Die Aufgabenstellung lautete eine Arbeit über die geographischen Aspekte im heutigen Russland zu verfassen.
Ich möchte nach dem Studium als Russischlehrerin Schüler und Schülerinnen für die Sprache und für das Land begeistern. Eine Sprache kann man nur dann am besten lernen, wenn man Interesse für sie hat. Das heißt, dass zu allererst ein Interesse an der Sprache von den Lehrpersonen geweckt werden muss. Interesse kann man am besten mit Hilfe von kulturellen und gesellschaftlichen Gegebenheiten wecken. Ziel ist es demnach die Schüler und Schülerinnen zu allererst über das Land, die Kultur und die Menschen aufzuklären. Dies soll unter anderem auch der Bildung von Vorurteilen zuvor kommen. Meiner Meinung jedoch reicht es nicht nur von Bräuchen oder Gepflogenheiten des russischen Volkes zu berichten. Auch das Land an sich muss vorgestellt werden. Dies ist auch sehr gut fachübergreifend mit dem Fach Geographie realisierbar.
Bräuche und Kulturen entstehen aufgrund von räumlichen Bedingungen. Um demnach bestimmte Kulturen zu verstehen ist es wichtig auch die geographischen Hintergründe zu begreifen. Dies war der Grund, warum wir uns in der Gruppe dazu entschieden neben den politischen, föderalen und sozialen Strukturen auch die geographischen Aspekte mit zu behandeln. Aufgrund dessen, dass ich als Zweitfach Geographie studiere war ich demnach dazu prädestiniert über die geographischen Aspekte und Besonderheiten zu berichten. Mein Ziel ist es, einen kurzen, aber dennoch ausführlichen Überblick über das geographische Russland zu bieten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Allgemeines
3. Physisch-geographischer Überblick
3.1 Grenzverläufe
3.2 Landschaften
3.3 Flüsse und Seen
3.4 Gebirge
3.5 Klima und Vegetation
Zielsetzung und Themenfelder
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, einen fundierten Überblick über die geographischen Gegebenheiten Russlands zu vermitteln, um ein besseres Verständnis für die kulturellen und gesellschaftlichen Zusammenhänge des Landes zu schaffen. Die Arbeit verfolgt den Ansatz, dass geographische Hintergründe essenziell sind, um die Lebensweisen und Bräuche des russischen Volkes sowie die politischen und sozialen Strukturen einzuordnen.
- Differenzierung der Begriffe Russland und Russische Föderation
- Analyse der physisch-geographischen Beschaffenheit
- Darstellung von Grenzverläufen und landschaftlicher Vielfalt
- Übersicht bedeutender Gewässer und Gebirgszüge
- Untersuchung klimatischer Zonen und deren Einfluss auf die Vegetation
Auszug aus dem Buch
Grenzverläufe
Russland ist mit 17.075.400 Quadratkilometern das größte Land der Erde. Das Gebiet macht ungefähr 1/8 des Festlandes der Erde aus. Es hat mit 14 angrenzenden Ländern die höchste Anzahl von Nachbarstaaten. Die Aufzählung der Nachbarländer erfolgt gegen den Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten. Die Zahl in den Klammern hinter dem Landesnamen beträgt die Grenzlänge zwischen Russland und dem betreffenden Staat. Im Nordosten befindet sich Norwegen (196 km) und Finnland (1340 km). Danach kommt der Anschluss Russlands an die Ostsee westlich von Sankt Petersburg. Danach folgen Estland (334 km), Lettland (217 km), Weißrussland (959 km) und die Ukraine (1576 km). Das nächste Meer ist das Schwarze Meer. Der einzige Zugang zum Mittelmeer wird jedoch von der Türkei kontrolliert.
Im Südosten Russlands liegen Georgien (723 km) und Aserbaidschan (284 km). Östlich von Aserbaidschan befindet sich das Kaspische Meer. Dieses Meer ist ein Binnenmeer ohne Zugang zu den Ozeanen. Anschließend folgt die größte mit einem Nachbarstaat gemeinsame Grenze. Die Grenze zwischen Kasachstan und Russland beläuft sich auf 6846 Kilometern.
Im ostasiatischen Teil folgt dann die Volksrepublik China (40 km), die Mongolei (3485 km) und wiederum die Volksrepublik China (3605 km). Mit Nordkorea hat Russland eine Grenze von insgesamt 19 Kilometern. Im Osten von Russland grenzt das Land an das Japanische Meer, das Ochotskische Meer, dem Pazifischen Ozean und die Beringsee. Das nächste Festland wären in vier Kilometer Entfernung die Inseln von Alaska. Im Norden grenzt Russland an den Arktischen Ozean. In diesem Ozean befinden sich Inseln, wie zum Beispiel das Franz-Josef-Land, die zum Hoheitsgebiet von Russland zählen. Durch das Abschmelzen der Eisfläche wird derzeit um den Anspruch weiterer Hoheitsgebiete in der Arktis gestritten. Eine Besonderheit ist die Oblast Kaliningrad. Dieses Gebiet befindet sich im ehemaligen Ostpreußen zwischen Polen und Litauen an der Ostsee.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation der Autorin, die geographischen Aspekte Russlands als Grundlage für ein tieferes kulturelles Verständnis in der schulischen Ausbildung darzustellen.
Allgemeines: Dieses Kapitel klärt die offizielle Nomenklatur, die sozio-ethnische Differenzierung zwischen „russisch“ und „russländisch“ sowie die politische Bedeutung der Hauptstadt Moskau und die Symbolik der russischen Flaggen.
Physisch-geographischer Überblick: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte Analyse der geographischen Eckdaten Russlands, einschließlich der Grenzlängen zu Nachbarstaaten, der topographischen Landschaften, des weitverzweigten Gewässernetzes sowie der zentralen Gebirgszüge und der vielfältigen Klimazonen.
Schlüsselwörter
Russland, Russische Föderation, Geographie, Grenzverläufe, Kaspisches Meer, Ural, Gebirge, Klima, Vegetation, Taiga, Tundra, Permafrost, Flüsse, Wolga, Ethnien
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den grundlegenden geographischen Aspekten Russlands, um diese als Basis für ein besseres Verständnis der russischen Kultur und Gesellschaft zu nutzen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind die geographische Einordnung Russlands, die ethnische und politische Strukturierung des Staates sowie eine detaillierte physisch-geographische Analyse der Landschaft, Gewässer und Klimazonen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, einen kompakten und dennoch ausführlichen Überblick über die Geographie Russlands zu liefern, der insbesondere für Lehrkräfte als fachübergreifendes Wissen zur kulturellen Bildung dienen soll.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin nutzt eine deskriptive Methode, indem sie geographische Fakten auf Basis von Literaturquellen (wie dem Fischer Weltalmanach) und Daten zur physischen Geographie zusammenstellt und strukturiert wiedergibt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine Einführung zu Begrifflichkeiten und Staatsstrukturen sowie eine umfassende physisch-geographische Sektion, die Grenzverläufe, Gebirgszüge, Flusssysteme und klimatische Zonen abdeckt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Russische Föderation, Geographie, Physische Geographie, Klima, Vegetation und ethnische Differenzierung charakterisieren.
Welche Bedeutung hat die Unterscheidung zwischen „russisch“ und „russländisch“?
Die Autorin hebt hervor, dass „russländisch“ die räumliche Staatszugehörigkeit aller Ethnien beschreibt, während „russisch“ eher die ethnische Zugehörigkeit zu den Russen betont, um so die kulturelle Freiheit innerhalb des Vielvölkerstaates zu wahren.
Warum spielt die Geographie für die Autorin eine Rolle bei der Vermittlung von Sprache?
Die Autorin argumentiert, dass Interesse für eine Sprache geweckt wird, wenn man die räumlichen Bedingungen und die daraus resultierenden kulturellen Hintergründe und Lebensweisen des Landes begreift.
Was wird über die klimatischen Besonderheiten in Russland ausgesagt?
Das Klima ist durch eine große Vielfalt geprägt, von arktischer Eiswüste und Permafrost-Tundra über die kontinental geprägte Taiga bis hin zu subtropischen Klimazonen im Süden, wobei Gebirgslagen und das Monsunklima bei Wladiwostok Ausnahmen bilden.
Welche Rolle spielen die Flüsse für das russische Staatsgebiet?
Russland besitzt mit über 120.000 Flüssen ein extrem wasserreiches Terrain, wobei Flüsse wie die Wolga, der Ob, der Amur und der Jenissei sowohl als wichtige Verkehrs- und Versorgungsadern fungieren als auch teilweise natürliche Grenzen bilden.
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- Christin Pinnecke (Author), 2012, Geographische Aspekte vom heutigen Russland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212227