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Das englische Südafrika

Title: Das englische Südafrika

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 23 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Mathias Antusch (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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„Freie Staaten können, wie alle anderen, abhängige Gebiete besitzen, die entweder durch Eroberung oder durch Besiedlung erworben worden sind; unser eigener Staat ist das hervorragendste Beispiel dieser Art in der neueren Geschichte. Es ist eine höchst wichtige Frage, wie solche abhängigen Gebiete regiert werden sollen.“1

Das Gebiet, um das es sich in dieser Arbeit handelt, heißt heute Südafrika. Großbritannien besetzte das Land 1795 und behielt es, mit Ausnahme des Zeitraumes zwischen 1803 bis 1806, schließlich bis 1961. In der vorliegenden Seminararbeit soll der Zeitraum zwischen der Machtübernahme der Briten bis zur Gründung der Südafrikanischen Union betrachtet werden. Zu Beginn wird kurz die Situation des Kapgebietes vor der englischen Besetzung beschrieben. Im nächsten Teil der Arbeit sollen die verschiedenen Anglisierungsmaßnahmen erläutert werden. Die Geschichte der Kapkolonie kann nicht getrennt von der Geschichte der Buren betrachtet werden. Die Ursachen und Gründe für den Britenhass der Buren sowie das Verhalten der Engländer können so nicht erklärt werden. Daher wird im folgenden Kapitel auf die Entstehung der Burenrepubliken und deren Beziehung zur Kapkolonie eingegangen. Anschließend folgt eine Erläuterung des Burenkrieges und seiner Folgen. Letztendlich wird der Übergang vom British Empire zum Commonwealth of Nations dargestellt. Für die Seminararbeit wurde hauptsächlich das umfassende Werk von Harald Bilger mit dem Titel „Südafrika in Geschichte und Gegenwart“ benutzt. Einen guten Überblick bietet auch das Buch „Geschichte Südafrikas“ von Jörg Fisch. Zum besseren Verständnis der geographischen Bezeichnungen sind im Anhang zwei Karten Südafrikas eingefügt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das englische Südafrika

2.1 Südafrika bis zur englischen Besetzung

2.2 Die Anglisierung Südafrikas

2.2.1 Hottentotten- Gesetzgebung

2.2.2 Sklavengesetzgebung

2.2.3 Weitere Anglisierungsmaßnahmen

2.2.4 Der Große Trek

2.3 Die Kapkolonie und die Anfänge der drei Republiken

2.3.1 Natal

2.3.2 Oranje Freistaat und Transvaal

2.3.3 Die Kapkolonie

2.4 Die Entwicklung bis zum Burenkrieg

2.5 Der Burenkrieg und seine Folgen

2.6 Vom British Empire zum Commonwealth of Nations

3. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Prozess der britischen Expansion in Südafrika von der Machtübernahme durch Großbritannien gegen Ende des 18. Jahrhunderts bis zur Gründung der Südafrikanischen Union im Jahr 1910, wobei insbesondere die Konflikte zwischen der britischen Kolonialverwaltung und der burischen Bevölkerung analysiert werden.

  • Die Auswirkungen der britischen Anglisierungspolitik auf die burische Gesellschaft.
  • Die Ursachen und der Verlauf des "Großen Treks" der burischen Bevölkerung.
  • Die wirtschaftlichen und strategischen Motive Großbritanniens, insbesondere nach den Diamanten- und Goldfunden.
  • Der Burenkrieg und die darauf folgende politische Neuordnung Südafrikas bis 1910.
  • Der Übergang vom Britischen Empire hin zum Commonwealth of Nations.

Auszug aus dem Buch

Die Sklavengesetzgebung

Will man die Erregung der Buren über die Hottentotten- Gesetze sowie über die noch zu besprechenden Sklavengesetze verstehen, so muss man deren Glaubensvorstellungen betrachten. Der Bildungsstand der Buren war im Laufe der Zeit aufgrund der ungeheueren Ausdehnung des Landes, die zentrale Schulen unmöglich machte, immer geringer geworden. In ihrer Abgeschiedenheit entwickelten sie ein Lebensbild, das auf den Schilderungen des Alten Testaments aufbaute. Im 1. Buch Moses 30, 43 heißt es zum Beispiel: „Daher war der Mann über die Maßen reich, dass er viele Schafe und Mägde und Knechte, Kamele und Esel hatte.“ Die britische Regierung griff somit in den vorherbestimmten Schöpfungsplan Gottes ein, was für die Buren nicht nur eine unverständliche, sondern auch eine verwerfliche und teuflische Tat war.

Die philanthropischen Vorstellungen in Großbritannien gewannen auch in Bezug auf die Sklaverei einen hohen Einfluss. Nach dem Verbot des Sklavenhandels auf Schiffen war der Schmuggel erheblich gestiegen. Daher führte die Regierung 1816 eine Registrierungspflicht für den Tod und Verkauf aller Sklaven ein. Des Weiteren wurde 1823 eine Verordnung erlassen, die folgende Bestimmungen zum Schutz der Sklaven enthielt: Erstens wurde die Sonntagsarbeit verboten. Zweitens die tägliche Arbeitszeit auf 10 (Winter) bzw. 12 Stunden (Sommer) beschränkt. Außerdem mussten Überstunden bezahlt werden, Mann und Frau durften nicht mehr getrennt verkauft werden, Sklavenkinder mussten drei Tage in der Woche die Schule besuchen, die Sklaven sollten gutes Essen und Kleidung bekommen usw.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den zeitlichen Rahmen der Arbeit, benennt die zentralen Themen wie die Anglisierung und den Burenkrieg und erläutert die verwendete Forschungsliteratur.

2. Das englische Südafrika: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die britische Machtübernahme, die kulturellen und rechtlichen Konflikte durch Anglisierungsmaßnahmen sowie die Expansion in die Burenrepubliken.

2.1 Südafrika bis zur englischen Besetzung: Dieses Kapitel beschreibt die sozioökonomischen Bedingungen und die Siedlungsstruktur am Kap vor dem Eintreffen der Briten.

2.2 Die Anglisierung Südafrikas: Hier werden die administrativen und gesellschaftlichen Eingriffe der Briten in das Leben der Buren und der Einheimischen dargestellt.

2.2.1 Hottentotten- Gesetzgebung: Dieses Kapitel behandelt die Auswirkungen der neuen Gesetze auf den Rechtsstatus der Einheimischen und die resultierende Verstimmung der Buren.

2.2.2 Sklavengesetzgebung: Die Analyse konzentriert sich hier auf die religiöse Ablehnung der Buren gegenüber der Sklavenbefreiung und die unzureichende Entschädigungspraxis.

2.2.3 Weitere Anglisierungsmaßnahmen: Hier werden Sprachpolitik, Verwaltungsreformen und der Widerstand gegen britische Institutionen wie Schulen thematisiert.

2.2.4 Der Große Trek: Dieses Unterkapitel untersucht die Beweggründe und den Ablauf der Abwanderung der Buren aus der Kapkolonie.

2.3 Die Kapkolonie und die Anfänge der drei Republiken: Die Entwicklung der verschiedenen Siedlungsgebiete und deren instabile Beziehungen untereinander sowie zu den Briten werden hier beleuchtet.

2.3.1 Natal: Der Abschnitt schildert die Gründung und Annexion der Republik Natalia durch Großbritannien.

2.3.2 Oranje Freistaat und Transvaal: Die Konsolidierung der burischen Republiken und die britischen Vertragsverhandlungen werden in diesem Kapitel erörtert.

2.3.3 Die Kapkolonie: Hier wird die politische Entwicklung der Kapkolonie in Richtung Autonomie und die damit verbundenen Wahlrechtsfragen erläutert.

2.4 Die Entwicklung bis zum Burenkrieg: Dieses Kapitel fokussiert auf die ökonomischen Folgen der Diamanten- und Goldfunde und die zunehmenden imperialen Spannungen.

2.5 Der Burenkrieg und seine Folgen: Der Verlauf des Krieges, die Taktiken beider Seiten und der Friedensschluss stehen hier im Mittelpunkt.

2.6 Vom British Empire zum Commonwealth of Nations: Das letzte Unterkapitel betrachtet den Wandel der britischen Reichspolitik von imperialer Herrschaft hin zur losen Verbindung im Commonwealth.

3. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die strategischen Motive Großbritanniens zusammen und bewertet die Auswirkungen der kolonialen Politik auf die Gründung der Südafrikanischen Union.

Schlüsselwörter

Südafrika, Großbritannien, Buren, Kapkolonie, Anglisierung, Großer Trek, Burenkrieg, Goldvorkommen, Diamantenfunde, British Empire, Commonwealth of Nations, Sklavengesetzgebung, Hottentotten, Kolonialpolitik, Südafrikanische Union.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung Südafrikas während der Zeit der britischen Herrschaft, insbesondere mit den Spannungen zwischen der Kolonialmacht und der burischen Bevölkerung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die britische Anglisierungspolitik, der Widerstand der Buren, der Große Trek, die wirtschaftliche Erschließung durch Edelmetallfunde und der Weg zur Südafrikanischen Union.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Gründe für die Entfremdung zwischen Briten und Buren sowie die daraus resultierenden politischen und militärischen Auseinandersetzungen historisch einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der historische Standardwerke zum Thema genutzt werden, um die Entwicklungen chronologisch und thematisch nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise die Etappen der britischen Expansion, von den ersten Gesetzesreformen über die Entstehung der Burenrepubliken bis hin zum Burenkrieg und der Staatsgründung von 1910.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie britischer Imperialismus, burische Unabhängigkeitsbestrebungen, koloniale Transformation und der Weg zum Commonwealth beschreiben.

Warum empfanden die Buren die britische Sklavengesetzgebung als bedrohlich?

Die Buren sahen darin einen Eingriff in ihre auf dem Alten Testament basierenden Glaubensvorstellungen sowie eine massive ökonomische Bedrohung aufgrund mangelhafter Entschädigungen für die Sklavenbefreiung.

Welche Bedeutung hatten die Gold- und Diamantenfunde für die Entwicklung?

Diese Funde veränderten die strategische und wirtschaftliche Bedeutung der Burenrepubliken schlagartig und waren der entscheidende Katalysator für den gesteigerten britischen Annexionsdruck.

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Details

Title
Das englische Südafrika
College
University of the Federal Armed Forces München  (Historisches Institut)
Course
Interdisziplinäres Hauptseminar "Europäische Expansion"
Grade
2,3
Author
Mathias Antusch (Author)
Publication Year
2003
Pages
23
Catalog Number
V21195
ISBN (eBook)
9783638248655
Language
German
Tags
Südafrika Interdisziplinäres Hauptseminar Europäische Expansion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mathias Antusch (Author), 2003, Das englische Südafrika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21195
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