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Einflussfaktoren des monetären Spendenverhaltens

Eine Betrachtung von Persönlichkeitsvariablen sowie sozialen und materiellen Einflussgrößen

Titel: Einflussfaktoren des monetären Spendenverhaltens

Diplomarbeit , 2001 , 102 Seiten , Note: 1

Autor:in: Martin Lotz (Autor:in)

Psychologie - Persönlichkeitspsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im theoretischen Teil der vorliegenden Arbeit wird auf das Kernkonzept Altruismus eingegangen. Neben der Definition wird die Altruismus-Egoismus-Kontroverse sowie die Betrachtung von Altruismus als stabile Persönlichkeitseigenschaft behandelt. Im Anschluss daran werden eine Reihe von Persönlichkeitskonstrukten und ihr bisher erforschter Zusammenhang zu Altruismus dargestellt. Weiterhin werden verschiedene demographische Aspekte sowie die Bedeutung der Steuerzahlung aufgeführt. Der letzte Teil des theoretischen Abschnittes behandelt speziell monetäres Spendenverhalten. Des Weiteren wird hier auf zwei andere Spendenformen eingegangen – Blut- und Zeitspenden – und es werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser drei Spendenformen behandelt.

Der methodische Teil der Arbeit behandelt zunächst die Vor- und Nachteile eines Fragebogens als Erhebungsinstrument. Weiterhin werden die einzelnen rekrutierten Fragebögen und selbst entwickelten Items dargestellt. Im Anschluss daran wird die Stichprobe bezüglich Demographie und Spendenverhalten genauer dargestellt. Als zentraler Abschnitt werden die im theoretischen Teil zusammengefassten Hypothesen bezüglich Altruismus und Spendenverhalten statistisch mit Hilfe von bivariaten und Partialkorrelationen sowie Regressionsanalysen überprüft. Die statistischen Ergebnisse werden daraufhin in einem schematischen Rahmenmodell mit den abhängigen Variablen „Altruismus“ und „monetäre Spenden“ dargestellt, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten deutlich zu machen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.EINLEITUNG

2.THEORETISCHE FUNDIERUNG DER UNTERSUCHUNG

2.1.Altruismus

2.2.In Verbindung zu Altruismus stehende Konstrukte

2.3.Weitere psychologische Aspekte

2.4.Demographische bzw. sozioökonomische Einflussgrößen

2.5.Spendenverhalten

2.6.Eine zusammenfassende Darstellung der für Altruismus relevanten Konstrukte und des erwarteten Zusammenhangs

3.METHODIK

3.1.Die Vor- und Nachteile von Fragebogen als Erhebungsinstrument

3.2.Die Konstruktion des Fragebogens: Eine Darstellung der verwendeten psychologischen Fragebögen und selbst entwickelten Items

3.3.Die deskriptive Darstellung der Stichprobe

3.4.Deskriptive Statistik der erfassten psychologischen Konstrukte sowie ein Vergleich zu der Normstichprobe

3.5.Die Überprüfung der Hypothesen anhand statistischer Methoden – der Zusammenhang zu Maßen des Hilfeverhaltens

3.6.Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse in einem schematischen Modell

4.DISKUSSION UND AUSBLICK

4.1.Zu der Bedeutung der Sozialen Erwünschtheit

4.2.Eine Betrachtung der abhängigen Variablen des Hilfeverhaltens

4.3.Die Bedeutung der Ergebnisse für die Psychologie und das Soziomarketing

4.4.Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Einflussfaktoren auf das monetäre Spendenverhalten, indem sie psychologische Persönlichkeitsvariablen mit sozioökonomischen und sozialen Einflussgrößen in Beziehung setzt, um ein umfassendes Verständnis für altruistisches und spendenrelevantes Handeln zu gewinnen.

  • Analyse des Zusammenhangs zwischen Altruismus und Persönlichkeitsmerkmalen.
  • Untersuchung des Einflusses demographischer und sozioökonomischer Faktoren.
  • Erforschung der Rolle sozialer Erwünschtheit und situativer Einflüsse.
  • Vergleich verschiedener Spendenformen wie Geld-, Blut- und Zeitspenden.
  • Validierung theoretischer Modelle mittels empirischer Methoden.

Auszug aus dem Buch

2.1.1.Definition

Altruismus (lat. alter = der andere) bedeutet – im Gegensatz zu Egoismus – „Rücksichtnahme auf andere“ (Dorsch, 1996). Die Sozialpsychologie betrachtet Altruismus an vier Bedingungen geknüpft (Bierhoff, Klein & Kramp, 1990):

1. das altruistische Verhalten sollte für den Hilfeempfänger eine Wohltat darstellen,

2. es sollte mit Absicht erfolgen,

3. der Handelnde sollte freiwillig handeln, wodurch Verhalten aufgrund direkter Belohnung oder Berufszugehörigkeit ausgeschlossen ist und

4. der Empfänger der Handlung soll ein Individuum sein.

Nach Punkt vier der Definition bezieht sich altruistisches Verhalten also ausschließlich auf Menschen. Demnach sind Tiere oder Naturschutzorganisationen nicht Gegenstand der aktuellen Untersuchung.

Theoretische Erklärungsansätze altruistischen Verhaltens lassen sich nach verschiedenen Gesichtspunkten unterteilen:

1. Modelle für Verhalten in Notfallsituationen, bei denen unter Zeitdruck Entscheidungen mit langfristigen Konsequenzen für den Hilfeempfänger getroffen werden müssen.

2. Situationsspezifische Modelle, welche das Auftreten altruistischen Verhaltens von situativen Determinanten wie Stimmungen oder Zeitdruck abhängig machen.

3. Lerntheoretische und sozialisationstheoretische Modelle, die versuchen, Altruismus durch die Aktivierung sozialer Normen (z.B. Norm der sozialen Verantwortung) zu erklären.

4. Persönlichkeitsspezifische Ansätze postulieren Altruismus als Persönlichkeitseigenschaft.

5. Austauschtheoretische Modelle basieren auf Kosten-Nutzen-Analysen. Altruistisches Verhalten tritt demnach nur bei einem positiven Ergebnis einer Abwägung zwischen Kosten und Nutzen für ein Verhalten ein, „reinen Altruismus“ gibt es nach diesen Modellen nicht.

6. Prozessmodelle beschreiben eine Abfolge notwendiger Schritte wie zum Beispiel das Erkennen einer Notlage oder die Kompetenz zu handeln, um Hilfeverhalten auszulösen.

Ein klassisches Untersuchungsthema ist die Rolle des empathischen Empfindens als zentrale Voraussetzung für altruistisches Verhalten. Dieser Aspekt und seine Bedeutung für Altruismus werden im folgenden behandelt. Des Weiteren wird auf die Diskussion über die Ursprünge prosozialen Verhaltens eingegangen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.EINLEITUNG: Einführung in die Thematik des Spendenverhaltens und die Definition von Altruismus im Kontext der Psychologie.

2.THEORETISCHE FUNDIERUNG DER UNTERSUCHUNG: Umfassende Darlegung psychologischer Konstrukte, die mit altruistischem Verhalten und Spendenaktivitäten in Verbindung stehen.

3.METHODIK: Erläuterung des methodischen Vorgehens, der Konstruktion der Erhebungsinstrumente und der statistischen Analyse der Stichprobe.

4.DISKUSSION UND AUSBLICK: Interpretation der statistischen Ergebnisse im Lichte der Hypothesen und Diskussion der Implikationen für die Psychologie.

Schlüsselwörter

Altruismus, Spendenverhalten, Persönlichkeitsvariablen, Hilfeverhalten, Soziale Erwünschtheit, Kosten-Nutzen-Analyse, Psychologie, Demographische Faktoren, Gerechte Welt Glaube, Machiavellismus, Reliabilität, Validität, Regressionsanalyse, Korrelation, Prosoziales Verhalten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die verschiedenen psychologischen und demographischen Einflussfaktoren, die das menschliche Spendenverhalten motivieren oder beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen Altruismus-Theorien, Persönlichkeitskonzepte wie den Gerechte-Welt-Glauben, die Rolle der Empathie sowie sozioökonomische Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein schematisches Modell zu erstellen, das die Zusammenhänge zwischen Persönlichkeitsmerkmalen, sozialen Einstellungen und tatsächlichem Spendenverhalten aufdeckt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine empirische Studie, die auf Fragebogenerhebungen, deskriptiver Statistik, Korrelationsanalysen und hierarchischen Regressionsmodellen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte theoretische Herleitung der verschiedenen Einflussgrößen und einen methodischen Teil, in dem die Stichprobe und die statistische Überprüfung der Hypothesen erläutert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Altruismus, Spendenverhalten, Persönlichkeitsvariablen, Hilfeverhalten, Soziale Erwünschtheit und Kosten-Nutzen-Analyse.

Wie spielt die soziale Erwünschtheit bei der Messung des Spendenverhaltens eine Rolle?

Die soziale Erwünschtheit wirkt als intervenierende Variable, da Probanden dazu neigen könnten, ihr Antwortverhalten so anzupassen, dass sie in einem gesellschaftlich günstigeren Licht erscheinen.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich des Einflusses von Kindern auf das Spendenverhalten?

Die Studie deutet darauf hin, dass Personen mit Kindern ein altruistischeres Spendenverhalten zeigen als Personen ohne Kinder, was teilweise auf finanzielle Ressourcen oder sozio-ökonomische Faktoren zurückgeführt wird.

Ende der Leseprobe aus 102 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Einflussfaktoren des monetären Spendenverhaltens
Untertitel
Eine Betrachtung von Persönlichkeitsvariablen sowie sozialen und materiellen Einflussgrößen
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Psychologisches Institut)
Note
1
Autor
Martin Lotz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
102
Katalognummer
V21188
ISBN (eBook)
9783638248600
ISBN (Buch)
9783638879880
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Einflussfaktoren Spendenverhaltens Eine Betrachtung Persönlichkeitsvariablen Einflussgrößen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Lotz (Autor:in), 2001, Einflussfaktoren des monetären Spendenverhaltens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21188
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