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Basismodell Homo Oeconomicus

Inwieweit lässt es sich auf den Studierenden von heute anwenden?

Titel: Basismodell Homo Oeconomicus

Hausarbeit , 2011 , 14 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christine Memminger (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der ökonomische Ansatz, Kosten und Nutzen gegeneinander abzuwägen, bringt ein bestimmtes Basismodell des Menschen mit sich: Der Homo Oeconomicus. Dabei bezieht sich dieses Modell nicht nur auf den Wähler und die Politik, sondern auf sämtliche Lebensbereiche, in denen man Entscheidungen treffen muss.
Die Arbeit erklärt das Basismodell des Homo Oeconomicus und seine Attribute. Schließlich geht es um die Frage, inwieweit sich das Basismodell des Homo Oeconomicus auf den Studierenden von heute anwenden lässt. In einigen Bereichen kann der Studierende tatsächlich als Nutzenmaximierer, also Homo Oeconomicus angesehen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Basismodell Homo Oeconomicus – Inwieweit lässt es sich auf den Studierenden von heute anwenden?

2.1 Attribute des Homo Oeconomicus

2.1.1 Nutzenmaximierer

2.1.2 Rationalität

2.1.3 Eigennützigkeit

2.1.4 Ökonomischer Mensch

2.1.5 Informierter Akteur

2.1.6 Knappheit der Güter

2.1.7 Universalität

2.2 Problem der Depersonalisierung

2.3 Der Studierende im 21. Jahrhundert als Homo Oeconomicus?

2.3.1 Bereiche des Studentenlebens, in denen sich das Modell anwenden lässt

2.3.2 Wann sich das Modell nicht auf Studierende anwenden lässt

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit des theoretischen Modells des "Homo Oeconomicus" auf das Entscheidungsverhalten von Studierenden im 21. Jahrhundert. Dabei wird analysiert, in welchen Bereichen des akademischen und privaten Alltags rationale Nutzenmaximierung als Erklärungsansatz dient und wo die Grenzen dieses Modells liegen.

  • Grundlagen und Attribute des Homo Oeconomicus
  • Kritik an der Depersonalisierung im ökonomischen Modell
  • Anwendung des Modells auf studentische Entscheidungssituationen (Stundenplan, Wohnsituation)
  • Grenzen der Rationalitätsannahme bei sozialen Interaktionen und Auslandsaufenthalten

Auszug aus dem Buch

2.1 Attribute des Homo Oeconomicus

„Der ausschließlich von wirtschaftlichen Zweckmäßigkeitserwägungen geleitete Mensch; gelegentlich Bezeichnung des heutigen Menschen schlechthin.“4 So kann der Homo Oeconomicus ganz allgemein definiert werden. Eine genauere Definition bietet der Soziologe Ralf Dahrendorf. Für ihn ist der Homo Oeconomicus „der Verbraucher, der vor jedem Einkauf Nutzen und Kosten sorgsam abwägt und Hunderte von Preisen vergleicht, bevor er seine Entscheidung trifft; der Unternehmer, der alle Märkte und Börsen in seinem Kopf vereinigt und sämtliche Entschlüsse an diesem Wissen orientiert; der vollständig informierte, durch und durch „rationale“ Mensch.“5 Diesen Mensch charakterisieren einschlägige Attribute, von denen die wichtigsten nun aufgeführt werden.

2.1.1 Nutzenmaximierer

Ganz generell ist zu sagen, dass der Homo Oeconomicus stets seinen eigenen Nutzen maximieren will. Er wählt die Handlung aus, „die die intensivste und kostengünstigste Bedürfnisbefriedigung im Vergleich mit anderen Handlungsalternativen verspricht“.6 Seine Absicht ist es, sein Schicksal zu verbessern und deshalb wird er ständig von Neuem dazu angetrieben, Entscheidungen zu fällen, die seinen eigenen Nutzen immer weiter maximieren. Der Anreiz dazu wirkt „in gewissem Maße unbewußt“.7 Denn es liegt in der Natur des Menschen zu handeln und so wird er es immer tun. Nur jemand, der absolut zufrieden und glücklich ist, würde nicht mehr handeln. Dieser Zustand kann aber nie ganz erreicht werden, denn es wird immer eine Möglichkeit geben, den eigenen Nutzen nochmals zu maximieren.8

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in den Rational-Choice-Ansatz ein und stellt die zentrale Frage, inwieweit das Modell des Homo Oeconomicus auf heutige Studierende übertragbar ist.

2. Basismodell Homo Oeconomicus – Inwieweit lässt es sich auf den Studierenden von heute anwenden?: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen und Attribute des Homo Oeconomicus dar und beleuchtet die Problematik der Depersonalisierung des Individuums durch dieses Modell.

2.1 Attribute des Homo Oeconomicus: Es werden die zentralen Merkmale wie Nutzenmaximierung, Rationalität, Eigennützigkeit und der Informationsstand des Akteurs detailliert erläutert.

2.1.1 Nutzenmaximierer: Dieses Unterkapitel beschreibt das Bestreben des Akteurs, durch ständige Handlungsentscheidungen das eigene Wohlbefinden zu optimieren.

2.1.2 Rationalität: Hier wird die Fähigkeit zur konsistenten Ordnung von Präferenzen unter Berücksichtigung von Restriktionen analysiert.

2.1.3 Eigennützigkeit: Das Kapitel erklärt, dass das Handeln stets auf das „souveräne Ich“ ausgerichtet ist und soziale Aspekte nur zur eigenen Nutzenmaximierung integriert werden.

2.1.4 Ökonomischer Mensch: Hier wird das Modell der Preisrechnung im Inneren des Akteurs zur Bewertung von Handlungsalternativen eingeführt.

2.1.5 Informierter Akteur: Dieses Kapitel thematisiert den Anspruch an den Akteur, über Handlungsalternativen informiert zu sein, und die tatsächlichen Grenzen der Wissensverfügbarkeit.

2.1.6 Knappheit der Güter: Hier wird das Dilemma der Ressourcenknappheit, insbesondere der Zeit, als entscheidender Faktor für rationale Entscheidungen beleuchtet.

2.1.7 Universalität: Das Kapitel diskutiert den Anspruch des Modells, auf alle Menschen in jeder Situation gleichermaßen anwendbar zu sein.

2.2 Problem der Depersonalisierung: Es wird die Kritik am Modell erörtert, das den Menschen auf eine berechenbare Maschine reduziert und reale menschliche Entscheidungsprozesse vereinfacht.

2.3 Der Studierende im 21. Jahrhundert als Homo Oeconomicus?: Dieses Kapitel verbindet die Theorie mit dem Lebensalltag von Studierenden, gestützt auf Daten und persönliche Erfahrungen.

2.3.1 Bereiche des Studentenlebens, in denen sich das Modell anwenden lässt: Hier wird die Anwendung des Modells auf die Stundenplanerstellung, den Wissenserwerb und die Wahl der Wohnsituation nachgewiesen.

2.3.2 Wann sich das Modell nicht auf Studierende anwenden lässt: Dieses Unterkapitel identifiziert Situationen wie Gruppenarbeiten oder Auslandsaufenthalte, in denen Intuition und Kooperation schwerer wiegen als rein rationale Kosten-Nutzen-Rechnungen.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Modell zwar keine universelle Erklärung für jedes studentische Handeln bietet, aber als wertvolle Entscheidungshilfe dienen kann.

Schlüsselwörter

Homo Oeconomicus, Rational-Choice-Ansatz, Nutzenmaximierung, Rationalität, Studierende, Entscheidungsverhalten, Ressourcenknappheit, Kosten-Nutzen-Kalkulation, Depersonalisierung, Handlungsalternativen, Präferenzen, Restriktionen, Lebensbereiche, Akademischer Alltag, Soziales Handeln

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, ob das wirtschaftswissenschaftliche Basismodell des "Homo Oeconomicus" als Erklärung für das Verhalten und die Entscheidungsfindung Studierender im 21. Jahrhundert herangezogen werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die theoretischen Attribute des Homo Oeconomicus (wie Nutzenmaximierung und Rationalität), die damit einhergehende Kritik der Depersonalisierung sowie die praktische Anwendung des Modells auf den Studienalltag.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, in welchen studentischen Lebensbereichen rationale Kalkulation dominiert und wo die Grenzen dieses Modells liegen, da nicht alle Entscheidungen rein ökonomisch motiviert sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Hausarbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse des Modells anhand wirtschaftswissenschaftlicher Literatur sowie auf die Verknüpfung dieser Erkenntnisse mit statistischen Daten und persönlichen Beobachtungen des studentischen Alltags.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Attribute des Homo Oeconomicus, eine kritische Auseinandersetzung mit der Depersonalisierungsthematik und die exemplarische Analyse von Situationen wie Stundenplanerstellung, Wohnsitzwahl und Gruppenarbeit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Nutzenmaximierung, Rationalität, Knappheit der Güter, Entscheidungsfindung und studentisches Verhalten geprägt.

Warum ist das Modell des Homo Oeconomicus im Kontext von Gruppenarbeiten kritisch zu hinterfragen?

Weil das Modell auf Eigennützigkeit und rationalem Kalkül basiert, während Gruppenarbeiten oft Kooperation, Empathie und das Zurückstellen eigener Interessen erfordern, was der reinen Modelllogik widerspricht.

Kann die Entscheidung für einen Auslandsaufenthalt mit dem Modell des Homo Oeconomicus erklärt werden?

Nur bedingt, da viele Variablen (Grenznutzen und Grenzkosten) im Vorfeld schwer kalkulierbar sind. Hier ist laut Autorin eher Vertrauen in das eigene Gefühl und die Intuition gefragt.

Inwiefern beeinflusst das Bachelor-System das rationale Handeln von Studierenden?

Die stärkere Vorgabe von Strukturen zwingt Studierende dazu, ihre Ressourcen (Zeit, Lernaufwand) rational zu planen, um Leistungserbringung und Freizeitbedürfnisse gegeneinander abzuwägen.

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Details

Titel
Basismodell Homo Oeconomicus
Untertitel
Inwieweit lässt es sich auf den Studierenden von heute anwenden?
Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Note
1,7
Autor
Christine Memminger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
14
Katalognummer
V214254
ISBN (eBook)
9783656426097
ISBN (Buch)
9783656435990
Sprache
Deutsch
Schlagworte
homo oeconomicus basismodell studenten studierende nutzenmaximierer rationalität eigennützigkeit ökonomischer Mensch informierter akteur knappheit der güter universalität depersonalisierung rational choice
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christine Memminger (Autor:in), 2011, Basismodell Homo Oeconomicus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214254
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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