Reform zwischen Koran und Moderne

Muhammad Abduh`s Vernunftbegriff


Bachelorarbeit, 2013

38 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Leben und Werk von Muhammad 'Abduh

3. Der soziokulturelle Kontext Muhammad 'Abduhs

4. Skizzierung des klassischen Diskurses unter Bezugnahme auf denjeweiligen Vernunftbegriff
4.1 Vernunftbegriff der Mu'tazila
4.2 Vernunftbegriff der As'arTya und der MaturTdTya
4.3 Vernunftbegriff der islamischen Philosophie

5. Muhammad 'Abduhs Vernunftbegriff unter kritischem Ruckgriff auf die islamische Tradition .
5.1 Kampf um den igtihad
5.2 Theologische Positionierung
5.2.1 Kritischer Ruckgriff auf die Theologen
5.3 Ruckgriff auf die Philosophen

6. Muhammad 'Abduhs Rezeption wissenschaftlicher Erkenntnisse der westlichen Moderne und deren Einfluss auf seinen Vernunftbegriff
6.1 Positionierung zur Evolutiontheorie
6.2 Positionierung zu andern naturwissenschaftlichen Theorien

7. Versuch einer Synthese zwischen der islamischen Vernunft und dem westlichen Vernunftbegriff

8. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Pie islamische Welt sieht sich in ihrer Auseinandersetzung mit der westlichen Moderne in einem Spannungsverhaltnis zwischen Anziehung und Abwehr. Gamal ad-Pln al-Afgan! (1838-1897/1254-1314) meinte, dass die islamische Welt nicht aufgrund des Islams selbst unterlegen sei, sondern weil die muslimischen Gelehrten aus dem Islam eine dem Penken feindlich gegenuberstehende Religion gemacht hatten. Er verwehrte sich gegen jeden Anspruch westlicher kultureller Uberlegenheit. Per Westen habe in der Moderne zu sehr den rationalen Aspekt des menschlichen Seins hervorgehoben und dabei den spirituellen Aspekt des Menschen vernachlassigt. Poch in Wirklichkeit mussten beide in Einklang sein, wie es im Islam angelegt sei. Purch eine Hinwendung zu den Wurzeln wurde eine spezifische islamische Moderne entstehen, die den Muslimen einen Weg zu Fortschritt und Wohlstand zeigt. Piese Grundgedanken sind seitdem das Fundament fur die Formel der „Re-Islamisierung“. Von dieser Idee gespeist, trugen viele das Gedankengut al-Afganls in die Welt.

Besonders Muhammad ‘Abduh und Rasld Rida entwickelten und verbreiteten seine Ideen weiter, die bis in die Gegenwart weiterwirken.1 Sie beide gelten als Begrunder des islamischen Modernismus.2 Auf diesen Gedanken beruht einerseits die Nahda-Bewegung, der eine liberale Agenda zugeschrieben wird. Auf der anderen Seite ist die Salafiyya-Bewegung, aus der auch der Islamismus hervorgegangen ist.3 Gerade diese tief greifende Wirkung dieser Penker hat mein Interesse an diesem Thema geweckt. Besonders der Schuler al-Afganls Muhammad ‘Abduh soll deswegen Gegenstand meiner Untersuchung sein. In dieser Bachelararbeit geht es um die Beschaftigung mit Muhammad Abduh und seinem Begriff der Vernunft.

Zum einen soll der Frage nachgegangen werden, welchen Einfluss das westliche Denken auf das Penken Muhammad ‘Abduhs hatte, und wie sich unter diesem Einfluss sein Vernunftbegriff wandelte.4 Er setzte sich z.B. mit westlichen Denkern, wie Darwin (siehe unten), Spencer, Comte und Renan, auseinander.5 Und zum anderen soil herausgearbeitet werden, wie sich der Vernunftbegriff ‘Abduhs an klassisch islamische Positionen anlehnt. Daruber hinaus wird thematisiert, wie er versucht, eine Synthese zwischen islamischem Erbe und der westlichen Moderne zu finden, um so ein theologisches Denken fur die Gegenwart zu konzipieren.

2. Leben und Werk von Muhammad ‘Abduh

Muhammad ‘Abduh (1849-1905/1265-1323), der eine Ausbildung zum klassischen Rechtsgelehrten hatte, gilt als Grander des islamischen Modernismus,6 Sein Mentor Gamal ad-DTn al-AfganT7 gilt als Initiator des Panislamismus und als Bekampfer des herrschenden theologischen Diskurses. Sein primares Anliegen war, den Islam von Fremdherrschaft zu befreien, weswegen der Schwerpunkt bei ihm auf dem politischen Aktionismus lag.8 Al-AfganT lenkte deswegen ‘Abduhs Augenmerk auf die Gegenwartsfragen der Muslime und des Islams.9

Dennoch setzte sich ‘Abduh im Laufe der Zeit immer mehr von dem politischen Aktivismus seines Mentors ab.10 Sein ganzer Einsatz galt der Rationalisierung des Islams11 und deswegen setzte sich ‘Abduh fur eine Erneuerung des Islams ein. Er glaubte an eine Wiederbelebung aus dem eigenen geistigen Potenzial des Islams heraus, ohne dabei den Westen imitieren zu mussen.12 Sein Anliegen war es, den Islam zu verteidigen. Nach Abduh sei der scharfste Gegner nicht das westliche Christentum, sondern die antireligiosen und atheistischen Ideologien des europaischen 19. Jahrhunderts. Ein Vorwurf, der vorgebracht wurde gegen die Muslime und den Islam zu dieser Zeit, lautet, dass nicht die Religion schuld am Ruckstand der Muslime sei, sondern auch der Umstand „Semiten“ zu sein. ‘Abduh kontert, indem er sagt, die „arischen“ Europaer hatten ihre Blutezeit erst durch den Kontakt mit „semitischen“ Muslimen erreicht.13

Bezeichnungen, die auf ‘Abduh angewandt werden, sind ,,moderner Philosoph“ oder ,,modernistischer Theologe“.14 Er selbst glaubte, eine Renaissance des Islams sei durch die Ruckkehr zu einem einfachen Islam moglich. Pabei hatten ‘Abduh und auch andere Penker keine Bedenken, die Technologie aus dem Westen zu ubernehmen.15 Sein Ziel war es, nachdem er sich von seinem Mentor abgewandt hatte, fortan den Bildungssektor zu reformieren, um so die Schwache der eigenen Zivilisation zu uberwinden.16 Muhammad ‘Abduh war uberzeugt mit einer Reform der Al-Azhar wurde er den ganzen Islam reformieren konnen.17 Ihre Absolventen sollten das Volk mit der westlichen Wissenschaft vertraut machen.18 Peswegen setze er sich anstelle des Auswendiglernens fur eine Auslegung der Quellen des Islams ein, welche die Gegenwart der Muslime in den Blick nehmen und nach Losungen suchen sollte.19 ‘Abduh hielt das Aufbauen von Schulen fur wichtiger als das Erbauen von Moscheen.20 Goldziher zitiert ‘Abduh dazu folgenderweise: ,, denn das Gebet des unwissenden ist wertlos und ungultig, also sundhaft und starfbar; hingegen wird in Schulen die Unwissenheit entfernt: dadurch erhalten weltliche und religiose Werke ihren Wert“21

‘Abduh ging in seiner Argumentation von zwei Grundannahmen aus. Erstens ist die Religion notwendig fur das Volk und zweitens ging er von einer grundsatzlichen Ubereinstimmung von Islam und Vernunft aus. Er war uberzeugt davon, dass der Weg zur islamischen Erneuerung uber die Emanzipation des Individuums geht. Er wandte sich gegen die Unfreiheit, die dem Volk, seiner Meinung nach, durch den taqlld (Imitation) auferlegt sei.22

In seinen Vorlesungen an der islamischen Universitat der Al-Azhar behandelte er als wichtigstes Thema, die Notwendigkeit der Fortentwicklung der Koraninterpretation. Pas Hauptmedium, um die eigenen Ideen zu verbreiten, war die Monatszeitschrift Al-Manar (der Leuchtturm). Per Redakteur der Zeitschrift war sein Schuler Rasld Rida. Goldziher bezeichnet ihn als den Polmetscher der ‘Abduh-Schule. Er uberarbeite unter Anweisung seines Mentors dessen Koraninterpretationen und veroffentlichte diese anschliefiend in einem tafsir, der die Lehre ‘Abduhs in komprimierter Fassung wiedergab.23 Pieser tafsir ist im Stil eines Vortrages gehalten, was die Art seiner Entstehung erklart.24 Pieser tafsir al- manar, oder auch tafsir al-qur’an al-hakim genannt, wird von dem Islamwissenschaftler Takim als „Wendepunkt in der Tafsirgeschichte“ bezeichnet. Muhammad ‘Abduh ermoglichte es, dass auch das einfache Volk einen Zugang zur Koranauslegung fand. Fruher seien Koranauslegungen nur von Gelehrten fur Gelehrte geschrieben worden.25 Per tafsir al-manar stammt in den ersten vier Suren direkt von Muhammad ‘Abduh, alle Auslegungen der anderen Suren stammen von Rasld Rida, der diesen tafsir im Sinne und in dem methodischen Ansatz seines Meisters auslegte.26 Rasld Rida wandte sich teilweise von dessen rationalen Ideen ab und wandte sich den Ideen der Wahhabiten27 auf der arabischen Halbinsel zu.28

‘Abduhs Intention mit seiner Koranauslegung war die Rechtleitung (hidaya) der Menschen. Nach der Meinung ‘Abduhs musse der Interpret den Koran nach der Absicht Gottes auslegen. Per Interpret musse in der Lage sein, die ursprungliche Bedeutung der arabischen Worter in ihrem damaligen Kontext zu kennen. Seinen methodischen Ansatz konnte man als kontextuell-textimmanente Auslegung bezeichnen, denn der Kontext wird als ein wichtiger und hilfreicher Bestandteil gesehen. Oder einfacher gesagt, der Koran muss seinem einfachen Sinn nach verstanden werden. Fur die hadite gilt in diesem hermeneutischen Ansatz, dass nur die als authentisch geltenden ihre Gultigkeit haben. Fur ihn sind die heutigen Muslime auf dem gleichen erkenntnistheoretischen Stand wie die ersten Muslime, sie mussten mittels des Korans „aufgeklart “ werden. Paraus kann man erkennen, dass in ‘Abduhs Koranauslegung der Vernunft eine grofie Rolle zugeschrieben wird, um mit ihr das Wahre vom Falschen zu scheiden. Takim und Hildebrandt machen darauf aufmerksam, dass dieser methodische Ansatz viele neue und kreative Ideen hervorbrachte.29

3. Der soziokulturelle Kontext Muhammad 'Abduhs

Pas Penken und Handeln im Islam des 19. Jahrhunderts war gepragt von der Auseinandersetzung mit der westlichen Moderne. Piese Herausforderung war nicht nur intellektuell, sondern auch handfest politisch. Pie Kolonisierung der islamischen Welt schritt immer weiter voran, so dass in der zweiten Halfte dieses Jahrhunderts fast die gesamten muslimischen Lander unter westliche Vorherrschaft gerieten. Uberall in der islamischen Welt kamen Ideen auf, dass man der Uberlegenheit des Westens nicht alleine mit militarischen Reformen begegnen konne. Regierungen legten Reformprogramme auf, die besonders das Recht und das Erziehungswesen betrafen.30

Agypten geriet im Laufe des 19. Jahrhunderts immer starker unter die Kontrolle der Westmachte; 1833 war Agypten ein britisches Protektorat geworden.31 Muslime fuhlten sich auch in ihrer Identitat angegriffen. Per Westen betonte die eigene Uberlegenheit der eigenen Rasse, Kultur und Religion. Infolgedessen erlangte der Islam eine neue kulturelle und politische Bedeutung im Abwehrkampf muslimischer Intellektueller. Per Islam wurde im Westen als Religion dargestellt, die sich jedem Fortschrittsdenken entgegenstellt und die zudem irrational sei, was zu Formen der Apologetik fuhrte. Pie Einen stellten die kritisierten Sachverhalte, wie z. B. die Polygamie, als Abweichungen von der wahren Lehre dar. Andere wie Rasld Rida verteidigten den Islam in seinen Erscheinungen, so wie er war, auch wenn zugestanden wurde, dass der Islam zu seinen wahren Werten wieder zuruckkehren musse. Er wendete in seiner Apologetik ein, dass im Fall von Polygamie die Muslime viel ehrlicher seien, wahrend im Westen die Manner neben ihren Frauen Geliebte hatten. So sei die islamische Einrichtung der Mehrehe aufrichtiger und moralischer.

Unter den Reformakteuren bildeten sich zwei Richtungen; die Einen idealisierten die eigene Vergangenheit, die Anderen gingen in ihrer Analyse weiter und fragten nach den Grunden der eigenen Ruckstandigkeit. Pie Penker des 19. Jahrhunderts entwickelten wie vorherige Reformer die Theorie, dass der taqlld zu uberwinden sei und dass der ’igtihad32 wieder betrieben werden musse.33 Angelehnt an die as- salaf as-salih (die frommen Altvorderen) sollte die Reform erfolgen. All diese Gedanken wurden durch die Einfuhrung der Pruckerpresse gefordert. Infolgedessen kam es zu einer sprunghaften Entwicklung neuer Medien. Zeitungen und Zeitschriften wurden gedruckt, es etablierten sich Salons nach westlichem Vorbild und es entwickelte sich aufgrunddessen eine neue Schicht von Intellektuellen, aus der auch die Salafiya-Bewegung hervorging.34

Die Salafiya-Bewegung gleicht bis zu einen gewissen Grad der wahhabitischen Bewegung, die von Muhammad b. ‘Abd al-Wahhab ins Leben gerufen wurde. Sie sehen sich selbst als Anhanger der hanbalitischen Rechtsschule. Beide Bewegungen kampfen gegen den Aberglauben, allerdings konnen sich die Wahhabiten wenig mit den Ideen und Gedanken anfreunden, die ‘Abduh von Abu Hamid Muhammad al-Gazal!35 ubernommen hat, allein schon, weil al-Gazal! dem tasawwuf nahe stand. Pennoch brachte die Salafiya den Wahhabiten Sympatie entgegen.36 Goldziher nannte sie in seinem Buch “Pie Richtung der islamsichen Koranauslegung”, deswegen auch Kultur- Wahhabiten.37

4. Skizzierung des klassischen Diskurses unter Bezugnahme auf den jeweiligen Vernunftbegriff

In der Phase der Konstituierung des fruhen Islams tauchten neben rein theologischen Fragestellungen auch philosophische im theologischen Piskurs auf: die Frage nach dem Verhaltnis von Glauben und Wissen und das Verhaltnis der Vernunft zum Text, die Frage nach der Vorherbestimmung, die Frage nach der Ewigkeit der Welt oder ihrer Beschaffenheit. Pie Beantwortung dieser Fragen bedarf methodischer Ansatze, wie z. B. der aristotelischen Logik. Im Islam bildete der theologische Piskurs die Grundlage fur die Entwicklung der Philosophie. Pie Theologie hatte mit ihren Fragestellungen Einfluss auf die Philosophie38

4.1 Vernunftbegriffder Mu'tazila

Pie Schule der Mu'tazila hat als einer ihre funf Grundprinzipien39 die Lehre vom tauhid (Lehre von der Einheit Gottes). Lutz Berger, der Autor des Buches ,,islamische Theologie“, vermutet, dass das hellenistische Erbe der Griechen einen Einfluss bei der Entfaltung dieser Lehre gehabt haben muss. Pieser Einfluss konnte laut Berger mit der Auseinandersetzung mit christlichen Theologen zu tun haben. Per wichtigste Einfluss konnte dabei sein, Begriffe zu erfassen und genau zu sein bei der Beschreibung dieser Begriffe.40

Pie Mu'tazila raumte der Vernunft eine hohere Autoritat ein als den haditen. Ein wichtiges Glaubensdogma war bei ihnen die Erschaffung des Korans.41 Pie erste Frage, die sich die Mu'tazila stellen ist, ob die Vernunft Aussagen uber die Existenz Gottes treffen kann und ob sie etwas in Erfahrung bringen kann uber die Eigenschaften Gottes. Pie Mu'tazila beantworten diese beiden Fragen positiv. Erkenntnistheoretisch bedeutet dies, dass die Mu'tazila postulieren, dass die Vernunft Aussagen uber Gott und seine Eigenschaften treffen kann.

Aufierdem kann die Vernunft infolgedessen auch erkennen und uberprufen, ob die behauptete Offenbarung wirklich eine Offenbarung ist. Pie Vernunft ist die unabdingbare Voraussetzung dafur, die Offenbarung zu verstehen. Pementsprechend ist auch die normative Forderung der Mu'tazila, der Mensch solle verstehen und nicht blind folgen.42 Offenbarung muss mittels der Vernunft ausgelegt und gedeutet werden. Nur die Vernunft entscheide, laut der Mu 'tazila, wie die Verse des Korans auszulegen seien, entweder wortlich oder metaphorisch.43 Ein fruher Anhanger der Mu‘tazila Mugahid ibn Gabr (gest.722), Schuler des Ibn ‘Abbas (gest.688), legte den Koranvers ,, Und ich habe die Dschinn und Menschen nur dazu geschaffen, dafi sie mir dienen.“44 folgendermafien aus: ,,damit sie mich erkennen“. Offenbarung ist die Stutze fur die Vernunft, die als hoher stehend zu bewerten ist.45 Ziel allen menschlichen Strebens ist das Erkennen Gottes und das Handeln danach. Pie Vernunft ist das Hilfsmittel zum Erlangen dieser Erkenntnis. Pennoch gelten bei der Mu ‘tazila Offenbarung und Vernunft als Beweise (hugga) von Gott, die dem Menschen gegeben sind.46 Pie Mu‘tazila wandte sich, nach der Ansicht von Geert Hendrich, gegen die Vorstellung von einer Einheit von Glauben und Wissen, indem sie die Eigenstandigkeit der Vernunft postulierte, um mit ihr Wahrheiten des Glaubens rational zu begrunden. Spinnt man diesen Gedanken weiter, so kann man die mu‘tazilitische Theologie so verstehen, dass in ihr die Vernunft eine Vorrangstellung vor dem Text hat.47

4.2 Vernunftbegriff der As‘ ariya und der Maturidiya

Abu ’l-Hasan ‘All b. Isma‘Il al-As‘ari (gest.935) gilt als Begrunder einer rationalistischen sunnitischen Theologie, sie wird auch als as‘aritische Theologie bezeichnet.48 Er vertrat die Meinung, dass die Glaubensaussagen durch die Vernunft gerechtfertigt werden mussen. Per Autor der Pissertation „Vernunft und Flexibilitat in der islamischen Rechtsmethodik“, Muhammad Kalisch, konstatiert, dass es in der Frage des Vernunftbegriffes keinen wesentlichen Unterschied geben wurde, zwischen der Schule der As‘anya und der Schule der Maturidiya.

[...]


1 Vgl. Hendrich, Geert, 2011,S.138ff.

2 Vgl. Takim, Abdullah, 2007, S.51.

3 Vgl. Hendrich, Geert, 2011, S.140.

4 Vgl. Goldziher, Ignac, 1920, S.320.

5 Vgl. Ende, Werner; Steinbach, Udo, 1996, S.122.

6 Vgl. Goldziher, Ignac, 1920, S.320.

7 Vgl. Berger, Lutz, 2010, S.127.

8 Vgl. Goldziher, Ignac, 1920, S.322.

9 Vgl. Takim, Abdullah, 2007, S.52.

10 Vgl. Berger, Lutz, 2010, S.127.

11 Vgl. Prenner, Karl, 2001, S.264.

12 Vgl. Goldziher, Ignac, 1920, S.323; Vgl, Boisard, Marcel A., 1982, S.67.

13 Vgl. Berger, Lutz, 2010, S.129.

14 Vgl. Kugelgen, Ankevon, 1994, S.73

15 Vgl. Boisard, Marcel A., 1982, S.67.

16 Vgl. Berger, Lutz, 2010, S.127.

17 Vgl. Ahmad, Abd-al-HamldMuhammad, 1963, S.6.

18 Vgl. Prenner, Karl, 2001, S.265.

19 Vgl. Berger, Lutz, 2010, S.127f.

20 Vgl. Goldziher, Ignac, 1920, S.342.

21 ebenda, 1920, S.342.

22 Vgl. Boisard, Marcel A., 1982, S.286.

23 Vgl. Goldziher, Ignac, 1920, S.325.

24 Vgl. Takim, Abdullah, 2007, S.53.

25 Vgl. ebenda, S.51.

26 Vgl. ebenda, S.53.

27 Per Wahhabismus geht auf den Religionsgelehrten Muhammad b. ‘Abd al-Wahhab (gest. 1206/1792) zuruck, er lebte auf der arabischen Halbinsel in dem Gebiet des Nagd. Er wandte sich vehement gegen Ritten, wie z.B. Heiligenverehrung usw., die aus seiner Sicht Abweichungen (bid‘a) waren, auch der tasawwuf wurde abgelehnt. Er selbst sah sich in einer Traditionslinie mit Ibn Taimlya. Er berief sich infolgedessen ausschliefilich auf die beiden beiden Quellen des Islam Koran und Sunna. Pie Rechtsschulen wurden theoretisch verworfen, faktisch beriefman sich auf die hanballtische Rechtsschule. (Vgl. Berger, Lutz, 2010, S.112f)

28 Vgl. Ende, Werner; Steinbach, Udo, 1996, S125.

29 Vgl. Takim, Abdullah, 2007, S.53-56; Vgl. Hildebrandt, Thomas, 2007, S.150.

30 Vgl. Ende, Werner; Steinbach, Udo, 1996, S.104.

31 Vgl. Lohlker, Rudiger, 2008, S.199.

32 Per ’igtihad (Anstrengung, Bemuhung) bedeutet den Versuch mittels den Instumenten des islamischen Rechts eine neue Losung zu finden fur eine Rechtsfrage (Vgl. Berger, Lutz, 2010, S.116).

33 Vgl. Ende, Werner; Steinbach, Udo, 1996, S.106ff.

34 Vgl. Lohlker, Rudiger, 2008, S.199

35 Per Gelehrte al-Gazal! wird von vielen Muslimen, wie auch Nichtmuslimen, als wichtigster muslimischer Gelehrter betrachtet. Im wurden Titel verliehen, wie mugaddid (Erneuerer), oder muhy' ad-din (Wiederbeleber des Glaubens). Mcdonald sagt uber ihn, dass er der grofite und originellste Theologe des Islam. Al-Gazal! ist ein as‘ar!tischer Theologe der 1058 in Tus geboren wurde. 1095 nach einem Nervenzusammenbruch gab er seine Gelehrtenstelle auf und machte sich auf eine Wanderschaft um den Weg der islamischen Mystiker zu beschreiten. (Vgl. Gunej, Merdan, 2011, S.91ff).

36 Vgl. Hartmann, Richard, 1944, S.148f

37 Vgl. Goldziher, Ignac, 1920, S.320f

38 Vgl. Hendrich, Geert, 2011, S.17ff.

39 Pie funf Grundprinzipien der Mu'tazila (al-usul al-hamsa) sind at-tauhTd (Einheit), al ‘adl (die Gerechtigkeit), al-wa‘d wal-wa‘Td (VeheiBung und Prohung), al-manzila baina al-manzilatain (Stehen des Sunders zwischen Glauben und Unglauben) und al amr bil-maruf wan-nahy ‘an al- munkar (das Anbefehlen des Guten und das verbieten des Tadelnswerten). Pie Mu'tazila (die, die sich absondern), sie wollten weder ‘AlT folgen, noch sich seinen Gegnern anschlieBen. In der Lehre vom tauhid finden die Anhanger der Mu‘tazila ihre Begrundung dafur, dass der Koran nicht erschaffen wurde. Pie Existenz einer Rede Gottes macht erste Sinn, wenn es Geschopfe gibt, die angesprochen werden konnen. In der Lehre Mu‘tazila ist der Koran Gottes unverfalschtes Wort, doch ist er in die Zeit hingeschaffen. (Vgl. Berger, Lutz, 2010, S.73-78)

40 Vgl. Berger, Lutz, 2010, S.75.

41 Vgl. ebenda, S.74.

42 Vgl. Kalisch, Muhammad, 1997, S.26f.

43 Vgl. ebenda, S.29.

44 Paret, Rudi, 2004, S.918.

45 Vgl. Kalisch, Muhammad, 1997, S.29.

46 Vgl. Kalisch, Muhammad, 1997, S.28.

47 Vgl. Hendrich, Geert, 2011, S.19f

48 Vgl. ebenda, S.112.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten

Details

Titel
Reform zwischen Koran und Moderne
Untertitel
Muhammad Abduh`s Vernunftbegriff
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam)
Veranstaltung
Religionswissenschaft / Islamische Religion
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
38
Katalognummer
V214164
ISBN (eBook)
9783656446255
ISBN (Buch)
9783656446279
Dateigröße
553 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Islam, Religion, islamische Philosophie, islamische Theologie, Salafismus, Salafiyya, Reformismus, Traditionalismus, Moderne, Islamismus, Muhammad Abduh, Al-Afgani, Rashid Rida, Ägypten, islamische Studien
Arbeit zitieren
Alexander Schmidt (Autor), 2013, Reform zwischen Koran und Moderne, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214164

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Reform zwischen Koran und Moderne



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden