Vorliegende Arbeit soll im Folgenden die Entwicklung in der Theoriegeschichte der Strategieentwicklung beleuchten, um eine mögliche zukünftige Weiterentwicklung herauszuarbeiten: die partielle Integration von Kunden in den Strategieentwicklungsprozess eines Unternehmens. Der Einfachheit halber wird in der gesamten Arbeit von der Kundenintegration gesprochen, gemeint ist immer nur eine teilweise Integration, für kein Unternehmen würde es Sinn machen, alle Kunden unabhängig von Produkt- und Kundenstruktur in einen so heiklen Unternehmensprozess wie die Strategieentwicklung einzubinden. Zuerst wird die Geschichte der Strategieentwicklung umrissen, hier wird vor allen Dingen auf die beiden großen Theorieströmungen eingegangen, die präskriptive und die deskriptive The-orie. Beide werden unter dem Gesichtspunkt der Kunden- bzw. Nichtkundenintegration betrachtet, und das unterschiedliche Verhältnis zwischen Kunden und Strategieentwicklung soll herausgearbeitet werden.
Anschließend werden die Gründe dafür dargelegt, warum eine Kundenbeteiligung am Strategieentwicklungsprozess einer Unternehmung sinnvoll sein kann, welche Gründe dafür sprechen und welche dagegen. Bevor abschließend im Fazit ein Resümee gezogen werden soll, werden kurz mögliche Instrumentarien zur sinnvollen Kundeneinbindung vorgestellt, deren ausführliche Darstellung jedoch den Rahmen der vorliegenden Arbeit sprengen würde.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Geschichte der Strategieentwicklung
- Beratungsgetriebene Anfänge
- Induktive und deskriptive Ansätze
- Der induktive oder präskriptive Ansatz
- Der deduktive Ansatz
- Annäherungen in den neunziger Jahren
- Systemische Zusammenführung
- Wo bleibt der Kunde
- Warum eine direktere Einbindung des Kunden?
- Mögliche Ansätze
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text befasst sich mit der Weiterentwicklung der Theorien zur Strategieentwicklung in Unternehmen und insbesondere mit der Frage, wie Kunden in diesen Prozess stärker integriert werden können. Ziel ist es, eine mögliche zukünftige Weiterentwicklung der Theorie zu erarbeiten, die die partielle Integration von Kunden in den Strategieentwicklungsprozess eines Unternehmens berücksichtigt.
- Geschichte der Strategieentwicklung: Darstellung der präskriptiven und deskriptiven Ansätze sowie deren Verhältnis zur Kundenintegration
- Gründe für eine Kundenbeteiligung am Strategieentwicklungsprozess: Vorteile und Herausforderungen
- Mögliche Instrumentarien zur Kundeneinbindung: Vorstellung von Instrumenten zur sinnvollen Integration von Kunden in den Prozess
- Bedeutung der Kundenperspektive: Warum ist die Einbindung des Kunden für eine erfolgreiche Strategieentwicklung relevant?
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Arbeit beleuchtet die Entwicklung der Theoriegeschichte der Strategieentwicklung und befasst sich mit der partiellen Integration von Kunden in den Strategieentwicklungsprozess eines Unternehmens.
Geschichte der Strategieentwicklung
Dieses Kapitel skizziert die Anfänge der Strategieentwicklung, die durch beratungsgetriebene Ansätze geprägt waren. Es werden die beiden Haupttheorieströmungen, der induktive und der deduktive Ansatz, erläutert und deren unterschiedliche Behandlung der Kundenintegration beleuchtet. Abschließend werden die neuesten Entwicklungen in der Theorie der Strategieentwicklung, die Zusammenführung in der systemischen Strategieentwicklung, vorgestellt.
Wo bleibt der Kunde?
Dieses Kapitel untersucht die Gründe für eine stärkere Einbindung von Kunden in den Strategieentwicklungsprozess. Es werden Argumente für und gegen eine Kundenbeteiligung dargestellt und mögliche Ansätze zur Kundeneinbindung vorgestellt.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den zentralen Themen der Strategieentwicklung, insbesondere der Kundenintegration. Wichtige Schlüsselbegriffe sind: präskriptiver Ansatz, deskriptiver Ansatz, systemische Strategieentwicklung, Kundenintegration, Kundenperspektive, Strategieentwicklungsprozess.
Häufig gestellte Fragen
Warum sollten Kunden in die Strategieentwicklung einbezogen werden?
Die Einbindung von Kunden liefert wertvolle Einblicke in Marktbedürfnisse, erhöht die Akzeptanz neuer Produkte und verbessert die Wettbewerbsposition.
Was ist der Unterschied zwischen präskriptiver und deskriptiver Strategietheorie?
Präskriptive Ansätze geben vor, wie Strategien rational geplant werden sollten; deskriptive Ansätze beschreiben, wie sie in der Praxis tatsächlich entstehen.
Was sind die Risiken einer Kundenintegration?
Zu den Risiken gehören der Abfluss von sensiblem Know-how, eine zu starke Fokussierung auf aktuelle statt zukünftige Bedürfnisse und hohe Koordinationskosten.
Gibt es Instrumente für die Kundeneinbindung?
Ja, dazu gehören Lead-User-Workshops, Fokusgruppen, Online-Communities oder Co-Creation-Plattformen.
Macht es Sinn, alle Kunden zu integrieren?
Nein, Unternehmen sollten selektiv vorgehen und nur strategisch relevante Kunden oder "Lead User" in den heiklen Prozess der Strategieentwicklung einbinden.
- Quote paper
- Enno Dreier (Author), 2003, Wo bleibt der Kunde in der Strategieentwicklung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21456