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Psychologische Literatur - Psychologische Grundlagen der Figurenzeichnung im Schaffen Patrick Süskinds

Titel: Psychologische Literatur - Psychologische Grundlagen der Figurenzeichnung im Schaffen Patrick Süskinds

Bachelorarbeit , 2011 , 43 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Alexander Kiensch (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit seinem Roman "Das Parfum" hat Patrick Süskind Weltruhm erlangt. Von diesem in der Presse gefeierten und in der Literaturwissenschaft vielfach analysierten Werk abgesehen, hat er aber auch eine Reihe von Novellen verfasst, die in der Untersuchung von Süskinds Schaffen weit weniger beachtet werden.
Diese Bachelorarbeit setzt sich mit Süskinds Novellen "Die Taube", "Der Kontrabaß" und "Die Geschichte von Herrn Sommer" auseinander, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf die Verflechtung psychologischer Konstrukte mit literarischen Techniken gelegt wird. So lassen sich besonders an den Texten "Die Taube" und "Der Kontrabaß" tiefenpsychologische Tendenzen im Text nachweisen. Damit versucht die Arbeit, einen Bogen zwischen den beiden Disziplinen Psychologie und Literatur zu schlagen - wie kommen psychologische Inhalte in der Literatur zur Anwendung? Eine Antwort darauf versucht diese Arbeit zu geben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Werk

2.1 Texte vor Das Parfum

2.2 Texte nach Das Parfum

3. Fallanalysen

3.1 Der Kontrabaß

3.1.1 Figurencharakterisierung

3.1.2 Literarische & psychologische Aspekte

3.2 Die Taube

3.2.1 Figurencharakterisierung

3.2.2 Literarische & psychologische Aspekte

4. Vergleichende Analyse

4.1 Kontinuitäten im Werk

4.2 Unterschiede & Entwicklungen

5. Zusammenfassende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologische Situierung der Roman-, Novellen- und Dramenfiguren von Patrick Süskind, wobei das Ziel darin besteht, die Anwendung psychologischer Theorien in deren Charakterisierung aufzuzeigen und intertextuelle Kontinuitäten sowie Entwicklungen im Schaffen des Autors herauszuarbeiten.

  • Analyse der Figurenpsychologisierung durch tiefenpsychologische Modelle
  • Intertextueller Vergleich zwischen den Werken "Der Kontrabaß", "Das Parfum" und "Die Taube"
  • Untersuchung der Bedeutung von Einsamkeit und sozialer Isolation
  • Bedeutung narrativer Techniken für die psychologische Darstellung
  • Evolution der Erzählstrategien und symbolischen Auflösungen bei Süskind

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Figurencharakterisierung

Der Übersichtlichkeit und einer möglichst textnahen und detaillierten Charakterisierung der Hauptfigur wegen, dürfte es wohl angebracht sein, den Text nun systematisch durchzugehen und für die Interpretation bedeutende Stellen herauszudestillieren.

Wie bereits erwähnt, verhindert der Text durch seine bloße formale Beschränktheit eine eindeutige oder offensichtliche Figurencharakteristik. Der größte Teil dessen, was der Leser über den Protagonisten herauszufinden vermag, versteckt sich in den Monologen der Figur.

Bis auf wenige Ausnahmen, in denen die Regieanweisungen Hinweise auf eine figurenmetaphysische Einstellung gegenüber des Kontrabassisten geben. Doch selbst diese Hinweise erweisen sich als sehr subtil: „Jemand summt mit. […] Eine Flasche wird geöffnet, der Jemand schenkt sich ein Bier ein.“ (DK, 7) Die Bezeichnung der zentralen Figur des Textes als eines bloßen Jemand scheint bei aller Beiläufigkeit schon beinahe eine Beurteilung des impliziten Erzählers über die Person, der er das Wort zu erteilen begriffen ist. Diese Beiläufigkeit, mit der die erste Vorstellung des Protagonisten hier geschieht, ist dabei keinesfalls misszuverstehen: So schreibt Frank Degler über „Süskinds schriftstellerische Präzision (die ihn über jeden Trivialitätsverdacht erhebt)“17, sie offenbare sich gerade in dieser Detailversessenheit, dank der solch kleine, beim ersten Lesen leicht zu übersehende Hinweise zu Schlüsselworten seiner Texte werden können. Dies wird durch eine weiter gehende Analyse des Textes untermauert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den massiven Erfolg von Patrick Süskinds Roman „Das Parfum“ und führt die zentrale Forschungsfrage nach der psychologischen Charakterisierung von Süskinds Figuren in Dramen und Novellen ein.

2. Das Werk: Dieses Kapitel bietet einen biografischen Abriss sowie eine Übersicht über Süskinds Schaffen, unterteilt in die Phasen vor und nach der Veröffentlichung von „Das Parfum“.

3. Fallanalysen: Hier werden „Der Kontrabaß“ und „Die Taube“ detailliert analysiert, wobei der Fokus auf den erzähltechnischen Verfahren zur psychologischen Charakterisierung der Protagonisten liegt.

4. Vergleichende Analyse: Das Kapitel vergleicht die untersuchten Texte hinsichtlich thematischer Kontinuitäten und formaler Entwicklungen, insbesondere im Hinblick auf ihre psychologische Fundierung und die Auflösung der Handlungen.

5. Zusammenfassende Betrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Süskinds Werke tief in psychologischen Erklärungsmodellen verwurzelt sind, wobei eine Entwicklung zu immer komplexeren Darstellungsweisen erkennbar ist.

Schlüsselwörter

Patrick Süskind, Der Kontrabaß, Die Taube, Das Parfum, Psychologie, Tiefenpsychologie, Figurenpsychologisierung, Einsamkeit, Isolation, Erzähltechnik, Postmoderne, Symbolik, Literaturwissenschaft, Charakterisierung, Neurose.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die psychologische Tiefe der Hauptfiguren in ausgewählten Werken von Patrick Süskind und deren Einordnung in psychologische Theoriegebäude.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Einsamkeit, soziale Isolation, die Suche nach Sinn sowie die psychologische Ausgestaltung von Lebenskrisen innerhalb der literarischen Texte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, wie Süskind tiefenpsychologische Modelle nutzt, um seine Figuren zu charakterisieren, ohne dabei auf explizite psychologische Nomenklatur zurückzugreifen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die intertextuelle Vergleiche sowie eine Untersuchung narrativer Strukturen und Symbole umfasst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden „Der Kontrabaß“ und „Die Taube“ als Fallbeispiele herangezogen, um die Figurencharakterisierung und das Zusammenspiel von Literatur und Psychologie zu analysieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Figurenpsychologisierung, Einsamkeit, Tiefenpsychologie, Erzähltechnik und symbolische Auflösung.

Warum fungiert „Das Parfum“ als zentraler Angelpunkt?

Der Roman dient als zeitlicher und inhaltlicher Referenzpunkt, um die Entwicklung der Erzähltechnik und der psychologischen Darstellung in den Werken davor und danach besser einordnen zu können.

Inwiefern unterscheidet sich die Darstellung in „Der Kontrabaß“ von der in „Die Taube“?

„Der Kontrabaß“ arbeitet mit einem direkten Monolog und reflektiert das psychologische Modell der Psychoanalyse, während „Die Taube“ eher durch minutiöse, subtile Beschreibungen der Handlungen und innere Wahrnehmungsnähe überzeugt.

Welche Rolle spielt die Einsamkeit in der Charakterentwicklung?

Die Einsamkeit wird als maßgeblicher Faktor dargestellt, der die Protagonisten dazu bringt, sich in ritualisierte Alltagroutinen oder Ersatzbeziehungen zu flüchten, was letztlich ihre psychische Neurose manifestiert.

Ende der Leseprobe aus 43 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Psychologische Literatur - Psychologische Grundlagen der Figurenzeichnung im Schaffen Patrick Süskinds
Hochschule
Universität Leipzig
Note
2,0
Autor
Alexander Kiensch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
43
Katalognummer
V213258
ISBN (eBook)
9783656430339
ISBN (Buch)
9783656439028
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Der Kontrabaß Patrick Süskind Psychologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Kiensch (Autor:in), 2011, Psychologische Literatur - Psychologische Grundlagen der Figurenzeichnung im Schaffen Patrick Süskinds, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213258
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  43  Seiten
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