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Die Organspende in Deutschland

Rechtliche Aspekte aus der Sichtweise der angewandten Ethik

Titel: Die Organspende in Deutschland

Hausarbeit , 2013 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: M. Ed. Julia Steblau (Autor:in)

Ethik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema der Organspende ist ein hoch aktuelles, brisantes und sehr sensibles Thema. Man liest heutzutage immer wieder von Organspende-Skandale in Nachrichten. So liest man immer wieder von stetig steigenden Zahlen möglicher Organspendeskandale. Des Weiteren sitzt der erste Arzt in Untersuchungshaft. Die Ärzte sollen Patientendaten gefälscht haben und somit eine schnellere Organentnahme legitimieren. Die Debatte um die Organspende ist medial präsent und wird auch in Zukunft noch präsent sein. Der Grund für diese Unregelmäßigkeiten sind die nicht eindeutig deklarierten rechtlichen Vorschriften.
Fakt ist, dass die Organspende in der Medizin eine immer größere Bedeutung gewinnt. Probleme gibt es zurzeit nicht nur in der teilweisen unklaren Rechtslage, sondern ebenso in der vorhandenen Zahl der Organe, denn es gibt viel zu wenig freiwillige Organspender. Ausschlaggebend für den wachsenden Bedarf an Organen ist die zunehmende Vergreisung unserer Gesellschaft. Nach den etwaigen Organspendeskandalen kam es zu meiner rapiden Abnahme der Spendebereitschaft.....

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erfordernis des Transplantationsgesetzes

3. Rechtliche Möglichkeiten der Organentnahme bei Toten in europäischen Staaten

4. Diskurs über die Erhöhung der Organspender

5. Standpunkt der Religion

6. Abschließende Diskussion

7. Literatur- und Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Organspende in Deutschland unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen und ethischer Perspektiven. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, inwieweit die Organspende als Akt christlicher Wohltätigkeit begründbar ist, welche verschiedenen rechtlichen Lösungsansätze in Europa existieren und durch welche Maßnahmen die Spendebereitschaft unter Wahrung ethischer Grundsätze gesteigert werden kann.

  • Analyse der ethischen und rechtlichen Aspekte der Organspende in Deutschland
  • Vergleich internationaler Lösungsmodelle zur Organentnahme bei Verstorbenen
  • Untersuchung von Ansätzen zur Erhöhung der Organspendebereitschaft
  • Betrachtung der theologischen Positionen der christlichen Kirchen zur Organtransplantation
  • Diskussion des Spannungsfeldes zwischen Rechtssicherheit und dem Wunsch nach mehr Organspendern

Auszug aus dem Buch

Widerspruchslösung

Die Widerspruchslösung, welche oft in europäischen mit Einschränkungen, vollzogen wird, ist eine oftmals praktizierte Lösung zur Organ- oder Gewebeentnahme. Bei der Widerspruchslösung entscheidet der mögliche Organspender zu seinen Lebzeiten über die eventuelle Verwendung seiner Organe oder seines Gewebes, welche im Falle seines Todes für die Organspende zur Verfügung stehen. Ist der Wunsch des Toten dagegen nur bedingt bekannt, wird grundsätzlich von seiner Zustimmung für die Organspende ausgegangen. Dementsprechend verhindert nur der schriftliche geäußerte Wille die Organe- oder Gewebeentnahme.

Wenn dieses Modell in der Bundesrepublik in die Praxis umgesetzt werden sollte, so würde die Zahl der Spenderorgane drastisch ansteigen. Andererseits widerspricht das Grundgesetz diese Vorgehensweise, da ein Schweigen nicht als Zustimmung zur Organentnahme gewertet werden kann. Der Artikel 4 im Grundgesetz beinhaltet die Rechte des Glaubens, dies bedeutet das sich die "Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses unverletzlich sind.“ Es bleibt festzuhalten, dass die Widerspruchslösung aufgrund der weltanschaulichen Bekenntnis in Deutschland nur eine geringe Chance auf Umsetzung haben werden.

Die Widerspruchslösung wird in Italien, Luxemburg, Österreich, Polen, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien und in Tschechien praktiziert. Die Widerspruchslösung ist eine sehr harte Methode, um die Organentnahme zu legitimieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel führt in die Aktualität und Brisanz der Organspende ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit im Kontext aktueller Skandale und rechtlicher Unklarheiten.

2. Erfordernis des Transplantationsgesetzes: Es werden die Wechselwirkungen zwischen Ethik und Recht beleuchtet und die Notwendigkeit der gesetzlichen Regelung seit 1997 für den Schutz von Verstorbenen und die Zulässigkeit von Entnahmen diskutiert.

3. Rechtliche Möglichkeiten der Organentnahme bei Toten in europäischen Staaten: Das Kapitel vergleicht verschiedene rechtliche Lösungsmodelle wie die Widerspruchs-, Zustimmungs-, Informations- und Erklärungslösung innerhalb Europas.

4. Diskurs über die Erhöhung der Organspender: Hier werden Strategien zur Steigerung der Spenderzahlen diskutiert, wobei die Bedeutung des Hirntodkonzeptes und die Rolle von Transplantationsbeauftragten im Vordergrund stehen.

5. Standpunkt der Religion: Die christliche Perspektive auf die Organspende wird dargestellt, wobei betont wird, dass Spenden als Akt der Nächstenliebe positiv bewertet, aber keinesfalls erzwungen werden dürfen.

6. Abschließende Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Analyse und bewertet die verschiedenen Lösungsansätze im Hinblick auf ihre praktische Umsetzbarkeit in Deutschland.

7. Literatur- und Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und der herangezogenen Internetquellen.

Schlüsselwörter

Organspende, Transplantationsgesetz, angewandte Ethik, Widerspruchslösung, Zustimmungslösung, Erklärungslösung, Hirntod, Transplantationsmedizin, Patientendaten, Freiwilligkeit, christliche Ethik, Organspendeskandal, Organspendeausweis, Transplantationsbeauftragter, Organentnahme

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ethischen und rechtlichen Bewertung der Organspende in Deutschland unter Berücksichtigung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen und europäischer Lösungsansätze.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Arbeit behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen der Organentnahme, internationale Lösungsmodelle, religiöse Positionen der christlichen Kirchen und Strategien zur Erhöhung der Spendebereitschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit die Organspende ethisch legitimiert ist, welche rechtlichen Möglichkeiten bestehen und wie durch verbesserte Aufklärung mehr Organspender gewonnen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine systematische Literaturanalyse sowie eine kritische Auseinandersetzung mit aktuellen rechtlichen Grundlagen, politischen Diskursen und Stellungnahmen der Kirchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Transplantationsgesetz, vergleicht internationale Modelle der Organentnahme, diskutiert das Hirntodkonzept und bewertet die Position der Kirche zur Organspende.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe umfassen Organspende, Transplantationsgesetz, angewandte Ethik, Freiwilligkeit sowie die verschiedenen Lösungsmodelle wie die Widerspruchs- oder Zustimmungslösung.

Welche Bedeutung hat das Hirntodkonzept für die Argumentation?

Das Hirntodkonzept ist zentral für die Arbeit, da es die medizinische und ethische Grenze definiert, ab der eine Organentnahme rechtlich zulässig ist, und gleichzeitig eine Quelle für Ängste und Unsicherheiten in der Bevölkerung darstellt.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Angehörigen bei der erweiterten Zustimmungslösung?

Die Autorin kritisiert, dass die moralische Entscheidung für Angehörige nach einem Todesfall eine hohe Belastung darstellt, da diese oft nicht objektiv im Sinne des Verstorbenen entscheiden können.

Warum wird die Erklärungslösung kontrovers diskutiert?

Obwohl die Erklärungslösung die Aufklärung fördert, wird sie von der Bundesregierung kritisch gesehen, da ein jährlicher Zwang zur Erklärung als Eingriff in das Persönlichkeitsrecht wahrgenommen werden könnte.

Wie verhält sich die christliche Ethik zum Thema Organhandel?

Die christlichen Kirchen befürworten die Organspende als Akt der Barmherzigkeit und Nächstenliebe, lehnen jedoch jeden Missbrauch, insbesondere den kommerziellen Organhandel, entschieden ab.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Organspende in Deutschland
Untertitel
Rechtliche Aspekte aus der Sichtweise der angewandten Ethik
Hochschule
Universität Potsdam
Note
1,3
Autor
M. Ed. Julia Steblau (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
21
Katalognummer
V213918
ISBN (eBook)
9783656421528
ISBN (Buch)
9783656422433
Sprache
Deutsch
Schlagworte
organspende deutschland rechtliche aspekte sichtweise ethik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M. Ed. Julia Steblau (Autor:in), 2013, Die Organspende in Deutschland , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213918
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Leseprobe aus  21  Seiten
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