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Die Piratenpartei Deutschland und ihre Etablierungschancen

Was spricht für oder gegen einen Erfolg bei der Bundestagswahl 2013?

Titel: Die Piratenpartei Deutschland und ihre Etablierungschancen

Hausarbeit , 2013 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Florian H. (Autor:in)

Politik - Grundlagen und Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die 2006 gegründete Piratenpartei Deutschland (nachfolgend auch PIRATEN (offizielles Parteikürzel (PIRATEN 2006))) hat in den vergangenen Jahren beachtliche Erfolge erreicht, durch die sie immer mehr in den medialen und auch wissenschaftlichen Fokus rückt. Es stellt sich die Frage, ob diese junge Partei nur eine weitere unbedeutende Kleinpartei ist, die unter die Kategorie „Sonstige“ fällt, oder ob es sich um eine Partei handelt, die sich eine große Wählerbasis aufbauen und damit nachhaltig erfolgreiche Politik im deutschen Parteiensystem betreiben kann.
In der folgenden Hausarbeit soll der Frage nachgegangen werden, welche Aspekte dafür oder dagegen sprechen, dass sich die Piratenpartei im deutschen Parteiensystem etablieren kann. Dabei soll ein besonderer Fokus auf die im September dieses Jahres stattfindende Bundestagswahl gerichtet werden. Die Vorgehensweise in dieser Hausarbeit ist zu einem Teil empirisch-analytisch, zu einem anderen Teil historisch-genetische, indem ein Vergleich mit den Grünen gezogen wird.
Um die Erfolgswahrscheinlichkeit der Piratenpartei zu messen, werden zunächst zwei allgemeine Theorien vorgestellt, die Anhaltspunkte für einen Erfolg neuer Parteien liefern können. Bei der ersten Theorie handelt es sich um die in der Politikwissenschaft weit verbreitete und anerkannte „Cleavage-Theorie“ von Seymour Martin Lipset und Stein Rokkan, die erklären kann, wieso es zur Entstehung neuer Parteien auf Grund gesellschaftlicher Konfliktlinien kommen kann. Diese Theorie ist deshalb bei der Frage nach den Erfolgsaussichten der Piratenpartei relevant, da das Vorhandensein eines neuen gesellschaftlichen Konflikts als wichtige Bedingung dafür gilt, dass sich die Piratenpartei dauerhaft etablieren kann (Neumann 2011, 10, vgl. auch Onken/Schneider 2012, 612). Außerdem zeigen Beispiele aus der Vergangenheit, dass Parteien nur so lange erfolgreich sein können, wie es ein Cleavage gibt, das für eine breite Wählerschaft sorgt. Wird ein gesellschaftlicher Konflikt gelöst, kann es vorkommen, dass Parteien politisch irrelevant werden (Onken/Schneider 2012, 612).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie

2.1. Cleavage-Theorie - Wie neue Parteien entstehen

2.2. Lifespan-Modell - Einordnung von Parteien auf Karrierestufen

3. Analyse

3.1. Steht die Piratenpartei für ein neues Cleavage?

3.2. Auf welcher Karrierestufe befindet sich die Piratenpartei?

3.3. Analyse der aktuellen Situation anhand von Statistiken und Umfragen

4. Fazit - Was spricht für oder gegen einen Erfolg bei der Bundestagswahl 2013?

5. Auswertung der Analyse

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Etablierungschancen der Piratenpartei Deutschland im politischen System unter besonderer Berücksichtigung der Bundestagswahl 2013. Hierbei wird analysiert, inwieweit die Partei ein neues gesellschaftliches Cleavage besetzt und welche Stufen sie in ihrem politischen Lebenszyklus bereits durchlaufen hat.

  • Anwendung der Cleavage-Theorie nach Lipset und Rokkan
  • Analyse des Lifespan-Modells nach Pedersen und Niedermeyer
  • Vergleich der Entstehungsgeschichte von Piratenpartei und Grünen
  • Bewertung von Umfragedaten und Wählerstrukturen
  • Diskussion von Pro- und Contra-Argumenten für einen Wahlerfolg

Auszug aus dem Buch

3.1. Steht die Piratenpartei für ein neues Cleavage?

Um beurteilen zu können, ob es sich im Falle der Piratenpartei tatsächlich um eine neue Konfliktlinie im Sinne der Cleavage-Theorie handelt, macht es Sinn, sich zunächst einmal kurz die Entstehung der Grünen anzusehen und dann einen Vergleich mit der Entstehung der PIRATEN zu ziehen. Sinn macht dieser Vergleich deshalb, da ein neu entstandenes Cleavage, das „materielle versus postmaterielle“, als Grund für die Entstehung der Grünen gilt (Neumann 2011, 14).

Die Grünen sind im Jahre 1977 aus Bürgerinitiativen hervorgegangen, nachdem man zu dem Schluss kam, dass derartige Initiativen außerhalb der politischen Bühne nicht besonders erfolgreich sind. Also entstanden die Grünen zunächst als Umweltschutzpartei (USP). Bestandteil und Ursache dieser Bürgerinitiativen war hauptsächlich das Thema Atomkraft. Dies spiegelte sich auch im ersten Parteiprogramm der Grünen wieder. Das sogenannte „Sechs-Punkte-Programm“ beinhaltete fast ausschließlich umweltpolitische Fragen. Außen- oder wirtschaftspolitische Themen waren kein Bestandteil dieses Programms (Kleinert 1998, 15). Parallel zu den Anfängen der USP kamen zu Beginn der 1980er Jahre immer mehr Protestbewegungen auf, die mittlerweile über Umweltfragen hinausgingen, beispielsweise das Friedensthema. Die USP, die sich nach einer Fusion mit einer gleichgesinnten Gruppe mittlerweile „Die Grünen“ nannte, sah sich selbst als Bestandteil dieser „Protestwelle“ (Kleinert 1998, 16). Durch die Erweiterung der Umweltpolitik auf das Friedensthema konnte die Partei weitere Befürworter mobilisieren (Kleinert 1998, 46-47). Ihren bis dato größten Erfolg feierte die junge Partei 1983, als sie mit 5,6 % in den Bundestag einzog (GRÜNE 2009). Dass die Grünen heute voll etabliert sind und die deutsche Politik nachhaltig beeinflusst haben, muss hier nicht weiter ausgeführt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Relevanz der Piratenpartei für das deutsche Parteiensystem und definiert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Hausarbeit.

2. Theorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen in Form der Cleavage-Theorie und des Lifespan-Modells erarbeitet, die als Analysewerkzeuge für das Verhalten neuer Parteien dienen.

3. Analyse: Das Kapitel untersucht anhand der zuvor definierten Theorien und aktueller Statistiken, ob die Piratenpartei ein neues Cleavage besetzt und auf welcher Stufe ihres politischen Lebenszyklus sie sich aktuell befindet.

4. Fazit - Was spricht für oder gegen einen Erfolg bei der Bundestagswahl 2013?: Der Autor zieht Bilanz aus den Analyseergebnissen und bewertet die Erfolgsaussichten der Piratenpartei für die kommende Bundestagswahl.

5. Auswertung der Analyse: In diesem Teil werden die verwendeten Theorien kritisch reflektiert und der Forschungsstand in Bezug auf die Piratenpartei sowie die methodischen Grenzen der Arbeit diskutiert.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Bücher, Zeitschriftenartikel und Internetquellen zur wissenschaftlichen Belegung der Arbeit.

Schlüsselwörter

Piratenpartei, Cleavage-Theorie, Lifespan-Modell, Parteienetablierung, Bundestagswahl 2013, Parteienwettbewerb, Konfliktlinie, Politische Partizipation, Protestwähler, Stammwählerschaft, Digitale Gesellschaft, Bürgerrechte, Politikwissenschaft, Parteiensystem, Wahlverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Erfolgschancen der Piratenpartei Deutschland im Hinblick auf die Bundestagswahl 2013 unter Verwendung politikwissenschaftlicher Theorien.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Zentrale Themen sind die Entstehung neuer Parteien, die Bedeutung gesellschaftlicher Konfliktlinien (Cleavages) und die Karrierestufen von Parteien im politischen System.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob sich die Piratenpartei als dauerhafte Kraft im deutschen Parteiensystem etablieren kann oder ob sie nur eine vorübergehende Erscheinung ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit nutzt einen empirisch-analytischen Ansatz sowie einen historisch-genetischen Vergleich der Piratenpartei mit der Entstehungsgeschichte der Grünen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Cleavage-Theorie und das Lifespan-Modell auf die Piratenpartei angewendet, ergänzt durch die Auswertung aktueller Umfragedaten und Wählerstatistiken.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Schlagworte sind Cleavage-Theorie, Lifespan-Modell, Parteienetablierung, Bundestagswahl, digitale Gesellschaft und politischer Wandel.

Warum wird ein Vergleich mit den Grünen gezogen?

Der Vergleich dient dazu, Parallelen in der Entstehung von Protestbewegungen zu identifizieren und zu prüfen, ob die Piratenpartei ebenfalls ein neues, dauerhaftes Cleavage besetzt.

Wie schätzt die Arbeit die Rolle der aktuellen Umfragewerte ein?

Die Arbeit bewertet die Umfragewerte als Indizien, weist jedoch darauf hin, dass die Werte volatil sind und aufgrund der Schwankungen zwischen Instituten nur bedingt als Prognose für einen Erfolg oder Misserfolg dienen können.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Piratenpartei Deutschland und ihre Etablierungschancen
Untertitel
Was spricht für oder gegen einen Erfolg bei der Bundestagswahl 2013?
Hochschule
Technische Universität Darmstadt
Veranstaltung
Einführung in die Politikwissenschaft
Note
1,3
Autor
Florian H. (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V213571
ISBN (eBook)
9783656418450
ISBN (Buch)
9783656419358
Sprache
Deutsch
Schlagworte
piratenpartei deutschland etablierungschancen erfolg bundestagswahl
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Florian H. (Autor:in), 2013, Die Piratenpartei Deutschland und ihre Etablierungschancen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213571
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Leseprobe aus  20  Seiten
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