Aufgabe des Deutschunterrichts ist es, die Schülerinnen und Schüler zu kompetenten Schreibern auszubilden, damit sie den Anforderungen in Schule, Studium und Beruf gerecht werden können. Darüber hinaus sind die individuell vorhandenen Schreibpotenziale und die Freude am Schreiben aufrechtzuerhalten beziehungsweise zu fördern. Denn während die meisten Schülerinnen und Schüler zu Beginn der Sekundarstufe I gerne schreiben, nimmt diese Lust im weiteren Verlauf der Schullaufbahn deutlich ab. Diese Erkenntnisse belegen nicht zuletzt die wissenschaftlichen Auswertungen der PISA-Studie.1 Als didaktische Konsequenz ergibt sich daraus, einen Schreibunterricht mit anregenden Aufgaben und Problemlösungspotenzial zu konzipieren. Weiterhin muss den Schülerinnen und Schülern die lebenspraktische Relevanz und Bedeutung des Schreibens ersichtlich werden. Schließlich wird Schreibentwicklung auch in hohem Maße von der Motivation beeinflusst, mit der Schreibende an die Realisierung ihrer Schreibaufgaben herangehen. Bestehen aber von Beginn an unüberwindbare Schreibbarrieren, wird ein Schreibprozess nur mit Mühe in Gang gesetzt.
In der vorliegenden Unterrichtsreihe wird diesen Aspekten Rechnung getragen und dient als Grundlage, um einen Beitrag zur Förderung von Schreibkompetenz zu leisten. Im Einklang mit dem Rahmenplan wird Schreibkompetenz in dieser Arbeit verstanden „als Fähigkeit, eigene Texte eigenständig, zielorientiert, situations- und adressatengerecht zu verfassen und sprachlich differenziert zu gestalten. Sprachliche Mittel setzen die Schülerinnen und Schüler zweckentsprechend und begründet ein. Sie gestalten schrittweise planvoll den eigenen Schreibprozess und reflektieren ihn.“
Inhaltsverzeichnis
1. Begründung des Themas und Zielstellung der Arbeit
2. Bedingungsanalyse
3. Sachanalyse
4. Didaktische Analyse
4.1 Beziehungen zum Rahmenplan
4.2 Exemplarische Bedeutung
4.3 Gegenwarts- und Zukunfstbedeutung
4.4 Reduktion
4.5 Strukturierung der Unterrichtseinheit
5. Ziele in den Kompetenzbereichen
6. Methodische Überlegungen
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Schreibkompetenz von Schülerinnen und Schülern der 7. Klasse am Gymnasium durch einen planvoll organisierten Schreibprozess im Bereich der Vorgangsbeschreibung zu fördern. Dabei wird ein besonderer Fokus auf die lebenspraktische Relevanz, die kognitive Strukturierung sowie die Verknüpfung mit anderen Fächern gelegt.
- Förderung der Schreibkompetenz durch prozessorientiertes Schreiben.
- Einsatz didaktischer Methoden wie Schreibkonferenz und Textlupe.
- Fächerverbindender Unterricht (Deutsch und Physik).
- Binnendifferenzierung zur individuellen Förderung.
- Anknüpfung an die Lebenswelt der Lernenden zur Motivationssteigerung.
Auszug aus dem Buch
1. Begründung des Themas und Zielstellung der Arbeit
Eine Aufgabe des Deutschunterrichts ist es, die Schülerinnen und Schüler zu kompetenten Schreibern auszubilden, damit sie den Anforderungen in Schule, Studium und Beruf gerecht werden können. Darüber hinaus sind die individuell vorhandenen Schreibpotenziale und die Freude am Schreiben aufrechtzuerhalten beziehungsweise zu fördern. Denn während die meisten Schülerinnen und Schüler zu Beginn der Sekundarstufe I gerne schreiben, nimmt diese Lust im weiteren Verlauf der Schullaufbahn deutlich ab. Diese Erkenntnisse belegen nicht zuletzt die wissenschaftlichen Auswertungen der PISA-Studie.
Als didaktische Konsequenz ergibt sich daraus, einen Schreibunterricht mit anregenden Aufgaben und Problemlösungspotenzial zu konzipieren. Weiterhin muss den Schülerinnen und Schülern die lebenspraktische Relevanz und Bedeutung des Schreibens ersichtlich werden. Schließlich wird Schreibentwicklung auch in hohem Maße von der Motivation beeinflusst, mit der Schreibende an die Realisierung ihrer Schreibaufgaben herangehen. Bestehen aber von Beginn an unüberwindbare Schreibbarrieren, wird ein Schreibprozess nur mit Mühe in Gang gesetzt.
In der vorliegenden Unterrichtsreihe wird diesen Aspekten Rechnung getragen und dient als Grundlage, um einen Beitrag zur Förderung von Schreibkompetenz zu leisten. Im Einklang mit dem Rahmenplan wird Schreibkompetenz in dieser Arbeit verstanden „als Fähigkeit, eigene Texte eigenständig, zielorientiert, situations- und adressatengerecht zu verfassen und sprachlich differenziert zu gestalten. Sprachliche Mittel setzen die Schülerinnen und Schüler zweckentsprechend und begründet ein. Sie gestalten schrittweise planvoll den eigenen Schreibprozess und reflektieren ihn.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Begründung des Themas und Zielstellung der Arbeit: Erläutert die Notwendigkeit der Schreibförderung im Deutschunterricht und definiert den Kompetenzbegriff im Kontext des Rahmenplans.
2. Bedingungsanalyse: Beschreibt die Zusammensetzung der Klasse 7b, das Lernklima und die methodischen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler.
3. Sachanalyse: Analysiert den Stellenwert und die didaktische Tradition des Beschreibens im Deutschunterricht und plädiert für einen prozessorientierten Ansatz.
4. Didaktische Analyse: Beleuchtet die curricularen Einbindungen, die Zukunftsbedeutung der Schreibfähigkeit sowie die didaktische Reduktion und Strukturierung der Unterrichtseinheit.
5. Ziele in den Kompetenzbereichen: Definiert detailliert die angestrebten Lernziele in den Bereichen Sach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz.
6. Methodische Überlegungen: Detailliert die geplante Vorgehensweise und methodischen Schritte für die drei Doppelstunden sowie die spezifische Lehrprobe.
Schlüsselwörter
Schreibkompetenz, Vorgangsbeschreibung, Deutschunterricht, Schreibprozess, Schreibkonferenz, Textlupe, Fächerverbindender Unterricht, Didaktische Analyse, Binnendifferenzierung, Schreibentwicklung, Problemlösung, Lernprogression, Sprachliche Ausdrucksfähigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit widmet sich der systematischen Förderung der Schreibkompetenz in einer 7. Klasse am Gymnasium durch die intensive Behandlung der Textart "Vorgangsbeschreibung".
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Zentrum stehen die Prozessorientierung beim Schreiben, der Adressatenbezug, der Einsatz didaktischer Feedback-Methoden und die Verknüpfung von Fachwissen mit physikalischen Experimenten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern durch eine strukturierte Unterrichtsreihe die Fähigkeiten zu vermitteln, eigene Texte eigenständig, zielorientiert und situationsgerecht zu verfassen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden prozessorientierte didaktische Methoden wie die "Textlupe" und die "Schreibkonferenz" angewendet, eingebettet in eine lernzielorientierte Unterrichtsplanung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst eine Bedingungs- und Sachanalyse, die didaktische Herleitung der Unterrichtsthemen sowie eine detaillierte methodische Verlaufsplanung für mehrere Unterrichtsstunden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Schreibkompetenz, Vorgangsbeschreibung, prozessorientiertes Schreiben und fächerverbindender Unterricht geprägt.
Warum wird im Unterricht auch eine Satellitenkarte verwendet?
Die Karte dient als lebensweltlicher Bezugspunkt, um das Schreiben von Wegbeschreibungen für die Schüler konkret und motivierend erlebbar zu machen.
Welche Rolle spielt die "Textlupe" im Unterricht?
Die Textlupe ist ein strukturierter Kommentarzettel, der die Schüler dazu anleitet, fremde Texte kritisch und fachlich fundiert zu beurteilen, um den eigenen Lernprozess zu reflektieren.
- Arbeit zitieren
- Jens Segebrecht (Autor:in), 2013, Unterrichtseinheit: Vorgangsbeschreibung, Klasse 7, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213812