[...] Das hier vorgestellte Medienprojekt fördert in hohem Maße die Kreativität der Schüler
sowie die Fähigkeit zu Eigenverantwortung und flexiblem Handeln. Die Schüler können
sich als Redakteur, Kameramann oder -frau, Cutter usw. versuchen, um eigenständig
einen Film zu produzieren. Das Medium Film ist hervorragend geeignet, die Leistungen
der daran beteiligten Schüler wahrnehmbar zu machen, und zwar sowohl für andere
Schüler als auch für Lehrer und Eltern. In Bezug auf die Qualität der Filmbeiträge muss
individuell abgewogen werden, welche Ansprüche sinnvoll und realisierbar sind. Ein zu
hoher Anspruch kann die Schüler einerseits entmutigen. Andrerseits enthält das Ziel, die
öffentliche Vorführung des fertigen Films, eine große Motivation für die Schüler, die
auch über manche Frustration bei Arbeit hinweghelfen dürfte. Auf den folgenden Seiten soll die Projektdurchführung vorgestellt werden und eine mögliche Evaluation gegeben
werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung und theoretischer Teil: Medienpädagogik
2 Ausführliche Projektbeschreibung
2.1 Projektziele
2.2 Bedingungsanalyse
2.3 Organisation
2.4 Projektverlauf
3 Evaluation
3.1 Definition der Methode
3.2 Durchführung der Evaluation
3.3 Ergebnisse der Evaluation
4 Schlussteil
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel der Arbeit ist die Konzeption und methodische Begleitung eines medienpädagogischen Filmprojekts („film-making – do-it-yourself“) für die 5. und 6. Jahrgangsstufe, das den Schülern einen handlungsorientierten Zugang zur Medienproduktion ermöglicht. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, wie durch die praktische Filmproduktion Medienkompetenzen sowie soziale und fachbezogene Kompetenzen im schulischen Kontext gefördert werden können.
- Vermittlung von technischem Wissen zur Videokameraführung und Videoschnittsoftware
- Einführung in filmische Gestaltungsmittel wie Einstellungsgrößen, Perspektiven und Kamerabewegungen
- Förderung von Team- und Kooperationsfähigkeit durch projektorientiertes Arbeiten in Kleingruppen
- Verbindung von Medienpädagogik mit fachspezifischen Inhalten des Biologieunterrichts
- Theoretische Fundierung und praktische Evaluation der medienpädagogischen Lernkonzepte
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung und theoretischer Teil: Medienpädagogik
Die heutige Welt ist stark von diversen Medien geprägt. Medien sind im Leben und Alltag von Kindern und Jugendlichen ein allgegenwärtiger Begleiter, sie sind auf unterschiedliche Weise auch in ihr soziales Handeln integriert (vgl. Brenner 1993, S. 9). Die meisten Kinder und Jugendlichen haben ein großes Interesse an Medien und wollen wissen, was man alles damit machen kann, so zum Beispiel mit einer digitalen Videokamera. „Die Mediennutzung eröffnet […] für Jugendliche [und Kinder] Möglichkeiten zur Lebensbewältigung, zur Überschreitung räumlicher, sozialer und emotionaler Grenzen“ (ebd., S. 11).
Jahrzehntelang standen Medien wie Film und Fernsehen in einer „bewahrpädagogischen Kulturkritik“. Pädagogen näherten sich den neuen Medien nur unter jugendschützerischen Vorbehalten, um Jugendliche von einem vermehrten „Medienkonsum“ fernzuhalten (vgl. ebd., S. 9). Doch eine pädagogische Haltung, die Kinder vor Medien bewahren will, verhindert Erfahrungen, die kindliche Entwicklung und Förderung zu unterstützen vermögen. Die Schule kann auf diese Unterrichts- und Bildungsmittel nicht länger verzichten und muss Medien in das Unterrichtsgeschehen integrieren (vgl. Wünsch 1984, S. 11).
Die neuen Bildungspläne fordern den Erwerb medienspezifischer Kompetenzen und die Nutzung von handlungsorientierter Medienarbeit innerhalb der Schulen. Schüler brauchen Orientierung in der Medienwelt, deshalb ist Medienpädagogik in Schulen ein notweniges Bildungsangebot. Lehrer stehen vor der wichtigen Aufgabe, die Fülle von Massenmedien geeignet und sinnreich in das pädagogische Lernarrangement zu integrieren und ihre Nutzung zu thematisieren (vgl. Näger 2003, S. 4f.).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung und theoretischer Teil: Medienpädagogik: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Medienpädagogik im Schulalltag und stellt den Übergang vom reinen Medienkonsum hin zur aktiven Medienproduktion dar.
2 Ausführliche Projektbeschreibung: Hier werden die konkreten Lernziele, die notwendigen Rahmenbedingungen und der detaillierte 18-wöchige Ablaufplan des Filmprojekts für die 5. und 6. Klasse beschrieben.
3 Evaluation: Dieses Kapitel definiert das summative und formative Evaluationssystem, erläutert dessen methodische Durchführung und bewertet die gesammelten Ergebnisse zur Optimierung des Projekts.
4 Schlussteil: Der Abschluss reflektiert die Lernerfolge, betont die Bedeutung des ganzheitlichen Lernkonzepts und diskutiert Potenziale für künftige medienpädagogische Projekte.
Schlüsselwörter
Medienpädagogik, Filmprojekt, Medienkompetenz, Handlungsorientierung, Projektbericht, Einstellungsgröße, Kameraperspektive, Kamerabewegung, Filmbearbeitung, Evaluation, Lernerautonomie, Mediengestaltung, Kooperationsfähigkeit, Filmproduktion, Schulpädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Umsetzung eines medienpädagogischen Filmprojekts für die 5. und 6. Jahrgangsstufe, bei dem Schüler eigenständig Kurzfilme produzieren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit verknüpft medienpädagogische Theorie mit praktischer Filmdidaktik, Evaluationsmethodik und der Förderung von Medienkompetenz im schulischen Umfeld.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Schülern durch eine eigene Filmproduktion den Produktionsprozess von Medien nahezubringen, technische Fertigkeiten zu schulen und ästhetische Sensibilität zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Kombination aus summativer und formativer Evaluation eingesetzt, um sowohl den Fortschritt während des Projekts als auch dessen Endergebnisse systematisch zu bewerten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Projektbeschreibung inklusive Ablaufplan sowie einen umfassenden Evaluationsteil, der die Standards der Methodenprüfung anwendet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Medienpädagogik, Filmproduktion, Handlungsorientierung, Medienkompetenz und Evaluation aus.
Warum ist das Thema "Jahreszeiten" für das Projekt gewählt worden?
Das Thema ist als integraler Bestandteil des Lehrplans der 5. und 6. Klasse gewählt, um medienpädagogische Inhalte direkt mit fachbezogenen Kompetenzen aus dem Biologieunterricht zu verbinden.
Warum spielt die formative Evaluation eine so große Rolle?
Die formative Evaluation ermöglicht es der Lehrkraft, während des laufenden Projekts flexibel auf den Wissensstand der Schüler zu reagieren und gegebenenfalls didaktische Schwerpunkte anzupassen.
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- Laura Endrizzi (Author), 2012, Filme in der Schule drehen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212361