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Zur Verschränkung von Raumerlebnissen und Selbstfindung von Robert Musils "Zögling Törleß" und Virginia Woolfs "Mrs. Dalloway"

Title: Zur Verschränkung von Raumerlebnissen und Selbstfindung von Robert Musils "Zögling Törleß" und Virginia Woolfs "Mrs. Dalloway"

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Martina Winkler (Author)

German Studies - Comparative Literature
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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit beschäftige ich mich mit der Verschränkung von Raumerlebnissen und dem damit verbundenen Selbstfindungsprozess der Protagonisten in Robert Musils „Zögling Törleß“ und Virginia Woolfs „Mrs. Dalloway“.

Um die Verschränkung darstellen zu können, werde ich mich einleitend mit dem „Genre“ des psychologischen Romans beziehungsweise mit dem Entwicklungsroman beschäftigen. Im Anschluss daran erfolgt eine kurze Darstellung über den Raum als Stilmittel in der Literatur, um die in den beiden Werken dargestellten Räume und deren Einfluss auf die Protagonisten besser verständlich zu machen. Nach dieser Einleitungsphase werde ich mich zuerst mit den einzelnen Räumen und Motiven in Robert Musils „Törleß“ befassen. In gleicher Weise verfahre ich danach mit Virginia Woolfs Roman „Mrs. Dalloway“. Dabei werde ich mich allerdings nur auf die örtlichen Gegebenheiten beschränken, die direkten Einfluss auf den Selbstfindungsprozess haben oder Einfluss auf das Verständnis des Gesamtgeschehens. Anschließend unterziehe ich die beiden Romane einem direkten Vergleich, um den Entwicklungsprozess anhand bestimmter Landschaftsbilder oder Raumerlebnisse darzustellen und letztlich eventuell auch eine Veränderung innerhalb des Genres, zum Beispiel aufgrund von externen Entwicklungen in der Gesellschaft, nachzuweisen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Der psychologische Roman / Entwicklungsroman

2.1) Der Raum

2.1.1) Der Raum als Stilmittel in der Literatur

2.2) Der Raum als Stilmittel in Musils Törleß

2.3) Räume im Einzelnen

2.3.1) Der Bahnhof

2.3.2) Der Weg zur Konditorei und die Konditorei

2.3.3) Der Gang zu Bozena und ihr Haus

2.3.4) Die Dachkammer

2.3.5) Der Park

2.4) Weitere Symbole

3) Mrs. Dalloway

3.1) Einleitung

3.2) Der symbolische Gehalt der Schauplätze

3.2.1) London

3.3) Die Naturschauplätze

3.3.1) Bourton (Symbol einer glücklichen Vergangenheit)

3.3.2) Die Parks

3.4) Die Naturschauplätze als „Schauplatz“ für Kommunikation

3.5) Die einzelnen Zimmer und ihre Bedeutung

3.5.1) Das Zimmer als Symbol für die Isolation des Individuums

3.5.2) Das Zimmer als „Schauplatz“ für die Reflexion über die Bedeutung der Isolation

3.5.3) Clarissas Reflexion im Nebenraum

3.6) Weitere Symbole

3.6.1) Die Staatskarosse in der Bond Street und das Flugzeug als Symbole der Nachkriegsgesellschaft

3.6.2) Die alte Dame im Zimmer als Symbol für die gefährdete Privatsphäre

4) Vergleich von Musils „Törleß“ und Virginia Woolf’s „Mrs. Dalloway”

5) Zusammenfassung / Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Verschränkung von Raumerlebnissen und dem damit verbundenen Selbstfindungsprozess der Protagonisten in Robert Musils „Zögling Törleß“ und Virginia Woolfs „Mrs. Dalloway“ unter Einbeziehung literaturwissenschaftlicher Aspekte des psychologischen Romans.

  • Analyse des Raums als zentrales Stil- und Bedeutungselement.
  • Untersuchung der psychologischen Entwicklung und Selbstfindung der Protagonisten.
  • Gegenüberstellung von Naturerlebnissen, gesellschaftlicher Isolation und Kommunikation.
  • Vergleich der literarischen Darstellung von Licht, Schatten und symbolträchtigen Schauplätzen.

Auszug aus dem Buch

2.3.1) Der Bahnhof

Robert Musil beginnt seinen Roman mit einem Satz, der keine örtliche Einordnung ermöglicht: „eine kleine Station an der Strecke, welche nach Russland führt.“ Die Unbestimmbarkeit des Ortes ergibt sich dadurch, dass Musil von einer kleinen Station spricht und nicht von der kleinen Station. Aber es ist nicht die Unbestimmtheit, die den Anfang als etwas Besonderes dastehen lässt, sondern die Atmosphäre, die den Ort bestimmt und nachfolgend mit den auftretenden Personen in wechselseitiger Beziehung stehen wird. Beachtet man im Folgenden die verwendeten Wort, so fällt auf, dass Adjektive, Verben und Partizipien gleichermaßen zu einer gedrückten Stimmung beitragen. Nicht nur die an sich unbelebten Gegenstände wie der Fahrdamm oder das Stationsgebäude verstärken mit den Bezeichnungen „schmutzig“, „dunkel“ oder „gebrannt“ das Gefühl der Leblosigkeit und der Starre, sondern auch die eigentlich lebensspendenden Elemente wie die Bäume unterstützen die trostlose Atmosphäre, die Musil heraufbeschwört. Farben erscheinen traurig, sogar die Sonne zeichnet sich durch Kraftlosigkeit aus. Die Szenen erscheint also keineswegs natürlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Darstellung der Zielsetzung der Arbeit sowie des methodischen Vorgehens bei der Untersuchung von Raumerlebnissen in den gewählten Werken.

2) Der psychologische Roman / Entwicklungsroman: Erläuterung der literarischen Gattungsmerkmale und der Bedeutung des Raums als Stilmittel.

3) Mrs. Dalloway: Untersuchung der symbolischen Bedeutung von London, Naturschauplätzen und geschlossenen Räumen für die Identitätsfindung der Protagonistin Clarissa Dalloway.

4) Vergleich von Musils „Törleß“ und Virginia Woolf’s „Mrs. Dalloway”: Synthese der Erkenntnisse mit Fokus auf gemeinsame Entwicklungsmuster trotz unterschiedlicher literarischer Techniken.

5) Zusammenfassung / Schluss: Abschlussbetrachtung über die Bedeutung von Raum und Psyche als Basis für die Charakterdarstellung in beiden Romanen.

Schlüsselwörter

Raum, Selbstfindung, psychologischer Roman, Entwicklungsroman, Robert Musil, Virginia Woolf, Symbolik, Isolation, Kommunikation, Identität, Licht, Dunkelheit, Naturerlebnis, Erzählweise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie literarische Raumbeschreibungen in Musils „Zögling Törleß“ und Woolfs „Mrs. Dalloway“ dazu dienen, die psychologische Entwicklung und Selbstfindung der Protagonisten abzubilden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Kategorien Raum und Zeit, die Rolle der Gesellschaft, Isolation versus Kommunikation sowie die symbolische Aufladung der Umgebung.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Es soll nachgewiesen werden, wie Autoren mittels spezifischer Raumgestaltung seelische Vorgänge und Entwicklungsprozesse ihrer Figuren für den Leser „fühlbar“ machen.

Welche methodische Herangehensweise wurde gewählt?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturwissenschaft, die auf Textanalyse, der Untersuchung von Symbolik sowie auf psychoanalytischen Ansätzen (unter Bezugnahme auf Freud) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Raummotive bei Musil und Woolf sowie einen anschließenden direkten Vergleich der beiden Romanwelten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Charakteristika sind die Raum-Symbolik, die psychologische Charakterisierung, der Entwicklungsroman und das Spannungsfeld zwischen dem Individuum und der Gesellschaft.

Warum spielt die Natur bei Clarissa Dalloway eine so wichtige Rolle?

Naturräume dienen im Roman als Gegenentwurf zur hektischen, oberflächlichen Londoner Gesellschaft und sind der Ort, an dem Clarissa zu sich selbst und zur Ruhe findet.

Welche Funktion hat die „Dachkammer“ in Robert Musils Roman?

Die Dachkammer fungiert als zentraler Schauplatz für die dunklen Seiten der Charaktere und verdeutlicht den inneren Konflikt des Protagonisten Törleß zwischen bürgerlicher Moral und abenteuerlicher Exploration.

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Details

Title
Zur Verschränkung von Raumerlebnissen und Selbstfindung von Robert Musils "Zögling Törleß" und Virginia Woolfs "Mrs. Dalloway"
College
University of Duisburg-Essen  (Literaturwissenschaften)
Course
Robert Musil
Grade
1,3
Author
Martina Winkler (Author)
Publication Year
2003
Pages
25
Catalog Number
V21264
ISBN (eBook)
9783638249218
Language
German
Tags
Verschränkung Raumerlebnissen Selbstfindung Robert Musils Zögling Törleß Virginia Woolfs Dalloway Robert Musil
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martina Winkler (Author), 2003, Zur Verschränkung von Raumerlebnissen und Selbstfindung von Robert Musils "Zögling Törleß" und Virginia Woolfs "Mrs. Dalloway", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21264
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