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Platons und Aristoteles‘ positive und negative Mimesis im Hinblick auf Kafkas „Ein Bericht über eine Akademie“

Title: Platons und Aristoteles‘ positive und negative Mimesis im Hinblick auf Kafkas  „Ein Bericht über eine Akademie“

Essay , 2012 , 7 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Susanne Hahn (Author)

Literature - Comparative Literature
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Das Essay befasst sich mit der Thematik der positiven und negativen Mimesis aus der Perspektive der Philosophen Platon und Aristoteles. Diese Ansichten werden anschließend auf Kafkas "Ein Bericht über eine Akademie" angewandt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Platons und Aristoteles‘ positive und negative Mimesis im Hinblick auf Kafkas „Ein Bericht über eine Akademie“

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen philosophischen Auffassungen von Mimesis bei Platon und Aristoteles und wendet diese theoretischen Perspektiven auf Franz Kafkas Erzählung „Ein Bericht für eine Akademie“ an, um die Rolle der Nachahmung als Überlebensstrategie und Identitätsbildung zu analysieren.

  • Vergleichende Analyse der Mimesis-Konzepte von Platon und Aristoteles.
  • Unterscheidung zwischen natürlicher/angeborener und künstlerischer Mimesis.
  • Anwendung mimetischer Theorien auf die Verwandlung des Affen bei Kafka.
  • Die Funktion der Mimesis als Mittel zum Überleben und zur Anpassung.
  • Reflexion über die moralische Bewertung von Nachahmung in Literatur und Alltag.

Auszug aus dem Buch

Platons und Aristoteles‘ positive und negative Mimesis im Hinblick auf Kafkas „Ein Bericht über eine Akademie“

Im Alltag begegnen uns immer wieder mimetische Handlungen: Kleinkinder ahmen die Menschen in ihrer Umgebung nach und lernen dadurch das Gehen und Sprechen oder Teenager suchen sich Idole und versuchen diesen in Äußerlichkeiten nachzueifern. Mimesis lässt sich jedoch nicht nur im Privaten finden, sondern auch in der Öffentlichkeit, in der aktuelle Modestile nachgeahmt werden, Landschaften oder Objekte von Künstlern auf Leinwand gebannt oder Lieder komponiert werden, welche die Stimmungen und Emotionen der Komponisten nachahmen und wiederspiegeln.

Das Mimetische scheint allgegenwärtig zu sein, doch ist das nicht nur heutzutage der Fall, sondern bereits seit Jahrtausenden. Denn bereits seit der Antike befassen sich Theoretiker und Philosophen immer wieder mit dem umstrittenen Prinzip der Mimesis im Bereich der Künste. Der altgriechische Begriff mímésis bezeichnet die Form der Nachahmung bzw. die Darstellung der Wirklichkeit. Die Funktion der Wiedergabe des Realen bildet die Grundlage der Streitigkeiten um die Bedeutung der Mimesis, da es Befürworter gibt, die das Mimetische als etwas Natürliches und Förderndes empfinden, wohingegen Ablehner der Nachahmung eine Gefahr für die Seele in ihr sehen.

Bezug zur Mimesis nahmen in der Antike die beiden griechischen Philosophen Platon und Aristoteles, die durch ihre nacheinander publizierten Texte verdeutlichen, welche unterschiedlichen Meinungen zu diesem Thema bestehen. In seinem berühmten Dialog ‚Der Staat / Politeia‘, welches er um 370 v. Chr. publizierte, geht Platon auf seine Skepsis gegenüber der durch die Kunst vermittelnden Erkenntniswerte ein. Nach Platon ist jede Form der Kunst, darunter insbesondere die Dichtkunst und die Malerei, zwiespältig zu betrachten und im größeren Sinne unnötig. Er erläutert, dass ein Maler zwar eine Nachahmung eines Stuhles auf Leinwand abbilden kann, doch das nicht das Abbild der Realität ist, sondern nur das Abbild eines Abbildes. Was er damit versucht zu erklären ist, dass der Maler nur abbildet, was er wahrnehmen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Platons und Aristoteles‘ positive und negative Mimesis im Hinblick auf Kafkas „Ein Bericht über eine Akademie“: Diese Arbeit stellt die philosophischen Mimesis-Theorien von Platon und Aristoteles gegenüber und verdeutlicht deren Anwendung anhand der Identitätswandlung des Affen in Kafkas Erzählung als notwendige Überlebensstrategie.

Schlüsselwörter

Mimesis, Platon, Aristoteles, Franz Kafka, Nachahmung, Ein Bericht für eine Akademie, Philosophie, Literaturtheorie, Identität, Überlebensstrategie, Ästhetik, Dichtkunst, Wirklichkeit, Anthropologie, Menschwerdung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophischen Definitionen von „Mimesis“ (Nachahmung) bei Platon und Aristoteles und überträgt diese auf Franz Kafkas Erzählung „Ein Bericht für eine Akademie“.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die antike Philosophie der Kunst, die moralische Bewertung von Nachahmung, der Prozess der Menschwerdung durch Adaptation sowie die literarische Analyse von Identitätsverlust.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu zeigen, wie die unterschiedlichen philosophischen Perspektiven auf Mimesis dazu beitragen können, das Handeln der Hauptfigur bei Kafka – die Nachahmung menschlichen Verhaltens zum Überleben – theoretisch einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die philosophische Primärquellen (Platon, Aristoteles) auf einen literarischen Text anwendet und vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil erörtert zunächst Platons Skepsis gegenüber der Kunst und Aristoteles' positivere Sichtweise, um diese Theorien anschließend detailliert auf die Figur des Affen in Kafkas Werk zu beziehen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Mimesis, Nachahmung, Identität, Überlebensstrategie, Antike Philosophie und literarische Fiktion.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise von Platon und Aristoteles zur „angeborenen Mimesis“?

Während Aristoteles die angeborene Nachahmung durchweg positiv für die Entwicklung und Bildung bewertet, warnt Platon, dass diese menschliche Neigung auch zum Missbrauch führen kann, wenn sie in die falsche Lebensbahn lenkt.

Warum wählt der Affe bei Kafka die Mimesis als Ausweg?

Der Affe erkennt in seiner Gefangenschaft auf einem Dampfer, dass er weder durch Flucht noch durch Widerstand überleben kann, sondern nur durch die systematische Anpassung an menschliche Verhaltensweisen.

Inwiefern bleibt der Affe bei Kafka ein „Mischwesen“?

Obwohl er sich menschliche Sprache und Gesten angeeignet hat, verbleibt er aus der Sicht anderer ein Affe, während er selbst den Bezug zu seiner ursprünglichen Identität fast vollständig verloren hat.

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Details

Title
Platons und Aristoteles‘ positive und negative Mimesis im Hinblick auf Kafkas „Ein Bericht über eine Akademie“
College
University of Erfurt
Grade
2,3
Author
Susanne Hahn (Author)
Publication Year
2012
Pages
7
Catalog Number
V214397
ISBN (eBook)
9783656426547
Language
German
Tags
Kafka Mimesis Platon Aristoteles
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Hahn (Author), 2012, Platons und Aristoteles‘ positive und negative Mimesis im Hinblick auf Kafkas „Ein Bericht über eine Akademie“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214397
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