Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Romance Studies - Spanish Studies

Intonation im Spanischen

Title: Intonation im Spanischen

Seminar Paper , 2003 , 13 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Ralf Borrmann (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die folgende Arbeit wird sich mit dem weiten Thema der Intonation, speziell der spanischen Intonation des Kastilischen, so wie es in den mittleren und ge hobenen Bevölkerungsschichten Madrids gesprochen wird, beschäftigen. Ausgeklammert bleiben die verschiedenen Varietäten des Spanischen und ihre natürlich andere Intonation. Schon bei kurzer Betrachtung dieses Komplexes wird klar, dass die Intonation Träger vielfältiger Informationen ist, die zum Teil sprachspezifisch sind. Als wichtiger Teil der lautsprachlichen Kommunikation baut die Intonation auf die aus Beschränkungen unserer Artikulations- und Wahrnehmungsstrukturen hervorgehende Silbenstruktur auf. Schallstarke und schallarme Elemente wechseln sich während einer Äußerung ab, d.h. wir bevorzugen auditive Kontraste. Diese Anordnung der Silben ist Grundlage für die Akzentuierung, da nur ganze Silben akzentuiert werden. Elemente der Sprache, wie Silbenstruktur, Akzent und Intonation werden als Prosodie zusammengefasst, oder auch als Suprasegmentalia bezeichnet, da sie nicht am Einzellaut festgemacht werden können. Eine eingehende Analyse der Intonation einer Sprache muss deren Tiefenstruktur sowie Abstraktionen der vielfältigen Tonverläufe berücksichtigen. Dabei werfen sich notwendigerweise Fragen zur Gliederung der Intonation, ihrer Funktion und Formen auf.

In der Forschungsdiskussion wird der Intonation ein hoher Stellenwert beigemessen. Es sind zahlreiche Publikationen zu diesem Thema erschienen, besonders eingehend haben sich Navarro Tomás1 und Quilis2 mit der spanischen Intonation beschäftigt. Darüber hinaus geben Meisenburg / Selig in Phonetik und Phonologie des Französischen eine allgemeine Charakterisierung der Intonation an, die sehr eingängig ist. In Kapitel zwei dieser Arbeit werden Definitionen der Intonation angegeben, physiologische und psychologische Grundlagen derselben in Kapitel drei dargelegt, die verschiedenen Funktionen der Intonation in Kapitel 4 hervorgehoben und innerhalb des fünften Kapitels auf verschiedene Formen nach Navarro Tomás bzw. Quilis

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkung

2. Definition der Intonation

3. Grundlagen der Intonation

3.1 Physikalische und physiologische Grundlagen

3.2 Intonationsstruktur

4. Notation

5. Funktion der Intonation

6. Intonationsformen( Navarro Tomás)

6.1 Aussagesatz

6.2 Parenthese

6.3 Aufzählung

6.4 Fragesatz

6.5 Befehl, Interjektion, Bitte

7. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die spanische Intonation, wobei der Fokus auf dem Kastilischen liegt, wie es in den mittleren und gehobenen Bevölkerungsschichten Madrids gesprochen wird. Ziel der Arbeit ist es, ein grundlegendes Verständnis für die funktionale Rolle der Intonation, deren phonetische Grundlagen sowie verschiedene intonatorische Ausdrucksformen auf Basis der Forschung von Navarro Tomás und Quilis zu vermitteln.

  • Physikalische und physiologische Grundlagen der menschlichen Stimmbildung und Intonation.
  • Strukturelle Analyse der Intonation als Teil der Prosodie und Suprasegmentalia.
  • Methoden der Notation von Intonationsverläufen in der spanischen Sprache.
  • Funktionale Aspekte der Intonation, insbesondere zur Abgrenzung von Sinneinheiten und Satzmodi.
  • Klassifizierung spezifischer Intonationsformen bei Aussagen, Fragen und affektiven Äußerungen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Physikalische und physiologische Grundlagen

Beim Sprechen geben wir jeder Äußerung ähnlich wie beim Singen eine Art Melodie. Dabei werden jedoch nicht wie beim Singen feste Tonabstände eingehalten, sondern es entsteht eine geschwungene Tonkurve, die natürlich für jede Äußerung persönlich variabel ist. „Auf physikalischer Ebene entspricht die Tonhöhe der Grundfrequenz der stimmhaften Abschnitte des akustischen Sprachsignals, die den Zeitverlauf des periodischen Schließens der schwingenden Stimmlippen widerspiegelt.“ Im Laufe einer akustischen Äußerung ist nicht die absolute Tonhöhe relevant; sondern vielmehr die Form der Tonkurve in Relation zur Grundfrequenz des Sprechers.

Aus physiologischer Sicht ist folgendes zu bemerken. Die menschliche Stimme besteht im Prinzip aus einem Motor (Lunge), einem Schwingungserzeuger (Stimmlippen) und einem Resonanzraum (Kehlkopf, Rachen und Nasenhöhle).

Die zwischen der Innenfläche des Schildknorpels und den Stellknorpeln aufgespannten Stimmlippen bestehen aus zopfartig verflochtenem Muskelgewebe (M. vocalis) und an ihren inneren Rändern aus dehnbaren Membranen (Stimmbänder). Der Raum zwischen den Stimmlippen wird als Stimmritze (Glottis) bezeichnet. Oberhalb der Stimmlippen befinden sich faltenartige Vorwölbungen, die Taschenfalten, die jedoch nur wenig zur Stimmgestaltung beitragen. Wie entsteht aber jetzt in diesen – doch recht komplizierten – anatomischen Strukturen eine Schwingung im hörbaren Bereich? Um einen Ton zu erzeugen, werden die Stimmlippen am Beginn der Ausatemphase verschlossen, und die aus der Lunge ausströmende Luft erzeugt unterhalb der Stimmlippen einen Überdruck, der aber nur wenig, etwa 1%, über dem äußeren Luftdruck liegt.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorbemerkung: Einführung in die Thematik der spanischen Intonation und die methodische Herangehensweise der Arbeit.

Definition der Intonation: Klärung des Begriffs der Intonation sowohl im weiteren als auch im engeren Sinne unter Einbeziehung verschiedener wissenschaftlicher Definitionen.

Grundlagen der Intonation: Darstellung der physikalischen Bedingungen der Stimmbildung sowie der strukturellen Merkmale der Intonationseinheiten.

Notation: Vorstellung verschiedener Standards zur grafischen und nummerischen Erfassung von Tonhöhenverläufen im Spanischen.

Funktion der Intonation: Erläuterung der Bedeutung der Intonation für die Gliederung von Sinneinheiten, die Unterscheidung von Satzmodi und den Ausdruck von Emotionen.

Intonationsformen( Navarro Tomás): Detaillierte Betrachtung spezifischer Satzmelodien nach dem Modell von Navarro Tomás, unterteilt in verschiedene Kategorien.

Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der untersuchten Forschungsansätze und deren gegenseitige Validierung.

Schlüsselwörter

Spanisch, Intonation, Phonetische Grundlagen, Suprasegmentalia, Sprechmelodie, Satzmodi, Grundfrequenz, Stimmlippen, Navarro Tomás, Quilis, Phonologie, Artikulation, Prosodie, Tonhöhenverlauf, Intonationsmorphem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Intonation des Kastilischen, der im Madrider Raum gesprochenen Standardvarietät des Spanischen, und untersucht deren funktionale und strukturelle Aspekte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die physiologischen Grundlagen der Lauterzeugung, die systematische Einteilung von Intonationsmustern sowie die semantische und syntaktische Bedeutung der Sprechmelodie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Basis des aktuellen Wissens zur spanischen Intonation darzulegen und die Ansätze maßgeblicher Forscher wie Navarro Tomás und Quilis in einer strukturierten Übersicht zusammenzuführen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und den Vergleich etablierter theoretischer Ansätze zur Phonetik und Phonologie des Spanischen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Begriffs, die physikalischen Voraussetzungen, die Notation sowie die spezifische Analyse von Intonationsformen für Aussagen, Fragen und andere Sprechakte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Intonation, Prosodie, Grundfrequenz, Satzmodus und die spezifische Klassifikation nach Navarro Tomás.

Warum spielt die Intonation im Spanischen eine besonders wichtige Rolle für die Satzbedeutung?

Im Gegensatz zum Deutschen nutzt das Spanische die Intonationskontur als distinktives Merkmal, um zwischen Frage- und Aussagesätzen zu unterscheiden, da sich die Wortstellung oft nicht verändert.

Wie unterscheidet sich die absolute von der relativen Frage?

Die absolute Frage verlangt eine Ja/Nein-Antwort und zeichnet sich durch ein anfängliches Steigen und ein finales Ansteigen aus, während die relative Frage durch ein sofortiges Abfallen der Tonhöhe nach einer anfänglichen Hebung charakterisiert ist.

Excerpt out of 13 pages  - scroll top

Details

Title
Intonation im Spanischen
College
Dresden Technical University  (Romanistik)
Course
Proseminar: Einführung in die spanische Phonetik und Phonologie
Grade
2,7
Author
Ralf Borrmann (Author)
Publication Year
2003
Pages
13
Catalog Number
V21308
ISBN (eBook)
9783638249553
ISBN (Book)
9783640902910
Language
German
Tags
Intonation Spanischen Proseminar Einführung Phonetik Phonologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ralf Borrmann (Author), 2003, Intonation im Spanischen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21308
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  13  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint