Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Political systems in general and in comparison

Weimarer Republik und Bundesrepublik Deutschland. Vergleich zweier Regierungssysteme

Die Lehren aus der Weimarer Verfassung

Title: Weimarer Republik und Bundesrepublik Deutschland. Vergleich zweier Regierungssysteme

Term Paper , 2007 , 14 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: M.A. Jan Hammer (Author)

Politics - Political systems in general and in comparison
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In dieser Hausarbeit erfolgt eine Analyse der Verfassung von Weimar, ein Vergleich dieser zur Verfassung der BRD und die Analyse der Lehren, die die Väter des Grundgesetzes aus dem Scheitern der Weimarer Republik zogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.1. Die Weimarer Republik

2.1.1. Die Stellung des Reichspräsidenten und Reichstages

2.1.2. Regierungskontrolle und Regierungsbildung

2.1.3. Die Rolle der Staatsorgane in Krisenzeiten

2.1.4. Die Entwicklung hin zur Präsidialdiktatur

2.2. Die Bundesrepublik Deutschland

2.2.1. Die Stellung des Bundestages und Bundespräsidenten

2.2.2. Regierungskontrolle und Regierungsbildung

2.2.3. Die Bundesregierung

2.2.4. Die Rolle der Bundesorgane in Krisenzeiten

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert und vergleicht die Regierungssysteme der Weimarer Republik und der Bundesrepublik Deutschland, um die strukturellen Unterschiede sowie die aus dem Scheitern der Weimarer Verfassung gezogenen Lehren für die bundesdeutsche Ordnung aufzuzeigen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie die Machtverteilung zwischen den Staatsorganen in Krisenzeiten gestaltet ist und wie die jeweilige Verfassung die parlamentarische Demokratie schützt.

  • Vergleich der Machtbefugnisse von Reichspräsident und Bundespräsident
  • Analyse der Regierungskontrolle und Regierungsbildung in beiden Systemen
  • Untersuchung der Rolle der Staatsorgane in Krisenzeiten
  • Aufarbeitung der Entwicklung zur Präsidialdiktatur unter Weimarer Verhältnissen
  • Evaluierung der verfassungsrechtlichen Lehren für das Grundgesetz

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Die Stellung des Reichspräsidenten und Reichstages

Die Väter der Reichsverfassung waren beeinflusst von den Erfahrungen der III. Französischen Republik, daher wollten sie ein reines und voll ausgebildetes parlamentarisches Regierungssystem vermeiden. Die neue deutsche Demokratie sollte ein „monokratisches Präsidialsystem“ sein, in dem ein starker, mit weitreichenden Befugnissen ausgestatteter Reichspräsident dem Parlament gegenübersteht, der „die Selbständigkeit der vollziehenden im Verhältnis zur gesetzgebenden Gewalt verbürgt“1.

So fanden sich diese Grundgedanken unmittelbar in der Direktwahl des Reichspräsidenten sowie des Reichstages durch das Volk. Der Reichspräsident war Staatsoberhaupt und in seinen Aufgabenbereich fielen die völkerrechtliche Vertretung des Reiches, das Begnadigungsrecht, der Oberbefehl über die Wehrmacht, die Ernennung und Entlassung von Reichsbeamten und Offizieren. Der Reichstag hatte das parlamentarische Recht der Gesetzgebung unter der Beteiligung des Reichsrates mit seinem suspensiven Vetorecht.2

Reichspräsident und Reichstag sollten auf sich eine Kontrollfunktion ausüben und der Reichstag war dem Reichspräsidenten formal nicht machtlos ausgeliefert. So war es dem Reichstag möglich, den Reichspräsidenten wegen Verstoßes gegen die Reichverfassung oder eines Reichsgesetztes vor dem Staatsgerichtshof anzuklagen oder gar eine Absetzung durch einen Volksentscheid herbeizuführen. So war dies jedoch mit einem Risiko verbunden, da bei Ablehnung des Volksentscheides gleichzeitig der Reichstag aufzulösen war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Problematik des Übergangs von der Weimarer Republik zur NS-Diktatur ein und definiert die zentrale Forschungsfrage zum Vergleich der Systemstrukturen zwischen Weimar und der Bundesrepublik.

2.1. Die Weimarer Republik: Dieses Kapitel erläutert die verfassungsrechtlichen Grundlagen, insbesondere die starke Machtstellung des Reichspräsidenten und die daraus resultierende Instabilität, die in eine Präsidialdiktatur mündete.

2.1.1. Die Stellung des Reichspräsidenten und Reichstages: Der Abschnitt beschreibt das angestrebte Gleichgewicht zwischen dem direkt gewählten Reichspräsidenten und dem Reichstag sowie deren gegenseitige Kontrollmöglichkeiten.

2.1.2. Regierungskontrolle und Regierungsbildung: Hier wird dargelegt, wie die Abhängigkeit der Regierung vom Reichspräsidenten und das Fehlen eines Vertrauensvotums zu einer schwachen Stellung des Parlaments führten.

2.1.3. Die Rolle der Staatsorgane in Krisenzeiten: Dieser Teil analysiert die verheerende Wirkung des Artikels 48, der dem Reichspräsidenten diktatorische Befugnisse in Notzeiten verlieh.

2.1.4. Die Entwicklung hin zur Präsidialdiktatur: Das Kapitel dokumentiert den Prozess der Aushöhlung der parlamentarischen Demokratie durch Präsidialkabinette und das Ende der Mehrheitsbildung.

2.2. Die Bundesrepublik Deutschland: Dieser Teil beschreibt die bewusste Abkehr von weimarer Schwächen durch eine parlamentarische Dominanz bei der Gestaltung des Grundgesetzes.

2.2.1. Die Stellung des Bundestages und Bundespräsidenten: Der Text beleuchtet den Verzicht auf eine direkte Wahl des Staatsoberhauptes und die daraus folgende Stärkung des Bundestages.

2.2.2. Regierungskontrolle und Regierungsbildung: Hier werden die Mechanismen wie das konstruktive Misstrauensvotum erläutert, die eine stabilere Regierungsbildung im Vergleich zu Weimar gewährleisten.

2.2.3. Die Bundesregierung: Das Kapitel erklärt die Stärkung der Kanzlerposition und die ausschließliche parlamentarische Verantwortung der Regierung.

2.2.4. Die Rolle der Bundesorgane in Krisenzeiten: Dieser Abschnitt zeigt die präzise Einschränkung der Befugnisse in Krisenzeiten auf, um eine erneute Entwicklung hin zu diktatorischen Strukturen zu verhindern.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die beiden Systeme konzeptionell weit voneinander entfernt sind und das Grundgesetz erfolgreich die Lehren aus dem Scheitern von Weimar gezogen hat.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, Bundesrepublik Deutschland, Regierungsvergleich, Verfassung, Reichspräsident, Grundgesetz, parlamentarische Demokratie, Artikel 48, Präsidialdiktatur, Gewaltenteilung, Misstrauensvotum, Krisenzeiten, Machtverteilung, Staatsorgane, Systemstabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die strukturellen Unterschiede der Regierungssysteme der Weimarer Republik und der Bundesrepublik Deutschland, um aufzuzeigen, wie das Grundgesetz auf die Schwächen der Weimarer Verfassung reagiert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Machtbefugnisse des Staatsoberhauptes, die Rolle des Parlaments bei der Regierungsbildung sowie die Handlungsfähigkeit der Staatsorgane in Krisenzeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu ermitteln, in welchen Punkten sich beide Systeme wesentlich unterscheiden und inwieweit konkrete Lehren aus dem Scheitern der ersten deutschen Demokratie in das Grundgesetz eingeflossen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um einen komparativen Systemvergleich, der auf einer Analyse der verfassungsrechtlichen Bestimmungen und ihrer historischen Anwendung in der politischen Praxis basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der Machtverhältnisse in der Weimarer Republik – insbesondere unter dem Einfluss von Artikel 48 – und stellt diese den parlamentarischen Mechanismen des Grundgesetzes gegenüber.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Regierungsvergleich, Weimarer Verfassung, Grundgesetz, Gewaltenteilung, Systemstabilität und Präsidialdiktatur.

Warum wird die Rolle des Artikels 48 der Reichsverfassung so kritisch gesehen?

Artikel 48 ermöglichte dem Reichspräsidenten weitgehende diktatorische Befugnisse, die kaum kontrollierbar waren und somit den Übergang zur Diktatur durch die gezielte Ausnutzung dieser Schwächen ermöglichten.

Was versteht man unter dem „konstruktiven Misstrauensvotum“ in der Bundesrepublik?

Es ist ein Mechanismus, der das Parlament verpflichtet, bei einem Misstrauensvotum gegen den Kanzler gleichzeitig einen Nachfolger zu wählen, um eine machtlose Regierungslücke zu verhindern und das politische System zu stabilisieren.

Inwiefern unterscheidet sich die Legitimation des Staatsoberhauptes in beiden Systemen?

In der Weimarer Republik wurde der Reichspräsident direkt vom Volk gewählt, was eine Konkurrenz zum Parlament schuf. In der Bundesrepublik wird der Bundespräsident indirekt durch die Bundesversammlung gewählt, was seine Rolle stärker auf repräsentative Funktionen beschränkt.

Excerpt out of 14 pages  - scroll top

Details

Title
Weimarer Republik und Bundesrepublik Deutschland. Vergleich zweier Regierungssysteme
Subtitle
Die Lehren aus der Weimarer Verfassung
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
1,2
Author
M.A. Jan Hammer (Author)
Publication Year
2007
Pages
14
Catalog Number
V212683
ISBN (eBook)
9783656406594
ISBN (Book)
9783656407126
Language
German
Tags
Weimarer Republik Bundesrepublik Deutschland BRD Vergleich Regierungssysteme Vergleich Weimar BRD Verfassungsvergleich Analyse und Vergleich Verfassung Weimarer Verfassung Reichsverfassung Verfassung der BRD
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Jan Hammer (Author), 2007, Weimarer Republik und Bundesrepublik Deutschland. Vergleich zweier Regierungssysteme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212683
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  14  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint