Inhalt
A. Einleitung ................................................... 3
B. Definition "Fabel" ............................................ 3
C. Die Fabel vor La Fontaine - Ursprung und Antik................. 4
1. Ursprung ................................................... 4
2. Antike ........................................................ 4
3. Aufbau ........................................................ 5
D. Die Fabel vor La Fontaine - 16. und 17. Jahrhundert............ 6
1. Die Fabel in Frankreich im 16. Jahrhundert .................... 6
2. Ausgangssituation 17. Jahrhundert ............................. 7
a. Beginn 17. Jahrhundert - beliebt aber ignoriert................ 7
b. Mitte 17. Jahrhundert - Fabelliteratur ...................... 7
3. Form der Fabel im 17. Jhdt. und die Literaturtheorie........... 8
E. La Fontaine - Wandel der bisherigen Fabeltradition ............ 8
1. Tradition bewahren? Préface zum Premier Recueil ........... 8
2. Wandel zu geistreicher Unterhaltung ........................... 9
F. Der lafontainische Fabel-Stil im Einzelnen.................... 10
1. Umorganisation der Vorlage ................................... 10
2. Ästhetisierung der moralité................................... 10
3. Überraschung und Vorwegnahme.................................. 11
4. Szenische Darbietung .................................. 11
5. Spurenelemente personalen Erzählens........................... 12
6. Figurengestaltung ............................................ 12
7. Spiegeltechnik ......................................... 13
8. Zeit und Raum in den Fabeln................................... 13
9. Französisierung .............................................. 13
10. Literarisierung ........................................... 14
G. Fazit ....................................................... 14
H. Literaturverzeichnis.......................................... 16
Inhaltsverzeichnis
A. Einleitung
B. Definition "Fabel"
C. Die Fabel vor La Fontaine - Ursprung und Antike
1. Ursprung
2. Antike
3. Aufbau
D. Die Fabel vor La Fontaine - 16. und 17. Jahrhundert
1. Die Fabel in Frankreich im 16. Jahrhundert
2. Ausgangssituation 17. Jahrhundert
a. Beginn 17. Jahrhundert - beliebt aber ignoriert
b. Mitte 17. Jahrhundert - Fabelliteratur
3. Form der Fabel im 17. Jhdt. und die Literaturtheorie
E. La Fontaine - Wandel der bisherigen Fabeltradition
1. Tradition bewahren? Préface zum Premier Recueil
2. Wandel zu geistreicher Unterhaltung
F. Der lafontainische Fabel-Stil im Einzelnen
1. Umorganisation der Vorlage
2. Ästhetisierung der moralité
3. Überraschung und Vorwegnahme
4. Szenische Darbietung
5. Spurenelemente personalen Erzählens
6. Figurengestaltung
7. Spiegeltechnik
8. Zeit und Raum in den Fabeln
9. Französisierung
10. Literarisierung
G. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den entscheidenden Wandel der Fabeltradition durch Jean de La Fontaine, der die Gattung von einer rein didaktischen, oft ignorierten Kurzform zu einer anspruchsvollen literarischen Kunstform für das höfische Publikum erhob. Dabei wird analysiert, wie La Fontaine durch stilistische Neuerungen und eine gezielte ästhetische Gestaltung die Fabel als Medium geistreicher Unterhaltung etablierte.
- Historische Entwicklung der Fabel von der Antike bis zum 17. Jahrhundert
- Strukturelle Analyse der lafontainischen Erzähltechnik
- Die Rolle der Moralité im Kontext der literarischen Unterhaltung
- Französisierung und Literarisierung als Instrumente der Gattungserneuerung
- Spiegelung von tierischen und menschlichen Ebenen als stilistisches Mittel
Auszug aus dem Buch
F. Der lafontainische Fabel-Stil im Einzelnen
La Fontaine bezieht sich ausdrücklich auf einen bereits bestehenden Fabel Fundus. Seine Quellen bestehen im Premier Recueil aus den äsopischen Fabeln, im Second Recueil sind es die Fabeln von Pilpay. Grundsätzlich haben die Leser die Möglichkeit, damit sein Werk mit den Vorlagen zu vergleichen. La Fontaine sieht dies offensichtlich nicht als Gefahr oder Risiko an, sondern als wirkungsvolles Spiel mit der Leseerwartung.
Die moralité wird zu einem Bauelement der Fabel, das nach La Fontaine auch weggelassen werden kann. Wenn er sie verwendet, dann überfrachtet er sie selten mit dem traditionellen normativen Inhalt. Er spielt mit ihr, reduziert sie, erweitert sie und bindet sie häufig eng an den erzählenden Charakter der Fabel, so dass sie quasi nebensächlich erscheint, damit aber umsomehr Wirkung erzielt. Deutlich wird dies in einem Zitat aus der Fabel Le Coq et le Renard, in dem das geglückte Täuschungsmanöver des Hahns mit dem lapidaren Nebensatz kommentiert wird: „Car c´est double plaisir de tromper le trompeur“.
Durch Voranstellung oder Nachstellung der moralité, moralité integriert im récit und récit ohne moralité, durch die Intensivierung der plot-Struktur und der Aufrechterhaltung der formalen Fabelform kreiert La Fontaine eine in einer "epigrammatischen Pointe kulminierende Vers-Erzählung."
Zusammenfassung der Kapitel
A. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle La Fontaines als bedeutenden klassischen Schriftsteller, der die Fabeltradition erneuerte und aus dem Schatten der rein didaktischen Schulunterweisung heraushob.
B. Definition "Fabel": Dieses Kapitel definiert die Fabel über ihre Grundzüge als eine konkrete Erzählung, die eine moralische Wahrheit durch die geistige Aktivität des Zuhörers vermittelt.
C. Die Fabel vor La Fontaine - Ursprung und Antike: Hier werden die antiken Wurzeln der Fabel, insbesondere die äsopische Tradition, und deren Charakteristika wie die klare Struktur und die didaktische Funktion dargestellt.
D. Die Fabel vor La Fontaine - 16. und 17. Jahrhundert: Das Kapitel beschreibt die geringe literarische Wertschätzung der Fabel vor La Fontaine, obwohl sie in breiten Kreisen und im Schulwesen durchaus populär war.
E. La Fontaine - Wandel der bisherigen Fabeltradition: Es wird analysiert, wie La Fontaine die traditionelle Fabelform übernahm, sie aber durch Versifizierung und einen geistreichen Unterhaltungscharakter grundlegend transformierte.
F. Der lafontainische Fabel-Stil im Einzelnen: Dieser Abschnitt bietet eine tiefgehende Untersuchung der spezifischen literarischen Techniken La Fontaines, von der Umorganisation der Vorlagen bis zur ausgefeilten Figurengestaltung und Metrik.
G. Fazit: Das Fazit resümiert die Bedeutung La Fontaines als Revolutionär der Fabel, der die Gattung als literarische Kunstform und als Unterhaltungsmedium für die gebildete Gesellschaft etablierte.
Schlüsselwörter
La Fontaine, Fabel, Moralistik, Gattungstradition, Äsop, Literaturtheorie, Versfabel, Erzähltechnik, moralité, Französisierung, Literarisierung, Honnêteté, Klassik, Figurengestaltung, Erzählkunst
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?
Die Arbeit befasst sich mit der literarischen Aufwertung der Fabel durch Jean de La Fontaine im 17. Jahrhundert und untersucht, wie er eine ursprünglich didaktische Gattung in eine anspruchsvolle Kunstform verwandelte.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Zentrum stehen die historische Entwicklung der Fabel, die literarische Ausgangslage vor La Fontaine sowie die spezifischen stilistischen Innovationen, mit denen er die Gattung erneuerte.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie La Fontaine durch die "Französisierung" und "Literarisierung" der Fabel sowie durch raffinierte Erzähltechniken der Gattung zu neuem Glanz verholfen hat.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autorin verwendet eine strukturgeschichtliche und literaturwissenschaftliche Analyse, bei der sowohl die Vorlagen (Äsop, Pilpay) als auch La Fontaines eigene Vorreden und Stilmittel kritisch betrachtet werden.
Welche Aspekte werden im Hauptteil vertieft?
Der Hauptteil widmet sich detailliert der Umorganisation der Vorlagen, der ästhetischen Gestaltung der Moral, der Erzählperspektive sowie der metrischen Gestaltung der Fabeln.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt zusammenfassen?
Wichtige Begriffe sind Fabel, Moralistik, La Fontaine, Literarisierung, Erzähltechnik und Gattungstradition.
Wie geht La Fontaine mit der traditionellen Moral (Moralité) in seinen Fabeln um?
La Fontaine löst die Moralité aus ihrer starren didaktischen Form, integriert sie geschickt in den Erzählfluss oder lässt sie gelegentlich weg, um die literarische Eleganz des Werkes zu betonen.
Warum wird La Fontaine als "umstrittener" Klassiker bezeichnet?
Die Forschung diskutiert kontrovers, ob La Fontaine in erster Linie ein Dichter war, der die Gattung ästhetisierte, oder ob seine Tierfabeln primär als verschlüsselte politische Oppositionsdichtung zu verstehen sind.
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- Nicole Romig (Author), 2011, La Fontaine und die Gattungstradition der Fabel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212003