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Soft Power. Musik im Dienst der Außenpolitik am Beispiel der USA

Title: Soft Power. Musik im Dienst der Außenpolitik am Beispiel der USA

Term Paper , 2013 , 16 Pages , Grade: 1,9

Autor:in: Sandra Wackenhut (Author)

Musicology - Miscellaneous
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„Mit Politik kann man keine Kultur machen, aber vielleicht kann man mit Kultur Politik machen“. Theodor Heuss

Diese Worte sprach Theodor Heuss zwar in Bezug auf die Weimarer Republik aus, doch könnte seine Vermutung auch aus den Rängen der US-amerikanischen Regierung stammen. Wie genau die USA versucht(e) mit Kultur Politik zu machen, soll in dieser Arbeit veranschaulicht werden. Dabei steht Musik als Teil der amerikanischen Kultur im Mittelpunkt der Untersuchung. Nach Klärung einiger entscheidender Begriffe soll anhand konkreter Beispiele aufgedeckt werden, wie amerikanische Musik als Soft Power-Instrument eingesetzt werden kann und was für eine Rolle diese Musik in der Außenpolitik der USA spielt und bereits gespielt hat.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitionen

2.1 Außenpolitik

2.1.1 Hard Power

2.1.2 Soft Power

3 Beispiele für den Einsatz von Musik in der Soft Power der USA

3.1 Die Verbreitung westlicher Musik während des Kalten Kriegs

3.2 Bureau of Educational and Cultural Affairs (ECA) – American Music Abroad

3.3 Song: God Bless the USA

4 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Musik als Instrument der US-amerikanischen Soft Power. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie amerikanische Kulturpolitik durch Musik gezielt oder indirekt eingesetzt wird, um Einfluss auf andere Staaten zu nehmen, ein positives Image der USA zu vermitteln und Vertrauen sowie Verständnis bei Zielgruppen weltweit zu gewinnen.

  • Grundlagen der Machtbegriffe Hard Power und Soft Power in den internationalen Beziehungen
  • Die historische Nutzung von westlicher Musik als Soft Power-Instrument während des Kalten Kriegs
  • Analyse aktueller staatlicher Austauschprogramme wie "American Music Abroad"
  • Untersuchung von populären Musiktiteln als Ausdruck nationaler Identität und patriotischer Soft Power
  • Reflexion über die Wirksamkeit und die Grenzen kultureller Einflussnahme in der Außenpolitik

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Verbreitung westlicher Musik während des Kalten Kriegs

In der Geschichte der USA kam es immer wieder zum Einsatz „weicher“ Instrumente, wenn es darum ging, möglichst viele Meinungsanhänger zu gewinnen. Besonders zu erwähnen ist jedoch die Situation nach dem Zweiten Weltkrieg (vgl. Sirakov 2008, S. 257). So wurde Kultur während des Kalten Kriegs als eine Art heimliche Waffe der amerikanischen Regierung gegen den sowjetischen Feind angesehen (vgl. Schneider zit. nach Sirakov 2008, S. 257). Dies zeigte sich u. a. in von amerikanischer Seite organisierten und durch die CIA finanziell unterstützten kulturellen Austauschprogrammen (vgl. Wiener 1999, S. 25f zit. nach Sirakov 2008, S. 258).

Doch auch auf offizieller Seite tat sich einiges. 1953 initiierte Präsident Dwight D. Eisenhower die bereits erwähnte Public Diplomacy-Behörde United States Information Agency (USIA). Ihre Aufgaben bestanden aus der Erklärung und Akzeptanzförderung der US-Politik im Ausland mit Hilfe aufklärerischer und kultureller Aktivitäten (vgl. USIA 1999). USIA-Büros existierten in nahezu allen amerikanischen Botschaften bzw. Vertretungen. Nach dem Kalten Krieg und hoher Einsparungen wurde die USIA 1999 aufgelöst und in das amerikanische Außenministerium (Department of State) integriert (vgl. ebd.).

Zur USIA gehörte u. a. auch der staatliche Auslandssender VOA (Voice of America), der neben einigen anderen Radiosendern im Sinne einer neuen Art des Kalten Krieges, dem „war of ideas“, aktiv wurde. Diese Sender zogen mit speziell auf die Länder des Warschauer Pakts abgestimmten Formaten in den „Krieg“ (vgl. Sirakov 2008, S. 263). Bekannt wurde im Fall der VOA das oftmals als legendär bezeichnete Musikprogramm von Radiomoderator Willis Conover, das vor allem bei osteuropäischen Jugendlichen Anklang fand und inhaltlich frei von politischer Propaganda war (vgl. Hielscher 2008). Es bestand aus jeweils fünfundvierzig Minuten Jazz und Popmusik, denen eine viertelstündige Nachrichtensendung vorausging. Conover erklärte sich seine große Zuhörerschaft durch das Gefühl der Freiheit, das seine Hörer beim Rezipieren des Jazz verspürten (vgl. Richmond 2003, S. 207). Dem ist die Neuartigkeit der Musik für die Ohren der sowjetischen Bevölkerung hinzuzufügen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein, beleuchtet das Zitat von Theodor Heuss im Kontext der US-Außenpolitik und stellt die Forschungsfrage nach der Rolle von Musik als Instrument der Soft Power.

2 Definitionen: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen gelegt, indem die Begriffe Außenpolitik, Hard Power und Soft Power präzisiert und in den wissenschaftlichen Kontext eingeordnet werden.

3 Beispiele für den Einsatz von Musik in der Soft Power der USA: Dieses Hauptkapitel untersucht anhand historischer Beispiele aus dem Kalten Krieg sowie moderner Programme wie "American Music Abroad" und der Analyse des Liedes "God Bless the USA", wie Musik als Instrument der Machtausübung fungiert.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine absolute strategische Steuerung von musikbezogener Soft Power kaum möglich ist, da ihre Wirkung komplex, individuell und oft unvorhersehbar bleibt.

Schlüsselwörter

Soft Power, Außenpolitik, Kulturpolitik, Musik, USA, Kalter Krieg, Public Diplomacy, Cultural Diplomacy, Nation Branding, American Music Abroad, USIA, Identität, Patriotismus, Ideologie, politische Einflussnahme

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die strategische Bedeutung von Musik als Instrument im Bereich der amerikanischen Soft Power und Außenpolitik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretische Einordnung von Machtmitteln, die Rolle der Kultur im Kalten Krieg sowie moderne Formen der musikalischen Diplomatie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll veranschaulicht werden, wie die USA durch den Export und Einsatz ihrer Musik Einfluss auf andere Staaten nehmen und ein positives Image aufbauen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen politikwissenschaftlichen Ansatz, kombiniert mit einer Analyse von Fachliteratur und Fallbeispielen zur kulturellen Einflussnahme.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Verbreitung westlicher Musik im Kalten Krieg und die Untersuchung zeitgenössischer Programme des US-Außenministeriums.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Zentrale Begriffe sind Soft Power, Public Diplomacy, Außenpolitik, Nation Branding und die instrumentelle Nutzung von Musik.

Welche Rolle spielte die USIA im Kalten Krieg?

Die USIA fungierte als Public-Diplomacy-Behörde, die kulturelle Aktivitäten und Auslandssender wie "Voice of America" nutzte, um amerikanische Werte und Politik im Ausland zu verbreiten.

Wie lässt sich der Song "God Bless the USA" im Kontext der Soft Power interpretieren?

Der Song dient als identitätsstiftendes Symbol, das amerikanische Werte wie Freiheit und Patriotismus feiert und somit zur Stärkung eines nationalen Wir-Gefühls und des US-Images beiträgt.

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Details

Title
Soft Power. Musik im Dienst der Außenpolitik am Beispiel der USA
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Musikwissenschaft)
Grade
1,9
Author
Sandra Wackenhut (Author)
Publication Year
2013
Pages
16
Catalog Number
V213639
ISBN (eBook)
9783656421702
ISBN (Book)
9783656422167
Language
German
Tags
soft power musik dienst außenpolitik beispiel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Wackenhut (Author), 2013, Soft Power. Musik im Dienst der Außenpolitik am Beispiel der USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213639
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