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Soziale Schichtung und Bildung

Die Auswirkungen der sozialen Schichtung auf die Bildungschancen der Menschen seit der Bildungsexpansion in der Bundesrepublik Deutschland

Titel: Soziale Schichtung und Bildung

Hausarbeit , 2012 , 16 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Sarah Christ (Autor:in)

Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Einleitung 3
2. Soziale Differenzierung und soziale Schichtung 3
2.1. Soziale Mobilität 5
2.2. Die Hauptformen der Schichtung: Kasten, Stände, Klassen 5
3. Schichtmodelle und Schichtungsgefüge 7
3.1. Das Schichtmodell Theodor Geigers 8
3.2. Charakteristika von Schichtmodellen 10
4. Soziale Schichtung und Bildungschancen 10
5. Schluss 15
6. Literaturverzeichnis 17
7. Abkürzungsverzeichnis 18

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Soziale Differenzierung und soziale Schichtung

2.1. Soziale Mobilität

2.2. Die Hauptformen der Schichtung: Kasten, Stände, Klassen

3. Schichtmodelle und Schichtungsgefüge

3.1. Das Schichtmodell Theodor Geigers

3.2. Charakteristika von Schichtmodellen

4. Soziale Schichtung und Bildungschancen

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen sozialer Schichtung und den Bildungschancen des Einzelnen. Dabei wird analysiert, wie soziologische Schichtungsmodelle – mit Fokus auf das Modell von Theodor Geiger – soziale Ungleichheiten erklären und wie sich diese auf den Bildungszugang, die schulische Laufbahn sowie die anschließende berufliche Entwicklung auswirken.

  • Soziale Differenzierung und gesellschaftliche Rangordnungen
  • Historische und theoretische Schichtungsformen (Kasten, Stände, Klassen)
  • Analytische Vertiefung des Schichtmodells nach Theodor Geiger
  • Die Rolle der Bildungsexpansion und der Bildungsinflation
  • Sozialisationsprozesse und ihre Bedeutung für den Schulerfolg
  • Selektionsmechanismen im Bildungssystem

Auszug aus dem Buch

3.1. Das Schichtmodell Theodor Geigers

Der Schwerpunkt des Schichtmodells von Theodor Geiger wird auf Themen wie Klassen- und Schichtstruktur sowie Mobilität gelegt. Für ihn bedeutet Schicht ein allgemeiner Oberbegriff zur Analyse der sozialen Ungleichheit. Sein Schichtmodell setzt er entgegen dem Klassenmodell von Karl Marx.

„Jede Schicht besteht aus vielen Personen (Familien), die irgendein erkennbares Merkmal gemein haben und als Träger dieses Merkmals einen gewissen Status in der Gesellschaft und im Verhältnis zu anderen Schichten einnehmen. Der Begriff des Status umfasst Lebensstandard, Chancen und Risiken, Glücksmöglichkeiten, aber auch Privilegien und Diskriminationen [sic!], Rang und öffentliches Ansehen.“ (Burzan, Nicole: Soziale Ungleichheit. Eine Einführung in die zentralen Theorien. Wiesbaden. 2007. S. 26). Er zergliedert die Schichtung analytisch in drei Aspekte, die Soziallage, die Schichtdeterminanten und die Schichtmentalität. Demnach beschreibt eine Schicht eine bestimmte soziale Lage und somit umfassen Schichten Personen mit einer ähnlichen Soziallage. Die Soziallage wird wesentlich beeinflusst durch die Schichtdeterminanten. Diese Determinanten bezeichnen Merkmale oder Faktoren, die für die Gliederung einer Gesellschaft in Schichten bestimmend sein könnten. Zu den Schichtdeterminanten gehören Beruf, Leistung, Einkommen, Besitz, Bildung, Macht, Wohnverhältnisse usw. Dabei wird der Beruf als dominante Variable betrachtet. Leider eröffnet die Verwendung einer einzelnen objektiven Determinante nur einen eindimensionalen Bezugsrahmen. Doch welche Determinanten ausschlaggebend für die Soziallagen sind, kann sich jederzeit von Gesellschaft zu Gesellschaft ändern. Deswegen legt Theodor Geiger großen Wert auf die Berücksichtigung der Unterschiede zwischen verschiedenen Gesellschaften und ihren Veränderungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in den Begriff der sozialen Schichtung ein und stellt die Fragestellung zur Wirkung der Schichtung auf die Bildungschancen dar.

2. Soziale Differenzierung und soziale Schichtung: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der sozialen Differenzierung, definiert den Begriff der Schicht und grenzt verschiedene historische Schichtungsformen wie Kastensystem, Ständeordnung und Klassengesellschaft voneinander ab.

3. Schichtmodelle und Schichtungsgefüge: Es wird der Konstruktcharakter von Schichtmodellen thematisiert und das Schichtmodell von Theodor Geiger sowie allgemeine Charakteristika soziologischer Schichtmodelle detailliert analysiert.

4. Soziale Schichtung und Bildungschancen: Der Hauptteil untersucht das komplexe Wirkungsgefüge zwischen Sozialstruktur, Familie und Bildungssystem sowie die Auswirkungen der Bildungsexpansion auf die Lebenschancen.

5. Schluss: Der Schlussteil fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht, dass schichtspezifische Ausleseprozesse und Sozialisation weiterhin maßgeblich die Bildungschancen beeinflussen.

Schlüsselwörter

Soziale Schichtung, Soziale Differenzierung, Theodor Geiger, Bildungschancen, Bildungsexpansion, Sozialisation, Soziale Mobilität, Schichtungsmodell, Status, Soziale Ungleichheit, Bildungsinflation, Klassengesellschaft, Schichtdeterminanten, Selektionsmechanismen, Bildungsaufstieg

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die soziologische Analyse der sozialen Schichtung und deren Einfluss auf die individuellen Bildungschancen in einer Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind soziale Differenzierung, verschiedene Schichtungsformen, Schichtmodelle (insbesondere das von Theodor Geiger) sowie die Mechanismen der schulischen und sozialen Selektion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, inwiefern die soziale Herkunft und die Schichtzugehörigkeit die Bildungswege und damit die Lebenschancen von Individuen prägen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse soziologischer Schichtungsbegriffe und vergleicht verschiedene Modelle, um deren Anwendbarkeit auf heutige Bildungsverläufe zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Hauptformen der Schichtung, die Struktur des Geiger-Modells und die komplexen Wirkungszusammenhänge von Familie, Schule und Bildungsexpansion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind Soziale Schichtung, Bildungschancen, Bildungsexpansion, Sozialisation, Soziale Mobilität und Schichtmodelle.

Wie unterscheidet Theodor Geiger Schichten analytisch?

Geiger zergliedert die Schichtung in die drei Aspekte Soziallage, Schichtdeterminanten und Schichtmentalität.

Warum beeinflusst die Familie die Bildungschancen so stark?

Die Familie fungiert als primäre Sozialisationsinstanz, die durch ihre Orientierungen, Verhaltensweisen und ihren Anregungsgehalt maßgeblich die schulische Leistungsfähigkeit und den Bildungswillen der Kinder formt.

Was bedeutet der Begriff "Bildungsinflation" im Kontext der Arbeit?

Der Begriff beschreibt das Phänomen, dass durch die Bildungsexpansion zwar die Menge der Bildungsabschlüsse zunahm, diese jedoch gleichzeitig an relativem Wert verloren haben, wodurch die "Eintrittspreise" in das Berufsleben stiegen.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Soziale Schichtung und Bildung
Untertitel
Die Auswirkungen der sozialen Schichtung auf die Bildungschancen der Menschen seit der Bildungsexpansion in der Bundesrepublik Deutschland
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Soziologie)
Veranstaltung
Die Unterschicht - Die gesellschaftliche Reproduktion sozialer Ungleichheit
Note
2,3
Autor
Sarah Christ (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
16
Katalognummer
V213502
ISBN (eBook)
9783656416586
ISBN (Buch)
9783656417132
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schichtung Bildungschancen Bildungsexpansion Deutschland Differenzierung Mobilität Kasten Stände Klassen Schichtmodelle Schichtgefüge Theodor Geiger sozial
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarah Christ (Autor:in), 2012, Soziale Schichtung und Bildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213502
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Leseprobe aus  16  Seiten
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