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Die christliche Hoffnung auf Vollendung

Titel: Die christliche Hoffnung auf Vollendung

Hausarbeit , 2011 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Sven Ottberg (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die christliche Hoffnung auf Vollendung gründet in der Auferstehung Jesu Christi. Entfalten Sie diese Aussage des neuen Testaments und grenzen Sie den Glauben an die Auferstehung von nichtchristlichen Vollendungsvorstellungen ab.
Die Hoffnung auf Vollendung und somit der Glaube an die Auferstehung der Toten ist untrennbar mit der Auferstehung Jesu Christi verbunden. Für Paulus ist dies die christliche Hoffnung schlechthin. Fehlt der Glaube an die Auferstehung Jesu, spricht Paulus sogar von einem sinnlosen Glauben.
"Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, ist auch Christus nicht auferweckt worden. Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos" (1 Kor 15,13f).
Nach Auskunft der christlichen Nachrichtenagentur idea.de glaubt nur noch ein gutes Drittel (37 Prozent) der Deutschen an ein Leben nach dem Tod oder an die Auferstehung Jesu Christi. Diese auf Daten des Meinungsforschungsinstitutes Forsa beruhende Umfrage aus dem Jahr 2011 zeigt, dass das gestellte Thema sehr aktuell ist und wirft die Frage auf, was eigentlich mit der Lehre von Tod und Auferstehung oder der christlichen Hoffnung auf Vollendung gemeint ist.
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Begriffen „Hoffnung“ und „Vollendung“ im theologischen Kontext, um die eschatologische Dimension des christlichen Glaubens darzulegen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Hauptteil

1. Die christliche Hoffnung auf Vollendung

2. Hoffnung auf Vollendung im Neuen Testament

2.1 Jesu Botschaft vom Reich Gottes

2.2 Die eschatologische Rede

2.3 Nachösterliche Neuorientierung

2.4 Parusie

3. Die Auferstehung der Toten

4. Abgrenzung zu nichtchristlichen Vollendungsvorstellungen

4.1. Vollendungsvorstellungen im Islam

4.2. Vollendungsvorstellungen im Judentum

C. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die eschatologische Dimension des christlichen Glaubens und analysiert, wie die Hoffnung auf Vollendung in der Auferstehung Jesu Christi begründet ist. Dabei wird der Versuch unternommen, diese christliche Perspektive von Vollendungsvorstellungen in anderen monotheistischen Weltreligionen abzugrenzen.

  • Grundlagen der christlichen Hoffnung auf Vollendung
  • Die neutestamentliche Botschaft Jesu zum Reich Gottes
  • Entwicklung und Bedeutung der Naherwartung (Parusie)
  • Vergleich der christlichen Perspektive mit islamischen und jüdischen Vollendungsvorstellungen

Auszug aus dem Buch

2.1 Jesu Botschaft vom Reich Gottes

„Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium.“ (Mk 1,15) Mit dieser Aussage beginnt das erste Auftreten des Jesus von Nazareth in Galiläa. Das nahekommende Himmelreich oder Reich Gottes wird bis zu seiner Himmelfahrt das zentrale Thema seiner Verkündigungen bleiben. „Die Gottesherrschaft – und zwar durchweg im eschatologischen Sinn - bildet das Zentrum und das im Grunde einzige Thema des Auftreten Jesu, dem er alles andere unter – und nachordnet.“7 Allerdings wird ein Spannungsfeld zwischen verschiedenen Aussagen deutlich, wenn man bedenkt, dass Jesus auf der einen Seite zukunftsgerichtet vom Reich Gottes spricht, das nahe gekommen ist und auf der anderen Seite sagt: „Wenn ich aber die Dämonen mit dem Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen.“ (Lk 11,20). Dass das kommende Reich Gottes für Jesus dennoch eine zukünftige Größe ist, wird in der Bitte „dein Reich komme“ (Lk 11,2) deutlich. Es hätte sonst heißen müssen „dein Reich bleibe“. Wie lassen sich folglich sein Handeln und seine Aussagen innerhalb dieses Spannungsfeldes deuten?

Es geht um das bereits angebrochene und das sich in der Zukunft vollendende Reich Gottes. Es bricht an, indem Jesus während seines Wirkens Tote zu neuem Leben erweckt, wie z.B. den Jüngling von Nain (Lk 7,11-17) oder Lazarus (Joh 11,1-44) und andere Machttaten vollbringt (vgl. Kaptl. 2.1). Der historische Jesus - vertraut mit der Thora - erfüllt das Wort der Propheten. Beispielhaft sei der Prophet Jesaja erwähnt. „Dann werden die Augen der Blinden geöffnet, auch die Ohren der Tauben sind wieder offen.“ (Jes 35,5). Jesus bringt das Heil Gottes in die Welt, indem Gott Mensch geworden ist. Dieses Heil oder heilmachende Handeln ist gegenwartsbezogen, weist aber im Kern auf das zukünftige, vollendete Kommen des Reiches Gottes hin (vgl. Mk 13,32). Das Besondere an seiner Botschaft ist das Angebot universellen, bedingungslosen Heils, das nicht an bestimmte Voraussetzungen oder das Einhalten von Gesetzen oder Speisevorschriften gebunden ist (Mk 1,7-23).

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Diese Einleitung führt in die untrennbare Verbindung zwischen der christlichen Hoffnung auf Vollendung und der Auferstehung Jesu Christi ein und stellt die Relevanz des Themas in einer säkularisierten Gesellschaft dar.

B. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in die theologische Grundlegung der christlichen Hoffnung, die neutestamentliche Analyse der Botschaft Jesu, das Verständnis der Auferstehung sowie den Vergleich mit nichtchristlichen Positionen.

1. Die christliche Hoffnung auf Vollendung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Vollendung im eschatologischen Kontext und betont, dass die christliche Hoffnung nicht von menschlichem Handeln abhängt, sondern auf einer göttlichen Verheißung beruht.

2. Hoffnung auf Vollendung im Neuen Testament: Hier wird analysiert, wie Jesu Botschaft vom Reich Gottes ein Spannungsfeld zwischen gegenwärtiger Wirksamkeit und zukünftiger Vollendung aufspannt, das die Basis für das christliche Verständnis bildet.

2.1 Jesu Botschaft vom Reich Gottes: Dieses Kapitel erläutert das Konzept des bereits angebrochenen, aber in der Zukunft vollendenden Reiches Gottes anhand von biblischen Beispielen und Jesu Handeln.

2.2 Die eschatologische Rede: Dieses Kapitel untersucht die Endzeitreden Jesu und stellt klar, dass diese nicht als Hellseherei, sondern als Aufruf zur Verantwortung und zum rechten Weg im Wort Gottes zu verstehen sind.

2.3 Nachösterliche Neuorientierung: Dieses Kapitel beschreibt die Krise der Jünger nach dem Kreuzestod Jesu und deren Wandlung zur Hoffnung durch die Erfahrung der Auferstehung, die zur Naherwartung führt.

2.4 Parusie: Dieses Kapitel behandelt das Konzept der Parusie als Ankunft und Gegenwart, die sich in den frühen christlichen Gemeinden von einer unmittelbaren Naherwartung hin zu einem tragenden Glaubensbestandteil wandelte.

3. Die Auferstehung der Toten: Dieses Kapitel definiert die christliche Auferstehung als Auferstehung des Leibes (Soma) als soziale und geschichtliche Existenz in Einheit mit der Seele.

4. Abgrenzung zu nichtchristlichen Vollendungsvorstellungen: Dieses Kapitel vergleicht christliche Vorstellungen mit anderen religiösen Sichtweisen, um die Besonderheit des christlichen Heilsverständnisses hervorzuheben.

4.1. Vollendungsvorstellungen im Islam: Dieses Kapitel analysiert das islamische Verständnis von Diesseits als Prüfung für ein künftiges Leben und arbeitet die Unterschiede zur christlichen Heilsgewissheit heraus.

4.2. Vollendungsvorstellungen im Judentum: Dieses Kapitel betrachtet die jüdische Messiaserwartung und betont, dass der jüdische Glaube weniger auf ein konkretes Jenseits als auf die gelebte Gottesherrschaft fokussiert ist.

C. Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen und äußert die Hypothese, dass die aktuelle Kirchenkrise auch darauf zurückzuführen ist, dass die Thematik der Vollendung in der Verkündigung an Bedeutung verloren hat.

Schlüsselwörter

Vollendung, Hoffnung, Auferstehung, Reich Gottes, Jesus Christus, Eschatologie, Parusie, Reich Gottes, Jenseits, Islam, Judentum, Naherwartung, Gottesherrschaft, Theologie, Heilsgewissheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung der christlichen Hoffnung auf Vollendung, die untrennbar mit der Auferstehung Jesu Christi verbunden ist, und grenzt diese von nichtchristlichen Vorstellungen ab.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die eschatologische Dimension des Glaubens, neutestamentliche Aussagen zum Reich Gottes, das Verständnis von Tod und Auferstehung sowie den interreligiösen Vergleich.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Hoffnung auf Vollendung theologisch zu entfalten, die neutestamentliche Aussage zu klären und den Glauben an die Auferstehung von nichtchristlichen Konzepten abzugrenzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theologischen Analyse neutestamentlicher Texte und der Auswertung dogmatischer sowie interreligiöser Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition christlicher Hoffnung, der Analyse von Jesu Verkündigung, der Bedeutung der Parusie, der kirchlichen Lehre über die Auferstehung und dem Vergleich mit dem Islam und Judentum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Vollendung, Auferstehung, Eschatologie, Reich Gottes und interreligiöser Dialog charakterisiert.

Warum wird im Schluss eine Hypothese zum Umfrageergebnis aufgestellt?

Der Autor vermutet, dass die abnehmende Bedeutung der Endzeit-Thematik in der heutigen kirchlichen Verkündigung eine Ursache für den schwindenden Glauben an die Auferstehung in der Bevölkerung sein könnte.

Wie unterscheidet sich die christliche Sicht vom islamischen Verständnis der Vollendung?

Während der Islam das diesseitige Leben als Prüfung für ein künftiges, von Taten abhängiges Leben begreift, sieht das Christentum das Heil in der Gemeinschaft mit dem auferstandenen Christus bereits als gegenwärtig an.

Welche Rolle spielt die Messiaserwartung im Judentum im Vergleich zum Christentum?

Im Judentum steht die Messiaserwartung im Zentrum, jedoch ohne eine so kanonisierte Dogmatik über das Jenseits wie im Christentum; der jüdische Glaube konzentriert sich stärker auf die religiöse Praxis im Hier und Jetzt.

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Details

Titel
Die christliche Hoffnung auf Vollendung
Hochschule
Katholische Akademie Domschule Würzburg
Veranstaltung
Der christliche Glaube - Grundkurs
Note
2,0
Autor
Sven Ottberg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
14
Katalognummer
V213902
ISBN (eBook)
9783656425311
ISBN (Buch)
9783656436775
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Theologie im Fernkurs Eschatologie Vollendung Pausie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sven Ottberg (Autor:in), 2011, Die christliche Hoffnung auf Vollendung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213902
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Leseprobe aus  14  Seiten
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