Private Equity als Anlageklasse für institutionelle Anleger


Seminararbeit, 2013

24 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einführung

2. Grundlagen des Private Equity Markte
2.1 Charakteristika von Private Equity
2.2 Anlageformen
2.2.1 Direkte Investition
2.2.2 Indirekte Investition
2.2.2.1 Private Equity Fonds
2.2.2.2 Private Equity Dachpool

3. Empirische Analyse der Anlageformen in Private Equity
3.1 Datenbasis
3.2 Rendite-/Risikocharakteristika von Private Equity Investitionen
3.3 Private Equity Eigenschaften Diversifikation
3.4 Vergleich der Ergebnisse mit bisherigen Untersuchungen

4. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Die Finanzierungsstufen einer Private Equity Gesellschaft

Abb. 2: Die Entwicklung der Anzahl der gelisteten Private Equity Unternehmen

Abb. 3: Prinzip von Private Equity Gesellschaften

Abb. 4: Das Funds-of-Funds Konzept

Abb. 5: Indexentwicklung

Abb. 6: Effizienzkurve

Abb. 7: Effizienzkurve Vergleichsstudie

Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Deskriptive Statistik

Tab. 2: Korrelation zwischen den Asset-Klassen

Tab. 3: Portfolio exklusive LPX 50

Tab. 4: Portfolio inklusive LPX 50

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einführung

Liquidationsengpässe aus Gründen der Umstrukturierung oder Erweiterungsinvestitionen können in verschiedenen Zyklen eines Unternehmens vorliegen. Daher stellt sich zu unterschiedlichen Zeitpunkten die Frage der Finanzierungsmöglichkeiten. Die bekannten Formen des Bankkredites oder der Aufnahme neuer Gesellschafter wurde nicht mehr als alleinige Möglichkeit gesehen. Die Idee einer Private Equity Finanzierung entstand. Mit Anfängen in den USA, gewann diese Finanzierungsform auch hierzulande immer mehr an Bedeutung.

In der vorliegenden Arbeit werden die Grundlagen dieser Finanzierung aufgezeigt und die verschiedenen Arten der Anlageformen dargestellt. Zudem wird untersucht, ob Private-Equity als Anlagealternative für institutionelle Anleger profitabel ist. Dafür wird die traditionelle Portfoliozusammensetzung aus Anleihen und Aktien betrachtet. Danach wird ermittelt, inwiefern eine Portfoliooptimierung durch die Aufnahme von Private Equity erreicht werden kann. Zudem wird im Rahmen der vorliegenden Arbeit untersucht, inwiefern eine Portfoliooptimierung bezogen auf die Rendite und das Risiko erzielt wird. Hiermit soll ein fundierter Überblick für institutionelle Anleger erzielt werden. Verstärkt wird das Ergebnis durch Vergleiche mit anderen bisher getätigten Untersuchungen im Bereich Private Equity als alternative Anlagemöglichkeit.

Hierfür wird in Abschnitt 2.1 ein Hintergrund der Private Equity Finanzierung gegeben. Ausschlaggebend ist hier der Lebenszyklus einer Private Equity Finanzierung sowie ein Einblick in den historischer Hintergrund dieser Finanzierungsmöglichkeit. Im Abschnitt 2.2 werden die unterschiedlichen Anlageformen einer Private Equity Investition dargestellt. Daraufhin wird im dritten Abschnitt die Private Equity Investition als alternative Anlageklasse analysiert. Im Abschnitt 3.1 wird die Datenbasis beschrieben, um dann in den Abschnitten 3.2 und 3.3 die Rendite- und Risikoeigenschaften sowie die Charakteristika der Private Equity Investitionen zu verdeutlichen. Abschließend wird die hier durchgeführte empirische Studie mit Ergebnissen anderer Untersuchungen im Abschnitt 3.4 verglichen.

2. Grundlagen des Private Equity Marktes

2.1 Charakteristika von Private Equity

Private Equity ist ein Sammelbegriff für eine Anlageklasse, die verschiedenste Formen der Investitionen in nicht-börsennotierte Unternehmen umschreibt. Die Art der Investition umfasst u.a. Venture Capital Finanzierungen, Buyout oder Mezzanine Finanzierungen.[1] Entscheidungsfaktor für die Anlage in Private Equity ist die zu erwartenden Rendite sowie das Risikoprofil. Private Equity Beteiligungen werden vor allem aufgrund der hoch eingestuften erwarteten Rendite gehalten. Die Rendite bei Private Equity Investitionen wird nicht allein durch Dividendenausschüttungen erzielt, sondern auch durch die Teilnahme am Unternehmenswachstum.[2] Die allgemeine Haltedauer liegt bei vier bis fünf Jahren, maximal wird eine Beteiligung 10 Jahre gehalten. Danach werden die Beteiligungen gewinnbringend an der Börse oder an strategische Investoren verkauft.[3] Mit dem Ausstieg aus der Beteiligung wird der Zuwachs des Unternehmenswertes realisiert.[4]

Eine Finanzierung wird bei unterschiedlichen Entwicklungsstufen des Unternehmens notwendig. Diese werden im folgenden Schaubild dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Die Finanzierungsstufen einer Private Equity Gesellschaft

Quelle: in Anlehnung an Kitzmann (2005), S.44; Mülke (2010), S. 71.

Zum einen ist dies die Early Stage Phase. Das Unternehmen steht in der Gründungsphase (Seed) oder ist gerade neu in den Markt eingetreten (Start-Up).[5] Bei Investitionen in solch junge Unternehmen, zur Finanzierung bei Einführung neuer Produkte oder zur Unterstützung zur Gewinnung von Marktreife, spricht man von Venture Capital.[6] Während der Expansion Phase, auch Later Stage Phase genannt, hat das Unternehmen bereits die Phase des Neuanfangs überschritten, die Finanzierung wird zur Expansion genutzt.[7] Die Bridge Phase gilt als Phase der Überbrückungsfinanzierung. Zur Verbesserung der Eigenkapitalquote, meist als Börsenzugangsvorbereitung, werden finanzielle Mittel bereitgestellt.[8] Investoren erwerben in der Buy-Out Phase eine Mehrheitsbeteiligung und verkaufen diese wieder gewinnbringend nach einer bestimmten Zeit.[9] Ausschlaggebend ist hier die Trennung vom bisherigen Eigentümer.[10] Vorrangig sieht man hier den Zufluss von Kapital zur Sicherung der Liquidität des Unternehmens für nötige Umstrukturierungen, parallel zum Know-How Zufluss.[11] In der im Schaubild dargestellten letzten Phase des Lebenszyklus, der Exit Phase, endet der Lebenszyklus des Private Equity Unternehmens mit der Veräußerung des Portfoliounternehmens. Dadurch werden die bis dahin gebundenen Gewinne bzw. Verluste realisiert. Eine Veräußerung wird mittels einer Platzierung an der Börse realisiert (IPO) oder durch den Verkauf des Unternehmens an strategische Investoren (Trade Sale).[12] Als negativer Exitkanal ist die Liquidation zu nennen. Unternehmensziele, wie das Ertragsziel können bedroht sein. Es können auch Liquidationskrisen vorliegen, die mit einer Zahlungsunfähigkeit einhergehen oder im schlimmsten Fall mit der Bedrohung einer Insolvenz.[13] In diesem Fall erfolgt eine Desinvestition der Aktiva und eine Schließung des Unternehmens.[14]

Die Form des Private Equity ging von den Vereinigten Staaten hervor und leitet sich historisch vom Venture Capital ab.[15] Die erste VC-Gesellschaft wurde sehr wahrscheinlich 1946 in Boston gegründet, welche Kapital für junge Technologieunternehmen zur Verfügung stellte.[16] In Deutschland gibt es seit Mitte der 60er Jahren Private Equity Unternehmen mit dem Hintergrund des fehlenden Börsenzugangs mittelständischer Unternehmen und der zunehmenden Frage nach neuen Institutionen für dessen Eigenkapitalversorgung.[17] Mittlerweile liefert diese Finanzierungsform in Deutschland einen hohen wirtschaftlichen Beitrag.[18] Im 1. Quartal 2012 wurden 669 Mio. € Private Equity in deutsche Unternehmen investiert. Dieser Wert ist im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Zurückzuführen ist dies auf die Unsicherheit im Markt, bezogen auf die europäische Schuldenkrise sowie die Frage wie sich die Konjunktur zukünftig entwickeln wird.[19] Mit einem heutigen Anteil am Umsatz von 8,1% und Investitionen von 0,19% am BIP wird die bestehende Bedeutung dieser Finanzierungsform in Deutschland dennoch deutlich.[20]

[...]


[1] Vgl. Brooks (2006), S. 2.

[2] Vgl. Brook (2006), S. 9.

[3] Vgl. Berger (2011), S. 58; EVCA Guide on Private Equity [13.02.2013].

[4] Vgl. Brook (2006), S. 9.

[5] Vgl. Cumming/Johan (2009), S. 6.

[6] Vgl. Brooks (2006), S. 5.

[7] Vgl. Brooks (2006), S. 2; Hess (2007), S. 26.

[8] Vgl. Hess (2007), S. 26.

[9] Vgl. BVK Buyouts [24.02.2013].

[10] Vgl. Grunert (2006), S. 10.

[11] Vgl. EVCA Guide on Private Equity [13.02.2013].

[12] Vgl. Von Daniels (2004), S. 44-45.

[13] Vgl. Hoffmann (2011), S. 14-17.

[14] Vgl. Von Daniels (2004), S. 45.

[15] Vgl. von Daniels (2004), S. 11-12.

[16] Vgl. Weitnauer (2011), S. 19.

[17] Vgl. Weitnauer (2011), S. 19; Frommann/Dahmann (2005), S.1.

[18] Vgl. Frommann/Dahmann (2005), S. 1.

[19] Vgl. BVK, Bericht Q1 [13.02.2013].

Seit dem Jahre 2008 führt der BVK eine Statistikerfassung in Zusammenarbeit mit dem EVCA und

19 weiteren nationalen Private Equity Verbänden.

[20] Vgl. BVK Was ist Private Equity [13.02.2013] & BVK Special Europa 2010 [13.02.2013].

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Private Equity als Anlageklasse für institutionelle Anleger
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Veranstaltung
Asset Management
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
24
Katalognummer
V212020
ISBN (eBook)
9783656404552
ISBN (Buch)
9783656406235
Dateigröße
1249 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
private, equity, anlageklasse, anleger
Arbeit zitieren
Larissa Maidhof (Autor:in), 2013, Private Equity als Anlageklasse für institutionelle Anleger, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212020

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