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Die innere Krise unter Theodosius I.

Zu bewältigendes Überl oder verpasste Chance?

Titel: Die innere Krise unter Theodosius I.

Hausarbeit , 2010 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Felix Förster (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Folgenden soll untersucht werden, ob die Usurpation des Magnus Maximus (383 – 388 n.u.Z.) im westlichen Reichsteil während der Regierungszeit Theodosius I., und ihr Verlauf zum stetigen Zerfall des westlichen Imperium Romanum beitrugen oder diesen zumindest beschleunigten. Das Hauptaugenmerk soll dabei auf der Reaktion des Theodosius liegen, wobei untersucht werden soll, ob eine dauerhafte Koexistenz mit Maximus nicht nur möglich, sondern auch für die Zukunft des gesamten Reiches die bessere Alternative gewesen wäre.
Dabei sollen auch die Motive seiner Handlungen gegenüber Maximus untersucht werden. Ziel der Arbeit ist jedoch nicht, Theodosius I. falsches Handeln nachzuweisen, sondern es soll gezeigt werden, dass es eventuell langfristig zweckdienlicher gewesen wäre, den Usurpator gewähren zu lassen, statt ihn mit großem Aufwand an Mensch und Material zu stürzen und an seiner Stelle einen Marionettenkaiser zu platzieren. Diese These soll auch anhand des Verlaufs späterer Ereignisse untermauert werden. Da es sowohl unterschiedliche Möglichkeiten der Datierung, als auch vielfache Gründe für den "Untergang" des Imperium Romanum gibt, soll explizit der Anteil dieser Ereignisse und ihre direkten Folgen an eben dieser Zäsur der Spätantike ermittelt werden.1 Alle dabei verwendeten Jahresangaben sind nach unserer Zeitrechnung datiert. Falls nicht, ist es entsprechend kenntlich gemacht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Usurpation

2.1 Allgemeine Definition

2.2 Spätantike Besonderheiten

3. Historische Einordnung

4. Die Usurpation des Maximus

4.1 Magnus Maximus

4.2 Die Herrschaftsübernahme

4.3 Maximus als Augustus

4.4 Theodosius´s Zurückhaltung

4.5 Das Ende des Maximus

4.6 Bewertung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Usurpation des Magnus Maximus im westlichen Reichsteil zwischen 383 und 388 n.u.Z. und analysiert, ob eine dauerhafte Koexistenz zwischen Maximus und Theodosius I. eine historisch tragfähige Alternative zum Bürgerkrieg dargestellt hätte.

  • Analyse der Beweggründe für die Usurpation des Magnus Maximus
  • Untersuchung der Reaktion von Theodosius I. auf den Usurpator
  • Bewertung der Auswirkungen auf die Stabilität des West- und Ostreichs
  • Einfluss der Religionspolitik auf die Legitimation der Herrschaft
  • Historische Einordnung der politischen Umbrüche in der Spätantike

Auszug aus dem Buch

2.1 Allgemeine Definition

Die Usurpation, welche sich etymologisch aus dem lateinischen usu rapere zusammensetzt und "etwas zum Gebrauch an sich reißen" bedeutet, ist eine besondere Art der Herrschaftsübernahme, bei der der regierende Machthaber im Herrschaftssystem austauschbar war, und somit in aller Öffentlichkeit herausgefordert werden konnte. Hiernach wurde der Sieg durch die Loyalität der Herrschaftsorgane, wie dem Militär, den einflußreichen Eliten und dem Volk entschieden.

Überwiegt die Sympathie zum Aspiranten zum derzeitigen Herrscher, war eine friedliche Machtübernahme mit Exilierung oder Ermordung des vormals Herrschenden möglich. Wahrscheinlicher war jedoch, dass es zu einer militärischen Auseinandersetzung zwischen den Anhängern der Kontrahenten kam. Der Sieger dieses Konfliktes war nun der legitime Herrscher und hatte so seine Macht verteidigt oder sie neu etabliert, nachdem, ob er Prätendant oder Landesherr gewesen war. In der Geschichtsschreibung wird in der Regel der gescheiterte Usurpator als solcher betitelt, da der Erfolgreiche als neuer legitimer Herrscher in die Annalen einging. Die Usurpation war auch vor dem Übergang vom Prinzipat zum Dominat etwa im 3. Jahrhundert ein durchaus probates Mittel die Herrschaftsverhältnisse zu eigenen Gunsten zu verändern. Usurpatoren waren meist charismatische Militärs oder in der Erbfolge weniger berücksichtigte Angehörige der Herrscherfamilie, die vormals oft in Diensten des späteren Konkurrenten standen und damit schon eine breite Basis an Akzeptanz und Ansehen verfügten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach der Sinnhaftigkeit des Konflikts zwischen Theodosius I. und Maximus sowie die methodische Herangehensweise unter Einbezug antiker Quellen vor.

2. Die Usurpation: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Usurpation im antiken Kontext und beleuchtet die spezifischen Rahmenbedingungen, die solche Machtübernahmen in der Spätantike begünstigten.

3. Historische Einordnung: Hier werden die politischen Verhältnisse unter Valentinian I. und Gratian analysiert, die den Nährboden für die Ereignisse des Jahres 383 bereiteten.

4. Die Usurpation des Maximus: Dieser Hauptteil widmet sich detailliert dem Aufstieg, der Herrschaftszeit und dem militärischen Ende des Magnus Maximus sowie der strategischen Zurückhaltung von Theodosius I.

5. Fazit: Das Fazit schließt mit der Einschätzung, dass der Krieg gegen Maximus möglicherweise eine verpasste Chance für eine stabilere Herrschaft im Westen war und unnötige Ressourcen band.

Schlüsselwörter

Magnus Maximus, Theodosius I., Usurpation, Spätantike, Imperium Romanum, Herrschaftslegitimation, Bürgerkrieg, Militärgeschichte, Westreich, Ostreich, Gratian, Valentinian II., politische Stabilität, Machtwechsel, Antike

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die politische und militärische Krise im römischen Reich während der Regierungszeit von Theodosius I. durch die Usurpation des Magnus Maximus.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Machtstrukturen der Spätantike, die Rolle des Militärs bei der Herrschaftsbestätigung und die Auswirkungen von Usurpationen auf die Stabilität der Reichshälften.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Es wird der Frage nachgegangen, ob der bewaffnete Konflikt zwischen Theodosius I. und Maximus unvermeidbar war oder ob eine dauerhafte Koexistenz eine bessere Alternative für den Erhalt des Westreichs dargestellt hätte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Analyse zeitgenössischer antiker Quellen wie Ammianus Marcellinus, Zosimus und Panegyriker, die kritisch miteinander in Bezug gesetzt werden.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die biographische Betrachtung von Maximus, die Analyse seines Aufstiegs, die diplomatischen und militärischen Reaktionen des Theodosius sowie die letztendliche militärische Entscheidung.

Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Usurpation, Machtlegitimation, spätantike Krisen, imperiale Strategie und römische Religionspolitik definieren.

Welche Rolle spielte die Religion bei der Bewertung des Maximus?

Maximus wurde sowohl von christlichen Autoren als auch im Kontext der heidnischen Reaktionen auf die Politik der Kaiser unterschiedlich wahrgenommen, was seine Herrschaft als "guter Katholik" oder "Staatsverbrecher" ambivalent erscheinen lässt.

Welches Fazit zieht der Autor zur militärischen Entscheidung von Theodosius?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Sieg über Maximus zwar kurzfristig die imperiale Macht festigte, aber den Westen langfristig schwächte und die Grenze für spätere Krisen anfälliger machte.

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Details

Titel
Die innere Krise unter Theodosius I.
Untertitel
Zu bewältigendes Überl oder verpasste Chance?
Hochschule
Universität Rostock  (Historisches Institut)
Note
1,0
Autor
Felix Förster (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
21
Katalognummer
V213024
ISBN (eBook)
9783656413073
ISBN (Buch)
9783656414551
Sprache
Deutsch
Schlagworte
krise theodosius überl chance
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felix Förster (Autor:in), 2010, Die innere Krise unter Theodosius I., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213024
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Leseprobe aus  21  Seiten
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