Umwandlung einer GmbH in eine AG nach dem UmwG


Hausarbeit, 2013
14 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

A. Allgemeines

B. Die Kapitalgesellschaften
I. Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
1. Vorteile der GmbH
2. Nachteile der GmbH
II. Die Aktiengesellschaft (AG)
1. Vorteile der AG
2. Nachteile der AG

C. Motive der Umwandlung einer GmbH in eine AG

D. Voraussetzungen für die Umwandlung
I. Umwandlungsbericht
II. Umwandlungsbeschluss
III. Gründungsbericht
IV. Gründungsprüfung
V. Eintragung ins Handelsregister

E. Fazit

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Literaturverzeichnis

Becker, Hans Paul, Investition und Finanzierung, 5. Auflage, Gabler Verlag , Wiesbaden 2012.

Brähler, Gernot, Umwandlungssteuerrecht, 4.Auflage, Gabler Verlag, Wiesbaden 2008.

Freidank, Carl-Christian / Lachnit, Laurenz / Tesch, Jörg, Vahlens Großes Auditing Lexikon, Vahlen Verlag, München 2007.

Frodermann, Jürgen / Henn, Günter / Jannott, Dirk ,Handbuch des Aktienrechts, 8. Auflage, Müller Verlag, München 2009.

Gabele, Eduard / Mayer, Horst, Buchführung, Oldenbourg Verlag, München 2003.

Jung, Hans, Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 10.Auflage, Oldenbourg Verlag, München 2006.

Junge, Philip, BWL für Ingenieure, Gabler Verlag , Wiesbaden 2010.

Kessler, Harald / Leinen, Markus / Strickmann, Michael, Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, Die neue Handelsbilanz, Haufe Verlag, Freiburg 2008.

Klein-Blenkers, Friedrich, Rechtsformen der Unternehmen, Müller Verlag, München 2009.

Krafka, Alexander / Kühn, Ulrich / Willer, Heinz, Registerrecht, 8. Auflage, Beck Verlag, München 2010 Rn. 1269-1270.

Kraft, Kornelia / Kraft, Gerhard, Grundlagen der Unternehmensbesteuerung, 3. Auflage, Gabler Verlag, Wiesbaden 2009.

Kußmaul, Heinz, Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, 6. Auflage, Oldenbourg Verlag, München 2010.

Manz, Gerhard / Mayer, Barbara / Schröder, Albert, Die Aktiengesellschaft, 6. Auflage, Haufe Verlag, Freiburg 2010.

Rocco, Jula, Der GmbH-Gesellschafter, 3.Auflage, Springer Verlag, Berlin 2009.

Rotthege, Georg/ Wassermann, Bernd, Unternehmenskauf bei der GmbH, Müller Verlag 2011.

Sattler, Andreas/ Verspay, Heinz-Peter, Die kleine AG, 6. Auflage, Expert Verlag, Renningen 2009.

Schade, Friedrich, Wirtschaftsprivatrecht, 2. Auflage, Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2009.

Stiefl, Jürgen, Finanzmanagement, Oldenbourg Verlag, München 2005.

Stoye-Benk, Christiane, Handbuch Umwandlungsrecht, 2. Auflage, Müller Verlag, München 2008.

Töpfer, Armin, Betriebswirtschaftslehre Anwendungs- und Prozessorientierte Grundlage, 2. Auflage, Springer Verlag, Berlin 2007.

Verspay, Heinz-Peter, GmbH-Handbuch für den Mittelstand, Springer Verlag, Berlin 2009.

A. Allgemeines

In dieser Ausarbeitung wird die Umwandlung einer GmbH in eine AG nach dem Umwandlungsgesetz beschrieben. Dabei handelt es sich um die Umwandlung durch Formwechsel (§ 1 I UmwG). Zuvor werden die Kapitalgesellschaften kurz beschrieben. Im Anschluss werden die Merkmale der beiden Kapitalgesellschaften, der GmbH und der AG näher erläutert. Danach wird auf die Motive einer Umwandlung, die Voraussetzung dafür und die einzelnen Schritte des Geschehens eingegangen. Die gesetzlichen Regelungen der GmbH finden in dem GmbHG, die der AG in dem AktG ihre Anwendung. Die Vorschriften der Umwandlung durch Formwechsel der GmbH in die AG sind in den §§ 190 ff UmwG geschildert.

B. Die Kapitalgesellschaften

Kapitalgesellschaften sind selbstständig rechtsfähig und werden als juristische Personen bezeichnet[1]. Sie bringen Vorteile in erster Linie durch die Haftungsbeschränkung[2]. Die Höhe der Stammeinlage ist von der Gesellschaftsform abhängig. Man unterscheidet zwischen folgenden Kapitalgesellschaften: Die Aktiengesellschaft (AG), die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA)[3]. Seit der GmbH-Reform 2008 existiert eine weitere Kapitalgesellschaftsform, die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) (UG)[4]. In dem § 267 HGB sind die Größenkategorien der Kapitalgesellschaften geregelt. Der Gesetzliche Vertreter, also der Geschäftsführer oder der Vorstand der KapG, ist nach § 264 ff HGB zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes und nach § 325 HGB zur Offenlegung dessen verpflichtet. Der Jahresabschluss der KapG hat unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz, und Ertragslage der Kapitalgesellschaft zu vermitteln[5]. Die zweite große Ertragssteuer, die Körperschaftssteuer, ist in juristischer Sicht ebenfalls als „Personensteuer“ ausgestaltet[6]. Im Gegensatz zur Einkommensteuer besteuert sie juristische Personen. Der Körperschaftssteuersatz beträgt einheitlich 15 % (§23 I KStG)[7].

Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist die Rechtsform, die in Deutschland am häufigsten gewählt wird.[8] Die Regelungen zur GmbH finden in den §§ 1 ff GmbHG statt. Die GmbH ist nach § 13 III GmbHG eine Handelsgesellschaft im Sinne des HGB. Gemäß § 13 GmbHG hat die GmbH selbstständig ihre Rechte und Pflichten, sie kann Eigentum und andere dingliche Rechte an Grundstücken erwerben und vor Gericht klagen und verklagt werden. Die Mindeststammeinlage der GmbH beträgt nach § 5 I GmbHG 25.000 Euro. Gemäß § 13 II GmbHG ist die GmbH in Ihrer Haftung auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt. Dies gibt den Gesellschaftern eine gewisse Sicherheit, da sie im „Worst Case“ nicht mit ihrem Privatvermögen haften. Für die Gründung und Anmeldung einer GmbH ist ein Gesellschaftsvertrags erforderlich, dieser muss gemäß § 3 I GmbHG folgende Punkte beinhalten: 1. Die Firma und den Sitz der Gesellschaft, 2. den Gegenstand des Unternehmens, 3. den Betrag des Stammkapitals, 4. die Zahl und die Nennbeträge der Geschäftsanteile, die jeder Gesellschafter gegen Einlage auf das Stammkapital (Stammeinlage) übernimmt. Ein Musterprotokoll ist im GmbHG als Anlage enthalten. Der Gesellschaftsvertrag bedarf nach § 2 I GmbHG der notariellen Form. Die Gesellschafterversammlung ist das oberste Organ der GmbH und hat in sämtlichen Angelegenheiten das Sagen[9]. Neben der Gesellschafterversammlung muss die GmbH gemäß § 6 I GmbHG einen oder mehrerer Geschäftsführer haben. Die Vorschriften zur Gesellschafterversammlung finden in den §§ 46 ff GmbHG statt. Nach § 15 I GmbHG können die Geschäftsanteile der GmbH veräußert oder vererbt werden.

1. Die Vorteile der GmbH

Die GmbH steht rasch zur Verfügung. Ihre Gründung kann schnell und unkompliziert erfolgen[10]. Dies gilt erst recht bei Standardgründungen unter Verwendung des Musterprotokolls nebst Satzung (Anhang GmbHG). Durch ihre Verwendung werden die Gründung vereinfacht und Kosten eingespart[11]. Gemäß §1 GmbHG kann die GmbH bereits durch eine Person gegründet werden. Für die Gründung wird nach § 5 I GmbHG lediglich ein Stammkapital von 25.000 Euro benötigt. Darüber hinaus können gemäß § 5 III GmbHG auch Sacheinlagen geleistet werden. Die Haftungsbeschränkung nach § 13 II GmbHG auf das Gesellschaftsvermögen und der damit verbundene Ausschluss der persönlichen Haftung sind weitere Vorteile der GmbH. Als Gründer und damit auch als Gesellschafter von GmbHs kommen natürliche Personen, Personengesellschaften und juristische Personen in Frage[12]. Die GmbH gehört zu den Rechtsträgern, die uneingeschränkt an Umwandlungsvorgängen nach dem Umwandlungsgesetz (UmwG) beteiligt sein können[13].

2. Die Nachteile der GmbH

Einer der Nachteile der GmbH ist es, dass der Gesellschafterbeschluss und jede Satzungsänderung die später beschlossen wird, gemäß § 53 II GmbHG notariell beurkundet werden muss. Ein weiterer Nachteil ist die Regelung im § 5 II GmbHG, dass für eine Beschlussfassung der Gesellschafterversammlung eine Dreiviertelmehrheit benötig wird. Zwar ist die GmbH in ihrer Haftung auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt, trotzdem kann es nach § 43 II GmbH bei fahrlässiger Pflichtverletzung des Geschäftsführers zur uneingeschränkten Haftung gegenüber den Gesellschaftern (Innenhaftung), sowie auch den Gläubigern (Außenhaftung) kommen. Dies ist vor allem beim Gesellschafter-Geschäftsführer nicht unerheblich. Ferner kann die Entwicklung des inneren Wertes der GmbH und der Anteile nicht verfolgt werden, da diese nicht an der Börse gehandelt werden[14]. Der Vertreter der GmbH, also der Geschäftsführer muss gemäß § 42 GmbHG eine Bilanz nach den §§ 242, 264 HGB aufstellen.

II. Die Aktiengesellschaft (AG)

Die Aktiengesellschaft ist als juristische Person des Privatrechts eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit, deren Gesellschafter (Aktionäre) mit Einlagen (Kapital) an dem in Aktien zerlegten Grundkapital beteiligt sind, ohne persönlich für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft zu haften (§ 1 I AktG)[15]. Die Zerlegung des Grundkapitals in Aktien hat zur Folge, dass jede Aktie einen Bruchteil des Grundkapitals repräsentiert[16]. Gemäß § 3 I AktG gilt die AG als Handelsgesellschaft und wird dementsprechend in der Abteilung B im Handelsregister eingetragen. Nach § 7 AktG beträgt das Grundkapital der AG mindestens 50.000 Euro, welches in Form von entweder Nennbetragsaktien, wobei der Nennbetrag auf mindestens einen Euro lauten muss, oder in Stückaktien, d.h. am Grundkapital im gleichen Umfang beteiligt, begründet werden muss (§ 8 I, II, III AktG). Gemäß § 23 AktG muss die Satzung der AG durch notarielle Beurkundung festgestellt werden und folgende Punkte bestimmen: Firma und den Sitz der Gesellschaft, den Gegenstand des Unternehmens, die Höhe des Grundkapital, die Zerlegung des entweder in Nennbetragsaktien oder in Stückaktien, Gattung der einzelnen Aktien, Art der Zusammensetzung des Vorstandes, Form für die Bekanntmachungen der AG. Die AG hat drei Organe, deren Zuständigkeit streng gegeneinander abgegrenzt sind: Vorstand, Aufsichtsrat, Hauptversammlung[17]. In den §§ 76 ff AktG finden die Regelungen zum Vorstand, dem Leitungsorgan der AG statt. Die §§ 95 ff AktG regeln die Vorschriften zum Aufsichtsrat, dem Kontrollorgan der AG. In den §§ 118 ff AktG finden die Bestimmungen zur Hauptversammlung, der Aktionärsversammlung statt.

[...]


[1] Junge, S.32.

[2] Klein-Blenkers, S.208.

[3] Gabele/ Mayer, S.229.

[4] BGBl. 2008, S.2026.

[5] Kessler/ Leinen/ Strickmann, S.400.

[6] Kraft/ Kraft, S.147.

[7] Kußmaul, S.342.

[8] Rocco, S.1.

[9] Rocco, S.2.

[10] Rotthege/ Wassermann, S.6.

[11] Rotthege/ Wassermann, a.a.O.

[12] Töpfer, S.361.

[13] Verspay, S.1.

[14] Jung, S.105.

[15] Krafka/Kühn in Krafka/Willer/Kühn, Rn. 1269-1270.

[16] Frodermann, Henn, Jannott, S.38.

[17] Becker, S.152.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Umwandlung einer GmbH in eine AG nach dem UmwG
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie und Management gemeinnützige GmbH, Hochschulstudienzentrum Hamburg
Note
2,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
14
Katalognummer
V213470
ISBN (eBook)
9783656417347
ISBN (Buch)
9783656417682
Dateigröße
472 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
UmwG, GmbH, GmbHG, AG, Aktiengesetz, Unternehmensrecht, Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Hakan Özcan, Kapitalgesellschaft, Formwechsel, Wirtschaftsrecht, Law, Hakan Özcan Hamburg, Umwandlungsgesetz, Hakan, Özcan
Arbeit zitieren
Hakan Özcan (Autor), 2013, Umwandlung einer GmbH in eine AG nach dem UmwG, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213470

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