Neben einem allgemeinen Überblick über die Publikationslandschaft vor der Entstehung der AmZ, einem Abriss der Geschichte der Zeitschrift und dem typischen Aufbau, sollen in dieser Arbeit unter anderem die Redakteure bis 1848 vorgestellt und ihr jeweiliges Wirken besprochen werden.
Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem ersten Editor und somit dem Mitbegründer der Zeitschrift: Friedrich Rochlitz, welcher die Zeitschrift und ihr Bild in der Gesellschaft maßgeblich prägte.
Inhaltsverzeichnis
2. Einleitung
2.1 Ziel der Arbeit
2.2 Zeitliche Eingrenzung
3. Die Zeitschrift im Allgemeinen
3.1 Historische Ausgangslage
3.2 Über die Zeitschrift
4. Formaler Aufbau der Zeitung
5. Friedrich Rochlitz
5.1 Biographisches
5.2 Wirken
6. Die AmZ unter den verschiedenen Redakteuren
6.1 Gottfried Härtel
6.2 Gottfried Fink
6.3 Willhelm Lobe und Andere
7. Besonderheiten
8. Schluss
8.1 Historischer Ausblick (1863 – 1882)
8.2 Finales Schlusswort der Allgemeinen musikalischen Zeitung
8.3 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der „Allgemeinen musikalischen Zeitung“ (AmZ) von ihrer Gründung im Jahr 1798 bis zu ihrer ersten Einstellung im Jahr 1848, wobei der Fokus auf der redaktionellen Arbeit und der Bedeutung des Blattes für die musikalische Landschaft liegt.
- Historischer Kontext und Entstehungsbedingungen der AmZ
- Struktureller und formaler Aufbau der musikjournalistischen Publikation
- Rolle und Wirken des ersten Redakteurs Friedrich Rochlitz
- Vergleichende Betrachtung der redaktionellen Ären unter Härtel, Fink und Lobe
- Bedeutung der AmZ als musikalischer Spiegel des 19. Jahrhunderts
Auszug aus dem Buch
Friedrich Rochlitz
Friedrich Johann Rochlitz wurde am 12. Februar 1768 in Leipzig als Sohn eines Schneidermeisters geboren. Ab dem dreizehnten Lebensjahr lernte er unter dem Kantor Johann Friedrich Dohles an der Thomasschule in Leipzig Orgel- und Klavierspiel und wurde außerdem von selbigem in Komposition und Kontrapunkt unterrichtet. Auf den Wunsch seines Vaters hin begann er 1789 ein Theologiestudium, welches er auf Umwegen schließlich abschloss und somit auch einige Predigten in Leipzig hielt.
Trotzdem wandte er sich letztendlich von dem Theologenberuf ab (auch wegen schlechter Aussichten aufgrund seiner Herkunft), um als Publizist und freier Schriftsteller zu arbeiten, bis er schließlich 1798 die Leitung der AmZ übernahm. Auch nach seinem Ausscheiden 1818 schrieb er bis zum Jahre 1835 immer wieder Beiträge für seine ehemalige Zeitschrift, nahm aber nie wieder eine Festanstellung bei einem Unternehmen an und wirkte somit bis zu seinem Tode am 16. Dezember 1842 als freier musikalischer und literarischer Publizist weit in das 19. Jahrhundert hinein.
Zusammenfassung der Kapitel
2. Einleitung: Definiert das Ziel der Arbeit, die Musikzeitschrift als Medium zu beleuchten und den zeitlichen Rahmen sowie die redaktionellen Epochen einzugrenzen.
3. Die Zeitschrift im Allgemeinen: Analysiert die historischen Voraussetzungen Ende des 18. Jahrhunderts, die zur Etablierung einer erfolgreichen Musikfachzeitschrift führten.
4. Formaler Aufbau der Zeitung: Beschreibt die äußere Form, die Periodizität und die inhaltliche Struktur der Ausgaben sowie die redaktionellen Richtlinien.
5. Friedrich Rochlitz: Porträtiert den ersten Redakteur und beleuchtet dessen Einfluss auf die Qualität und den Erfolg der Zeitschrift bis 1818.
6. Die AmZ unter den verschiedenen Redakteuren: Untersucht die redaktionelle Führung unter Härtel, Fink sowie Lobe und die damit verbundenen konzeptionellen Veränderungen.
7. Besonderheiten: Erörtert die anonyme Arbeit der Redakteure sowie erste Anzeichen für urheberrechtliche Diskussionen in der Musikpublizistik.
8. Schluss: Gibt einen Ausblick auf die Zeit nach 1848 und zieht ein Fazit über die historische Bedeutung der AmZ als Spiegel ihrer Zeit.
Schlüsselwörter
Allgemeine musikalische Zeitung, Friedrich Rochlitz, Musikgeschichte, 19. Jahrhundert, Musikpublizistik, Breitkopf & Härtel, Musikjournalismus, Musikkritik, Rezensionen, Musikästhetik, Redaktion, Leipzig, Kulturgeschichte, Klassik, Beethoven.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die „Allgemeine musikalische Zeitung“ und ihre zentrale Rolle in der deutschen Musiklandschaft zwischen 1798 und 1848.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit befasst sich mit der Entstehungsgeschichte, dem redaktionellen Aufbau, den verschiedenen Herausgebern sowie der historischen Wirkung und Rezeption des Blattes.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Entwicklung der Zeitschrift, das Wirken prägender Akteure wie Friedrich Rochlitz und die Faktoren für den Erfolg sowie die spätere Einstellung des Blattes darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine musikwissenschaftliche Quellenarbeit, die auf einer historischen Literaturanalyse und der Auswertung zeitgenössischer Dokumente basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden der formale Aufbau der Zeitung, die Biografien und Arbeitsweisen der Redakteure sowie die verschiedenen redaktionellen Phasen bis zum Jahr 1848 detailliert untersucht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Musikpublizistik, Friedrich Rochlitz, Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts und Breitkopf & Härtel.
Welche Bedeutung hatte Friedrich Rochlitz für das Blatt?
Rochlitz war maßgeblich für die Professionalisierung und Popularisierung der Zeitschrift verantwortlich und prägte durch seine redaktionellen Standards deren seriösen Charakter.
Warum wurde die Zeitschrift 1848 eingestellt?
Die Einstellung war bedingt durch veränderten Zeitgeist, den Druck durch wachsende Konkurrenz anderer Musikzeitschriften und Schwierigkeiten der Verleger, den hohen redaktionellen Standard dauerhaft zu halten.
- Arbeit zitieren
- Michael Wirth (Autor:in), 2013, Die Leipziger Allgemeine musikalische Zeitung im Überblick (1798 - 1848), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213760