Bologna Prozess: Allgemein- und Berufsbildende Hochschule morgen in Österreich!


Studienarbeit, 2013

66 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Grundschule zur Gleichheitserhöhung aller Jugendlicher in Finnland

2 „Allgemeine Mittelschule“ zur Bildungserhöhung aller Jugendlicher in Österreich
2.1 Duale Mittelstufe durch Haupt- und Mittelschule in der Ersten Republik bis heute normiert in Österreich
2.1.1 Modernes Gymnasium und gehobene Bürgerschule prägen durch einen liberalen Bildungsschub durch die Revolution 1848 zunehmend eine duale Mittelstufe
2.1.2 Haupt- und Mittelschule ein politisch-ideologischer Kompromiss der Ersten Republik normiert die duale Mittelstufe bis heute
2.1.3 Hauptschulen mit äußerer Differenzierung zu innen differenzierten Neue Mittelschulen
2.2 „Allgemeine Mittelschule“ zur Bildungs- und Gleichheitserhöhung aller Jugendlicher

3 Berufsbildende höhere Schulen mit früher pädagogisch-didaktischer Wirtschaftsanpassung in Österreich
3.1 Sekundarbildung erfolgt nach Absolvierung einer gemeinsamen innen differenzierten Grundschule für alle in Finnland
3.1.1 Gymnasium eine wichtige allgemeinbildende dreijährige Schulform in Finnland
3.1.2 Berufsbildung in Finnland
3.2 Berufsbildende mittlere und höhere Schulen mit vielfältiger äußerer und innerer Differenzierung in Österreich

4 Ausblick: Allgemein- und Berufsbildende Hochschule morgen in Österreich!
4.1 Volksschule
4.2 „Allgemeine Mittelschule“
4.3 Vorbereitungs-Schule
4.3.1 Allgemeinbildende und Berufsbildende Vorbereitungs-Programme
4.3.2 Allgemeinbildende und Berufsbildende Vorbereitungs-Reife
4.4 Allgemein- und Berufsbildende Hochschule
4.4.1 Allgemeinbildende Hochschule eine akademische nicht-universitäre Tertiärebene
4.4.2 Berufsbildende Hochschule eine akademische nicht-universitäre Tertiärebene

5 Literaturverzeichnis

6 Abkürzungs- und Abbildungsverzeichnis
6.1 Abkürzungen
6.2 Abbildungen

7 Autorenprofil

Vorbemerkung

Die Arbeitnehmer sehen im Allgemeinen kaum einen Unterschied zwischen der Beschäftigung im Assistenzbereich und als Sachbearbeiter. Die HAK-Absolventen sind aufgrund von Inseraten einer nicht unbeträchtlichen Konkurrenz mit folgenden Bildungsarten und Bildungsstufen ausgesetzt, die eine Personenverantwortlichkeit beinhalten: bei der Bereichs- und Abteilungsleitung mit der Universität zu 9,3%, bei der Gruppen-, Team- und Projektleitung mit der Universität zu 11,7%, mit der Fachhochschule zu 11,2% und mit der HTL zu 3,8%; bei der Assistenz sehr ausgeprägt mit allen Bildungstypen und Bildungsebenen, mit der Universität zu 69%, mit der Fachhochschule zu 70%, mit der HLW zu 48%, mit der HTL zu 73,4%, mit der AHS zu 25,6%, mit der HAS zu 50,2% und der dualen Lehre zu 69,2%; bei Sachbearbeitern und Disponenten mit der HLW zu 38,9%, mit der AHS zu 64,1%, mit der HAS zu 39% und mit der dualen Lehre zu 26,4 Prozent. Es wird logischerweise festgestellt, dass mit einem steigenden Grad der Verantwortung, die formale Höhe des Bildungsabschlusses im Allgemeinen nicht unwesentlich steigt. Die Konkurrenz zu den HAK-Absolventen im Vergleich zur Komplexität zu den Aufgaben. Mit dem Niveau der Verantwortung und damit dem Grad der Verantwortung ist ein wesentlicher Mitbewerb für die HAK folgend gegeben: c) mit der HLW zu 60,1%, mit der HTL zu 28,6%, mit der AHS zu 57,9%, mit der HAS zu 71,3% und der dualen Lehre zu 62,6%; d) mit der Uni zu 35,1%, mit der FH zu 36,5%, mit der HLW 23,4%, mit der HTL zu 4,1%, mit der AHS zu 18,4%, mit der HAS zu 17% und mit der dualen Lehre zu 27,5%; e) mit der Uni zu 34,4%, mit der FH zu 34,3% und mit der HTL zu 25,3%[1] ; f [2] ) mit der Universität zu 11,1% und mit der HTL zu 9,9 Prozent.[3]

1 Grundschule zur Gleichheitserhöhung aller Jugendlicher in Finnland

Die meisten Länder der Europäischen Union haben eine gemeinsame Pflichtschule, welcher mehr oder weniger innen differenziert gestaltet wird. Bei diesem Bildungsmodell wird die Pflichtschule in Österreich auf zehn Jahre erhöht. Die Trennung der Schüler erfolgt in der Europäischen Union meist nach der Pflichtschule mit der 8. bis 10. Schulstufe. Die erste Einstiegsqualifikation in eine weiterführende Schule oder Beruf findet normalerweise nach der Pflichtschule statt. Der Zugang zur Sekundarstufe II erfolgt in Österreich früh nach der 8. Schulstufe statt. Eine 4– 5-jährige Volksschule als Grundschule setzt sich bald nach dem Reichsvolksschulgesetz 1869 durch. Dies ist eine mehr oder weniger echte Einheitsschule. Die Schulbesuchserleichterung 1883 weicht vor allem die Schulpflicht am Lande für die damals noch sehr zahlreichen Bauern auf. Das Organisationsstatut führt nach der bürgerlich-liberalen Revolution 1848 die bis heute bewährte 8-jährige Lang-Form des Gymnasiums ein. Bis in die Gegenwart gibt es die duale Mittelstufe mit dem höheren Gymnasium und der niederen Pflichtschule. Das PISA-Musterland Finnland ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine gemeinsame Pflichtschule für alle gesellschaftlichten Bevölkerungsschichten, zur Bildungserhöhung aller funktionieren kann.

Das Bildungssystem in Finnland wird stark von der ehemaligen DDR beeinflusst. Die Kinder sollen sich auf eine „ganzheitliche“ Art und Weise gemeinsam mit anderen Kindern entwickeln. In Zentrum dieses Unterrichts stehen das Spiel und die Vermittlung einer positiven Lebensweise. Es werden keine Fächer, sondern Themenbereiche vermittelt. Neben der Individualität wird das Kind auch als Gruppenmitglied gefördert. Die Vorschul-Erzieher werden an den Universitäten ausgebildet. Der Vorschul-Unterricht findet in Finnland in der Grundschule oder im Kindergarten, wobei dieser meist im Kindergarten stattfindet. Ab dem 6. Lebensjahr soll ein freiwilliger Vorschulunterricht angeboten werden. Trotz einer Freiwilligkeit besuchen 90% einer Altersgruppe diesen Elementarunterricht.[4]

Der PISA-Erfolg von Finnland hängt unweigerlich mit der reformpädagogisch orientierten 9-jährigen und freiwillig 10-jährigen gemeinsamen Grundschule zusammen. Mit der einheitlichen Grundbildung sollte das allgemeine Bildungsniveau aller gehoben werden.[5] Die 9-jährige Grundschule wird in der Zeit von 1972 bis 1977 im politischen Konsens umgesetzt. Die gemeinsame Grundschule tritt an die Stelle der Volksschule, wobei diese dual mit der Bürger- und Mittelschule an der Mittelstufe fortgesetzt wurde. Die leistungsmäßig und sozial heterogenen Klassen werden zugunsten der Integration aufgegeben an der Grundschule aufgegeben. Die bisher oft praktizierten Differenzen in einigen „wichtigen“ Fächern werden im Schuljahr 1985/86 in Finnland endgültig aufgegeben.[6] Die Schulpflicht beginnt mit sieben Jahren, wobei es keine Sonderschulen gibt. Es gibt grundsätzlich eine freie Wahl der besuchten Grundschule und auch das Sitzenbleiben ist eine Ausnahme. In Finnland gibt es kleinere Schulen, indem die Hälfte der Schulen weniger als 50 Schüler hat, mit maximal sieben Lehrern hat. Der Grundschul-Unterricht dauert neun oder freiwillig zehn Jahre und es gibt in der Pflichtschulzeit aufbauend zwei Schulformen. Die erste Schulform ist die 6-jährige Grundschul-Unterstufe mit Klassenlehrern, außer dem Fremdsprachenunterricht. Die Eltern werden teilweise in den schulautonomen Lehrplan eingebunden. Die einzelnen Schulen können ihre Lehr- und Lernziele selbst festlegen. Die zweite Schulform ist die 3-jährige Grundschul-Oberstufe und der Unterricht erfolgt durch Fachlehrer. Die beiden Schulformen sind normalerweise getrennt und befinden sich auch nicht unter einem gemeinsamen Dach.[7] Die Grundschule wird mit einer Mittleren Reife abgeschlossen. Der Lehrplan bildet einen Rahmen, indem die Lehr- und Lernprozesse miteinander vernetzt werden. Es erfolgt zunehmend eine Regionalisierung der Lehrpläne, um den Schulen eine pädagogisch-didaktische Autonomie zu gewährleisten. Ein Stundenplandeputat ermöglicht den einzelnen Schulen, je nach Bedarf entsprechende Förderungsmaßnahmen zu treffen. Es sollen dadurch an der Grundschule nicht Niveaugruppen entstehen, die für weiterführende Schulen zum Nachteil werden können. Eine frühe Festlegung für weiterführende Bildungswege sollte möglichst vermieden werden. In Finnland gibt es im Einklang mit den anderen skandinavischen Ländern eine innen differenzierte Gesamtschule als Pflichtschule. Es gibt zugunsten der Integration, leistungsmäßig und soziale heterogene Klassengemeinschaften. Ein flexibler Stundenplan wird eingeführt, wobei der musisch-künstlerischen Komponente ein erhöhtes Augenmerk zugewendet wird. Reformpädagogische Impulse werden vermehrt in den Grundschul-Unterricht eingebracht. Die äußere Einheitlichkeit muss der inneren Vielgestaltigkeit im Unterricht weichen.[8]

[...]


[1] Heffeter, Brigitte / Burmann, Christoph 2010: Inseratenanalyse bei Online – Jobbörsen vom Oktober 2008 bis März 2009.

[2] c) Selbstständigkeit in bekannten Arbeitszusammenhängen. d) Eigenverantwortliche Erledigung auch unvorhergesehener Aufgaben und Koordination mit Mitarbeitern. e) Leitung komplexer Tätigkeiten und eine Entscheidungsverantwortung in nicht vorhersehbaren Arbeitszusammenhängen. f) Leitung und Gestaltung komplexer, unvorhersehbarer Arbeitsbereiche mit strategischen Ansätzen.

[3] Vgl. Schneeberger, Arthur / Nowak, Sabine 2010: Position der Handelsakademie-Absolventen im Beschäftigungssystem, S. 106-107.

[4] Pfeifer, Michael 2006: Bildung auf Finnisch; S. 23-26.

[5] Vgl. Välijärvi, Jouni 2009: Der Sekundarbereich, S. 170-178.

[6] Vgl. Mathies, Aila Leena, Mathies / Skiera, Ehrenhard 2008: Studien zum Bildungswesen und Schulsystem in Finnland, S. 109.

[7] Vgl. Pfeifer, Michael 2006: Bildung auf Finnisch, S. 26 - 29.

[8] Vgl. Skiera, Ehrenhard 2008: Reformpädagogik und Innere Schulreform in Geschichte und Gegenwart – Das Beispiel Finnland. In: Matthies Aila-Leena / Skiera, Ehrenhard (Hrsg.): Studien zum Bildungswesen und Schulsystem in Finnland. S. 109f. PDF-Datei [12.04.2013].

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Details

Titel
Bologna Prozess: Allgemein- und Berufsbildende Hochschule morgen in Österreich!
Autor
Jahr
2013
Seiten
66
Katalognummer
V213454
ISBN (eBook)
9783656418603
ISBN (Buch)
9783656419181
Dateigröße
825 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grundschule Finnland, Allgemeine Mittelschule, Bildungserhöhung aller, duale Schule, Berufsbildende Hochschule, Allgemeinbildende Hochschule, Bakkalaureat, Bachelor, Master, Primarebene, Sekundarebene, Tertiärebene, Vorbereitungs-Schule, 10 Jahre Pflichtschule, gemeinsame
Arbeit zitieren
Dipl.-Ing. MMag. Dr. Karl Josef Westritschnig (Autor), 2013, Bologna Prozess: Allgemein- und Berufsbildende Hochschule morgen in Österreich!, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213454

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