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Regulativer Wettstreit (EU)

Title: Regulativer Wettstreit (EU)

Essay , 2004 , 6 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Kirstie Raby (Author)

Politics - Topic: European Union
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Summary Excerpt Details

Die europäische Integration vereinheitlicht viele politische Bereiche,
jedoch sind noch zahlreiche Regulierungen in ihrem Inhalt, Form oder
Intensität sehr unterschiedlich in den einzelnen Mitgliedstaaten der
Europäischen Union. Diese Bemerkung betrifft insbesondere die
Umweltregulierungen, bei denen das Gefälle ganz besonders groß ist.
Dies bedeutet aber nicht, dass die EU in diesem Bereich untätig ist,
und das geschieht gerade bei dem Versuch diese europäische
Regulierungspolitik zu bestimmen, dass die Mitgliedstaaten
miteinander konkurrieren. Im Rahmen dieses Wettstreites werden
verschiedene Strategien von den verschiedenen Mitgliedstaaten
adoptiert, die teilweise themenabhängig sind.
Es besteht eine Kausalverbindung zwischen dem Entwicklungsstand
der Länder und ihrem Niveau von Regulation, daher also auch ihre
Neigung, in der ersten Phase des Politikprozesses zu handeln oder
nicht, das heißt die Politik auf der EU-Ebene zu bestimmen oder nicht.
Die Länder, die als erste handeln, sind meist Länder, die schon ein
hohes Niveau von Regulierung erreicht haben. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

REGULATIVER WETTSTREIT: Worum konkurrieren die Mitgliedstaaten und welche Folgen hat dieser regulative Wettstreit für die EU Politik?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Dynamik des regulativen Wettbewerbs innerhalb der Europäischen Union und analysiert, wie unterschiedliche Mitgliedstaaten ihre nationalen Regulierungsinteressen auf die europäische Ebene übertragen. Im Fokus steht dabei die Frage, wie dieser Wettbewerb die EU-Politikgestaltung beeinflusst und welche strategischen Vorteile sich insbesondere für hochregulierte Staaten durch die Harmonisierung von Standards ergeben.

  • Strategien zur Durchsetzung nationaler Standards (Hochladen vs. Herunterladen von Politiken)
  • Die Rolle der Mitgliedstaaten als "First Mover" im europäischen Integrationsprozess
  • Einflussnahme auf das Initiativmonopol der Europäischen Kommission
  • Wirtschaftliche und wahlkampfpolitische Motive nationaler Regierungen
  • Implikationen der "Leaders / Laggers"-Dynamik für wirtschaftlich schwächere Mitgliedstaaten

Auszug aus dem Buch

Die Strategie der hochregulierten Staaten

Das Ziel wird aber unterschiedlich verfolgt und es ist hier relevant, zwischen hochregulierten und weniger regulierten Staaten zu unterscheiden. Die Regulierungspolitik kann als ein Zwei-Wege Prozess betrachtet werden. Die zwei Teile dieses Prozesses sind ausschlaggebend für die Wahl eines bestimmten Verhaltens im Rahmen dieses Wettbewerbes. Die Strategie der hochregulierten Staaten besteht nämlich aus einem „Hochladen“ auf europäische Ebene von eigenen nationalen Politiken und aus einem daher vorteilhaft „Herunterladen“ auf nationale Ebene der entsprechenden Politiken. Die hochregulierten Staaten sind "first mover", das heißt, dass sie als Erste beim „Hochladen“ von Politiken handeln, weil sie es wollen und können. Sie haben ein Interesse daran, als Erste zu handeln, weil sie schon in der Entwicklung voraus sind, wollen also deswegen auch, dass die anderen auch in der Regulierungsentwicklung voran gehen, weil sich durch diesen Vorsprung kein Vorteil, sondern Nachteile ergeben.

Sie können dies, im Gegenteil zu den anderen, weil sie über vorhandene Fähigkeiten und Experten verfügen, um die Kommission, die das Initiativmonopol besitzt, zu beeinträchtigen und um dadurch die Politik auf der Ebene der Gemeinschaft richtig beeinflussen zu können. Mit anderen Worten: die Strategie dieser Gruppe von Mitgliedstaaten ist, die Kosten der Umsetzung gemeinschaftlicher Politiken dadurch zu verringern, dass ihre bestehende Regulation (was den Inhalt, die Quantität, die Intensität und die Form betrifft) auf die europäische Ebene übertragen wird (das heißt, die Übereinstimmung von dem, was hoch- und was heruntergeladen wird).

Zusammenfassung der Kapitel

REGULATIVER WETTSTREIT: Worum konkurrieren die Mitgliedstaaten und welche Folgen hat dieser regulative Wettstreit für die EU Politik?: Das Kapitel erläutert die Grundkonflikte zwischen den EU-Mitgliedstaaten hinsichtlich ihres unterschiedlichen Regulierungsniveaus und skizziert die daraus resultierende Wettbewerbsdynamik bei der Gestaltung europäischer Umweltpolitik.

Schlüsselwörter

Regulativer Wettbewerb, Europäische Integration, EU-Politik, Hochregulierte Staaten, First Mover, Regulierungspolitik, Harmonisierung, Wettbewerbsnachteile, Umweltpolitik, Interessenvertretung, Europäische Kommission, Integrationsprozess, Politische Strategie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den regulativen Wettbewerb innerhalb der EU, bei dem Mitgliedstaaten versuchen, ihre nationalen Regulierungsstandards auf europäischer Ebene durchzusetzen, um wirtschaftliche Vorteile zu erlangen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Strategien des "Hochladens" und "Herunterladens" von Politiken, der Einfluss auf EU-Institutionen und die wirtschaftlichen Folgen für weniger regulierte Mitgliedstaaten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzudecken, warum wirtschaftlich starke Staaten aktiv versuchen, ihre hohen Standards zu exportieren, und welche Auswirkungen dies auf den gesamten europäischen Integrationsprozess hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein politikwissenschaftlicher Analyseansatz gewählt, der die Interaktion zwischen nationalen Interessen und europäischen Entscheidungsprozessen als strategischen Wettbewerb interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die unterschiedlichen Strategien von hoch- und niedrigregulierten Staaten, das Machtungleichgewicht in der Verhandlungsführung und die Rolle öffentlicher Meinung bei der Entstehung von Umweltnormen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Regulativer Wettbewerb, Integrationsprozess, First Mover, Interessenvertretung und Harmonisierung zusammenfassen.

Wie unterscheidet sich die Strategie der "First Mover" von anderen Staaten?

Hochregulierte Staaten nutzen ihre Expertenkapazitäten und ihren Wissensvorsprung, um die Europäische Kommission frühzeitig zu beeinflussen, während niedrigregulierte Staaten primär eine Blockadehaltung einnehmen, um ihre nationale Wirtschaft vor zusätzlichen Kosten zu schützen.

Welche Bedeutung hat die Osterweiterung für das untersuchte Modell?

Die Arbeit stellt in Frage, ob das bisherige Modell des regulativen Wettbewerbs und der Packetlösungen angesichts des großen ökonomischen Gefälles zwischen Alt- und Neumitgliedern in Zukunft wirtschaftlich noch sinnvoll und umsetzbar ist.

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Details

Title
Regulativer Wettstreit (EU)
College
Free University of Berlin  (Europäisches Zentrum für Staatswissenschaft und Staatspraxis)
Course
Die EU als politische Gemeinschaft
Grade
2,0
Author
Kirstie Raby (Author)
Publication Year
2004
Pages
6
Catalog Number
V21310
ISBN (eBook)
9783638249577
Language
German
Tags
Regulativer Wettstreit Gemeinschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kirstie Raby (Author), 2004, Regulativer Wettstreit (EU), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21310
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