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Die erotische Südsee - Zu Georg Forster und seinen Tahiti-Beschreibungen

Titel: Die erotische Südsee - Zu Georg Forster und seinen Tahiti-Beschreibungen

Bachelorarbeit , 2013 , 39 Seiten , Note: 3,00

Autor:in: Alexander Wimmer (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Inhaltsverzeichnis

Einleitung 2
Reiseberichte als interkulturelle Erfahrung 4
„Wie das Glas gefärbt ist, durch welches ich gesehen habe“ 6
Anthropologie im 18. Jahrhundert und bei Georg Forster 8
Klimatheorie 10
Der „edle Wilde“ 11
Misshandlung der Frau als Maßstab der kulturellen Stufe der Gesellschaft 14
Sexualität im 18. Jahrhundert 15
Die erotische Südsee 17
Die exotische Frau 20
Erotik bei Forster 26
Negative Aspekte der sexuellen Aktivitäten 30
Zusammenfassung 34
Quellenangabe 36

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Reiseberichte als interkulturelle Erfahrung

„Wie das Glas gefärbt ist, durch welches ich gesehen habe“

Anthropologie im 18. Jahrhundert und bei Georg Forster

Klimatheorie

Der „edle Wilde“

Misshandlung der Frau als Maßstab der kulturellen Stufe der Gesellschaft

Sexualität im 18. Jahrhundert

Die erotische Südsee

Die exotische Frau

Erotik bei Forster

Negative Aspekte der sexuellen Aktivitäten

Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die Darstellung der Erotik und Sexualität in den Südseebeschreibungen von Georg Forster im 18. Jahrhundert. Dabei wird analysiert, wie diese Beschreibungen durch den kulturellen Hintergrund der Aufklärung sowie anthropologische Theorien jener Zeit geprägt waren und welche Funktion die Südsee als utopischer Projektionsraum für das in Europa unterdrückte sexuelle Begehren einnahm.

  • Kulturelle Konstruktion der "fremden Frau" und des "edlen Wilden"
  • Einfluss der Klimatheorie auf das Menschenbild der Aufklärung
  • Die Südsee als Ventil für europäische männliche Sexualfantasien
  • Kritische Aufarbeitung der negativen Folgen europäischer Präsenz (Zwangsprostitution, Krankheiten)

Auszug aus dem Buch

Die exotische Frau

Der Körper der polynesischen Frau wird in den Südseereiseberichten immer als idealer Körper präsentiert, der den europäischen Schönheitsidealen entspricht.

„Ihre Züge unterschieden sich nicht von denen der Europäer, und sie würden auch ebenso weiß sein, wenn sie sich nicht beständig im Freien und in der prallen Sonne aufhielten.“

Die Europäer zeigten sich erstaunt einen physischen Typus am anderen Ende der Welt anzutreffen, der den gängigen Schönheitsmaßstäben entsprach. Die Freizügigkeit der Inselbewohner war zwar schon weitreichend bekannt, faszinierte die Seefahrer aber immer noch. „besonders feine, niedliche Ärmchen, runde, volle Busen und ein lüsternes Röckchen, das kaum bis ans Knie reichte“

Der Brauch, dass die Einwohner ihre Frauen den Fremden angeboten haben, war bereits von den Inuit und Aborigines bekannt, doch waren diese bei weitem nicht so verführerisch wie die Frauen aus dem Südpazifik. Außerdem faszinierte die Leser der Reiseberichte die Einstellung der Frauen zu ungezwungenem Geschlechtsverkehr, da sich bereits seit den ersten Berichten die Polynesierinnen den Europäern willig hingegeben haben.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der Südseerezeption durch Georg Forster und Darlegung der zentralen Forschungsaspekte.

Reiseberichte als interkulturelle Erfahrung: Untersuchung der Reiseberichte als literarisches und ethnographisches Medium zur Konstruktion europäischer Identität.

„Wie das Glas gefärbt ist, durch welches ich gesehen habe“: Analyse der Rolle des subjektiven Beobachterstandpunkts und des Wertekontextes von Georg Forster.

Anthropologie im 18. Jahrhundert und bei Georg Forster: Betrachtung der damaligen Menschenrassen-Debatten und der Entwicklung von Forsters Denken dazu.

Klimatheorie: Diskussion über den Einfluss klimatischer Faktoren auf die körperliche und kulturelle Differenzierung der Völker.

Der „edle Wilde“: Auseinandersetzung mit dem ambivalenten Begriff des edlen Wilden als Gegenentwurf zur europäischen Zivilisation.

Misshandlung der Frau als Maßstab der kulturellen Stufe der Gesellschaft: Analyse der zeitgenössischen Annahme, dass der soziale Status der Frau den Kulturgrad einer Gesellschaft bestimmt.

Sexualität im 18. Jahrhundert: Einordnung der männlichen und weiblichen Rollenbilder innerhalb der Aufklärung.

Die erotische Südsee: Untersuchung der Südsee als utopischer Ort freier Sexualität im Kontrast zum bürgerlichen Europa.

Die exotische Frau: Analyse der Körperwahrnehmung polynesischer Frauen und ihrer Rolle als Projektionsfläche.

Erotik bei Forster: Darstellung des Spannungsfeldes zwischen Forsters eigener Faszination und seiner kritischen Distanzierung.

Negative Aspekte der sexuellen Aktivitäten: Beleuchtung der schwerwiegenden Folgen der europäischen Ankunft wie Zwangsprostitution und eingeschleppte Krankheiten.

Zusammenfassung: Synthese der Forschungsergebnisse und Fazit zur Relevanz einer kritischen Perspektive auf historische Quellen.

Schlüsselwörter

Georg Forster, Südsee, Aufklärung, Erotik, Sexualität, Anthropologie, edler Wilder, Reiseberichte, Gender Studies, Kulturgeschichte, Kolonialismus, Klimatheorie, Prostitution, Identitätskonstruktion, Tahiti

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Darstellung der Erotik und Sexualität der Südsee-Bewohner in den Berichten von Georg Forster im 18. Jahrhundert und deren Einbettung in den zeittypischen Diskurs der Aufklärung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der anthropologischen Sichtweise der Aufklärung, dem Konzept des "edlen Wilden", dem Bild der exotischen Frau sowie der moralischen Auseinandersetzung mit Sexualität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Forsters Beobachtungen vor dem Hintergrund seines eigenen kulturellen Kontextes zu deuten und aufzuzeigen, wie die Südsee als Projektionsfläche für europäische Wünsche diente.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der primär Forsters Werk "Reise um die Welt" sowie einschlägige Sekundärliteratur zur Kultur- und Anthropologiegeschichte des 18. Jahrhunderts kritisch ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung anthropologischer Theorien (Klimatheorie, Rassenmodelle), die Analyse des Südsee-Mythos und die kritische Beleuchtung der negativen Auswirkungen (wie Krankheiten und Zwangsprostitution).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Georg Forster, Südsee, Aufklärung, Erotik, Anthropologie, edler Wilder und Kolonialismus geprägt.

Wie unterscheidet Forster in seinem Bericht zwischen verschiedenen Gruppen von Inselbewohnern?

Forster tendiert dazu, die Tahitianer idealisiert als "edle Wilde" zu betrachten, während er Bewohner anderer Regionen, wie Melanesiens, aufgrund wahrgenommener Unreinlichkeit deutlich negativer bewertet.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich des Einflusses der Europäer auf die Südsee?

Der Autor kommt zu dem kritischen Schluss, dass die negativen Folgen der europäischen Präsenz, wie die Einführung von Geschlechtskrankheiten und Zwangsprostitution, die positiven kulturellen Begegnungen bei weitem übertrafen.

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die erotische Südsee - Zu Georg Forster und seinen Tahiti-Beschreibungen
Hochschule
Universität Wien
Note
3,00
Autor
Alexander Wimmer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
39
Katalognummer
V211790
ISBN (eBook)
9783656396604
ISBN (Buch)
9783656396932
Sprache
Deutsch
Schlagworte
südsee georg forster tahiti-beschreibungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Wimmer (Autor:in), 2013, Die erotische Südsee - Zu Georg Forster und seinen Tahiti-Beschreibungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211790
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  39  Seiten
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