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"Don't delineate the Why but see the What" - der Vietnamkrieg als amerikanisches TV-Abenteuer

Titel: "Don't delineate the Why but see the What" - der Vietnamkrieg als amerikanisches TV-Abenteuer

Seminararbeit , 2012 , 17 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Lena Meyer (Autor:in)

Geschichte - Amerika
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der für die USA sicher als traumatisch zu bezeichnende Vietnamkrieg wurde und wird auf vielfältige Art medial verarbeitet. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der TV-Reportage "A Day in Vietnam" und den in ihr vermittelten Diskursen und Wertvorstellungen. Dabei werden auch Hintergründe zur "nuclear family" der Zeit und zum Umgang mit dem Medium Fernsehen an sich beleuchtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Teil I

Die family im sozialen Raum Fernsehen

Objektive Berichterstattung – „Sphere of Consensus“

Teil II

„A Day in Vietnam“ – Über den Film und seinen Inhalt

„Don’t delineate the Why but see the What“ – Vermittelte Diskurse und Filmtechnisches

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die mediale Vermittlung des Vietnamkrieges durch das US-amerikanische Fernsehen anhand der Dokumentation „A Day in Vietnam“ von 1967. Dabei wird analysiert, wie durch spezifische filmische Inszenierungen und Diskurse der Krieg in das heimische Wohnzimmer übertragen und in eine patriotische sowie abenteuerliche Narrative eingebettet wurde.

  • Die Rolle des Fernsehens als soziales Zentrum der US-amerikanischen Familie in den 1960er Jahren.
  • Analyse der „Konsenssphäre“ und Standards objektiver Kriegsberichterstattung.
  • Diskursanalytische Untersuchung der Dokumentation „A Day in Vietnam“.
  • Identifikation wiederkehrender Motive wie Männlichkeit, Professionalität und Traditionsverbundenheit.
  • Die Wirkung der Personalisierung und Emotionalisierung auf die Wahrnehmung des Krieges beim Zuschauer.

Auszug aus dem Buch

„A Day in Vietnam“ – Über den Film und seinen Inhalt

Der Film beginnt mit der Aufnahme eines Soldaten, der durch einen seichten Fluss oder Sumpf marschiert. Während er das Bild durchquert sieht man lediglich seine Beine. Nach einem Schnitt sieht man weitere Beine, deren Besitzer Büro- und Alltagskleidung tragen, weitaus langsamer und über asphaltierten Boden gehen. Nach einem weiteren Schnitt stellen sie sich als Anti-Kriegsdemonstranten heraus, die Schilder mit Aufschriften wie „Meet with the Viet Cong“ tragen. Die Filmmusik ist von lautem, tiefem Trommeln geprägt, welches jetzt leiser wird, um Platz für Jack Webbs Stimme zu lassen.

Erneuter Szenenwechsel nach Vietnam: es sind Aufnahmen von Verwundeten, die von Kameraden betreut werden, zu sehen, bevor der Betrachter sich laut Webb wieder in Amerika befindet, wo die zuvor gezeigten Demonstranten unter aggressiv wirkenden Gesten und mit aufgerissenen Mündern Teile einer Uniform verbrennen. Danach eine lange Aufnahme eines Soldaten in Vietnam, der ein weinendes Baby im Arm hält und weitere Aufnahmen von teilweise verwundeten Soldaten, die sich offenbar in einem Lager befinden, sich unterhalten, erfrischen und zusammen rauchen. Schnitt zu einem verängstigt aussehenden jungen Soldaten, der immer wieder nach oben schaut und dabei ebenfalls ein weinendes Baby im Arm schaukelt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik des Vietnamkrieges als „Trauma“ und Diskussion der Rolle des Fernsehens als Medium, das den Krieg in die amerikanischen Wohnzimmer brachte.

Die family im sozialen Raum Fernsehen: Untersuchung der Bedeutung des TV-Geräts als sozialer Treffpunkt („Gathering Place“) und der emotionalen Involvierung der Zuschauer in der US-amerikanischen Vorstadtgesellschaft.

Objektive Berichterstattung – „Sphere of Consensus“: Analyse der Grenzen der Berichterstattung innerhalb der sogenannten Konsenssphäre, in der journalistische Standards eher staatliche oder militärische Positionen stützten.

„A Day in Vietnam“ – Über den Film und seinen Inhalt: Detaillierte inhaltliche Beschreibung der Dokumentation von 1967, inklusive der Analyse technischer Aspekte und des Sprechertextes von Jack Webb.

„Don’t delineate the Why but see the What“ – Vermittelte Diskurse und Filmtechnisches: Diskursanalyse der im Film transportierten Motive wie Männlichkeit, Professionalität und des patriotischen Auftrags.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung, wie das Fernsehen durch Emotionalisierung und Personalisierung die komplexe politische Frage nach dem „Warum“ des Krieges durch das einfache „Was“ ersetzte.

Schlüsselwörter

Vietnamkrieg, Fernsehen, Kriegsberichterstattung, Dokumentation, A Day in Vietnam, Konsenssphäre, US-Militär, Propaganda, Männlichkeit, Professionalität, Medienanalyse, Diskursanalyse, Homefront, Kalter Krieg, TV-Darstellung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie der Vietnamkrieg in den 1960er Jahren durch das Fernsehen in den USA medial aufbereitet wurde und welche Auswirkungen diese Berichterstattung auf die Wahrnehmung des Konflikts hatte.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Im Fokus stehen das Fernsehen als soziales Medium der „Family“, die Standards objektiver Berichterstattung und die diskursive Konstruktion von Krieg als patriotisches Abenteuer.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, am Beispiel der Dokumentation „A Day in Vietnam“ zu zeigen, wie das Fernsehen durch eine spezifische, unkritische Bildsprache komplexe Hintergründe des Krieges ausblendete.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine diskursanalytische Untersuchung, um die in den Filminhalten und Kommentaren transportierten ideologischen Motive freizulegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine medientheoretische Einordnung des Fernsehens im sozialen Raum und eine detaillierte Analyse der Dokumentation hinsichtlich ihrer filmtechnischen und rhetorischen Gestaltung.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Konsenssphäre, mediale Kriegsinszenierung, Professionalität, Männlichkeitsbilder und die Rolle der Homefront.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Anti-Kriegsdemonstranten im Film „A Day in Vietnam“?

Der Film stellt das Verhalten der Demonstranten als unbegründet und gegenüber der „US-Anstrengung“ als widersinnig dar, was laut Autorin zur Stärkung des nationalen Konsenses dienen sollte.

Warum wird im Titel das Zitat „Don’t delineate the Why but see the What“ verwendet?

Das Zitat unterstreicht die Strategie der Dokumentation, nicht nach den tieferen Ursachen (Why) für den Krieg zu fragen, sondern den Zuschauer auf einer rein emotionalen und visuell konsumierbaren Ebene (What) einzubinden.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Don't delineate the Why but see the What" - der Vietnamkrieg als amerikanisches TV-Abenteuer
Hochschule
Universität zu Köln
Note
2,0
Autor
Lena Meyer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
17
Katalognummer
V212743
ISBN (eBook)
9783656410539
ISBN (Buch)
9783656412380
Sprache
Deutsch
Schlagworte
what vietnamkrieg tv-abenteuer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lena Meyer (Autor:in), 2012, "Don't delineate the Why but see the What" - der Vietnamkrieg als amerikanisches TV-Abenteuer, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212743
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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