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Die Erfindung der Kernwaffen und Suche nach einer Strategie

Welches Strategiedilemma brachte die Erfindung der Kernwaffen mit sich?

Titel: Die Erfindung der Kernwaffen und Suche nach einer Strategie

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 24 Seiten , Note: 2.0

Autor:in: Özgür Yildirim (Autor:in)

Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

[...]
Die Atombombe wurde 1945 in den USA erfunden und wenig später auch eingesetzt. Der
Abwurf von Atombombe auf Hiroshima und Nagasaki war der einzige Einsatz der Atombombe
in einem Krieg. Dieser Einsatz machte klar wozu die neue Waffe fähig war. Kein militärisches
Mittel war von solch großer Bedeutung wie die Atombombe. Doch die Geschichte
zeigte, dass eine Macht, die kein Ziel hat, den Willen lähmt. Diese Erfahrung machten auch
die USA.
Sie besaßen eine Waffe, die keine andere Nation hatte und mit der sie alle ihre politischen
Ziele verwirklichen konnten. Ob die USA aber die neugewonnene Macht in ihre politischen
Ziele einbinden konnte ist eine andere Frage, denn dafür wird eine entsprechende Strategie
benötigt. Eine Strategie, die die militärische Macht als Mittel mit den passenden (politischen)
Zielen kombiniert. Hierfür bräuchte der Stratege wiederum die Kenntnis über die Wirkung
der neuen Mittel und verbunden damit auch die genauere Formulierung der Ziele, denen diese
Mittel dienen sollten. Im Falle der USA war es lange unklar, ob sie in die Lage kämen, die
Atombombe für ihre Zwecke zu benutzen. Vor diesem Hintergrund lautet die Forschungsfrage
dieser Arbeit:
Welches Strategiedilemma brachte die Erfindung der Kernwaffen mit sich?
Um diese Frage zu beantworten werden als erstes einige Begriffe erläutert, die für das Verständnis
des Themas relevant sind. Anschließend wird auf die Geschichte der Erfindung von
Kernwaffen eingegangen, die sich über dreißig Jahre erstreckt, wobei hier zuerst die Entdeckung
der Kernspaltung und anschließend das Manhattan-Projekt sowie der Einsatz und Gründe
des Einsatzes erläutert werden.
Im dritten Kapitel wird einen detaillierten Blick auf die Kernwaffen geworfen. Sie werden als
strategische und taktische Waffen klassifiziert. In diesem Kapitel wird zum Schluss einen
kurzen Überblick über die wichtigsten Typen gegeben.

Im vierten Kapitel wird das Thema der Strategie behandelt, wobei zuerst auf die Strategie als
Begriff eingegangen wird. Anschließend wird der Prozess des Strategiewandels vor und nach
der Erfindung der Kernwaffen beschrieben. Zum Schluss wird in diesem Kapitel darauf eingegangen,
welche Schwierigkeiten oder Neuigkeiten die neue Waffe mit sich brachte und
warum es für die USA schwer war die Macht der Kernwaffen für ihre Zwecke einzusetzen.
Abschließend wird ein zusammenfassender Blick auf die Arbeit geworfen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Glossar

2. Die Erfindung von Kernwaffen

2.1. Die Entdeckung der Kernspaltung

2.2. Das Manhattan-Projekt

2.3. Der Einsatz der Atombombe

2.4. Gründe des Abwurfs der Atombombe auf Hiroshima und Nagasaki

3. Kernwaffen

3.1. Strategische Kernwaffen

3.2. Taktische Kernwaffen

3.3. Die wichtigsten Bombentypen

4. Suche nach einer Strategie

4.1. Die Strategie als Ziel-Mittel-Relation

4.2. Die Strategiewandlung der USA

4.3. Das Strategiedilemma der USA im Atomzeitalter

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das strategische Dilemma, in das die USA durch die Entwicklung und den Einsatz von Kernwaffen gerieten. Dabei wird analysiert, wie die neue militärische Macht mit politischen Zielen in Einklang gebracht werden konnte und warum die traditionellen Sicherheitsstrategien im Atomzeitalter an ihre Grenzen stießen.

  • Historische Entwicklung der Kernforschung und des Manhattan-Projekts
  • Militärische Klassifizierung von Kernwaffen (strategisch vs. taktisch)
  • Die Bedeutung der Ziel-Mittel-Relation in der Sicherheitsstrategie
  • Gründe und Folgen des Einsatzes der Atombombe gegen Japan
  • Herausforderungen der politischen Strategiefindung im Atomzeitalter

Auszug aus dem Buch

4. 3. Das Strategiedilemma der USA im Atomzeitalter

„In einer Zeit nie zuvor erreichter Stärke müssen wir erkennen, dass Macht, die kein klares Ziel vor sich hat, nur den Willen lähmt.“ (Kissinger 1959: 6).

Wie bereits oben erläutert wurde, benötigt ein Staat um seine politischen Ziele zu verwirklichen eine Strategie, die sich aus der Relation von Ziel und Mittel ergibt. Die Mittel sollen den politischen Zielen dienen. Wichtig ist dabei, dass die politischen Ziele genau definiert werden müssen, allerdings benötigt die Definition der politischen Ziele eine Kenntnis der Wirkung der verfügbaren Mittel. Für die USA war ein neues militärische Mittel präsent, das sie auch am Ende zweiten Weltkrieges eingesetzt hatten. Aber die Mittel waren neu und bis zum Abwurf hatten sie keine Erfahrung damit. Möglicherweise wussten die Amerikaner nicht genau, wozu diese neuen Mittel fähig sind und deswegen konnten sie auch nicht so genau wissen, was sie damit erreichen könnten.

Diese Ungewissheit kann manchmal zu Ergebnissen führen, die unter normalen Umständen nicht passiert wären, wie zum Beispiel der Abwurf der Atombombe auf Hiroshima und Nagasaki. Es könnte darüber spekuliert werden, ob dabei auch die Strategielosigkeit der USA eine Rolle gespielt hatte. Die möglichen Gründe des Abwurfs wurden bereits erläutert, aber ein spekulativer Grund könnte auch sein, dass die Amerikaner ihre neue Mittel einsetzten, weil sie wissen wollten, wozu diese fähig sind. Sie wollten die Kenntnis über die Wirkung der neuen Mittel haben, damit sie überhaupt wissen konnten, welche politischen Ziele diese neuen militärischen Mittel ermöglichen könnten.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Forschungsfrage zum Strategiedilemma der USA nach der Erfindung der Kernwaffen.

1. Glossar: Erläuterung zentraler Fachbegriffe wie Kritische Masse, Kernspaltung und TNT-Äquivalent für das Verständnis der Arbeit.

2. Die Erfindung von Kernwaffen: Detaillierte Darstellung der wissenschaftlichen Entdeckungen und des Manhattan-Projekts bis hin zum Einsatz der Atombomben.

3. Kernwaffen: Klassifizierung der Nuklearwaffen in strategische und taktische Typen sowie Vorstellung verschiedener Bombentechnologien.

4. Suche nach einer Strategie: Untersuchung der theoretischen Ziel-Mittel-Relation und des Scheiterns der USA bei der Integration der neuen nuklearen Macht in ihre Sicherheitsstrategie.

5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Prozesse und der strategischen Herausforderungen im Umgang mit der neuen Waffentechnologie.

Schlüsselwörter

Kernwaffen, Atombombe, Strategie, Ziel-Mittel-Relation, Atomzeitalter, USA, Manhattan-Projekt, Abschreckung, Sicherheitspolitik, Kernspaltung, Nukleare Macht, Strategiedilemma, Militärdoktrin, Rüstungswettlauf, Geopolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das strategische Dilemma der USA nach der Erfindung der Atombombe, also die Schwierigkeit, eine neue, extrem zerstörerische Waffentechnologie in bestehende politische Ziele zu integrieren.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die Geschichte der Kernwaffentechnologie, die Differenzierung zwischen strategischen und taktischen Waffen sowie die theoretische Analyse von Strategie als Ziel-Mittel-Relation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Welches Strategiedilemma brachte die Erfindung der Kernwaffen mit sich?“ Dabei steht die Frage im Zentrum, warum die USA ihre militärische Überlegenheit durch die Atombombe politisch nur schwer nutzen konnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse basiert, um historische Ereignisse und sicherheitspolitische Strategiekonzepte miteinander zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die technologische Entwicklung und Erfindung von Kernwaffen, deren Klassifizierung in strategische und taktische Typen sowie die politikwissenschaftliche Untersuchung der strategischen Wandlungsprozesse der USA.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind: Strategiedilemma, Ziel-Mittel-Relation, Atommonopol, Abschreckung und Sicherheitsstrategie.

Warum war der Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki ein strategisches Problem?

Der Autor argumentiert, dass die USA über die neuen Mittel keine Erfahrungswerte hatten und die Atombombe lediglich als eine Art "verstärkte konventionelle Waffe" sahen, anstatt sie in ein kohärentes politisches Strategiekonzept einzubetten.

Welche Rolle spielte das "Atommonopol" für die amerikanische Strategie?

Das Atommonopol brachte den USA zwar eine enorme militärische Stärke, führte jedoch nicht zu den erhofften politischen Vorteilen, da die fehlende Strategie verhinderte, dass die Sowjetunion an der Ausdehnung ihrer Einflusszone gehindert werden konnte.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Erfindung der Kernwaffen und Suche nach einer Strategie
Untertitel
Welches Strategiedilemma brachte die Erfindung der Kernwaffen mit sich?
Hochschule
Universität zu Köln
Note
2.0
Autor
Özgür Yildirim (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
24
Katalognummer
V213433
ISBN (eBook)
9783656418634
ISBN (Buch)
9783656418887
Sprache
Deutsch
Schlagworte
erfindung kernwaffen suche strategie welches strategiedilemma
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Özgür Yildirim (Autor:in), 2012, Die Erfindung der Kernwaffen und Suche nach einer Strategie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213433
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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