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Meinhard der II. und sein Herrschaftsausbau in Tirol

Title: Meinhard der II. und sein Herrschaftsausbau in Tirol

Seminar Paper , 2010 , 14 Pages , Grade: 2

Autor:in: Niklas Bickel (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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In dieser Proseminararbeit gilt es einen Überblick über das Leben Meinhards II. (IV.) von Tirol-Görz und insbesondere seinen Herrschaftsausbau in Tirol zu geben. So wird in einzelnen Kapiteln erläutert, wie sich die Familien Görz und Tirol entwickelten und wie die ersten Jahre in Meinhards Leben verliefen, welche Aktionen er in den ersten Jahren seiner Herrschaft zusammen mit seinem Bruder setzte und wie die Erbteilung von 1271 verlief. In dem ausführlichsten Kapitel wird darauf eingegangen, wie es zu der Säkularisierung der Stiftsländer Trient und Brixen kam und wie Meinhard es schaffte, den gesamten Adel an der Etsch und im Gebirge zu unterwerfen. Abschließend zeichnet diese Arbeit noch ein Bild über Meinhards Herrschaft in Krain und Kärnten, seinen Aufstieg zum Reichsfürsten und seine letzten Jahre bis zu seinem Tod im Jahre 1295.

In dieser Proseminararbeit wurde mit Primär- und Sekundärliteratur gearbeitet, wobei sich vor allem auf die Werke von Hermann Wiesflecker spezialisiert wurde, der sich scheinbar am eingehendsten mit dieser Thematik auseinander gesetzt hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Familienhintergrund und Jugend

3. Politische Anfänge

4. Erbteilung und Herrschaftsausbau in Tirol

4.1 Erbteilung 1271

4.2 Meinhard und Trient

4.3 Meinhard und Brixen

4.4 Unterwerfung des Adels an der Etsch und im Gebirge

5. Mainhard und Kärnten und sein Tod 1295

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Leben und den Herrschaftsausbau von Meinhard II. (IV.) von Tirol-Görz im 13. Jahrhundert, mit besonderem Fokus auf seine politische Konsolidierung im Alpenraum. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie es dem Grafen durch geschickte strategische Maßnahmen gelang, seine Herrschaft gegenüber konkurrierenden Adelsgeschlechtern und kirchlichen Institutionen durchzusetzen und Tirol als geeintes Territorium zu etablieren.

  • Entwicklung und Bündnispolitik der Familien Görz und Tirol
  • Prozess der Säkularisierung der Stiftsländer Trient und Brixen
  • Systematische Unterwerfung des lokalen Adels an Etsch und im Gebirge
  • Aufstieg zum Reichsfürsten und Konsolidierung der Herrschaft in Kärnten

Auszug aus dem Buch

4.4 Unterwerfung des Adels an der Etsch und im Gebirge

Außer mit diesen Bistümern hatte Meinhard bei seinem Regierungsantritt 1254 seine Herrschaft in Tirol auch mit etwa zehn weltlichen Fürsten gräflicher oder hochfreier Abstammung zu teilen. Diese stammten aus den Geschlechtern der Grafen von Hirschberg, Eschenlohe-Hörternberg, Burgau, Flavon, Moosburg, Castelbarco, der Vögte von Matsch und der Edlen von Taufers, Salurn, Wanga, Enn und Arco. Das mächtigste Geschlecht, das in Tirol vertreten war (Eigengut und Lehen), waren die Herzöge von Bayern aus dem Hause der Wittelsbacher, die sich eine allgemeine landesrechtliche Oberhoheit über Tirol und Trient vorbehielten. In diesem Kapitel wird erläutert, wie Meinhard es schaffte, diese unabhängigen Dynastien der Reihe nach seiner Herrschaft unterzuordnen, die Hoheitsansprüche der Herzoge von Bayern abzuschütteln und der Graf von Tirol als einziger, als Landesfürst, im Land im Gebirge herrschte.

Gebhard von Hirschberg (Gemahl Elisabeths von Tirol) bekam nach dem Tode Alberts III. von Tirol 1253 in der sogenannten „Meraner Teilung“ das gesamte Inntal zugesprochen. Als ihre Tante Elisabeth jedoch kinderlos starb (1256), erhoben die Brüder Albert und Meinhard Anspruch auf das Tiroler Erbe, welcher ihnen im „Sterzinger Schiedsspruch“ von 1263 auch bestätigt wurde. Der Hirschberger behielt nach diesem Schiedsspruch nur Schloßberg, Fragenstein, Thaur mit zugehöriger Saline und Schloss Rotenburg in seinem Besitz, welcher seinem Sohn aber 1284 nach einem königlichen Schiedsspruch Rudolfs (1282) von Meinhard für 4000 Mark Silber abgekauft werden konnte. Von da an waren die Hirschberger im Gebirge nicht mehr gegenwärtig und 1305 erlosch ihr ganzes Geschlecht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Arbeit gibt einen Überblick über das Leben und den Herrschaftsausbau Meinhards II. von Tirol-Görz unter Verwendung von Primär- und Sekundärliteratur.

2. Familienhintergrund und Jugend: Das Kapitel beleuchtet die Wurzeln der Grafen von Görz und Tirol sowie die prägende Jugendphase Meinhards, insbesondere seine Festungshaft in Hohenwerfen.

3. Politische Anfänge: Hier werden Meinhards erste politische Schritte nach der Haft, seine Bündnispolitik und die Heirat mit Elisabeth von Wittelsbach thematisiert.

4. Erbteilung und Herrschaftsausbau in Tirol: Dieses zentrale Kapitel analysiert die Säkularisierung der Stiftsländer Trient und Brixen sowie die systematische Ausschaltung rivalisierender Adelsgeschlechter.

5. Mainhard und Kärnten und sein Tod 1295: Der abschließende Teil beschreibt Meinhards Aufstieg zum Reichsfürsten, sein Wirken in Kärnten und die Festlegung der Erbfolge vor seinem Tod.

Schlüsselwörter

Meinhard II., Grafschaft Tirol, Görz, Herrschaftsausbau, Säkularisierung, Trient, Brixen, Adelsgeschlechter, Reichsfürst, Kärnten, Stams, Mittelalter, Landeseinheit, Hochstift, Lehnswesen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen historischen Überblick über das Leben von Meinhard II. (IV.) von Tirol-Görz und dokumentiert seinen zielgerichteten Ausbau einer geschlossenen Landesherrschaft in Tirol im 13. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die Auseinandersetzung mit den geistlichen Hochstiften Trient und Brixen, die Verdrängung konkurrierender Adelsgeschlechter sowie der politische Aufstieg bis hin zur Erlangung des Herzogtums Kärnten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Proseminararbeit?

Das Ziel ist es, nachzuvollziehen, wie Meinhard II. durch verschiedene politische und rechtliche Maßnahmen – wie Erbteilungen, Säkularisierungen und Zwangskäufe – die Grundlagen für eine langfristige Landesherrschaft in Tirol schuf.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung von Primär- und Sekundärliteratur, wobei insbesondere die Forschungsergebnisse von Hermann Wiesflecker als maßgebliche Grundlage herangezogen werden.

Was wird im umfangreichen Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Säkularisierung der Stiftsländer sowie mit der systematischen Entmachtung des regionalen Adels an der Etsch und im alpinen Gebirge.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Grafschaft Tirol, Säkularisierung, Herrschaftsausbau, Meinhardinger, Reichsfürst und die Geschichte des Alpenraums im Hochmittelalter.

Wie gelang es Meinhard II., die Macht der Stiftsländer Trient und Brixen zu brechen?

Meinhard nutzte geschickt Sedisvakanzen, militärischen Druck, Schiedssprüche von Königen sowie Enteignungen und Zwangskäufe, um die geistlichen Gebiete schrittweise in seine weltliche Herrschaft zu integrieren.

Welche Bedeutung hatte der Tod von Meinhard II. im Jahr 1295 für seine Nachfolge?

In seinem Testament legte er fest, dass seine drei Söhne das Erbe zur Gesamthand verwalten sollten, wodurch er eine Zersplitterung seiner geschaffenen Herrschaft verhinderte.

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Details

Title
Meinhard der II. und sein Herrschaftsausbau in Tirol
College
University of Innsbruck
Course
Proseminar Mittelalter
Grade
2
Author
Niklas Bickel (Author)
Publication Year
2010
Pages
14
Catalog Number
V212138
ISBN (eBook)
9783656583011
ISBN (Book)
9783656583004
Language
German
Tags
meinhard herrschaftsausbau tirol
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Niklas Bickel (Author), 2010, Meinhard der II. und sein Herrschaftsausbau in Tirol, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212138
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