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Die Kreuzauffindungslegende

Title: Die Kreuzauffindungslegende

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 21 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Stefanie Ennenbach (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Kreuzauffindungslegende durch Helena, der
Mutter Konstantins des Großen.
Dabei wird zunächst auf zwei weitere Legenden eingegangen, die Protonikelegende (P) und
die Kyriakoslegende (C), die sich mit der Kreuzauffindung beschäftigen, um danach den Kern
der Helenalegende (H) zu erläutern.
Daraufhin geht es um die Frage, wer Helena überhaupt war und als welche Person sie in den
Quellen beschrieben wird. Das leitet dazu über, dass sich mit der Bedeutung des Kreuzes im
vierten Jahrhundert beschäftigt und die Frage stellt, ob bereits zu dieser Zeit eine Verehrung
des Kreuzes in Jerusalem stattfand und was die Quellen dieser Zeit darüber wissen.
Gegen Ende des vierten Jahrhunderts entwickelte sich reges Interesse an den Umständen der
Entdeckung des Kreuzes, worauf im Punkt „Die Legende und ihre Entwicklung“ eingegangen
wird. Auf diesem Aspekt liegt auch der Schwerpunkt der Arbeit. Inhaltlich sollen hier die
Unterschiede in den verschiedenen Quellen deutlich gemacht werden und es soll verdeutlicht
werden, woher die einzelnen Autoren die Legende möglicherweise kennen. Dabei können aber
oftmals auch nur Vermutungen angestellt werden und es gibt sicher auch Fragen, die nicht
beantwortet werden können. Daran schließt sich die Frage an, warum man ausgerechnet in
Helena die Finderin des Kreuzes sah und wo der Ursprung der Legende zu finden ist, wobei
besonders auf die Grabeskirche und das Jerusalemer Pilgerwesen eingegangen wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was besagt die Legende?

3. Wer war Helena?

4. Das Kreuz im 4. Jahrhundert

4. 1 Cyrill von Jerusalem

4. 2 Eusebius von Cäsarea

5. Die Legende und ihre Entwicklung

5. 1 Ambrosius von Mailand

5. 2 Gelasius von Cäsarea

5. 3 Rufinus von Aquieleia

5. 4 Paulinus von Nola

6. Warum Helena als Finderin des Kreuzes?

7. Wo ist der Ursprung der Legende zu finden?

7. 1 Das Jerusalemer Pilgerwesen und die Grabeskirche

8. Schluß

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Genese der Legende um die Kreuzauffindung durch Helena, die Mutter Konstantins des Großen. Dabei wird analysiert, wie sich die Darstellung der Legende in den Quellen des vierten und fünften Jahrhunderts wandelte, inwieweit Helena als historische Person mit dem Auffinden des Kreuzes verknüpft wurde und ob der Ursprung dieser Legende eher im westlichen oder im Jerusalemer Kontext zu suchen ist.

  • Vergleich der verschiedenen Kreuzauffindungslegenden (Protonike-, Kyriakos- und Helenalegende)
  • Analyse der Quellen von Cyrill von Jerusalem, Eusebius von Cäsarea, Ambrosius von Mailand, Rufinus von Aquileia und Paulinus von Nola
  • Untersuchung der Rolle Helenas als kaiserliche Stifterin und deren Einfluss auf die christliche Pilgerbewegung
  • Diskussion über die Bedeutung der Grabeskirche und die Verehrung von Kreuzreliquien für die Entstehung der Legende

Auszug aus dem Buch

3. Wer war Helena?

Helena wurde ca. 248/249 vermutlich in Drepanum , am Südrand des Schwarzen Meeres, östlich des Bosporus in Bithynien geboren. Sie war von niederem Stand und wird bei Ambrosius (Bischof von Mailand) als Herbergswirtin bezeichnet.

Sie hatte eine Beziehung zu Constantinus Chlorus, dessen Konkubine sie bis 289 war. Als Tetrarch musste Constantinus jedoch die Beziehung zu ihr abbrechen, um eine legitime Ehe einzugehen. 293 wird er zum Cäsar ernannt.

Ca. 280 gebar sie Konstantin, später genannt der Grosse, auf den sie jedoch weiterhin , trotz der Trennung von Constantinus Chlorus Einfluss hat und verheiratet ihn mit Fausta. Konstantin holt seine Mutter an den Hof nach Trier, wo sie großen Einfluss ausübt und die Söhne Constantinus aus jeglicher Machtstellung entfernt, sie in die Verbannung schickt, die sie erst nach Helenas Tod verlassen dürfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage bezüglich der Kreuzauffindungslegende durch Helena und Abgrenzung zu weiteren existierenden Legenden.

2. Was besagt die Legende?: Erläuterung der Helenalegende sowie der Protonike- und Kyriakoslegende als alternative Erzählungen zur Kreuzauffindung.

3. Wer war Helena?: Biografie Helenas, ihre Herkunft, ihr Aufstieg zur Augusta und ihr Einfluss auf die kaiserliche Politik sowie Kirchenstiftungen.

4. Das Kreuz im 4. Jahrhundert: Untersuchung der frühen Verehrung des Kreuzes in Jerusalem anhand der Zeugnisse von Cyrill von Jerusalem und Eusebius von Cäsarea.

5. Die Legende und ihre Entwicklung: Detaillierte Analyse der Ausgestaltung der Kreuzauffindungslegende durch verschiedene Autoren wie Ambrosius, Gelasius, Rufinus und Paulinus.

6. Warum Helena als Finderin des Kreuzes?: Erörterung der Gründe, warum Helena retrospektiv als Entdeckerin des Kreuzes in die Tradition aufgenommen wurde.

7. Wo ist der Ursprung der Legende zu finden?: Diskussion der These, ob die Legende aus dem Westen stammt oder aus dem lokalen Pilgerbetrieb und der Grabeskirche in Jerusalem hervorging.

8. Schluß: Zusammenfassende Einschätzung der Autorin zur Historizität der Legende und deren Fiktionscharakter.

Schlüsselwörter

Helena, Konstantin der Große, Kreuzauffindung, Grabeskirche, Jerusalem, Pilgerwesen, Reliquienverehrung, Eusebius von Cäsarea, Ambrosius von Mailand, Spätantike, Legendenbildung, Augusta, Christentum, Kirchenbau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und Entwicklung der Legende, nach der Helena, die Mutter Kaiser Konstantins, das wahre Kreuz Christi in Jerusalem gefunden haben soll.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit deckt die historische Person Helenas, die verschiedenen Versionen der Kreuzauffindungslegenden, die Bedeutung der Jerusalemer Grabeskirche sowie die Entwicklung der christlichen Pilgerkultur ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, wie Helena zur Finderin des Kreuzes stilisiert wurde und ob dies auf einem historischen Ereignis basiert oder eine spätere fiktive Konstruktion zur Stärkung der Kreuzverehrung darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die literaturwissenschaftliche Quellenanalyse, indem sie zeitgenössische Berichte wie die von Eusebius mit späteren Darstellungen von Kirchenhistorikern wie Rufinus oder Ambrosius vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die unterschiedlichen Quellen zur Person Helenas, vergleicht verschiedene Fassungen der Legende und diskutiert die politischen und religiösen Hintergründe der Kreuzreliquienverehrung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Helena, Kreuzauffindung, Grabeskirche, Konstantin, Pilgerwesen und Reliquienverehrung charakterisieren.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Bischofs Eusebius in Bezug auf das Schweigen zur Legende?

Die Autorin vermutet, dass Eusebius die Kreuzauffindung entweder nicht kannte, sie theologisch als weniger wichtig als die Auferstehung einstufte oder aus politischen Gründen das Grab als zentrales Motiv gegenüber dem Kreuz bevorzugte.

Warum spielt die Verehrung von Kreuzsplittern eine so wichtige Rolle für die Entstehung der Legende?

Die weite Verbreitung von Splittern löste zwangsläufig die Echtheitsfrage aus; die Legende diente dazu, diese Echtheit durch die Entdeckung durch eine autoritäre Figur wie Helena zu legitimieren.

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Details

Title
Die Kreuzauffindungslegende
College
University of Cologne  (Seminar für Katholische Theologie und Religionspädagogik)
Course
Das Heilige Land in der Spätantike
Grade
2,3
Author
Stefanie Ennenbach (Author)
Publication Year
2002
Pages
21
Catalog Number
V21230
ISBN (eBook)
9783638248945
Language
German
Tags
Kreuzauffindungslegende Heilige Land Spätantike
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Ennenbach (Author), 2002, Die Kreuzauffindungslegende, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21230
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