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Zu David Humes "Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand" (12. Abschnitt)

Titel: Zu David Humes "Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand" (12. Abschnitt)

Hausarbeit , 2013 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Estelle Victoria Traxel (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Hausarbeit wird zum einen Humes Skeptizismus, zum anderen die pyrrhonische Skepsis von Sextus Empiricus untersucht. Darüber hinaus wird die Frage thematisiert, inwiefern es Hume gelingt, die pyrrhonische Skepsis zu widerlegen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die pyrrhonische Skepsis

3. Humes gemäßigte Skepsis

4. Ist Humes skeptische Lösung zufriedenstellend?

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von David Humes Philosophie zum Skeptizismus, insbesondere im zwölften Abschnitt seines Werkes "Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand", und hinterfragt, ob sein "gemäßigter Skeptizismus" eine zufriedenstellende Antwort auf die Herausforderungen des pyrrhonischen Skeptizismus bietet.

  • Vergleich zwischen pyrrhonischem Skeptizismus und Humes gemäßigtem Skeptizismus
  • Analyse der Grenzen menschlicher Erkenntnis durch Sinneseindrücke und Vernunft
  • Untersuchung des Induktionsproblems und der Rolle des natürlichen Instinkts
  • Gegenüberstellung von theoretischem Zweifel und der Notwendigkeit des praktischen Handelns

Auszug aus dem Buch

3. Humes gemäßigte Skepsis

Im letzten Abschnitt der „Untersuchung über den menschlichen Verstand“ klärt Hume sein Verhältnis zum Skeptizismus.

Im ersten Teil des 12. Abschnitts widmet sich Hume dem Zweifel an der Evidenz der Sinne. Er thematisiert die Frage, ob die Sinne als „Kriterien der Wahrheit und Falschheit“ geeignet sind und kommt zu dem Entschluss, dass sich durch sie nicht feststellen lässt, ob etwas in der Welt der Fall ist oder nicht. Während Hume im 4. Abschnitt der „Untersuchung“ noch die Beweisbarkeit abwesender Tatsachen in Frage stellte, stellt er nun sogar die Beweisbarkeit gegenwärtiger Tatsachen in Frage.

Die Sinnestäuschungen, wie das im Wasser scheinbar gebrochene Ruder, die die Pyrrhoneer gegen die Evidenz der Sinne anführen, beweisen laut Hume nur, „daß auf die Sinne allein kein unbedingter Verlass ist [und] daß wir ihre Aussage durch die Vernunft und durch Betrachtungen richtigstellen müssen (...).“

Während er also die populären Einwände abtut, widmet er sich den philosophischen, tieferen Einwänden gegen die Evidenz der Sinne. Da der Mensch unweigerlich seinem Naturinstinkt folgt, nimmt er an, dass die von ihm wahrgenommenen Dinge selbst die Gegenstände in der Außenwelt sind. Anhand des Tisches illustriert Hume, dass dieser von einem Menschen als weiß und hart wahrgenommen wird und als unabhängig von dessen Auffassung existierend betrachtet wird. Allerdings – so Humes philosophischer Einwand und seine Prämisse für die skeptische Argumentation – wird diese „allgemeine und ursprüngliche Meinung aller Menschen (...) durch den leisesten Anflug von Philosophie bald zerstört, die uns lehrt, daß nichts je dem Geiste gegenwärtig sein kann als nur ein Bild oder eine Auffassung, daß die Sinne nur die Einlaßpforten sind, durch welche diese Bilder übermittelt werden (...).“

Die Veränderung des Tisches, der je nach Entfernung und Stellung kleiner oder größer wird, zeigt laut Hume also qua Vernunft, dass immer nur das Bild eines Tisches den Sinnen gegenwärtig ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Zielsetzung ein, den menschlichen Verstand auf seine Tauglichkeit zur Erkenntniserlangung zu prüfen und Humes gemäßigten Skeptizismus in Abgrenzung zum radikalen Pyrrhonismus zu positionieren.

2. Die pyrrhonische Skepsis: Dieses Kapitel umreißt die Argumentation der Pyrrhoniker, insbesondere von Sextus Empiricus, die aufgrund der Gleichwertigkeit entgegengesetzter Argumente einen konsequenten Urteilsverzicht fordern.

3. Humes gemäßigte Skepsis: Hume analysiert hier die Zweifel an der Evidenz der Sinne sowie der Vernunft und entwickelt seinen gemäßigten Skeptizismus als eine Form, die zwar theoretisch zweifelt, aber praktisch durch den natürlichen Instinkt und die Lebenspraxis geleitet wird.

4. Ist Humes skeptische Lösung zufriedenstellend?: Der Autor diskutiert hier die Problematik, dass Hume das Induktionsproblem zwar nicht theoretisch lösen kann, aber durch die Differenzierung zwischen Philosoph und Handelndem eine für das Leben praktikable Lösung anbietet.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit stellt fest, dass Humes Philosophie zwar keine metaphysischen Gewissheiten bietet, sein Ansatz jedoch trotz der Inkonsequenz in der Theorie die einzig lebenspraktisch gangbare Lösung darstellt.

Schlüsselwörter

David Hume, Erkenntnistheorie, Skeptizismus, Pyrrhonismus, gemäßigter Skeptizismus, menschlicher Verstand, Induktionsproblem, Wahrnehmung, Vernunft, Naturinstinkt, Erkenntnisgrenzen, Philosophie, Sinnestäuschung, Zweifel, Lebenspraxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der epistemologischen Analyse von David Humes Skeptizismus, speziell in Bezug auf seinen zwölften Abschnitt in „Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Gegenüberstellung von pyrrhonischem und gemäßigtem Skeptizismus, die Zuverlässigkeit unserer Sinneseindrücke sowie die Begrenzung des menschlichen Verstandes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu erörtern, ob Humes Ansatz, den Skeptizismus durch den natürlichen Instinkt des Menschen zu überwinden, eine in sich stimmige und zufriedenstellende Lösung darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine textanalytische Methode, basierend auf Humes Primärwerk und einschlägiger Sekundärliteratur zur Interpretation seines skeptischen Ansatzes.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Humes Kritik an der Evidenz der Sinne und der Vernunft sowie seine Differenzierung zwischen der theoretischen philosophischen Reflexion und dem praktischen täglichen Handeln detailliert ausgeführt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem Autor selbst sind Skeptizismus, Empirismus, Induktionsproblem und der Gegensatz zwischen Theorie und Praxis die prägenden Begriffe.

Wie löst Hume laut der Arbeit den Konflikt zwischen theoretischem Zweifel und dem Alltag?

Hume löst diesen Konflikt nicht durch logische Argumente, sondern durch den Verweis auf die menschliche Natur und den natürlichen Instinkt, der uns zum Handeln zwingt, ungeachtet der theoretischen Unmöglichkeit gesicherter Begründungen.

Inwiefern bezieht die Arbeit moderne wissenschaftliche Erkenntnisse ein?

In der Schlussbetrachtung wird auf den Quanten-Zeno-Effekt verwiesen, um zu verdeutlichen, dass die von Hume aufgezeigte Isosthenie (Gleichgewicht von gegensätzlichen Argumenten) auch in der modernen Quantenphysik eine aktuelle Entsprechung findet.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zu David Humes "Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand" (12. Abschnitt)
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Philosophie)
Veranstaltung
David Hume: Untersuchung über den menschlichen Verstand
Note
1,3
Autor
Estelle Victoria Traxel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
14
Katalognummer
V214522
ISBN (eBook)
9783656430148
Sprache
Deutsch
Schlagworte
david humes eine untersuchung verstand abschnitt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Estelle Victoria Traxel (Autor:in), 2013, Zu David Humes "Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand" (12. Abschnitt), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214522
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Leseprobe aus  14  Seiten
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