Die aspektuellen Verbalperiphrasen: las perífrasis incoativas y terminativas


Hausarbeit, 2011
17 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Der Aspekt und die Verbalperiphrasen

2 Perífrasis incoativas
2.1 empezar (comenzar) a + infinitivo
2.2 ponerse a + infinitivo
2.3 meterse a + infinitivo
2.4 echarse a + infinitivo
2.5 romper a + infinitivo
2.6 soltarse a + infinitivo
2.7 estar al + infinitivo
2.8 estar para + infinitivo

3 Perífrasis terminativas
3.1 dejar de + infinitivo
3.2 acabar (terminar) de + infinitivo
3.3 llegar (alcanzar) a + infinitivo
3.4 acabar por + infinitivo

Schluss

Literaturverzeichnis

Einleitung

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema der aspektuellen Verbalperiphrasen des Spanischen, den perífrasis verbales. Zunächst wird auf den Begriff des Aspektes, der Art und Weise eines Handlungsverlaufs, eingegangen werden. Zudem wird die Definition der Verbalperiphrase, einer Konstruktion eines Hilfsverbs und eines Hauptverbs, anschaulich gemacht und die Frage nach deren Bildung und Bestandteilen beantwortet werden.

Der Schwerpunkt der Arbeit wurde auf zwei Aspekte der Verbalperiphrasen gelegt. Nachdem die Frage nach den aspektuellen Verbalperiphrasen einführend geklärt wird, werden die perífrasis incoativas und die perífrasis terminativas, die von den Linguisten, auf dessen Klassifizierung wir uns stützen, als perífrasis infinitivas kategorisiert werden, mit jeweils einzelnen Beispielen aufgeführt und näher gebracht. Es soll geklärt werden, was diese bedeuten, welche Absicht der Sprecher hat und was er ausdrücken möchte, wenn er diese verwendet. Es werden dazu Beispielsätze zur Verdeutlichung herangezogen. Dabei greifen wir auf Gómez Torregos Beispiele zurück. Ferner werden die perífrasis untereinander verglichen und grundlegende Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede erwähnt. Für das Spanische ist der Aspekt überaus relevant. Wenn wir die Verlaufsform des Deutschen und Sätze wie „Ich tue gerade“ versus „Ich bin am Tun“ betrachten, merken wir, dass diese für einen Sprecher dieser Sprache nicht obligatorisch ist. Im Spanischen kann der Aspekt beim Spracherwerb einem deutschen Muttersprachler Schwierigkeiten bereiten.

Diese Veranschaulichung und Nahebringung der Verbalperiphrasen lässt den Leser besser verstehen, was der Sprecher, womöglich er selbst, mit der Realisierung einer konkreten Verbalperiphrase ausdrücken kann und ihn ein Gefühl dafür entwickeln. Das Bewusstsein für diesen Sachverhalt kann zu einer Verbesserung der Fremdsprachenkenntnisse eines Lerners führen.

In der Arbeit werden nicht alle möglichen Definitionen des Aspektes sowie der Verbalperiphrasen diskutiert. Sie stellt nicht die verschiedenen Ansichten der Sprachwissenschaftler dar. Es können nicht alle aspektuellen Verbalperiphrasen besprochen werden, da es den Umfang dieser Arbeit sprengen würde. Somit muss das umfangreiche Thema der Verbalperiphrasen eingeschränkt werden und es kann nur auf spezielle Beispiele eingegangen werden.

1 Der Aspekt und die Verbalperiphrasen

Aufgrund zahlreicher unterschiedlicher Haltungen der Linguisten gegenüber dem Begriff des Aspektes ist es überaus kompliziert, eine absolute Definition zu erreichen. Deshalb kann der Terminus hier nur grob wiedergegeben und eine Idee dessen nahe gebracht werden.

Der Aspekt kennzeichnet einen Handlungsverlauf: den Anfang, die Wiederholung, die Dauer oder das Ende einer Tat. Linguisten wie z. B. Comrie betonen, der Aspekt drücke in erster Linie „[…] Dauer, eine punktuelle Situation, eine vollendete Aktion oder ein Resultat aus“, Quesada 1994, S. 97. Andere heben hervor, der Aspekt sage aus, wie der Sprecher subjektiv zu dem Geschehen eingestellt ist und wie er ihn dem Hörer erscheinen lassen möchte, so dass dieser den Vorgang quasi miterleben kann.

Die spanische Sprache ist eine Sprache, in der der Aspekt eine im höchsten Maße wichtige Rolle spielt. Dieser wird im Spanischen mit verbalen Umschreibungen, den Verbalperiphrasen, geäußert.

Verbalperiphrasen sind Konstruktionen mit Verben der Fortbewegung, die in Verbindung mit einem Infinitiv, einem Gerundium oder einem Partizip stehen. In einer solchen Zusammenfügung verlieren diese Verben ihre anfängliche Bedeutung und üben die Rolle eines Hilfsverbs aus. Sie werden zu Auxiliaren, die eine Verbalperiphrase überhaupt erst möglich machen. Gómez Torrego spricht von einer Bindung zwischen zwei oder mehr Verben, die syntaktisch einen ganzen Prädikatskern bilden.

Die Bestandteile einer Verbalperiphrase sind demzufolge zum einen ein konjugiertes Hilfsverb, das an sich an eine vorbereitende (imminentielle), beginnende (ingressive), verlaufsorientierte (kontinuative), ergebnisorientierte (resultative) oder vollendende (konklusive) Bedeutung hat. Verben wie z. B. haber, tener oder venir können Hilfsverben sein. In dem flektiertem Verb wird der Aspekt bestimmt.

Zum anderen gehört zu einer Verbalperiphrase eine Nominalform, ein Hauptverb, das entweder in Form eines Infinitivs, eines Gerundiums oder eines Partizips auftaucht. Eventuell wird auch von einem Verbindungswort, etwa einer Präposition oder einer Konjunktion zwischen dem Hilfs- und dem Hauptverb, Gebrauch gemacht.

Juan volvió a dormirse.

Der obige Satz ist ein Beispiel für eine Infinitivperiphrase, in dem der Handlungsaspekt der Wiederholung deutlich wird. Die Bedeutung der Verbalperiphrase ist bedingt durch die lexikalische Bedeutung des Hilfsverbs, das seine semantische Eigenständigkeit verloren hat, in dem Fall volver, und dem grammatischen Sinngehalt des Hauptverbs.

Beispiele für Periphrasen des Gerundiums und des Partizips sind folgende:

Eso viene costando mil pesetas.

Te tengo dicho que te calles.

Es gibt Klassifizierungen von Sprachwissenschaftlern wie Seco, der die Verbalperiphrasen in Kategorien des Beginns, der Progression, der Dauer, der Wiederholung und dem Ende einteilt. Auch Alcina und Blecua sprechen von den perífrasis incoativas, durativas, progresivas und reiterativas und verflechten diese mit den perífrasis infinitivas gegenüber den perífrasis del gerundio und den perífrasis del participio.

Auf diese Klassifizierung werden wir uns im Folgenden stützen.

2 Perífrasis incoativas

Die inchoativen Verbalperiphrasen des Spanischen gehören zu der umfangreichsten Gruppe der aspektuellen Verbalperiphrasen. Die grundlegendste Aufgabe dieser ist, den Anfang einer Handlung anzuzeigen. In manchen Fällen, in denen die Kontinuität der Handlung spürbar gemacht wird, spricht man auch von inchoativ-progressiven Verbalperiphrasen.

In einigen anderen Fällen spricht man von einem punktuellen Wert, in denen der Moment entscheidend ist, in dem eine Tat in Angriff genommen wird. In diesen Fällen wird die Abruptheit dieses Anfangsmoments hervorgehoben. Gelegentlich wird das Bevorstehen einer Handlung betont, die kurz vor dem Ausführen steht.

Ein Hilfsverb und ein gefolgtes Infinitiv lassen eine Handlung in die Zukunft blicken, d. h. die Tat, die durch diese Konstruktion realisiert wird, ist zukunftsorientiert, auch wenn der Gesamtbegriff im Präsens, in der Vergangenheit oder in der Zukunft steht. Doch diese Struktur sagt nichts über den eigentlichen Handlungsverlauf oder die Abgeschlossenheit dieser aus.

Zum besseren Verständnis werden einige inchoative Verbalperiphrasen als Beispiele herangezogen.

2.1 Empezar (comenzar) a + infinitivo

Die beiden Synonyme empezar und comenzar, die man ins Deutsche mit beginnen bzw. anfangen, etwas zu tun übersetzen würde, demonstrieren die Handlung in ihrem Anfang. Comenzar wird weniger umgangssprachlich benutzt, während empezar allgemeiner gebraucht wird. Das erstere erlaubt die Positionierung der Pronomen vor oder nach der Verbalperiphrase.

Empezaré a escribírtelo mañana.

Te lo empezaré escribir mañana.

Bei comenzar hegt man diesbezüglich Zweifel, ob eine Konstruktion dieser Art möglich ist.

Comenzaré a escribírtelo mañana.

Te lo comenzaré a escribir mañana. (?)

Beide Hilfsverben sind jedoch mit unpersönlichen Verben vereinbar.

Empieza a llover intensamente.

Comienza a hacer calor.

2.2 Ponerse a + infinitivo

Die Verbalperiphrase ponerse a + infinitivo, die ins Deutsche übersetzt wird mit beginnen etwas zu tun, zeigt ebenfalls den Anfang einer Handlung an, allerdings mit einer größeren Subjektivität des Sprechenden als bei der im Vergleich größeren Neutralität und Objektivität der Sätze mit empezar und comenzar. Der Sprechende signalisiert seine Freiwilligkeit, seine Entscheidung und Bemühung bezüglich einer Tat. Quesada setzt ponerse mit einer Absicht gleich.

Juan se puso a trabajar.

¡ Quizas te pusieras a trabajar!

In Verbindung eines Infinitivs mit einem unpersönlichen Verb erscheint der Handlungsbeginn noch energischer als bei empezar und comenzar.

De repente se puso a llover.

Gómez Torrego weist auf folgende Beispiele hin:

*Se puso a amanecer.

Empezó a amanecer.

Dass die erstere der beiden Konstruktionen nicht grammatisch ist, führt er auf die Unverträglichkeit des Auxiliars mit gewissen Handlungen zurück: „Quizá se deba a que las acciones de amanecer, salir el sol son necesariamente de progresión lenta, lo que las hace incompatibles con el auxiliar ponerse.“, Gómez Torrego 1988, S.110.

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Die aspektuellen Verbalperiphrasen: las perífrasis incoativas y terminativas
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Romanisches Seminar)
Veranstaltung
Kontrastive Grammatik Spanisch-Deutsch
Note
2,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
17
Katalognummer
V213913
ISBN (eBook)
9783656423133
ISBN (Buch)
9783656435280
Dateigröße
464 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Verbalperiphrasen, perífrasis verbales
Arbeit zitieren
BA Kinga Gmiat (Autor), 2011, Die aspektuellen Verbalperiphrasen: las perífrasis incoativas y terminativas, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213913

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