Probleme und Vorteile einer sich globalisierenden Unternehmensumwelt für Unternehmer


Seminararbeit, 2012
27 Seiten, Note: 2,0
Michael Maier (Autor)

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung und Zielsetzung

2 Ex­pli­ka­ti­onen
2.1 Globalisierung
2.2 Unternehmensumwelt
2.3 Unternehmer
2.4 Anfänge der Globalisierung

3 Entwicklung der Unternehmensumwelt des Großunternehmers und die daraus resultierenden Vorteile
3.1 Technologisch
3.1.1 Allgemeine Technische Entwicklung
3.1.2 Transport
3.1.3 Kommunikation
3.2 Gesellschaftlich
3.2.1 Arbeitsmarkt und Bildung
3.2.2 Politik

4 Probleme einer sich globalisierenden Unternehmensumwelt für Großunternehmer

5 Entwicklung der Unternehmensumwelt des Kleinstunternehmers
5.1 Vorteile für den Kleinstunternehmer in Bamberg (Ausgewählte Antwortbeispiele)
5.2 Probleme des Kleinstunternehmers in Bamberg (Ausgewählte Antwortbeispiele)

6 Schlussbetrachtung

Literatur- und Tabellenverzeichnis

1 Einleitung und Zielsetzung

Bevor ich mit der eigentlichen Erläuterung über die Probleme und Vorteile einer sich globalisierenden Unternehmensumwelt für Unternehmer beginne, möchte ich darlegen weshalb ich dieses Thema gewählt habe und was das erklärte Ziel bzw. was nicht das erklärte Ziel dieser Arbeit ist.

Globalisierung betrifft uns alle. Angefangen bei teppichknüpfenden, indischen Kindern über große Mogule unserer Zeit wie Ruppert Murdoch, bis hin zum lokalen Obsthändler an der Ecke. Auf all diese Menschen hat die Globalisierung Auswirkungen.

Heutzutage ist es völlig normal, dass man in einem koreanischen Geländewagen zu seinem Lieblingsitaliener fährt, bei dem man dann ein deutsches Schnitzel genießen kann währenddessen zu Hause das rumänische Au-pair-Mädchen die Kinder im schwedischen Fertigholzhaus hütet. Zugegeben, so eine Familie zu finden wird schwer, aber dennoch würde es niemanden wundern wenn es eine solche Familie gäbe, denn die Globalisierung macht es möglich.

So finde ich es einerseits bemerkenswert, welche Effekte die Globalisierung und die mit ihr einhergehende Internationalisierung auf das tägliche Leben haben, andererseits ist es erstaunlich, wie sich die Unternehmenswelt sukzessive verändert hat. Diejenigen, die uns die Globalisierung mit ihren breit gefächerten Möglichkeiten vorleben, sind die Großunternehmer, oder wie sie auch gerne genannt werden, die “Global Player“. Diesen “Weltweiten Spielern“ bieten sich große Vorteile durch das Zusammenwachsen der Weltwirtschaft. Allerdings müssen sie im Gegenzug mit beachtlichen Problemen umgehen. So ist es nur logisch und notwendig, dass das Hauptaugenmerk für Unternehmer, bei der Erörterung der Probleme und Vorteile einer sich globalisierenden Unternehmensumwelt, auf den Großunternehmern liegt. Um die Probleme und Vorteile der Globalisierung erfahren zu können, darf man seinen Blick nicht nur auf die große, weite Welt richten, denn Globalisierung passiert auch vor der eigenen Haustür.

Der zweite Schwerpunkt meiner Arbeit, welcher mir besonders am Herzen liegt, basiert deshalb auf den Problemen und Vorteilen der sich globalisierenden Unternehmensumwelt der lokalen Kleinstunternehmer in Bamberg. Als Sohn eines Kleinstunternehmers bin ich affin für diese Thematik und beziehe auch daraus meine Motivation. Ich habe anhand einer elektronischen Befragung die Meinungen zu den Problemen und Vorteilen der bamberger Kleinstunternehmer eingeholt und werde die Ergebnisse in einem späteren Kapitel darlegen.

Genau wie meine elektronische Umfrage hat meine Arbeit keines Falls den Anspruch auf Vollständigkeit und Allumfassenheit. Meine Erläuterung soll vor allem einen Aufriss über die erheblichsten Probleme und Vorteile einer sich globalisierenden Unternehmensumwelt für den Großunternehmer geben und einen Einblick in die Welt der Bamberger Kleinstunternehmer ermöglichen.

2 Explikationen

Bevor man an den Kern der Thematik herantreten kann, ist es notwendig einige Begrifflichkeiten zu klären, welche unabdingbar für das weitere Vorgehen sind. Im nachfolgenden Kapitel werden Globalisierung, Unternehmensumwelt und der Begriff des Unternehmers näher definiert.

2.1 Globalisierung

Unter Globalisierung versteht man die „zunehmende weltweite Vernetzung der nationalen Produkt,- Faktor,- und Finanzmärkte, d.h. ihre fortschreitende Integration in die Weltwirtschaft“[1]. Viele Definitionen beziehen sich wie dieses Beispiel verdeutlicht, ausschließlich auf die Wirtschaft. Es wird von Produkt,- Faktor,- und Finanzmärkten gesprochen. Oftmals auf der Strecke bleiben ebenso wichtige Elemente wie die „zunehmende weltweite Vernetzung von Nationen in allen Bereichen (z. B. Politik, Wirtschaft, Kommunikation und Kultur). Dies geschieht sowohl zwischen Individuen, als auch zwischen Organisationen, Unternehmen, Gesellschaften und Staaten.“[2] Sehr vereinfacht, aber treffend zusammen gefasst ist Globalisierung das allgemeine Zusammenwachsen der Welt, vor allem sichtbar an der zunehmenden Vernetzung der Weltwirtschaft.

2.2 Unternehmensumwelt

Mit der Unternehmensumwelt ist nicht nur das unmittelbare Umfeld eines Unternehmens gemeint. So ist es für einen Automobilteilezulieferer unbestritten praktischer, wenn sich seine Produktionsstätte in der näheren Umgebung des zu beliefernden Produktionswerks befindet. Genauso entscheidend ist das unmittelbare Umfeld in Form von Klima und Ackerflächen für die Landwirtschaft. Im krassen Gegensatz dazu ist der Standort anderer Unternehmen konträrer Sparten, vor allem im Onlinebereich eher zweitranging. Folglich ist das Unternehmensumfeld, also die unmittelbare Umgebung, differenziert zur Unternehmensumwelt zu betrachten. Je nach Sparte und Dienstleistung variiert der Einfluss des Umfeldes auf die Unternehmensumwelt.

Grundsätzlich stellt die Unternehmensumwelt die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dar, in denen sich eine Firma bewegt. Faktoren sind dabei der Staat bzw. die Politik und die Gesetze des Staates. Beispielsweise das Steuersystem, Umweltbeschränkungen oder gezielte staatliche Eingriffe in das Wirtschaftssystem. Eine weitere Komponente sind andere Marktteilnehmer, welche eine erhebliche Wirkung ausüben. Menschliche und materielle Ressourcen sind ebenso ein wichtiges Kriterium für ein Unternehmen. So ist es entscheidend, ob sich ausreichend Rohstoffe für die Herstellung von Gütern generieren lassen. Oftmals ist es für regional agierende Unternehmen schwierig, geeignete Mitarbeiter zu finden, da sie nicht wie die „Global Player“ ihre Angestellten aus der ganzen Welt rekrutieren können. Natürlich besteht die Unternehmensumwelt aus diversen weiteren Faktoren, welche in unterschiedlichen Ausprägungen aufeinander wirken. Dennoch sorgt die Masse und die Komplexität an Komponenten für eine durchaus stabile globale Marktwirtschaft, was spartenübergreifend für eine solide Unternehmensumwelt sorgt. Für grundlegende Erschütterungen können politische Katastrophen und Umweltkatastrophen sorgen.

2.3 Unternehmer

Der „Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt“[3]. So lautet die in Beamtendeutsch verfasste Explikation, wie man sie im Bürgerlichen Gesetzbuch findet. Diese Variation beschreibt die eigentliche Tätigkeit eines Unternehmers, jedoch nicht hinreichend. Wenn man diese Definition ins Umgangssprachliche übersetzt, so erhält man folgendes: Ein Unternehmer ist eine Person oder eine Personengruppe, die etwas für ein Unternehmen, oder sich selbst kauft oder verkauft. Zugegeben tut diese, wirklich sehr simpel ausgedrückte Version, dem Original ein wenig unrecht, jedoch soll verdeutlich werden, dass ein Unternehmer mehr ist als das zuvor Erwähnte. Denn „Ein Unternehmer hat die Aufgabe, den Geschäftszweck des Unternehmens zu erfüllen bzw. seine Arbeitskräfte zu delegieren. Er trägt das Risiko der Verschlechterung des Geschäftes und das allgemeine Unternehmensrisiko“[4]. In Kombination mit der eingangs erwähnten Definition, erhält man ein ansehnliches Bild über das Tätigkeitsfeld eines Unternehmers.

Erfrischend banal, aber die Seele des unternehmerischen Geistes beschreibend, ist ein Unternehmer „Jemand, der täglich 16 Stunden zu arbeiten bereit ist, um nicht acht Stunden pro Tag für einen anderen arbeiten zu müssen.“[5]

2.4 Anfänge der Globalisierung

Schon 1492 machte sich Christoph Kolumbus auf den Weg nach Ostasien.[6] Dabei gelang ihm zufälligerweise die Wiederentdeckung Amerikas. Es folgte die Kolonialisierung des entdeckten Kontinents, sowie die Intensivierung des Welthandels. Aufgrund dessen bezeichnen einige Wissenschaftler die Wiederentdeckung Amerikas, als den Beginn der Globalisierung. Ebenso „Gut möglich, dass die Globalisierung mit der Rückkehr Vasco da Gamas aus Indien im Jahre 1499 begann.“[7] Auch dieser Gedanke scheint nicht abwegig und wäre ein genauso annehmbares Datum für den Beginn der Globalisierung. Obwohl nur sieben Jahre zwischen beiden Ereignissen liegen lässt sich schon darüber streiten welches den legitimen Beginn der Globalisierung repräsentiert. Die Weltbank unterscheidet die Globalisierung in drei Phasen. So fand die erste Phase von 1870 bis 1914 statt. Die beiden Weltkriege stellen einen Rückschritt dar und werden deshalb außen vor gelassen. Somit beginnt die zweite Phase erst im Jahr 1950 und dauert bis 1980 an. Die dritte und aktuelle Phase der modernen Globalisierung hat ihre Anfänge im Jahr 1980 und dauert bis heute an.[8] Alle diese Definitionen haben ihr Für und Wider. Keine ist als falsch anzusehen, geschweige denn als die alleinige Richtige.

[...]


[1] Duwendag, Dieter, Kreuzfeuer, 2006, S.12.

[2] IIKD, Vernetzung, 2009.

[3] Natürliche Personen, gem. §14 I BGB.

[4] Wikipedia,Wesen,2012.

[5] Zitate.de, Unternehmer.

[6] Vgl. Beckmann, Katharina, Entdeckung,2009.

[7] Heuser, Uwe Jean,1499,2007,S.6.

[8] Vgl. Bohn, Michael, Logistik, 2010, S.18.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Probleme und Vorteile einer sich globalisierenden Unternehmensumwelt für Unternehmer
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg  (Wirtschafts- und Innovationsgeschichte / Neuere und Neueste Geschichte)
Note
2,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
27
Katalognummer
V212869
ISBN (eBook)
9783656413349
ISBN (Buch)
9783656413714
Dateigröße
580 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Globalisierung, Wirtschaft, Wirtschafts- und Innovationsgeschichte, Unternehmer, Unternehmensumwelt, globalisierenden, Probleme, Vorteile, Geschichte, Global
Arbeit zitieren
Michael Maier (Autor), 2012, Probleme und Vorteile einer sich globalisierenden Unternehmensumwelt für Unternehmer, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212869

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