Darstellung der Entwicklung von Persönlichkeitsmodellen. Wie werden sie in der Praxis bei Persönlichkeitstests verwendet?


Hausarbeit, 2009

20 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis
1.
Einleitung...S. 1
2.
Definitionen...S. 2
2.1.
Persönlichkeit...S. 2
2.2.
Persönlichkeitsmodelle...S. 3
2.3.
Persönlichkeitstests...S. 3
3.
Entwicklung von Persönlichkeitsmodellen...S. 5-10
4.
Die Biostruktur-Analyse mit Structogramm und Triogram...S. 11
4.1.
Geschichte...S.11-13
4.2.
Aufbau...S.13-14
4.3.
Durchführung...S.14-15
4.4.
Auswertung...S. 15
5.
Fazit...S.16-17
6.
Literaturverzeichnis...S.18-19

1. Einleitung
,,Wir fragen uns, warum Menschen so unterschiedlich sind. Warum sind wir so? Warum
können einige auf andere Menschen zugehen, während andere nur Ablehnung und
Feindseligkeit ausstrahlen? Wir wollen Antworten auf diese grundlegenden Fragen: Wie
wurde ich zu dem, was ich bin? Warum verhalte ich mich gerade so, wie ich mich
verhalte, und nicht anders?"
1
Diese Fragen sind äußerst prägnant in der wissenschaftlichen Forschung, wenn es um
die Erfassung von Persönlichkeit geht. Das Erfassen und das Messen von Persönlichkeit
gestaltet sich sehr schwierig. Hierfür gibt es viele Theorien und erst recht auch einige
Methoden. Um der undurchschaubaren Lage Herr zu werden, begann man damit,
Persönlichkeitsmodelle zu entwickeln.
Gegenstand dieser Arbeit soll es sein, die Entwicklung verschiedener
Persönlichkeitsmodelle darzustellen und aufzuzeigen, wo deren Gemeinsamkeiten und
Unterschiede zu sehen sind. Schlussendlich wird der Bogen weiter gespannt, um zu
erkennen, wie Persönlichkeitsmodelle in der Praxis bei Persönlichkeitstests, in der
Personalentwicklung oder aber in der Eignungsdiagnostik verwendet werden. Hierbei
soll sich nicht auf mehrere Tests bezogen werden, sondern an dem konkreten Beispiel
der Biostruktur-Analyse gezeigt werden, wo und wie Persönlichkeitstests verwendet
werden.
Jedoch soll nicht auf alle Persönlichkeitsmodelle eingegangen werden, da es ihrer viele
gibt und die Darstellung aller den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde.
1 Walter (2006), S. 9
11

2.
Definitionen
Um die Begrifflichkeiten Persönlichkeit und Persönlichkeitsmodelle besser verständlich
zu machen, ist es nötig, sie näher zu erläutern.
2.1.
Persönlichkeit
Zu Beginn der wissenschaftlichen Erforschung der Persönlichkeit wurde in der Literatur
der Begriff Charakter verwendet, der sich auf die Gesamtpersönlichkeit bezieht. Dieser
Begriff betont jedoch zu sehr das Starre, Konstante und Unveränderliche im Wesen
eines Menschen.
2
Deshalb wandte man sich von dem Charakterbegriff dem
Persönlichkeitsbegriff zu.
In der psychologischen Forschung wird der Begriff Persönlichkeit sehr stark diskutiert.
Eine einheitliche Definierung des Begriffes gibt es nicht. Vielmehr kursieren einige
Theorien darüber. Denn Persönlichkeit ist vielschichtig und ihre Bedeutung lässt sich
nur schwer in einer einheitlichen und festgesetzten Definition erklären.
Oftmals werden nur die grundlegenden Dimensionen und Eigenschaften bestimmt, in
denen sich die Menschen voneinander unterscheiden. Doch selbst hier gehen die
Meinungen auseinander, da man nicht über einen festen Richtwert, wie z.B. in der
Mathematik oder über dokumentierte Fakten wie in der Geschichtsforschung verfügt, an
denen man sich orientieren kann und über deren Wert man sich einig ist.
3
Die psychologische Forschung verfügt also über einige Theorien was den Begriff
Persönlichkeit angeht. Derzeit existieren bereits über fünfzig verschiedene Definitionen.
Simon Walter zufolge, muss man sich bei dem Versuch einer Definition auch auf den
Mensch und das Individuum beziehen. Seiner Meinung nach ist jeder Mensch ein
gesellschaftliches Wesen. Das Individuum aber ist ein Einzelwesen, sozusagen ein
Unikat. Es entwickelt sich zu einer Persönlichkeit, in dem es sich mit seiner Kultur
beschäftigt, für seine Handlungen Verantwortung trägt und seine Individualität
entwickelt. Daraus resultierend sei nicht jeder Mensch automatisch eine Persönlichkeit.
4
Nun ist Persönlichkeit vor allem aber ein gesellschaftliches Produkt. Sie entsteht nur
dadurch, das sich der Mensch mit seinem Umfeld austauscht und so seine
2
http://www.phf.uni-
rostock.de/institut/ipp/Lehrmaterialien/Diagnostik/persoenlichkeitsdiagnostik.htm
3 Walter
4 Walter
12

Persönlichkeit daraus entwickelt. Es ist ein langwieriger Prozess, der sich stetig immer
weiter entwickelt. Prägnant ist vor allem, der Ort und die Zeit wo man geboren ist,
sowie das politische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Milieu.
Der Psychologe Gordon W. Allport beschreibt Persönlichkeit als ,,dynamische
Organisation derjenigen Systeme im Individuum, die sein charakteristisches Verhalten
und Denken determinieren".
5
H.J. Eysenck zufolge, ist Persönlichkeit ,,die mehr oder weniger stabile und dauerhafte
Organisation des Charakters, Temperaments, Intellekts und Körperbaus eines
Menschen, die seine einzigartige Anpassung an die Umwelt bestimmt. Der Charakter
eines Menschen bezeichnet das mehr oder weniger stabile und dauerhafte System seines
konativen Verhaltens; sein Temperament das mehr oder weniger stabile und dauerhafte
System seines affektiven Verhaltens; sein Intellekt das mehr oder weniger stabile und
dauerhafte System seines kognitiven Verhaltens; sein Körperbau das mehr oder weniger
stabile System seiner physischen Gestalt und hormonellen Ausstattung."
6
Dies sind nur zwei der unzähligen Theorien und doch beschreiben Sie den Begriff
Persönlichkeit auf unterschiedliche Art und Weise.
2.2.
Persönlichkeitsmodelle
Persönlichkeitsmodelle werden oft auch als persönlichkeitstheoretische Grundmodelle
bezeichnet. Sie versuchen die Persönlichkeit eines Menschen zu gliedern und
modellhaft zu präsentieren. Der Untersuchungsgegenstand sind hier meist die
Eigenschaften, das Verhalten und auch die körperlichen Merkmale von Menschen. Dies
alles wird in Kategorien eingeordnet. Allerdings stellen diese Modelle nicht die
Wirklichkeit dar, sondern helfen nur dabei, Persönlichkeitsunterschiede systemisch
darzustellen.
7
Diese theoretischen Modelle bilden die Basis, an der sich Persönlichkeitstests, die im
Persönlichkeits-- und Führungstraining, sowie in der Eignungsdiagnostik verwendet
werden, orientieren.
8
5 Oerter (2008), S. 50
6 Eysenck (1970)
7 http://www.psychographen.de/archiv/pdf/bra_01.pdf
8 Hossiep (2000)
13

2.3.
Persönlichkeitstests
Heutzutage ist die Landschaft auf dem Arbeitsmarkt schier undurchdringlich. Sie schreit
geradezu danach genau zu wissen was man kann und was nicht oder ob man dafür
geeignet ist oder was man eventuell noch verbessern kann.
Dies alles leisten Persönlichkeitstest. Ihrer gibt es viele. Blickt man sich um, so kann
man Tests für Privatleute finden, Tests die von Unternehmen bei der Personalsuche
verwendet werden, Tests um vielleicht unbewusste und versteckte Fähigkeiten zu
finden, die einem beim Karriereaufstieg helfen können und viele mehr.
Sie alle messen Persönlichkeit auf verschiedene Art und Weise und beziehen sich auf
die unterschiedlichsten Persönlichkeitsmodelle um eine fundierte Basis zu haben.
Oftmals wird die Ansicht vertreten, das Persönlichkeitstests gerade deshalb hilfreich
sind, da sie erkennen lassen, ob die Persönlichkeit zu dem angestrebten Ziel passt oder
nicht. Doch gehen hierbei die Meinungen auseinander.
Im deutschsprachigen Raum gibt es auch heute, im Gegensatz zu den USA, wo sie zum
Standard gehören, noch sehr wenige Persönlichkeitstests.
9
Persönlichkeitstests definieren sich nach folgenden Gesichtspunkten: Ein
Persönlichkeitstest soll Persönlichkeitseigenschaften messen. Außerdem soll er
bestimmte Verhaltensweisen, sowie Einstellungen, Überzeugungen, Wertevorstellungen,
Vorlieben, Stärken und Schwächen und Charaktereigenschaften vorhersagen können,
damit eine Art Persönlichkeitsprofil erstellt werden kann.
9 Walter
14

3.
Entwicklung von Persönlichkeitsmodellen
Wenn von Persönlichkeitsmodellen die Rede ist, wird sich oft auf mehrere Modelle
bezogen. Eine genaue Typisierung gibt es nicht. Auch ist die Entwicklung der einzelnen
Modelle sehr verschieden.
Es besteht eine unzählige Vielfalt an Modellen. In der Forschung werden diese nach
verschiedenen Gesichtspunkten unterschieden. Ziel ist hier allerdings nicht, alle
existierenden Modelle darzustellen, sondern vielmehr, einige heraus zugreifen und
daran die Entwicklung der einzelnen Modelle aufzuzeigen.
Die Entwicklung von Persönlichkeitsmodellen setzte schon sehr früh ein. Die ältesten
Aufzeichnungen begannen in Babylonien und setzten sich in der Antike fort.
10
Die Typenlehre beinhaltet Fragmente von der Antike und der Zeit des römischen
Reiches.
Sie geht auf die Ärzte Galen (129-199) und Hippokrates (460-377 v. Chr.) zurück und
beschäftigt sich mit der Lehre der vier Temperamente. Daraus folgend wird ein Mensch
in vier verschiedene Persönlichkeiten eingeteilt, die nach dem Temperament
unterschieden wird. Die vier Temperamente sind hier der Sanguiniker, der Phlegmatiker,
der Choleriker und der Melancholiker. Erklärt wird dieses Modell nach der Theorie der
Körpersäfte. Der Sanguiniker steht wegen seiner überkochenden Säfte - in diesem Falle
ist der Saft das eigene Blut ­ ständig unter Strom. Der Choleriker wiederum ist ein
jähzorniger Mensch, dessen gelbe Gallensäfte im Überfluss vorhanden sind. Der
Phlegmatiker besitzt zu viel Schleim und der Melancholiker ist trübsinnig, da er im
Überfluss schwarze Galle besitzt.
11
Mit dieser Typenlehrer wird somit die Persönlichkeit in vier verschiedene Teile
klassifiziert um sie so dokumentieren und in ein Raster einordnen zu können.
Eine anderes Persönlichkeitsmodell ist der Persönlichkeitszirkel von Hans Eysenck. Er
verknüpft hier die Typologie der vier Temperamente mit der Persönlichkeitstheorie von
C.J. Jung und strukturiert in seinem Modell die Persönlichkeit nach streng
hierarchischen Gesichtspunkten. Orientiert wird sich hier an mehreren Eigenschaften
und Grundeinstellungen. Eysenck bezieht zudem darauf wie extravertiert oder
introvertiert ein Mensch ist und wie es sich mit seiner emotionalen Stabilität verhält.
10 Hossiep
11 Walter
15
Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Darstellung der Entwicklung von Persönlichkeitsmodellen. Wie werden sie in der Praxis bei Persönlichkeitstests verwendet?
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Institut für Bildungswissenschaft)
Note
2,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
20
Katalognummer
V212489
ISBN (eBook)
9783668621503
ISBN (Buch)
9783668621510
Dateigröße
1168 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
darstellung, entwicklung, persönlichkeitsmodellen, praxis, persönlichkeitstests
Arbeit zitieren
Jennifer Spatz (Autor), 2009, Darstellung der Entwicklung von Persönlichkeitsmodellen. Wie werden sie in der Praxis bei Persönlichkeitstests verwendet?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212489

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