Scheidung bzw. Trennung als Teil der Männerberatung

Diskussion der Scheidungs- bzw. Trennungsproblematik


Hausarbeit, 1998

29 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Trennungsursachen

3. Mögliche Probleme nach einer Trennung
3.1. Generelle Probleme
3.1.1. Finanziell-materielle und rechtliche Probleme
3.1.2. Probleme bezüglich Identität und Biographie
3.1.3. Probleme der sozialen Beziehungen
3.2. Speziell männliche Probleme
3.2.1. Finanziell-materielle und rechtliche Probleme
3.2.2. Probleme bezüglich Identität und Biographie
3.2.3. Probleme der sozialen Beziehungen

4. Beratungsmöglichkeiten
4.1. bezüglich materiell-rechtlicher Probleme
4.2. bezüglich Identität und Biographie
4.2.1. Zur Externalisierung
4.2.2. Die völlig neue Situation
4.3. bezüglich der sozialen Beziehungen

5. Zusammenfassung

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Ehescheidungen und die Trennung von Lebenspartnerschaften sind in der gegenwärtigen Zeit fast Normalität, gehören zunehmend zum gesellschaftlichen Leben. Laut statistischem Jahrbuch wurden in Deutschland 1995 169.425 Ehen geschieden, während 430.534 Ehen geschlossen wurden. Noch 1991 wurden etwa 33.000 Ehen weniger geschieden. Ohne vorerst genauer auf die Hintergründe, Ursachen und Tendenz der Scheidungs- und Heiratszahlen zu rekurrieren, tut sich hier meines Erachtens ein wachsendes Problemfeld auf. Auch für die wachsende Zahl der nichtehelichen Lebensgemeinschaften[1] muss man ja eine bestimmte Anzahl an Trennungen annehmen. Das Problem lässt sich weiter polarisieren durch die Tatsache, dass 1995 über 61 % dieser Trennungen von Frauen initiiert wurden, während nur knapp 33 % der Männer diesen Schritt aktiv auslösten. Dieses Verhältnis scheint sich weiter auseinander zu bewegen, denn 1991 waren es noch etwa 56,6 % Frauen gegenüber 35,2 % Männern (Statistische Jahrbücher 1993, 1994, 1996, 1997). Diese Zahlen erhalten Bedeutung durch die Überlegungen, dass jede dieser Trennungen eine Krise im individuellen Lebenslauf der beiden Partner darstellt und dass Männer mit Partnerschaftsproblemen zumindest anders umgehen als Frauen. Darüber hinaus scheinen Männer offenbar häufiger als Frauen zumindest die emotionalen Verlierer dieser Trennungen zu sein. Im Eingehen auf diese beiden Aspekte möchte ich im ersten Teil der Arbeit kurz die Frage nach der Notwendigkeit einer Männerberatung mit der thematischen Ausrichtung auf Trennungsprobleme beleuchten. Dazu werde ich zuerst auf das Problem Scheidung/Trennung für beide Partner eingehen, um anschließend die männlichen Spezifika näher herauszustellen.

Im zweiten Teil der Arbeit werde ich dann den speziellen Beratungsfall einer Scheidung/Trennung für einen männlichen Beratungssuchenden diskutieren. Ich werde dabei versuchen, entsprechend den männlichen Bewältigungsmustern für diese Krise und auf der Basis meines bisherigen Studiums Ideen für Hilfsangebote und -strategien zu skizzieren. Den konkreten möglichen Problemen sollen dabei Lösungsvorschläge gegenübergestellt werden.

2. Trennungsursachen

Im Folgenden werde ich den Begriff Trennung vereinfachend als beide Trennungsformen umschließend verwenden. Also sowohl für die formal rechtliche Form der Trennung einer Ehe ebenso wie für die staatlich unabhängige Trennung einer Partnerschaft bzw. Lebensgemeinschaft. Für die hier behandelte Thematik ist es unerheblich, um welche Form des gemeinschaftlichen Zusammenlebens es sich handelt. Ausschlaggebend sind vorwiegend die Folgen der Trennung nach einer mehrjährigen Lebensgemeinschaft für die Beteiligten, die von solchen Faktoren wie Dauer der Gemeinschaft, deren emotionale Tiefe[2], das Vorhandensein von gemeinsamen Kindern und psychischen Persönlichkeitsmerkmalen der Partner beeinflusst werden. Neben dem juristischen Problem bei einer Scheidung dürfte es ansonsten kaum gravierende Unterschiede hinsichtlich der Folgen geben. Außerdem ist der juristische Aspekt zunehmend auch bei der Trennung von Lebensgemeinschaften ohne Trauschein zu verzeichnen, da finanzielle Probleme im Zusammenhang mit der Trennung oft auf diese Weise einer Lösung zugeführt werden sollen.

Bezüglich der Ursachen für Trennungen stellen sich folgende zentrale Fragen: Warum gehen (zunehmend mehr) Menschen nach Jahren gemeinsamen Lebens auseinander? Warum brechen sie mit ihrer gemeinsamen Biographielinie? Antworten hierauf geben u. a. Elisabeth Beck-Gernsheim und Ulrich Beck (Beck, Beck/Beck-Gernsheim). Als wesentliche Ursachen kristallisieren sich dabei die Individualisierung, die zunehmende Emanzipation der Frauen und die Auflösung traditioneller Sicherheiten in Verbindung mit dem Entstehen neuer gesellschaftlicher Unsicherheiten und neuer gesellschaftlicher Einbindungen heraus.

So ist gegenwärtig ein Bedeutungszuwachs der individuellen Biographie zu beobachten. Selbstverwirklichung (sowohl beruflich als auch privat) spielt eine vorrangige Rolle im Leben der Menschen in der Industriegesellschaft. Diesem Ziel werden häufig auch die Partnerschaft und die Familie untergeordnet. Sind die persönlichen Lebensziele mit dem momentanen Partner nicht zu erreichen, kann die Partnerschaft abgebrochen und eine potentiell erfolgreichere Beziehung gesucht werden. Die Möglichkeiten dazu sind nicht nur gesellschaftlich gegeben, sie sind auch gesellschaftlich anerkannt und werden gebilligt. Niemand würde heute auf die Idee kommen, eine Frau zu verurteilen, die ihren Mann verlässt, um ihre Vorstellungen vom Leben zu verwirklichen. Gegenwärtig mehren sich Stimmen, die diesen ‘pseudo-freiheitlichen’ Trend hinterfragen. Neben dem Problem einer über eine Trennung hinausreichenden eventuellen Elternschaft findet offenbar die Tatsache, dass die Gesellschaft wesentlich auf der Unterordnung individueller Belange unter die der Gemeinschaft basiert, heute zu wenig Beachtung.

Ausgelöst durch die zunehmende Emanzipation der Frauen hat sich ein Ungleichgewicht zwischen Ansprüchen auf Seiten der Frauen und der Realität auf männlicher Seite gebildet. Den real selbstbewusster und selbständiger werdenden Frauen mit völlig neuen Ansprüchen an eine erfüllte Partnerschaft stehen häufig noch gänzlich ungewandelte Männer mit traditionellen Rollenverständnissen gegenüber[3]. Der Anspruch von Frauen auf eigene Erwerbstätigkeit, aktiv gelebte weibliche Sexualität, individuelle Selbstverwirklichung der Frau, Aufteilung von Hausarbeit und Kindererziehung zwischen den Partnern usw. sind dabei Themen, in denen oft konträre Meinungen und Vorstellungen der Umsetzung zwischen Frauen und Männern bestehen, was schnell zu Spannungen führen kann. Derartige weibliche Ansprüche vertragen sich nicht mit traditionellen männlichen Rollenvorstellungen, nach denen der Mann das Familienoberhaupt ist und die Familie allein nach außen repräsentiert, Hausarbeit und Kindererziehung dagegen ausschließlich Sache der Frau sind, die Frau sich in grundsätzlichen Belangen des Zusammenlebens nach dem Mann zu richten hat (dass z.B. seine Karriere Priorität hat), auch in der gemeinsamen Sexualität die männlichen Bedürfnisse Vorrang haben u.a.m. Sind die unterschiedlichen Standpunkte diesbezüglich scheinbar unvereinbar und die Partner nicht zu Kompromissen und Eingeständnissen fähig, stellt die Trennung für viele den einzigen Ausweg dar.

Weiter haben gesellschaftliche Fixpunkte wie Familie, Partnerschaft und Normen des Zusammenlebens eine Wandlung erfahren. Einerseits bilden Familie und Partnerschaft durchaus noch einen Ort der persönlichen Sicherheit, des Rückzuges, einen Schutzraum. Sie haben also von ihrer Bedeutung nichts eingebüßt. Im Gegenteil stellt die Familie offenbar gerade in unserer Zeit des permanenten Wandels auf allen Ebenen einen wichtigen Sicherheitsfaktor dar. Dabei kommt es jedoch schnell dazu, dass sie in ihrer Funktion überfordert wird. Gesundheitliche, im sozialen Umfeld bestehende (Beruf, Freizeit, Freundeskreis, zeitlich konsistente Stresszustände) und andere Probleme werden in die Familie bzw. die Partnerschaft hineingetragen, sind indes dort oft nicht zu bewältigen und können eine zersetzende Wirkung auf sie haben. Auslöser dafür ist häufig die Unfähigkeit, aus dem eigenen Selbst heraus mit Belastungen und Spannungen umzugehen. Die Familie wird hier als Sündenbock gebraucht und mit Problemen konfrontiert, für deren Lösung sie nicht die Voraussetzungen hat. Derartige Problem müssen viel eher von der Einzelperson, möglicherweise mit Unterstützung der Familie, gelöst werden. Andererseits wird es für den einzelnen immer schwieriger, sich diesen Raum zu öffnen, eine Familie zu gründen. Die wachsenden Zahlen von Alleinlebenden[4] belegen dies ebenso wie der immer spätere Eintritt in die Lebensform Familie[5], ausgelöst durch Markterfordernisse, neue spaß- und berufsorientierte Lebensentwürfe, lange Ausbildungszeiten, spätere finanzielle Unabhängigkeit usw. Es treten mehr und mehr auch andere Formen der sozialen Bindung in den Vordergrund, die die Funktionen der Familie zumindest teilweise übernehmen können. Ein enger und exklusiver Freundeskreis, Partnerschaften auf Zeit (Lebensabschnittsbeziehungen), Wohngemeinschaften, neue Dienstleistungseinrichtungen (und Beratungsstellen), neue Freizeitmöglichkeiten, Einbindung in Subkulturen u.a.m. Familie und Ehe sind also, und das relativiert oben gemachte Aussage bezüglich ihrer Bedeutung, nicht mehr einzig mögliche Lebensform. Ein Austritt aus ihnen stellt so immer weniger einen existentiellen Einbruch dar.

Für die Umreißung der Ursachenproblematik bei Trennungen generell sollen diese kurzen Hauptpunkte vorerst genügen. Das gesamte Ursachenfeld ist natürlich wesentlich komplexer und sehr breit gefächert. All diese Aspekte muss Männerberatung neben den personenspezifischen Ursachen und in Verbindung mit diesen beachten und einbeziehen. Auf die speziell personen- bzw. charakterbezogenen Ursachen möchte ich nicht eingehen, da sie meines Erachtens eher für eine Partner- oder Eheberatung von Relevanz bzw. Gegenstand von Therapien sind. Zentral in dieser Arbeit ist dagegen der geschlechtsspezifische Aspekt bei der Betrachtung der Probleme nach Trennung.

3. Mögliche Probleme nach einer Trennung

3.1. Generelle Probleme

3.1.1. Finanziell-materielle und rechtliche Probleme

Die Probleme dieses Bereiches sind oft eng miteinander verknüpft. So können auf beiden Seiten finanziell-materielle Belastungen bei einer Trennung entstehen durch den Wegfall des Einkommens des Partners, durch einen eventuell nötigen Aus- und Umzug, die sich anschließende Neueinrichtung einer Wohnung, durch zwingende Neuanschaffungen infolge bei einer Gütertrennung verlustig gegangener notwendiger Gegenstände (Bsp. PKW), durch einen unter Umständen nötigen Berufswechsel usw. Weil diese Probleme häufig nicht auf normalem, von gegenseitiger Akzeptanz geprägtem Wege einer harmonischen Einigung zugeführt werden können und auch durch Probleme bei der Sorgerechtsfrage für eventuelle gemeinsame Kinder, wird in nächster Instanz meist auf rechtlichen Beistand zurückgegriffen. Hier sind also auch spezielle Beratungs- und Serviceeinrichtungen (Sozialämter, Jugendämter, Rechtsanwälte usw.) gefragt, an die eine allgemeine Beratung verweisen und mit denen sie zusammenarbeiten muss.

Auf diesem Gebiet hat sich in den letzten Jahrzehnten eine regelrechte Beratungsindustrie etabliert, die offenbar - teilweise aus völliger fachlicher Inkompetenz heraus, teilweise aber auch aus einer für viele staatliche Institutionen charakteristischen bequemen Etabliertheit und Selbstzweckexistenz heraus - auf eine generelle Konfrontation beider Trennungspartner hinarbeitet. Auf diese Weise wächst

der Prozess einer Trennung häufig zu einem für beide Beteiligte ungeahnten Ausmaß bezüglich des zeitlichen und finanziellen Aufwandes an, das sie physisch und psychisch völlig überfordert, meist auch für vorhandene Kinder zum Alptraum wird und zudem absolut unnötig ist[6]. Aus diesem Negativbeispiel heraus müssen zwingend generelle Handlungsanleitungen für neu zu schaffende Beratungseinrichtungen entstehen! Beispielhaft sind die in den USA bereits fest etablierten, in Deutschland noch spärlich vorhandenen Mediationseinrichtungen, die beratend auf eine Verständigung beider Trennungspartner hinarbeiten. Über deren Verbreitung muss es zu einem generellen Paradigmawechsel bei der Beratung kommen und zwar weg vom Gegeneinander der Trennungspartner hin zu deren Miteinander. Dies angesichts der Folgen von Trennungen im Sinne der Partner und ihrer eventuell vorhandenen Kinder sowie natürlich im Interesse des Staates und der Gesellschaft, die beide wesentlich auf dem Grundbaustein der intakten Zweierbeziehung basieren.

Die hier genannten finanziell-materiellen und rechtlichen Schwierigkeiten werden sehr oft verstärkt noch durch die Probleme, in die man mit der eigenen Person, dem eigene Selbst durch die Trennung gestürzt wird.

3.1.2. Probleme bezüglich Identität und Biographie

Hierbei stellen sich Fragen der Art: Wie soll ich allein weiterleben? Welchen Sinn hat mein Leben ohne den Partner noch? Eine Trennung ist psychologisch als kritisches Lebensereignis anzusehen. Es kommt in ihrer Folge häufig zu einer Umorientierung des eigenen Lebensentwurfes, zu einem Bruch der biographischen Linie. Besonders bei dem Partner, der verlassen wird, besteht die Gefahr des Kontrollverlustes, des Verlustes der Selbstsicherheit und des subjektiven Lebenssinns. Oft haben sich die Partner in ihrer Lebensführung stark aneinander orientiert, insbesondere natürlich je länger die Beziehung gedauert hat und je früher sie begann. Lebensziele wurden gemeinsam abgesteckt und ihre Verwirklichung gemeinsam in Angriff genommen. Ohne den mittragenden Partner werden diese Ziele nun zwangsläufig hinterfragt. Natürlich ist auch, dass sich zwei Partner in einer Beziehung Halt geben in dem Sinne,

dass sie sich über den jeweils anderen definieren. Lob und Anerkennung erhält man in einer Beziehung ebenso wie Kritik und Ablehnung. Dies von der Person, die im eigenen Leben bezüglich der Bedeutung für die Ich-Identität einen zentralen Platz innehat, von der man entsprechend geformt wird und an der man sich ausrichtet. Wendet sich diese Person nun ab, verliert der Partner einen wichtigen Eckpunkt seines Lebenskonzeptes. Abhängig ist das natürlich auch davon, inwieweit es weitere wichtige soziale Fixpunkte außerhalb der Beziehung (Freundschaften, Freizeitaktivitäten mit unterschiedlichen Graden der Einbindung, Stellenwert des Berufes u. ä.) gab, die dann bei einer Trennung eine puffernde Wirkung haben können.

Die individuelle Zuschreibung der Schuld am Scheitern der Beziehung und das Hinterfragen der eigenen Rolle dabei stellen einen weiteren wichtigen Aspekt dar. Fragen werden aufgeworfen wie: Warum geht der andere? Was habe ich falsch gemacht? Was ist an mir, das er oder sie ablehnt? Die eigene Persönlichkeit mit ihren Charaktereigenschaften kann in Frage gestellt werden. Derartige Prozesse verursachen bei den Betroffenen häufig eine tiefe Verunsicherung und das einzige Ziel ist, ein kleines Stück „Ich“ zu retten, das Vergangene nicht gänzlich verwerfen zu müssen. Die Lebensbedingungen scheinen der eigenen Kontrolle zu entgleiten, man reagiert nur noch statt zu agieren. Das Spektrum der Verarbeitung reicht hier vom völligen Ignorieren der eigenen Mitschuld[7] bzw. der eigenen aktiven Rolle am Scheitern der Beziehung bis zur destruktiven oder gar selbstzerstörerischen Festschreibung der Schuld an der eigenen Person als alleinigem Auslöser. Auch hier wieder der Hinweis auf die Notwendigkeit einer Beratung, da in extremen Fällen die Zerstörung einer Person droht, die Kontrolle über das eigene Leben nicht mehr wiedererlangt werden kann und das Gefühl des Benutztwordenseins übermächtig wird.

[...]


[1] Im April 1995 waren dies in Deutschland etwa 1,7 Mill. gegenüber 686.000 im Jahre 1985 (Statistisches Jahrbuch 1997).

[2] Diese kann, muss aber nach Jahren in einer Ehe nicht größer als in einer Lebensgemeinschaft sein. Auch, wenn man den emotional bindenden Einfuß der Tatsache des Verheiratetseins, der Bindung vor Staat oder Gott, mit einbezieht.

[3] Natürlich gibt es auch den entgegengesetzten Fall, dass Frauen progressiven männlichen Vorstellungen von Gemeinschaft entgegenstehen und ihrerseits traditionellen Anschauungen verhaftet sind, aber für die hier thematisierten Trennungen wird der erste Fall als bedeutender angenommen.

[4] 1991 gab es in Deutschland etwa 4,98 Mill. Ein-Personen-Haushalte mit lediger Bezugsperson, 1996 waren es 5,79 Mill. (Statistisches Jahrbuch 1997).

[5] Von 1985 bis 1995 hat sich das durchschnittliche Heiratsalter vorher lediger Frauen und Männer um etwa 3 Jahre erhöht (Statistisches Jahrbuch 1997).

[6] Siehe dazu u.a. das sehr engagiert geschriebene Buch „Die vaterlose Gesellschaft“ von Matthias Mattussek.

[7] Der Begriff Schuld ist in diesem Zusammenhang immer mit Vorsicht zu gebrauchen, da er bei den Betroffenen sehr schnell eine destruktive Wirkung haben kann. Für die Bewältigung des Trennungsproblems ist es deshalb oft angebrachter, von Ursachen, Voraussetzungen und Zusammenhängen zu sprechen, ohne natürlich die aktiven Rollen der Beteiligten zu negieren. Im deutschen Scheidungsrecht wurde der Begriff Schuld bereits durch das Zerrüttungsprinzip ersetzt.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Scheidung bzw. Trennung als Teil der Männerberatung
Untertitel
Diskussion der Scheidungs- bzw. Trennungsproblematik
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Sozialpädagogik und Sozialarbeit)
Veranstaltung
Hauptseminar: Männerberatung
Note
2
Autor
Jahr
1998
Seiten
29
Katalognummer
V212240
ISBN (eBook)
9783656403630
ISBN (Buch)
9783656406105
Dateigröße
565 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Scheidungsberatung, Trennungsberatung, Scheidung, Trennungsursachen, männliche Probleme, Ehescheidungen, Bewältigungsmuster, Hilfsangebote, männliche Sozialisation
Arbeit zitieren
Rene Stauß (Autor), 1998, Scheidung bzw. Trennung als Teil der Männerberatung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212240

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