Einflussfaktoren auf die Standortwahl in Deutschland


Hausarbeit, 2012

17 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Standortfaktoren
2.1. Begriffserklärung
2.2. Harte und weiche Standortfaktoren

3. Beispiel Deutschland
3.1. Entscheidende Faktoren für die Standortwahl Deutschland
3.1.1. Abgaben und Steuern
3.1.2. Personal- und Arbeitskosten
3.1.3. Energiekosten
3.1.4. Bildung
3.1.5. Forschung und Entwicklung
3.1.6. Infrastruktur
3.2. Deutschland im internationalen Ländervergleich

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

6. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

In der heutigen, globalisierten Weltwirtschaft spielt die richtige Standortwahl eines Unternehmens zunehmend eine wichtigere Rolle. Durch die internationale Verflech­tung sind die Unternehmen gezwungen innovativer und globaler zu denken. Die Vielzahl an Ländern die für eine Standortwahl in Frage kommen, haben jeweils eine sehr unterschiedliche Faktorausstattung. Des weiteren haben unterschiedliche Stand­ortfaktoren in verschiedenen Branchen einen unterschiedlich hohen Stellenwert. So können bei einem IT-Unternehmen z.B. Transportkosten nahezu vollkommen außer Acht gelassen werden, während diese für ein Logistikunternehmen beispielsweise von bedeutender Rolle sind.

Ein Standort lässt sich deshalb nur schwer als „gut“ beziehungsweiße „schlecht“ einstufen. Sobald eine gewisse Grundausstattung vorhanden ist kann ein Land auto­matisch in die Standortwahl miteinbezogen werden. Die Varianz die zwischen den Ländern in der Faktorausstattung herrscht fördert eine Clusterbildung von gewissen Branchen in bestimmten Ländern. So setzt sich China zum Beispiel Durch geringe Personal- und Arbeitskosten von vielen anderen Ländern ab und dient somit vielen großen Unternehmen als Produktionsstandort.

Ein attraktiver Standort für global agierende Konzerne zu sein spielt für ein Land eine entscheidende Rolle. Nur wer sich gegenüber anderen Ländern absetzt kann in der heutigen, schnelllebigen Welt mithalten. Der Standort Deutschland spielt auch heute noch in der oberen Liga der Standorte mit und zeichnet sich zum Beispiel durch einen guten Forschungs- und Entwicklungssektor und eine ausgezeichnete Infrastruktur aus. Dennoch gibt es auch einige Faktoren die Unternehmen davon ab­halten einen Standort in Deutschland zu wählen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben muss sich ein Standort also ständig den neuen Bedingungen anpassen und in ver­schiedenste Bereiche investieren.

In der folgenden Arbeit möchte ich zunächst im allgemeinen darlegen was Standort­faktoren überhaupt sind, wie sie sich definieren und welche Arten es gibt. Daraufhin möchte ich ausführlich am Beispiel von Deutschland auf eine Standortwahl eingehen und einige Argumente nennen die Deutschland als Standort attraktiv beziehungswei­se unattraktiv machen. Mit dem erworbenen Wissen werde ich Deutschland im inter­nationalen Vergleich betrachten. Abschließend folgt ein Fazit, welches das Thema zusammenfasst und einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung bietet.

2. Standortfaktoren

2.1. Begriffserklärung

Standortfaktoren sind von entscheidender Bedeutung für die Attraktivität eines Stan­dortes für Unternehmen. Die unterschiedliche Ausprägung und Qualität der Standort­faktoren an unterschiedlichen Standorten führt zu einer unterschiedlichen Standort­qualität. Die Standortqualität lässt sich allerdings nur sehr schwer messen, da die Wichtigkeit einzelner Standortfaktoren von Branche zu Branche stark variieren kann. So benötigt ein IT-Unternehmen zum Beispiel keine Rohstoffvorkommen. Nicht nur Kosten und Nutzen bestimmen eine Standortwahl auch subjektive Faktoren, wie das Freizeitangebot, spielen für viele Unternehmen eine immer wichtigere Rolle. Um die richtige Standortwahl zu treffen müssen also alle Faktoren in Betracht gezogen wer­den.

Standortfaktoren lassen sich in zwei Gruppen untergliedern. In harte-, relativ eindeu­tig messbare und weiche-, nur schwer messbare und häufig subjektiven Eindrücken unterliegende Standortfaktoren. (Gabler Verlag)

2.2. Harte und weiche Standortfaktoren

Harte Standortfaktoren sind eindeutig messbar und können direkt in die Kostenrech­nung eines Unternehmens mit einbezogen werden. Oft stellen harte Standortfaktoren Grundvoraussetzungen dar, die für die Standortwahl eines Unternehmens unabding­bar sind. Weiche Standortfaktoren hingegen können zwar oft ebenfalls messbar sein, unterliegen aber meist subjektiven Eindrücken. So kann die Reichhaltigkeit an Frei­zeitangeboten zwar gemessen werden, die Qualität dieser unterliegt allerdings dem subjektiven Eindruck. Obwohl harte Standortfaktoren (wie Steuern und Abgaben, Lohnkosten, usw.) die eigentlich ausschlagebenden Faktoren für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens darstellen, werden heute immer öfter auch weiche Standortfaktoren in der Standortwahl berücksichtigt. Ein Standort mit hoher Qualität an weichen Standortfaktoren sorgt nämlich für eine hohe Zufriedenheit der Beschäftigten und verbessert so das Arbeitsklima. Dies ist gerade heutzutage bei hoher Dichte an Dienstleistungsangeboten und Fachkräftemangel von besonderer

Wichtigkeit. Trennen lassen sich diese zwei Arten von Standortfaktoren wie so oft nicht immer eindeutig. Was für die eine Branche ein weicher Faktor ist kann für eine Andere einen elementaren harten Standortfaktor darstellen. Beide Faktoren zusammen genommen decken die komplette Bandbreite an wichtigen Faktoren für die Standortwahl ab.

Die Wechselwirkung zwischen den zwei Arten von Standortfaktoren ist nicht zu un­terschätzen. Mit einem positiven harten Standortfaktor geht oft auch ein negativer weicher Standortfaktor einher. Beobachten lässt sich dies am Beispiel vom Ruhrge­biet. Die harten Standortfaktoren waren dort äußerst positiv, die weichen Standort­faktoren (Lebens- und Umweltqualität) gerieten allerdings in Vergessenheit. Ande­rerseits können sich positive harte Standortfaktoren auch sehr positiv auf die weichen Standortfaktoren auswirken. So zieht eine gute Standortqualität, Unternehmen an, die Region blüht wirtschaftlich auf und investiert nicht selten in Bildungs- und Freizeit­angebote. Eine Pauschale Einstufung lässt sich also auch hier nicht treffen. (Gabler Verlag)

3. Beispiel Deutschland

3.1. Entscheidende Faktoren für die Standortwahl Deutschland

3.1.1. Abgaben und Steuern

Steuern und Abgaben sind essentiell für die wirtschaftliche Situation einer Region. Gerade in wirtschaftlichen Krisen tendieren viele Standorte dazu die Steuern zu er­höhen, um den eigenen Haushalt zu verbessern. Dennoch muss ein Gleichgewicht gefunden werden, da niedrige Steuern und Abgaben zugleich neue Unternehmen anziehen, welche wiederum in den Standort investieren.

Generell denkt man fälschlicherweise bei Steuern immer nur an die Höhe dieser. Tatsächlich ist allerdings der bürokratische Aufwand, den ein Unternehmen aufbrin­gen muss um die Steuern und Abgaben zu verwalten, mindestens von genauso großer Wichtigkeit.

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Details

Titel
Einflussfaktoren auf die Standortwahl in Deutschland
Hochschule
EBC Hochschule Stuttgart
Autor
Jahr
2012
Seiten
17
Katalognummer
V212505
ISBN (eBook)
9783656407713
ISBN (Buch)
9783656408284
Dateigröße
955 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Standortfaktor, hausarbeit, deutschland, standortwahl
Arbeit zitieren
Max Kolb (Autor:in), 2012, Einflussfaktoren auf die Standortwahl in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212505

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