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Geschichte und Bedeutung Italiens im 18. Jahrhundert

Ein Überblick des "unitalienischen" Jahrhunderts

Title: Geschichte und Bedeutung Italiens im 18. Jahrhundert

Seminar Paper , 2009 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Simon Rietberg (Author)

Romance Studies - Italian and Sardinian Studies
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Was verbindet der geschichtlich beflissene Leser im Normalfall mit dem 18. Jahrhundert? Da wäre zum Einen die Französische Revolution, die noch Jahrhunderte nach ihrem blutigen Ende von sich reden macht. Der Beginn der Industriellen Revolution in England wäre sicherlich ebenfalls hinzuzuzählen – ein Meilenstein in der Entwicklung der Menschheit in Richtung Moderne. Und natürlich die Aufklärung, der nicht nur in philosophischer Hinsicht eine ähnlich wichtige Rolle in diesem Jahrhundert zuteil wird.
Wo aber ist Italien? Welche Rolle spielt dabei dieses Land? Bei näherem Hinsehen stellt man fest, dass all diese wegweisenden Entwicklungen in anderen Ländern ihren Ursprung haben. Nicht zuletzt deswegen sehen einige Autoren, so auch Michael Seidlmayer , im 18. Jahrhundert ein „unitalienisches“ Jahrhundert, also eines, das untypisch ist für Italien.
Doch ist diese Begriffswahl wirklich gerechtfertigt? Warum genau ist das 18. Jahrhundert so „unitalienisch“? Und schließlich: woran mag dies liegen?
Unter anderem auf diese Fragen wird in den folgenden Kapiteln näher eingegangen. Dabei soll nach einer kurzen Tatsachenschilderung ein erster Schwerpunkt auf der geopolitischen Situation in Europa liegen, insbesondere, was die wichtigsten europäischen Geschehnisse angeht, die die Entwicklung in Italien beeinflussten. Aus diesem Grund soll auch das Augenmerk vor allem auf die Großmächte - Frankreich, Österreich und Spanien -, ihrer Politik und ihren dynastischen Bestrebungen in Italien gelegt werden.
Natürlich bestand das 18. Jahrhundert nicht nur aus kriegerischen Auseinandersetzungen und Großmachtpolitik, auch wenn diese die erste Hälfte des Jahrhunderts klar dominierten. Aus diesem Grund soll der zweite Schwerpunkt dieser Arbeit auf Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft liegen, die ebenfalls einen wichtigen Aspekt dieser Epoche darstellen und dementsprechend in den folgenden Kapiteln ausführlich thematisiert werden. Dabei soll vor allem die Aufklärung hervorgehoben werden. Ihre Auswirkungen auf Herrscher und Beherrschte, auf Nord und Süd, auf Gebiete mit italienischen und auf solche mit fremden Dynastien, auf Bourbonen und Habsburger und auf Wissenschaft und Technik sollen geschildert und dabei kritisch beurteilt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. VORWORT

2. GESCHICHTE ITALIENS IM 18. JAHRHUNDERT

2.1. Kurze geopolitische Bestandsaufnahme

2.2. Der Spanische Erbfolgekrieg (1701 – 1714)

2.3. Der Polnische Erbfolgekrieg (1733/35)

2.4. Der Österreichische Erbfolgekrieg (1740 – 1748)

2.5. Die wirtschaftliche Entwicklung

2.6. Die Aufklärung

2.6.1. Die Aufklärung in Italien

2.6.1.1. Reformen

Die Lombardei

Die Toskana und Modena

Neapel, Sizilien und Parma

2.6.1.2. Staaten ohne Reformen

Der Kirchenstaat, Genua und Venedig

2.6.1.3. Ein Sonderfall

Piemont – Savoyen

3. RESÜMEE

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das 18. Jahrhundert in Italien und geht der Forschungsfrage nach, ob die Bezeichnung dieses Zeitabschnitts als „unitalienisch“ historisch gerechtfertigt ist. Dabei steht sowohl die politische Fremdbestimmung durch europäische Großmächte als auch die sozioökonomische und kulturelle Entwicklung unter dem Einfluss der Aufklärung im Mittelpunkt der Analyse.

  • Geopolitische Lage und dynastische Bestrebungen in Italien
  • Die Auswirkungen der europäischen Erbfolgekriege auf die italienische Landkarte
  • Wirtschaftliche Dynamik, Bevölkerungswachstum und die Agrarrevolution
  • Die Verbreitung aufklärerischen Gedankenguts und dessen Umsetzung in Reformpolitik
  • Vergleich der Reformbemühungen zwischen verschiedenen italienischen Staaten

Auszug aus dem Buch

2.6.1.1. Reformen

Vor allem in der Lombardei konnte man den landwirtschaftlichen Fortschritt der Agrarrevolution bewundern. Das Land, das schon seit geraumer Zeit zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Italiens gehörte, profitierte von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und dem Anstieg der Preise. Unterstützungen beim Ausbau der Infrastruktur vonseiten der habsburgischen Regierung der Lombardei taten ihr Übriges dazu.

Von der wirtschaftlichen Entwicklung waren die sozialen und politischen Verhältnisse allerdings nur teilweise betroffen. Der Großteil des Grundbesitzes lag weiterhin in adliger oder kirchlicher Hand, die Agrarbourgeoisie blieb also entsprechend klein. Ein Steuersystem, das vor allem zu Lasten der Armen ausgelegt war und die Reichen begünstigte, führte bei den fermieri, den Steuerpächtern, zu großem Reichtum.

Um diese Missstände zu beheben, waren Reformen notwendig, die nun auch angegangen wurden. Unter Maria Theresia konnte die Hauptsteuerlast von Personen- und Handelssteuern auf Immobilien- und Grundsteuern verlagert werden. Ein zu Beginn festgelegter Grundwert durfte zudem nicht mehr verändert werden und schuf Anreize zur Bodenverbesserung und zur Kultivierung bisher unbebauter Flächen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. VORWORT: Das Vorwort führt in die Problematik des „unitalienischen“ 18. Jahrhunderts ein und umreißt die methodische Herangehensweise an die Themengebiete Politik, Wirtschaft und Kultur.

2. GESCHICHTE ITALIENS IM 18. JAHRHUNDERT: Dieses Hauptkapitel analysiert die komplexen politischen Umbrüche durch die verschiedenen Erbfolgekriege sowie die wirtschaftlichen Entwicklungen und den Einfluss der Aufklärung auf die Reformbestrebungen in den unterschiedlichen Regionen Italiens.

3. RESÜMEE: Das Resümee bewertet die Ergebnisse der Untersuchung und bestätigt die These, dass Italien im 18. Jahrhundert aufgrund mangelnder kultureller und politischer Eigenständigkeit im Vergleich zu anderen Mächten als „unitalienisch“ betrachtet werden kann.

Schlüsselwörter

18. Jahrhundert, Italien, Aufklärung, Erbfolgekriege, Reformen, Geopolitik, Wirtschaftsentwicklung, Agrarrevolution, Absolutismus, Maria Theresia, Fremdbestimmung, Gesellschaft, Kirchenstaat, Lombardei, Toskana

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen Überblick über die Geschichte Italiens im 18. Jahrhundert und hinterfragt, inwiefern dieses Jahrhundert als „unitalienisch“ bezeichnet werden kann, da das Land stark von externen Mächten geprägt war.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der geopolitischen Situation durch Erbfolgekriege, der wirtschaftlichen Entwicklung, der gesellschaftlichen Transformation und der Einführung aufklärerischer Reformen.

Welches primäre Ziel oder welche Forschungsfrage verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, zu klären, ob die Charakterisierung des 18. Jahrhunderts als „unitalienisch“ gerechtfertigt ist und welche Gründe für die wahrgenommene Rückständigkeit oder Fremdbestimmung vorlagen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, indem er Tatsachenschilderungen mit einer kritischen Beurteilung von Politik, Wirtschaft und geistigen Strömungen verknüpft.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die militärischen Konflikte und ihre Folgen für die Landkarte behandelt, gefolgt von einer detaillierten Analyse der wirtschaftlichen Lage und der unterschiedlichen Reformbemühungen in verschiedenen italienischen Staaten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Aufklärung, Absolutismus, Agrarrevolution, Großmachtpolitik und dynastische Bestrebungen.

Warum spielt die Lombardei im Reformkontext eine besondere Rolle?

Die Lombardei wird als Beispiel für eine Region angeführt, die durch habsburgische Reformen und wirtschaftliche Stärke eine Vorreiterrolle einnahm, wenngleich soziale Umwälzungen weitgehend ausblieben.

Was unterscheidet Piemont-Savoyen in seiner politischen Entwicklung von den anderen Staaten?

Piemont-Savoyen verfolgte früher als andere Staaten einen zentralistischen Kurs nach französischem Vorbild, isolierte sich später jedoch zunehmend gegenüber den Ideen der Aufklärung.

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Details

Title
Geschichte und Bedeutung Italiens im 18. Jahrhundert
Subtitle
Ein Überblick des "unitalienischen" Jahrhunderts
College
University of Regensburg
Grade
2,0
Author
Simon Rietberg (Author)
Publication Year
2009
Pages
17
Catalog Number
V212089
ISBN (eBook)
9783656398899
ISBN (Book)
9783656399018
Language
German
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simon Rietberg (Author), 2009, Geschichte und Bedeutung Italiens im 18. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212089
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