Gegenstand dieser Arbeit soll es sein, die Entwicklung verschiedener Persönlichkeitsmodelle darzustellen und aufzuzeigen, wo deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu sehen sind. Schlussendlich wird der Bogen weiter gespannt, um zu erkennen, wie Persönlichkeitsmodelle in der Praxis bei Persönlichkeitstests, in der Personalentwicklung oder aber in der Eignungsdiagnostik verwendet werden. Hierbei soll sich nicht auf mehrere Tests bezogen werden, sondern an dem konkreten Beispiel der Biostruktur-Analyse gezeigt werden, wo und wie Persönlichkeitstests verwendet werden.
Jedoch soll nicht auf alle Persönlichkeitsmodelle eingegangen werden, da es ihrer viele gibt und die Darstellung aller den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde.
„Wir fragen uns, warum Menschen so unterschiedlich sind. Warum sind wir so? Warum können einige auf andere Menschen zugehen, während andere nur Ablehnung und Feindseligkeit ausstrahlen? Wir wollen Antworten auf diese grundlegenden Fragen: Wie wurde ich zu dem, was ich bin? Warum verhalte ich mich gerade so, wie ich mich verhalte, und nicht anders?“
Diese Fragen sind äußerst prägnant in der wissenschaftlichen Forschung, wenn es um die Erfassung von Persönlichkeit geht. Das Erfassen und das Messen von Persönlichkeit gestaltet sich sehr schwierig. Hierfür gibt es viele Theorien und erst recht auch einige Methoden. Um der undurchschaubaren Lage Herr zu werden, begann man damit, Persönlichkeitsmodelle zu entwickeln.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitionen
2.1. Persönlichkeit
2.2. Persönlichkeitsmodelle
2.3. Persönlichkeitstests
3. Entwicklung von Persönlichkeitsmodellen
4. Die Biostruktur-Analyse mit Structogram und Triogram
4.1. Geschichte
4.2. Aufbau
4.3. Durchführung
4.4. Auswertung
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, die historische und theoretische Entwicklung verschiedener Persönlichkeitsmodelle nachzuvollziehen und deren Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede herauszuarbeiten. Im Zentrum der Untersuchung steht dabei die praktische Anwendung von Persönlichkeitstests, insbesondere anhand der Biostruktur-Analyse, um deren Bedeutung in der Personalentwicklung und Eignungsdiagnostik zu beleuchten.
- Grundlegende Begriffsbestimmungen zu Persönlichkeit, Modellen und Tests
- Historischer Überblick und Klassifizierung verschiedener Persönlichkeitstheorien
- Vertiefende Analyse der Biostruktur-Analyse mit Structogram und Triogram
- Praktische Implementierung von Selbstanalysen und Menschenkenntnis-Seminaren
Auszug aus dem Buch
4.1. Geschichte
Die Biostruktur- Analyse geht zum einen auf die wissenschaftlichen Theorien des Hirnforschers Paul D. MacLean zurück. Dieser entdeckte, das das Gehirn in seiner Entwicklung die wesentlichen Züge von drei Grundinformationen aus verschiedenen Zeitaltern der menschlichen Evolution beibehalten hat. Er kam zu dem Ergebnis, dass das Gehirn in eine Hierarchie von 3 Gehirnen aufgeteilt ist. Nämlich das Stammhirn (gefühlsmäßiges-instinktives Denken), das Zwischenhirn (emotional-impulsives Denken) und das Großhirn (rational-kühles Denken). Um richtig miteinander funktionieren zu können, müssen die drei unterschiedlichen Gehirne zusammenarbeiten und sich miteinander austauschen. Jedoch behält jedes Gehirn seine ganz spezifischen Aufgaben bei.
Der Einfluss der drei Gehirne ist bei jedem Menschen verschieden. Bei Erwachsenen zeigt er sich allerdings stabil und bezeichnet seine Biostruktur. Daraus kann man die individuellen Grundmuster der Persönlichkeit und das Verhalten eines Menschen erkennen. Nach der Ausarbeitung dieser Theorie entwickelte MacLean zusammen mit dem Anthropologen Rolf Schirm eine praktische Umsetzung seiner Theorie, die sogenannte Biostruktur-Analyse. Rolf Schirm konzipierte seine Theorien für die Biostruktur-Analyse mit verschiedenen Untersuchungen. Unter anderem verwendete er die empirischen Untersuchungen von William Sheldon, Korrelationsuntersuchungen von Eysenck, Guilford, Cattel und stützte sich auf das Chicago Scale. Um fundierte und messbare Ergebnisse zu erhalten, identifizierten Schirm und Mac Lean 102 Indikatoren, die Aufschluss über spezifische Einstellungen, Verhaltens- und Reaktionsweisen geben und einen eindeutigen Zusammenhang mit den drei Hirnbereichen dokumentieren sollten. Nach einigen Tests einigte man sich schließlich auf die Auswahl von 39 Items aufgrund des D-Value.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, warum Menschen so unterschiedlich sind, und skizziert das Ziel der Arbeit, die Entwicklung von Persönlichkeitsmodellen sowie deren praktische Anwendung zu untersuchen.
2. Definitionen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begrifflichkeiten geklärt, wobei insbesondere die Komplexität der Definition von Persönlichkeit sowie die Bedeutung von Modellen und Tests erläutert werden.
3. Entwicklung von Persönlichkeitsmodellen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über historische und moderne Ansätze der Typenlehre, Eigenschaftstheorie und psychodynamischer Theorien sowie deren methodische Ansätze.
4. Die Biostruktur-Analyse mit Structogram und Triogram: Hier wird das spezifische Modell der Biostruktur-Analyse in Bezug auf seine wissenschaftlichen Grundlagen, den Aufbau, die Durchführung und die Auswertung detailliert beschrieben.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Persönlichkeitsmodelle als ergänzende Instrumente zur Erfassung menschlicher Komplexität zu verstehen.
Schlüsselwörter
Persönlichkeit, Persönlichkeitsmodell, Persönlichkeitstest, Biostruktur-Analyse, Structogram, Triogram, Paul D. MacLean, Verhaltensforschung, Eignungsdiagnostik, Personalentwicklung, Faktorenanalyse, Typenlehre, Selbstkenntnis, Authentizität, Psychologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Herangehensweise an die Erfassung und Messung von Persönlichkeit durch die Entwicklung verschiedener Persönlichkeitsmodelle.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung der Persönlichkeitsforschung, der Vergleich verschiedener Klassifizierungsansätze und die praktische Anwendung der Biostruktur-Analyse.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Entwicklung von Persönlichkeitsmodellen darzustellen, deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzuzeigen und die Nutzung in der Praxis, wie etwa in der Personalentwicklung, zu erläutern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die den aktuellen Forschungsstand zu Persönlichkeitsmodellen zusammenfasst und kritisch beleuchtet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Übersicht existierender Persönlichkeitstheorien und eine detaillierte Fallstudie zur Biostruktur-Analyse mit Structogram und Triogram.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Persönlichkeit, Biostruktur-Analyse, Structogram, Triogram, Eignungsdiagnostik und Persönlichkeitstheorien sind die zentralen Begriffe.
Worauf basiert das Modell der Biostruktur-Analyse?
Das Modell basiert primär auf den Theorien des Hirnforschers Paul D. MacLean zur Hierarchie des menschlichen Gehirns und wurde von Rolf Schirm für praktische Anwendungen weiterentwickelt.
Wie unterscheidet sich das Structogram vom Triogram?
Das Structogram dient der individuellen Selbstanalyse der eigenen Biostruktur, während das Triogram als Werkzeug zur Einschätzung anderer Menschen dient.
Welche Rolle spielt die „Authentizität“ im Kontext dieser Arbeit?
Authentizität beschreibt das Identitätsprinzip, bei dem das erlernte Verhalten mit der natürlichen, genetisch veranlagten Persönlichkeitsstruktur im Einklang steht.
- Quote paper
- Jennifer Spatz (Author), 2009, Darstellung der Entwicklung von Persönlichkeitsmodellen. Wie werden sie in der Praxis bei Persönlichkeitstests verwendet?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212489