Die wichtigsten Web-Standards. Ein Überblick

Standards für integrierte Anwendungssysteme


Seminararbeit, 2012

13 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhalt

1. Unternehmensbeschreibung und Hintergrundinformationen

2. Finalziel
2.1 Abgeleitete Modalziele

3. Begriffsdefinition
3.1 Standard
3.2 Integration

4. Relevante Standards
4.1 EDIFACT – EDI for Administration, Commerce and Transport
4.2 myOpenFactory
4.3 ebXML – electronic Business using extensible Markup Language
4.4 XML – Extensible Markup Language
4.5 WSDL – Webservice Description Language
4.6 SOAP – Simple Object Access Protocol
4.7 UDDI – Universal Description, Discovery and Integration
4.8 BPML – Business Process Modelling Language

5. Fazit

1. Unternehmensbeschreibung und Hintergrundinformationen

Die Firma SPEEDSTEEL AG ist ein global agierendes Unternehmen im Anlagen- und Maschinenbau. Sie stellt Aufzüge und Fahrstühle für Unternehmen jeder Größe her.

Die SPEEDSTEEL AG ist seit 2001 börsennotiert und betreibt über 80 Betriebsstätten in mehr als 10 Ländern. Es werden jährlich mehr als 2.600 neue Aufzüge und Rolltreppen ausgeliefert. Gewartet werden jährlich über 52.000 Aufzüge und Rolltreppen, sowie 80.000 automatisch betriebene Türen und Tore.

Der größte Wettbewerbsvorteil wird bei der Flexibilität in der Planung, Entwicklung, Produktion und Kundenbetreuung gesehen.

Im Zuge der anstehenden Integration eines Enterprise Ressource Planning Systems (ERP-System) mit den bestehenden Computer Aided Design und Computer Aided Manufacturing (CAD-CAM) und Produktionsplanungs- und Steuerungs-System (PPS) wird, seitens des Managements, größter Wert darauf gelegt die bestehende Flexibilität nicht zu beeinträchtigen oder wenn möglich noch weiter auszubauen.

2. Finalziel

Es ist gewünscht dem Management einen Überblick darüber zu verschaffen, welche Standards für die Anbindung des ERP-Systems existieren und welchen Zweck (Inhalt) diese Standards erfüllen. Weiterhin soll ein Bezug auf die Bedeutung für die SPEEDSTEEL AG hergestellt werden, sodass das Management eine Entscheidung treffen kann, welche auf der Grundlage von validen Informationen basiert und der strategischen Unternehmensplanung am besten entspricht.

2.1 Abgeleitete Modalziele

Entsprechend der Geschäftspolitik des Unternehmens, sollen sich die Renditen und damit die Wirtschaftsleistung, langfristig verbessern. Da durch den Einsatz von Standards im Integrationsumfeld, die Einnahmesituation nicht signifikant beeinflusst werden kann, muss geprüft werden inwiefern eine langfristige Kostenreduktion erzielt werden kann. Je nach Wettbewerbssituation und Nachfrageelastizität könnte durch die Kostenreduktion die taktische und operative Vertriebspolitik flexibler auf Änderungen der genannten Variablen reagieren, um die Renditen langfristig zu maximieren.

Das erste Modalziel, im Sinne der Gewinnmaximierung, ist somit die Kostenreduktion durch den Einsatz von Standards.

Weiterhin muss sichergestellt sein, dass die Erreichung des Finalziels auch langfristig gewährleistet werden kann. Nur durch Kontinuität und Ausnutzung von Skaleneffekten, kann der Einsatz von Standards langfristig von Nutzen sein. Die Amortisationszeit des Investitionskapitals muss möglichst minimal sein, darf jedoch dem Ziel der Kontinuität nicht abträglich sein.

Das zweite Modalziel, im Sinne der langfristigen Wirksamkeit der avisierten Renditen, ist somit die Sicherung der Kontinuität.

Im Rahmen dieser Arbeit beschränken wir uns lediglich auf diese beiden Modalziele, wohlwissend, dass es noch weitere mögliche Modalziele gibt, welche das Finalziel (auch im Sinne des Einsatzes von Standards) unterstützen.

3. Begriffsdefinition

Die Begriffe „Standard“ und „Integration“ bedürfen an dieser Stelle einer kurzen Definition, um klar zu stellen wie diese im Folgenden verwendet werden.

3.1 Standard

„Ein Standard ist eine grundlegende Technik, ein Anwendungsprogramm oder ein Datenformat mit weiter Verbreitung und allgemeiner Anerkennung. […] Standards werden darüber hinaus auch von Normeninstitutionen festgelegt.

Solche Normen werden in Deutschland bspw. vom DIN definiert, in den USA von der ANSI und auf internationaler Ebene von der ISO.“ 1

Da die Integration der angesprochenen Systeme über das Intra- / Extra- bzw. das Internet durchgeführt wird, welche dieselbe Datenübertragungstechnologie nutzen, können wir spezieller von „Internetstandards“ sprechen. Ein Internetstandard wird international vom technischen Beratungsgremium (Internet Engineering Steering Group (IESG)) der Internet Society (ISOC) als Internetstandard vorgeschlagen. Legitimiert wird dieser Vorschlag durch das

Internet Architecture Board (IAB). Die Autorisation bezieht es zum einen aus dem Fakt, dass das abgeleitete Gremium (Internet Engineering Task Force (IETF)) aus dem Internet Configuration und Control Board (ICCB) geformt hat, welche den Vorreiter des Internets, das Advanced Research Projects Agency Network (ARPANet), maßgeblich mitentwickelt hat. Zudem handelt es sich bei den benannten Gremien um Zusammenschlüsse von Spezialisten aus allen relevanten Fachgebieten, welche zur Weiterentwicklung der Internets beitragen und somit die breite Anerkennung der Nutzer erhalten.

Die Definition eines Internetstandards durch die IESG lautet wie folgt:

„In general, an Internet Standard is a specification that is stable and well- understood, is technically competent, has multiple, independent, and interoperable implementations with substantial operational experience, enjoys significant public support, and is recognizably useful in some or all parts of the

Internet.” 2

Ein “Proposed Standard“ muss zunächst einen Definierten Prozess durchlaufen, um schließlich als Standard zu gelten. Da die detailliertere Erörterung dieser Thematik jedoch den Rahmen des Assignments weit übertreffen würde, verweise ich an dieser Stelle auf die Lektüre der ISOC.

Da wir uns folgend, aus den genannten Gründen, speziell auf die Internetstandards beziehen, wird folgend der Begriff “Standard” synonym verwendet.

3.2 Integration

Allgemein bezeichnet man mit „Integration“ (lat. integrare) die

„Wiederherstellung eines Ganzen“. 3 Mertens teilt die möglichen Ausprägungen der integrierten Informationsverarbeitung in die Kategorien Integrationsgegenstand, Integrationsrichtung, Automatisierungsgrad, Integrationszeitpunkt und Integrationsreichweite ein.

[...]


1 [CLex]

2 [IETF]

3 vgl. [Merstens]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Die wichtigsten Web-Standards. Ein Überblick
Untertitel
Standards für integrierte Anwendungssysteme
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
13
Katalognummer
V214382
ISBN (eBook)
9783656426684
ISBN (Buch)
9783656437420
Dateigröße
396 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
EDI, EDIFACT, myOpenFactory, ebXML, XML, WSDL, SOAP, UDDI, BPML, Web-Standards AKAD ANS02 funktionsbezogene und integrierte Anwendungssysteme, AKAD, ANS02, funktionsbezogene und integrierte Anwendungssysteme, Assignment
Arbeit zitieren
Martin Richter (Autor), 2012, Die wichtigsten Web-Standards. Ein Überblick, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214382

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