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Die zweite Demographische Transformation in Deutschland

Title: Die zweite Demographische Transformation in Deutschland

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 24 Pages , Grade: 2

Autor:in: B.Sc. Matthias Breuer (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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Die zweite demographische Transformation wird auch als zweiter demographischer Wandel oder zweiter demographischer Übergang bezeichnet. Diese Seminararbeit beschäftigt sich allein mit der Problematik in Deutschland und unterlässt daher Vergleiche mit anderen Industriestaaten. Aufgrund des begrenzten Umfangs dieser Seminararbeit, konzentriert sich der Inhalt auf die Ursachen der demographischen Transformation und die regionale Differenzierung anhand eines Fallbeispiels. Teilprozessen des demographischen Übergangs wie der Alterung und der Heterogenisierung der Bevölkerung durch Immigration wird weit weniger Beachtung geschenkt, als der natürlichen Bevölkerungsabnahme. Daraus resultierende Prozesse wie Binnenmigration und die Verteilung von Altersklassen in einer Region werden nur in den Fallbeispielen behandelt. Auf eine Ausarbeitung tertiärer Effekte wie Wohnungsleerstand Abbau des ÖPNV-Netzes etc. wurde gänzlich verzichtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkung

2. Einführung

3. Ursachen der zweiten demographischen Transformation

4. Regionale Disparitäten

5. DDR / Neue Bundesländer

6. Fallbeispiel: Der demographische Sonderweg im Saarland

7. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit befasst sich mit der „zweiten demographischen Transformation“ in Deutschland, wobei die Ursachen des Geburtenrückgangs nach dem Babyboom der 1960er Jahre sowie die regionalen Differenzierungen dieses Wandels analysiert werden.

  • Grundlagen und Verlauf der ersten und zweiten demographischen Transformation
  • Sozioökonomische und psychologische Ursachen für den Geburtenrückgang
  • Räumliche Disparitäten der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland
  • Spezifische demographische Entwicklungen in der DDR und den neuen Bundesländern
  • Fallbeispiel: Der demographische Sonderweg des Saarlands

Auszug aus dem Buch

3. Ursachen der zweiten demographischen Transformation

Die Einführung der Pille wird fälschlicherweise oft als Grund für den Bevölkerungsschwund Ende der 1960er angesehen. „Der Pillenknick war vielmehr eine Folge tief greifender gesellschaftlicher Veränderungen (sexuelle Befreiung in Folge der „Revolution“ von 1968) und der wirtschaftlichen Rezession sowie der ersten Ölkrise.“. In Irland konnte damals eine ähnliche Schrumpfung ohne deren Markteinführung festgestellt werden.

Die gravierende Folge des Bevölkerungsschwunds der zweiten demographischen Transformation, deren Hauptperiode sich von 1966-1972 erstreckte, ist, dass Nichtgeborene seitdem als potenzielle Eltern ausfallen. 25-30 Jahre später folgt ein Rückgang der potenziellen Eltern, das sogenannte demographische Echo, welches wiederum ein abgeschwächtes Echo nach sich ziehen wird.

In den letzten drei Jahrzehnten wurde Deutschlands Geburtendefizit durch Einwanderungsüberschüsse kompensiert. Die Bevölkerungszahl stieg sogar leicht an, im Jahre 2002 um ein Promille. Die durchschnittliche jährliche Zuwanderung betrug ca. 0,8 Millionen. Gleichzeitig wanderten, über die letzten drei Jahrzehnte gemittelt etwa 600.000 Menschen pro Jahr aus. 1980 waren es noch etwa 800.000 Geburten, während im Jahre 2003 nur noch 715.000 Kinder in Deutschland zur Welt kamen. Gegenüber den Geburten beträgt die durchschnittliche Anzahl an Sterbefällen jährlich nahezu 850.000. Seit den 1970er werden in Deutschland die Verstorbenen stärker durch Einwanderer ersetzt als durch Geburten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorbemerkung: Der Autor erläutert den Fokus der Arbeit auf Deutschland sowie die bewusste Aussparung von Vergleichen mit anderen Industriestaaten.

2. Einführung: Es werden die Grundlagen der demographischen Übergangstheorie sowie der Begriff der zweiten demographischen Transformation im Kontext des Babybooms und des anschließenden Geburtenrückgangs erläutert.

3. Ursachen der zweiten demographischen Transformation: Dieses Kapitel analysiert gesellschaftliche Wertewandel, wirtschaftliche Faktoren und die Auswirkungen des Pillenknicks auf das generative Verhalten.

4. Regionale Disparitäten: Der Fokus liegt auf der räumlichen Ungleichverteilung des Bevölkerungsrückgangs und dem Einfluss von Binnenmigration auf die Altersstruktur.

5. DDR / Neue Bundesländer: Die Arbeit beleuchtet die spezifische demographische Entwicklung der DDR, die Auswirkungen familienpolitischer Maßnahmen sowie den drastischen Wandel nach der Wiedervereinigung.

6. Fallbeispiel: Der demographische Sonderweg im Saarland: Am Beispiel des Saarlands wird die besonders enge Kopplung von wirtschaftlichen Krisen und demographischen Veränderungsprozessen illustriert.

7. Fazit: Der Autor resümiert, dass der Bevölkerungsrückgang ein komplexes Produkt aus wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Faktoren ist und fordert eine gezielte Familienpolitik.

Schlüsselwörter

Demographischer Wandel, Zweite demographische Transformation, Geburtenrückgang, Bevölkerungsentwicklung, Deutschland, Babyboom, Fertilität, Familienpolitik, regionale Disparitäten, Binnenmigration, Reproduktionsniveau, demographisches Echo, Wertewandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Ursachen und regionalen Ausprägungen der zweiten demographischen Transformation in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung des Geburtenrückgangs nach den 1960er Jahren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind der Wertewandel in der Gesellschaft, die ökonomischen Determinanten des generativen Verhaltens und die Auswirkungen staatlicher Politik auf die Fertilität.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die komplexen Ursachen für das dauerhafte Unterschreiten des Reproduktionsniveaus in Deutschland zu identifizieren und regionale Unterschiede in diesem Prozess aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender demographischer Theorien (insbesondere von Herwig Birg) und wertet statistische Daten zur Bevölkerungsentwicklung aus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ursachen der Transformation, die Untersuchung regionaler Disparitäten, die besondere Entwicklung in der DDR und ein Fallbeispiel zur Situation im Saarland.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Fertilität, Bevölkerungsschrumpfung, demographischer Wandel, Familienpolitik und regionale Disparitäten.

Wie unterscheidet sich die Entwicklung im Saarland von anderen Bundesländern?

Das Saarland wird aufgrund seiner besonders engen Verknüpfung von wirtschaftlicher Montankrise und demographischem Wandel als „demographischer Pionier“ oder Sonderfall beschrieben.

Welchen Einfluss hatte die Wiedervereinigung auf das demographische Verhalten in Ostdeutschland?

Die Wende führte zu einem massiven Geburtenrückgang, der durch Abwanderung der jungen Generation und veränderte Lebensentwürfe innerhalb kürzester Zeit verstärkt wurde.

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Details

Title
Die zweite Demographische Transformation in Deutschland
College
University of Freiburg  (Institut für Kulturgeographie)
Course
Aktuelle Fragen der Kulturgeographie: Räumliche Aspekte des demographischen Wandels in Deutschland
Grade
2
Author
B.Sc. Matthias Breuer (Author)
Publication Year
2008
Pages
24
Catalog Number
V214058
ISBN (eBook)
9783656423911
ISBN (Book)
9783656424222
Language
German
Tags
demographische transformation deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.Sc. Matthias Breuer (Author), 2008, Die zweite Demographische Transformation in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214058
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