Die Herrschaft des Augustus


Hausarbeit, 2009

17 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Augustus
2.1 Herkunft und Aufstieg
2.2 Der Sieg bei Actium und die Festigung der Macht

3. Expansionen in Germanien
3.1 Beginn der großen germanischen Offensive
3.2 Expansionen durch Drusus und Tiberius
3.3 Die Regentschaft des Varus und das Jahr 9 n.Chr

4. Die Politik in Germanien nach der Niederlage des Varus

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

Die Herrschaft des Augustus bildet eine der einschneidensten Herrschaftsperioden in der römischen Geschichte. In der über vierzigjährigen Regentschaft schaffte Augustus einen in vielen Facetten runderneuerten und veränderten römischen Staat. Veränderungen im Sozialwesen, in der Wirtschaft, Politik und im Militär zeugen davon.[1] Sie bilden die Grundlage für viele weitere Kaiser, die in der Nachfolge des Augustus regierten. Die Gründung der julisch-claudischen Dynastie wie die Wandlung von Republik zu einem Kaisertum wirken sich für Jahrhunderte auf das Handeln und die Struktur aus und haben somit direkt oder indirekt Bedeutung für den größten Teil der damals bekannten Welt. Der Aufstieg zur Macht und dessen Legitimierung werden aber nur am Rande eine Rolle spielen.[2]

Augustus und seine Person sollen nicht im Mittelpunkt stehen. Seine Person, Charakterzüge wie sein Aufstieg zur Macht sollen als Grundlage zum besseren Verständnis dienen. Aufgrund des Umfangs wird dieses in aller Kürze geschehen und es werden nur die zentralen Punkte herausgehoben und erläutert. Im Weiteren soll vor allem der Norden des römischen Imperiums behandelt werden. Genauer sollen hierbei die Grenzen nach Germanien im Gebiet von Rhein, Donau und Elbe untersucht werden. Strategie, militärische Konfrontation und die wichtigsten Schlachten sollen skizziert und besprochen werden.[3] Der Ausbau des römischen Einflusses und die Offensiven ab dem Jahre 16 v.Chr. bilden das zentrale Anliegen der Arbeit. Die Niederlage des Varus um 9 n.Chr. soll diesen Abschnitt abschließen.[4]

Im Anschluss soll auf dieser Grundlage die zentrale These bestmöglichst beantwortet werden. Bildet die Niederlage des Varus einen Wendepunkt in der römischen Außenpolitik und an welchen Aspekten könnte dies belegt werden?

Um die Auswirkungen dieser Niederlage einschätzen zu können muss natürlich auch ein Ausblick folgen. Hier wird, um die Arbeit abzuschließen, eine Übersicht gegeben, welche es ermöglicht klare Strukturen und Tendenzen in der römischen Außenpolitik zu erkennen. Die wichtigsten Veränderungen sollen nach kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Folgen differenziert werden, um ein bestmögliches Bild der Bedeutung der Varusschlacht auf die römische Außenpolitik zu schaffen.

Die ganze Bearbeitung fußt, um den wissenschaftlichen Standard bestmöglich gewährleisten zu können, auf einer breiten Quellen- und Literaturbasis, wobei die wichtigsten Autoren hierbei Heinz Bellen, Bruno Bleckmann, Klaus Bringmann und Dietmar Kienasst sind. Die verwendeten Quellen stammen vor allem von den Autoren Tacitus, Cassius Dio und Sueton.

2. Augustus

2.1 Herkunft und Aufstieg

Augustus wurde am 23. September 63 v.Chr. in Rom geboren.[5] Seine Eltern waren Gaius Octavius und Atia. Seine Familie war wohlhabend, aber wenig bedeutend und gehörte dem niedrigen Landadel an.[6] Sein Vater hatte sich „als erster der Familie um stadtrömische Ämter beworben und es bis zum Praetor (61 v.Chr.) und Staathalter geschafft“[7]. Kurz danach (59 v.Chr.) verstarb Gaius Octavius. Nach dem Tod seines Vaters wurde Augustus zuerst von seiner Großmutter und schließlich von seinem Stiefvater aufgezogen. Da Augustus der Großneffe Caesars war, nahm dieser sich in der Folge seiner immer mehr an. Ein weiterer Grund mag auch sein, dass Caesar keinen leiblichen Sohn hatte. So beschleunigte sich der politische Aufstieg des Augustus immens. Der Punkt der Verwandtschaft mütterlicherseits zu Julius Caesar[8] sollte einen entscheidenden Punkt im Lebenslauf des Augustus ausmachen. Aus diesem Grund wurde er zum Haupterben ernannt und Caesar machte ihn „zum Träger seines Namens“[9]. Durch die Ermordung Caesar im März 44 v.Chr.[10] zeigten sich auch schnell die Risiken und Chancen, welche dieses Erbe dem Augustus bot.[11] Die Konkurrenz zu M. Antonius und den Caesar Mördern wuchs, doch der Rückhalt der Getreuen von Caesar war ihm großteils sicher. So begann der Kampf um die Macht. Die Kämpfe und Schlachten zogen sich über Jahre hin und erst 31 v.Chr. bei Actium sollte die endgültige Entscheidung fallen.

[...]


[1] Bringmann, Klaus; Schäfer, Thomas: Augustus und die Begründung des römischen Kaisertums, Berlin 2002, S. 87-92.

[2] Bellen, Heinz: Grundzüge der römischen Geschichte. Von der Königszeit bis zum Niedergang der Republik, 2. durchges. Aufl., Darmstadt 1995.

[3] Erdrich, Michael: Rom und die Barbaren. Das Verhältnis zwischen dem Imperium Romanum und den germanischen Stämmen von seiner Nordgrenzen von der späten römischen Republik bis zum gallischen Sonderreich, in: Römisch germanische Kommission des deutschen archäologischen Instituts zu Frankfurt a.M. (Hrsg.), Römisch-Germanische Forschungen, Band 58, Mainz am Rhein 2001, S.16.

[4] Bökemeier, Rolf: Römer an der Lippe und Weser. Neue Entdeckungen um die Varusschlacht im Teutoburger Wald, Höxter 2004.

[5] Suet. Aug. 5,1.

[6] Suet. Aug. 2,1.

[7] Bringmann, Klaus; Schäfer, Thomas: Augustus und die Begründung des römischen Kaisertums, Berlin 2002, S.25.

[8] Suet. Aug. 14.

[9] Suet. Caes. 83,2.

[10] Bellen, Heinz: Grundzüge der römischen Geschichte. Von der Königszeit bis zum Niedergang der Republik, 2. durchges. Aufl., Darmstadt 1995, S. 147-148.

[11] Bringmann, Klaus; Schäfer, Thomas: Augustus und die Begründung des römischen Kaisertums, Berlin 2002, S.26.

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Details

Titel
Die Herrschaft des Augustus
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Autor
Jahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V212484
ISBN (eBook)
9783656404965
ISBN (Buch)
9783656405740
Dateigröße
1161 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
herrschaft, augustus
Arbeit zitieren
Thorsten Kade (Autor), 2009, Die Herrschaft des Augustus , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212484

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