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Öffentliche Akte an kirchlichen Hochfesten bei Karolingern und Ottonen

Titel: Öffentliche Akte an kirchlichen Hochfesten bei Karolingern und Ottonen

Seminararbeit , 2010 , 20 Seiten , Note: 1

Autor:in: Veronika Pichl (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Verbindung von Fest- und Heiligentagen mit politisch-rechtlichen Akten im Rahmen symbolischer Zeremonien geht im Mittelalter mit dem Bewusstsein einher, dass Kirchenfeste für den Menschen ein fester Bestandteil des christlichen Lebens waren. Die Arbeit thematisiert diese Verbindung von poltischen und religiösen Akten anhand wichtiger Zeremonien der Karolinger und der Ottonen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Motive für die Verbindung von Herrscherakten und Festtagen

3. Gestaltung der Festakte

4. Herrscherakte

4.1. Krönungen und Herrschaftsantritt

4.2. Hoftage und Herrschertreffen

4.3. Kirchweihe

4.4. Urkundenübergabe

5. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die symbolische und politische Bedeutung der Verknüpfung von Herrscherakten mit kirchlichen Hochfesten im Frühmittelalter, insbesondere unter den Karolingern und Ottonen. Dabei wird analysiert, wie Herrscher durch die bewusste Terminierung politischer Handlungen auf sakrale Festtage ihre Macht legitimierten und in eine sakrale Sphäre hoben.

  • Funktion von Ritualen als politisches Kommunikationsmittel.
  • Die Rolle des Kirchenjahres als Rahmen für staatliche Handlungen.
  • Vergleichende Analyse der Herrschaftspraxis unter Karolingern und Ottonen.
  • Bedeutung von Festkrönungen, Hoftagen und Kirchweihen für die Herrschaftssicherung.
  • Kommunikation und Symbolik bei der Urkundenübergabe im liturgischen Kontext.

Auszug aus dem Buch

4. Herrscherakte

Krönungstermine wurden in erster Linie von Faktoren bestimmt, die nicht in Zusammenhang mit Kirchenfesten standen. Der Todestag des Vorgängers und die politischen Rahmenbedingungen bestimmten das Datum des hohen Festtages. Trotzdem wurden diese vorgegebenen Parameter an den Kirchenkalender möglichst angepasst. In der Verbindung des weltlichen Festaktes mit einem kirchlichen Feiertag sah man eine besondere Bekräftigung der Macht des Amtes und der göttlichen Bestimmung des Königtums. Die charakteristischen Merkmale eines mittelalterlichen Königs sind für das Verständnis dieser Periode wichtig. Der feudale König war das Ebenbild Gottes, ein Rex Imago Dei. Neben seiner politischen und militärischen Funktion, verkörperte er auch den religiösen Aspekt ohne selbst Geistlicher zu sein.

Eine sogenannte Festkrönung fand an einem kirchlichen Feiertag statt und wurde von einem geistlichen Coronator in liturgischem Rahmen durchgeführt. Der Coronator konnte ein Bischof oder ein Erzbischof sein, in seltenen Fällen auch der Papst. Der König war zwar schon vor der Weihe im Rechtssinn König, konnte sich aber erst durch das erfolgte Ritual behaupten. Der Vorgang der Weihe bestand aus zahlreichen Einzelritualen, die von Gebeten und Segenformeln begleitet wurden. Die Krone, bzw. die Herrschaftsinsignien, die mit einer Reliquie versehen sein konnten, symbolisierten die Legitimation des Herrschers durch den Willen Gottes. Das Tragen und Zeigen der Herrschaftszeichen stellte ein wesentliches Attribut der Macht dar. Mit der Feier des Gottesdienstes eng verbunden waren die litaneiartigen Akklamationen der Laudes, die z.B. bei Festkrönungen oder feierlichen Akten zu Ehren des Königs beim Einzug in die Kirche gesungen wurden. Diese Gebräuche waren natürlich auch einem Wandel ausgesetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung kirchlicher Hochfeste und deren hohen liturgischen Rang, welche im Mittelalter zunehmend zur Herrschaftsrepräsentation und Legitimierung genutzt wurden.

2. Motive für die Verbindung von Herrscherakten und Festtagen: Hier wird dargelegt, dass Rituale als symbolische Kommunikation dienten, um weltliche politische Akte in die sakrale Sphäre zu heben und eine himmlische Unterstützung für weltliche Herrschaft zu erlangen.

3. Gestaltung der Festakte: Dieses Kapitel behandelt die rituellen Abläufe, die Vorbereitungen und die Symbolik, die Festen ihren offiziellen und repräsentativen Charakter verliehen.

4. Herrscherakte: Dieser Hauptteil analysiert die spezifischen Einsatzbereiche der Sakralisierung politischer Handlungen in den Unterkapiteln zu Krönungen, Hoftagen, Kirchweihen und Urkundenübergaben.

5. Bibliographie: Das Verzeichnis listet die verwendeten Quellen und Forschungsliteratur auf.

Schlüsselwörter

Mittelalter, Herrschaftsrepräsentation, Karolinger, Ottonen, Kirchenjahr, Liturgie, Ritual, Festkrönung, Hoftage, Kirchweihe, Sakralität, Urkundenwesen, Legitimation, Staatsakte, Symbolik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Herrscher im Frühmittelalter ihre politischen Handlungen mit kirchlichen Festtagen verknüpften, um ihre Macht rituell zu legitimieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Bedeutung von Ritualen, die Instrumentalisierung des Kirchenkalenders, die Rolle der Liturgie bei politischen Akten und der Vergleich zwischen karolingischer und ottonischer Herrschaftspraxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch die Einbettung weltlicher Herrscherakte in den sakralen Rhythmus des Kirchenjahres die politische und soziale Ordnung öffentlich demonstriert und bekräftigt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geschichtswissenschaftliche Analyse, die vor allem auf der Auswertung von Herrscherviten, Chroniken und Urkunden sowie auf der Einbeziehung zeitgenössischer Forschungsliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert konkrete Herrscherakte wie Krönungen, Hoftage, die Weihe von Kirchengebäuden und die zeremonielle Übergabe von Urkunden als Instrumente der Machtdemonstration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Herrschaftsrepräsentation, Sakralität, Kirchenjahr, Rituale, Krönungen und die Verschränkung von weltlicher und geistlicher Macht.

Wie unterschieden sich die Karolinger und Ottonen in ihrer Praxis?

Während die Karolinger oft den Vigiltag vor einem Fest bevorzugten, banden die Ottonen ihre politischen Rituale noch stärker und umfassender in den Rhythmus der gesamten Feierlichkeiten ein.

Welche Rolle spielte die Kirchweihe für den Herrscher?

Die Kirchweihe bot eine gesellschaftlich bedeutsame Bühne, um die Anwesenheit des Herrschers mit der kirchlichen Hierarchie zu verbinden und seinen Platz im religiösen sowie staatlichen Bereich zu demonstrieren.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Öffentliche Akte an kirchlichen Hochfesten bei Karolingern und Ottonen
Hochschule
Universität Wien
Note
1
Autor
Veronika Pichl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
20
Katalognummer
V214355
ISBN (eBook)
9783656426769
ISBN (Buch)
9783656438878
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Herrscherrepräsentation MIttelalter Königswahl
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Veronika Pichl (Autor:in), 2010, Öffentliche Akte an kirchlichen Hochfesten bei Karolingern und Ottonen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214355
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Leseprobe aus  20  Seiten
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