der Frauen in Gawans Leben gehen. Gawan legt bei Antikonie seine Waffen ab, wodurch die Lage für ihn umso gefährlicher wird, als ihn die Bürger angreifen, da er sich nun nicht mehr mit Schwert und Schild verteidigen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung des Ziels, Gawan als zweiten Haupthelden im achten Buch stärker in den Fokus zu rücken und verschiedene Interpretationsmodelle einzuführen.

Inhalt Buch VIII: Wiedergabe der zentralen Handlungsschritte, von Gawans Ankunft auf der Burg Schampfanzun bis zur Verlegung des Kampfes und seiner Gralssuche.

Buch VIII im Vergleich zu Chrestien: Aufarbeitung der acht wesentlichen Änderungen, die Wolfram gegenüber der französischen Vorlage vorgenommen hat, um die Figuren psychologisch zu vertiefen.

Gawan: Analyse von Gawans Verhalten, seiner Anonymität und seiner Minnebeziehung zu Antikonie, die ihn in eine passive und teils fragwürdige Rolle drängt.

Antikonie: Betrachtung von Antikonie als starke, idealisierte Frauenfigur, deren Handeln trotz gesellschaftlicher Normverletzungen vom Erzähler positiv konnotiert wird.

Vergulaht: Untersuchung der Figur Vergulaht, bei dem ein starkes Ungleichgewicht zwischen edler Abstammung und seinem unritterlichen Handeln im Konflikt mit Gawan besteht.

Versuche einer Interpretation des achten Buches: Vorstellung dreier Modelle zur Deutung der Ereignisse: das Spannungsfeld „haz“ und „triwe“, die Hypothese eines Gralsritters und die symbolische Bedeutung der Vogeljagd.

Schluss: Zusammenfassende Reflexion über die Ergebnisse der Arbeit und das Potenzial für weitere Gawan-Studien.

Schlüsselwörter

Parzival, Wolfram von Eschenbach, Gawan, Antikonie, Vergulaht, Mittelalter, Minne, Literaturvergleich, Chrestien de Troyes, Jagdmotivik, haz, triwe, Gralsritter, Interpretation, Heldenbild

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das achte Buch von Wolfram von Eschenbachs „Parzival“ und konzentriert sich dabei speziell auf die Rolle des Ritters Gawan im Kontext der dortigen Ereignisse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind der literarische Vergleich mit der Vorlage Chrestiens, die Analyse der Figurenkonstellation, das Spannungsfeld zwischen politischen Machtinteressen und Minne sowie die Deutung der verwendeten Jagdmetaphorik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den in der Forschung oft unterschätzten Helden Gawan in den Mittelpunkt zu rücken und aufzuzeigen, dass Wolfram ihn als komplexen, menschlichen Helden darstellt, der nicht dem starren Ideal klassischer Artusromane entspricht.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die durch einen Vergleich mit der französischen Vorlage und die Anwendung verschiedener Interpretationsmodelle zur Motiv- und Figurenanalyse ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Zusammenfassung des achten Buches, den Vergleich mit Chrestien de Troyes, die detaillierte Charakterisierung von Gawan, Antikonie und Vergulaht sowie die Vorstellung dreier spezifischer Interpretationsmodelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere: Parzival, Wolfram von Eschenbach, Gawan, Antikonie, Vergulaht, Minne, Jagdmotivik, haz, triwe und Gralsritter.

Wie bewertet die Arbeit Gawans Verhalten Antikonie gegenüber?

Die Arbeit betont, dass Gawans Verhalten oft kritisch zu sehen ist; er agiert passiv und sein Liebesverhalten wird teilweise als oberflächlich und als unhöfische Reduzierung der Frau auf ihren Körper interpretiert.

Welche Rolle spielt die Jagdmetaphorik für das Verständnis der Handlung?

Die Jagdmetaphorik dient als zentrales Strukturprinzip, das die Handlung ironisch spiegelt; sie verdeutlicht, dass die Figuren oft unbewusst selbst zur „Beute“ werden, anstatt die aktiven „Jäger“ zu sein.

Fin de l'extrait de 40 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Wolfram von Eschenbachs „Parzival“ Buch VIII - Das Verhältnis zwischen Gawan, Antikonie und Vergulaht
Université
University of Vienna
Note
2,00
Auteur
Alexander Wimmer (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
40
N° de catalogue
V211789
ISBN (ebook)
9783656397618
ISBN (Livre)
9783656398332
Langue
allemand
mots-clé
parzival buch viii verhältnis gawan antikonie vergulaht
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alexander Wimmer (Auteur), 2013, Wolfram von Eschenbachs „Parzival“ Buch VIII - Das Verhältnis zwischen Gawan, Antikonie und Vergulaht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211789
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  40  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint