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Der Leviathan von Thomas Hobbes. Die Beendigung des Naturzustandes durch den Staat

Title: Der Leviathan von Thomas Hobbes. Die Beendigung des Naturzustandes durch den Staat

Term Paper , 2011 , 15 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Anne Riedel (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities
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Thomas Hobbes (*05.04.1588, †04.12.1679), um dessen 1651 erschienenes Werk „Leviathan“ es mir in dieser Arbeit gehen soll, nimmt theoretisch alle modernen Theorien vorweg. Früher hatte man noch eine „universalistische Auffassung alles Geschehens und Seins“1. Hobbes‘ Theorie basiert allerdings auf den „erkenntnistheoretischen Voraussetzungen“2 und dessen Werk gilt als „Schlüsseltext für unsere eigene politisch-philosophische Selbstverständigung“.3 Die Staatsphilosophie von Hobbes wird als ein „erster systematischer Entwurf einer rein säkularen Konzeption der politischen Philosophie“4 angesehen, denn hier wird der „Prinzipienobjektivismus des Naturrechts durch konstruktive Einigungsverfahren ersetzt.“5 Dem Hauptpunkt, dem ich allerdings in meiner Arbeit nachgehen werde, ist die Erklärung Thomas Hobbes‘ wie der Staat als Überwindung des Naturzustandes fungiert. Welche Voraussetzungen menschlicher Seite müssen gegeben sein? Und wie sieht das Konzept des Staates bei Hobbes genau aus?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. DAS WESEN DES NATURZUSTANDES

2.1 Die Menschen im Naturzustand

2.2 Der Krieg eines jeden gegen jeden

III. DER LEVIATHAN – DIE FORM DES STAATES

IV. DIE ÜBERTRAGUNG DER MACHT

V. SCHLUSSGEDANKEN

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die politische Philosophie von Thomas Hobbes mit dem Fokus darauf, wie der Staat als notwendige Instanz zur Überwindung des Naturzustandes fungiert. Dabei steht die Frage im Zentrum, welche menschlichen Voraussetzungen gegeben sein müssen und wie Hobbes das Konzept der staatlichen Souveränität sowie den Übergang durch den Gesellschaftsvertrag begründet.

  • Die Analyse des Naturzustandes als Zustand der Unsicherheit und des Machtstrebens.
  • Die Rolle der Vernunft und des Selbsterhaltungstriebs bei der Entscheidung für den Staat.
  • Die theoretische Herleitung des Leviathan als künstliche Person und Souverän.
  • Die Bedeutung des Gesellschaftsvertrages und der unwiderruflichen Machtübertragung.
  • Die Abgrenzung der staatlichen Ordnung zum gesetzlosen Zustand.

Auszug aus dem Buch

II. DAS WESEN DES NATURZUSTANDES

Laut Hobbes fehlen im Naturzustand, einem nicht staatlichen Ordnungen unterworfenem Zustand, die notwendigen institutionellen Regeln. Der Naturzustand ist auch kein historisch bedingtes Erscheinungsbild, sondern eigentlich nur reine Fiktion. Denn im richtigen Leben ist es notwendig Regeln zu haben, die das Verhalten der Menschen steuern. „Das Soziale ist für ihn keine Realität.“ Die Welt ist dabei der Natur „als ein System rationaler Erfindungen und Artefakte, als kollektiv entwickeltes Instrument zur Sicherung und Koordination individueller Interessenverfolgung“ Entgegengesetzt.

Doch ist der Mensch nicht ein von der Natur gegebenes staatliches Wesen, das für eine solche Art der Politik ausgelegt ist? Diese Frage stellte sich auch Thomas Hobbes schon. Und auch Ich werde dieser Frage in den folgenden Kapiteln nachgehen.

Die menschlichen Eigenschaften spielen für Hobbes eine entscheidende Rolle in der Erklärung zu seiner Staatstheorie. Die Natur hat eigentlich von Grund auf die Menschen keine beträchtlichen Unterschiede aufweisen lassen. Sie sind von ihrer Grundstruktur, im geistlichen, wie im körperlichen gleich. „Aus dieser Gleichheit der Fähigkeiten entsteht eine Gleichheit der Hoffnung, unsere Absichten erreichen zu können.“ Eine solche Grundeinstellung führt aber zum vermehrten Auftreten von Problemen unter den einzelnen Menschen. Es bilden sich Neid und in Folge dessen Hass aus, der irgendwann zur Vernichtung des Anderen führen muss.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Die Einleitung verortet das Werk „Leviathan“ in der politischen Philosophie und formuliert die Forschungsfrage zur Überwindung des Naturzustandes durch den Staat.

II. DAS WESEN DES NATURZUSTANDES: Dieses Kapitel erläutert die anthropologischen Annahmen bei Hobbes, die durch Konkurrenz, Misstrauen und Ruhmsucht zum Krieg aller gegen alle führen.

2.1 Die Menschen im Naturzustand: Der Abschnitt analysiert die menschliche Gleichheit und den daraus resultierenden Selbsterhaltungstrieb, der soziale Interaktionen ohne staatliche Macht konfliktbeladen macht.

2.2 Der Krieg eines jeden gegen jeden: Hier werden die Ursachen des permanenten Konflikts dargelegt, die das Leben im Naturzustand als einsam, armselig, ekelhaft, tierisch und kurz definieren.

III. DER LEVIATHAN – DIE FORM DES STAATES: Das Kapitel beschreibt den Staat als künstliches Konstrukt, das durch die Vernunft der Menschen zur Sicherung von Frieden und Ordnung erschaffen wurde.

IV. DIE ÜBERTRAGUNG DER MACHT: Dieser Teil behandelt den Gesellschaftsvertrag als Akt der Selbstbindung, durch den Individuen ihre Macht zur Selbsterhaltung auf einen Souverän übertragen.

V. SCHLUSSGEDANKEN: Die Arbeit fasst zusammen, dass der Staat eine notwendige disziplinierende Instanz darstellt, um den verhängnisvollen Naturzustand dauerhaft zu beenden.

Schlüsselwörter

Thomas Hobbes, Leviathan, Naturzustand, Gesellschaftsvertrag, Selbsterhaltungstrieb, bellum omnium contra omnes, Souveränität, Gewaltmonopol, staatliche Ordnung, politische Philosophie, Menschenbild, Vernunft, Machtübertragung, Rechtfertigung des Absolutismus, Friedenszustand.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Staatsphilosophie von Thomas Hobbes und untersucht, warum und wie Individuen den unkontrollierten Naturzustand verlassen, um sich einer staatlichen Ordnung zu unterwerfen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Zentrale Themen sind das anthropologische Bild des Menschen, die Destruktivität des Naturzustandes, die Entstehung des Staates als „Leviathan“ und die Bedeutung des Gesellschaftsvertrages.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu erklären, wie bei Hobbes der Staat als Überwindung des Naturzustandes fungiert und welche Bedingungen aus menschlicher Sicht für diesen Übergang notwendig sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Analyse, die primär auf der Interpretation des Primärwerks „Leviathan“ und ergänzender politikwissenschaftlicher Sekundärliteratur basiert.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Im Hauptteil werden das Wesen des Naturzustandes, die menschlichen Eigenschaften als Ursache für Konflikte, die rationale Begründung des Staates und der Prozess der Machtübertragung ausführlich diskutiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Leviathan, Naturzustand, Gesellschaftsvertrag, Selbsterhaltungstrieb, Souveränität und Gewaltmonopol definiert.

Wie unterscheidet Hobbes zwischen „Leviathan“ und „Behemoth“?

Während der Leviathan den künstlichen, staatlichen Friedenszustand symbolisiert, bezeichnet Behemoth den destruktiven, bürgerkriegsähnlichen Zustand des Naturzustandes, in dem keine Ordnung herrscht.

Kann der Vertragsschluss im Hobbes'schen Modell widerrufen werden?

Nein, laut der Arbeit ist die Übertragung der Macht auf den Souverän unwiderruflich, da eine Rückkehr in den Naturzustand für die Individuen als verhängnisvoll und gefährlich eingestuft wird.

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Details

Title
Der Leviathan von Thomas Hobbes. Die Beendigung des Naturzustandes durch den Staat
College
University of Bayreuth
Grade
2,3
Author
Anne Riedel (Author)
Publication Year
2011
Pages
15
Catalog Number
V212557
ISBN (eBook)
9783656400561
ISBN (Book)
9783656400882
Language
German
Tags
leviathan thomas hobbes beendigung naturzustandes staat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Riedel (Author), 2011, Der Leviathan von Thomas Hobbes. Die Beendigung des Naturzustandes durch den Staat, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212557
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