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Die "rîterschaft" in Hartmann von Aue`s "Gregorius"

Titel: Die "rîterschaft" in Hartmann von Aue`s "Gregorius"

Seminararbeit , 2013 , 16 Seiten

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Zu Beginn dieser Arbeit soll der Tugendenkatalog des Großvaters des Protagonisten der Untersuchungsgegenstand sein, da sich hier der adelige Sohn am Sterbebett des Landesherrn verpflichtet, die höfischen Verhaltensweisen einzuhalten weil dies der Sicherung der Herrschaft dient. Da die demonstrative Darstellung einer Machtposition eng verbunden ist mit dem Ritterdasein, scheint es lohnenswert zu sein, auch das höfische Leben zu beleuchten. Im zweiten Teil meiner Untersuchungen soll das Gespräch zwischen clericus und miles analysiert werden, um die Argumentation sowohl des Abtes als auch insbesondere von Gregorius anzuführen und ihre Stichhaltigkeit zu prüfen. In diesem Dialog wird als Ergebnis zwar keine eindeutige Stellungnahme des Erzählers deutlich, jedoch kann Gregorius Vorstellung der ritterlichen Lebensform erkannt werden. Im nächsten Verlauf der Untersuchungen, werden die höfischen Merkmale vertiefter betrachtet, mit den Unterkategorien „schônheit“, „Die Ausbildung zum rîter“ und „rîterschaft“. Da die schônheit des Protagonisten häufiger genannt wird, scheint sie von Bedeutung zu sein und weist auch explizit auf seine edle Abstammung hin, die ihm zudem selbst im Kindesalter auf der Klosterinsel einen Sonderstatus einbringt. Kern und Ziel der wissenschaftlichen Arbeit soll sein, die Ritterschaft im Gregorius intensiv zu beleuchten, sodass nach einigen hinführenden Aspekten, mit den beiden vorletzten Gliederungspunkten der Höhepunkt der Untersuchung thematisiert werden soll. Dies ist insofern außergewöhnlich anders, da keine klassische Ausbildung in dem Sinne stattfindet, sondern diese viel mehr gedanklich seiner Phantasie entspringt. Eigenverantwortlich möchte er sein bequemes Leben im Kloster aufgeben, es gegen ein mühevolles und auf die Probe gestelltes Ritterdasein tauschen, um so die Sünde seiner Eltern und dadurch die seinige zu bereinigen und sich selbst zu finden. Mein Fazit wird zusammenfassend reflektieren, ob es Gregorius gelungen ist in der rîterschaft sein Glück zu finden und hier zu berücksichtigen, wie im Vergleich zum ihm, der Ritter realhistorisch tatsächlich ausgebildet wurde bzw. die Wirklichkeit mit der Darstellung der Ritterschaft hier in der mittelalterlichen Literatur in Ansätzen zu vergleichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Tugendenkatalog des Vaters

3. Die Analyse des textimmanenten Streitgesprächs zwischen clericus und miles

4. Höfische Elemente

4.1. Schônheit

4.2 Die Ausbildung zum rîter

4.3 rîterschaft

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung der „rîterschaft“ in Hartmann von Aues Werk „Gregorius“. Ziel ist es zu analysieren, ob es sich dabei um ein historisch akkurates Ritterschaftsideal handelt oder ob eine idealtypische bzw. reformierende Form des Rittertums im Sinne einer erzieherischen Darstellung vorliegt.

  • Analyse des Tugendenkatalogs des Vaters als Grundlage höfischen Verhaltens
  • Untersuchung des Streitgesprächs zwischen clericus und miles
  • Betrachtung höfischer Merkmale wie Schönheit und Ausbildung zum Ritter
  • Vergleich literarischer Ideale mit realhistorischen Ritterkonzepten
  • Reflektion der „rîterschaft“ als Weg zur Sühne und persönlichen Identitätsfindung

Auszug aus dem Buch

2. Der Tugendenkatalog des Vaters

Als der Landesherr im Sterbebett liegt, ruft er seine engen Vertrauten sowie Untertanen zu sich, um ein letztes Mal seine Herrschaftsposition zu demonstrieren. Hiermit wird, mehr oder weniger öffentlich bezeugt, seine Nachfolge in Person seines noch unmündigen Sohnes bestimmt. Die Gegenwart seiner Vasallen ist hier von enormer Bedeutung, da dieser Schachzug die Herrschaft weiterhin sichert und die Öffentlichkeit daran Teilhabe hat. Da der Vater seinem Kind aber nicht nur die Verantwortung des Landes übergibt, sondern auch die von allen anerkannten und somit verpflichtenden Tugenden, sind hier die letzten Richtlinien seiner Erziehungsphilosophie zum richtigen, höfischen Verhalten sehr bedeutend:

er sprach: „sun, nû wis gemant daz dû behaltest mêre die jungisten lêre die dir dîn vater taete. wis getriuwe, wis staete, wis milte, wis diemüete, wis vrevele mit güete.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsdiskussion um Hartmann von Aues „Gregorius“ ein und stellt die zentrale Fragestellung nach der Darstellung der Ritterschaft sowie deren Deutung durch die Forschung vor.

2. Der Tugendenkatalog des Vaters: Das Kapitel analysiert die Sterbebett-Szene und die darin enthaltenen normativen Tugendempfehlungen des Vaters an den Sohn als Basis höfischen Herrschaftsverständnisses.

3. Die Analyse des textimmanenten Streitgesprächs zwischen clericus und miles: Hier wird der Dialog zwischen dem Abt und Gregorius untersucht, in dem dieser den Wunsch äußert, das klösterliche Leben gegen das Rittertum einzutauschen.

4. Höfische Elemente: Dieser Abschnitt beleuchtet die Verbindung zwischen inneren Tugenden und äußerer Erscheinung sowie die Bedeutung von Schönheit und Ausbildung im höfischen Kontext.

4.1. Schônheit: Dieses Kapitel betrachtet Schönheit als höfisches Ideal, das in der Literatur als Indikator für einen edlen Charakter und adlige Abstammung fungiert.

4.2 Die Ausbildung zum rîter: Es wird analysiert, dass die ritterliche Ausbildung bei Gregorius nicht klassisch durch praktische Waffenübungen erfolgt, sondern eher auf einer geistig-ideellen Ebene stattfindet.

4.3 rîterschaft: Dieses Kapitel untersucht Gregorius' Entscheidung für die „Gottesritterschaft“ als bewussten Akt, um durch Taten Sühne zu leisten und gesellschaftliche Ideale zu verkörpern.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Hartmann von Aue eine zwar idealisierte, aber in sich schlüssige Darstellung des ritterlichen Ethos entwirft, die als erzieherisches Modell zu verstehen ist.

Schlüsselwörter

Gregorius, Hartmann von Aue, Ritterschaft, rîterschaft, höfische Literatur, Tugenden, vita carnalis, vita spiritualis, miles, clericus, ritterliches Tugendideal, Mittelalter, ritterliche Erziehung, Gottesritterschaft, höfische Legende.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die literarische Darstellung der Ritterschaft in Hartmann von Aues Werk „Gregorius“ unter Berücksichtigung verschiedener forschungstheoretischer Positionen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf Tugendkataloge, das Verhältnis von weltlichem Rittertum zur geistlichen Lebensführung sowie die Ausbildung und Identitätsentwicklung des Protagonisten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Gregorius eine idealisierte oder eine realhistorisch orientierte Darstellung des Rittertums bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse des textimmanenten Streitgesprächs und den Vergleich mit historischen sowie literarischen Quellen zur Interpretation der Ritterideale.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Tugendenkatalog, die Dialoge zwischen Abt und Gregorius sowie die Aspekte der Schönheit und Ausbildung im ritterlichen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Ritterschaft, Tugendadel, Gregorius, Gottesritterschaft und das Spannungsfeld zwischen weltlichem und geistlichem Leben.

Wie unterscheidet sich die Ausbildung des Gregorius von anderen literarischen Rittern?

Im Gegensatz zu klassischen Rittern findet seine Ausbildung nicht durch praktische Waffenübungen oder an einem Hof statt, sondern entsteht primär in seiner Gedankenwelt.

Wie bewertet die Arbeit die These von der „antiritterlichen“ Legende?

Die Arbeit stimmt dieser These nach einer detaillierten Analyse der Textstellen nicht zu, da der Erzähler sowohl das geistliche als auch das ritterliche Leben positiv zeichnet.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die "rîterschaft" in Hartmann von Aue`s "Gregorius"
Hochschule
Universität Bayreuth
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
16
Katalognummer
V213096
ISBN (eBook)
9783656411239
ISBN (Buch)
9783656412564
Sprache
Deutsch
Schlagworte
hartmann aue`s gregorius
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2013, Die "rîterschaft" in Hartmann von Aue`s "Gregorius", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213096
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Leseprobe aus  16  Seiten
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