Hat die Ideologie im Staatsbürgerkundeunterricht der DDR die Menschen vom Sozialismus weggeführt?


Hausarbeit (Hauptseminar), 2012
30 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Fach Staatsbürgerkunde
2.1 Die Entwicklung des Faches
2.2 Das Ziel des Faches Staatsbürgerkunde in der Schule
2.3 Inhalte des Faches Staatsbürgerkunde
2.4 Erzieherisch-pädagogische Mittel
2.5 Pädagogische Erziehungsmethoden bei Problemen

3.Ideologie des Marxismus-Leninismus

4. Ausbildung der Lehrer

5. Gesetzliche Grundlagen in der DDR zur Ideologievermittlung

6. Konformität und Stillstand als Folge der Ideologievermittlung

7. Zusammenfassung

8. Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Beispielstundenplan der 11. und 12. Klasse der EOS

Abbildung 2: Begabtenförderung in der DDR

1. Einleitung

Im November 1989 wurde das Fach Staatsbürgerkunde in der ehemaligen DDR1 mit seinen Inhalten eingestellt (vgl. Biskupek 2002: 24). Die Proteste fielen, nach dem Zu- sammenbruch der DDR, zu sehr ins Gewicht. Die Bevölkerung, die bis zu diesem Zeit- punkt über Jahrzehnte auf die Ideologie2 des Marxismus-Leninismus im Staatsbürger- kundeunterricht geprägt wurde, wehrte sich gegen das noch bestehende Schulfach.3 Die politische Bildungsarbeit in der DDR hatte bis dahin einen festen politischen Stand- punkt, die Sicherstellung der ideologischen Erziehung zum sozialistischen Menschen hin. Überzeugungsarbeit war dabei ein fester Bestandteil des Lehrplanes. Doch nach dem Zusammenbruch der DDR hatte „(die) SED „anscheinend (nun selbst) Zweifel an der Wirksamkeit ihrer politisch-ideologischen Erziehungsarbeit“ (Biskupek 2002: 25). Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass die politisch-erzieherische Bildungsarbeit gescheitert ist (vgl. Förster/ Roski 1990: 39 f. in Biskupek 2002: 25). Es gab bereits Anfang der siebziger Jahre bereits anfängliche Distanzierungen und Zweifel an der Überzeugung des Marxismus-Leninismus. Ursachen waren z. B. „(…) der Graben zwi- schen Theorie und eigener Erfahrung“ (vgl. Förster/ Roski 1990: 41 ff. in: Biskupek 2002: 25). Diese Arbeit untersucht das ehemalige Fach Staatsbürgerkunde in der DDR. Dabei wird zunächst das Fach in seiner Entwicklung, den Zielsetzungen und den Ge- setzmäßigkeiten im Bildungswesen untersucht. Darüber hinaus werden die pädagogi- schen Umsetzungsmöglichkeiten zur Umsetzung der Ideologievermittlung und die Kon- trolle dessen erklärt. Es wird im Anschluss der Marximus-Leninismus erklärt, um den Grund für die Umsetzung der Ideologievermittlung in der DDR zu erklären. Die daraus entstandenen Folgen für die Bürgerinnen und Bürger werden den Bestandteil der Frage- stellung bilden, inwiefern die Ideologievermittlung in der Schule die Menschen vom Sozialismus weggeführt hat? Als Literaturgrundlagen werden Lehrpläne, statistische Untersuchungen, und zusammenfassende Literatur über das Fach Staatsbürgerkunde diesem Bericht hinzugefügt.

2. Das Fach Staatsbürgerkunde

Das Fach Staatsbürgerkunde war ein Pflichtschulfach in der Deutschen Demokratischen Republik, welches von der siebten (ab 1968) bis zur zwölften Klassenstufe unterrichtet worden ist. Das Fach wurde von Fachlehrern unterrichtet und wurde in alle Bildungs- bereiche der damaligen DDR integriert. Dies betraf insbesondere die Polytechnische Oberschule (Standardschule für alle Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur zehnten Klasse), die erweiterte Oberschule (Klasse elf und zwölf), die Berufsschule, bestimmte Fachschulen, Sonderschulen und die Hochschulen bzw. Universitäten des Landes.

2.1 Die Entwicklung des Faches

Das Fach Staatsbürgerkunde trat im Jahr 1957/ 58 als Nachfolger des Faches Gegen- wartskunde in Erscheinung und wurde im Zuge mehrerer Reformierung der Lehrinhalte und dessen Zieldefinitionen immer wieder überarbeitet. Aufgrund der Schwierigkeiten im Bildungswesen nach der NS Zeit konnten erst nach und nach ideologische Bildungs- inhalte definiert und in die Lehrpläne überführt werden. Das erste Ziel war zunächst die Umerziehung der Bevölkerung. Eine besondere Herausforderung war dabei die noch vorhandenen antisemitischen sowie antikommunistischen Ideologievorstellungen aus den Schülerköpfen zu verbannen. Die damalige sowjetische Militäradministration legte den Grundstein für das neue Schulwesen, welche die Bildungsinhalte bestimmte (vgl. Herbstritt 1996: 8). Es wurden neue Lehrpläne und Schulbücher aus dem eigens dafür gegründeten Volk und Wissen Verlag gedruckt und die alten Bücher aus der NS Zeit dem Schulbetrieb entzogen. Darüber hinaus wurden Privatschulen verboten. Alte Leh- rer, die bis dahin Mitglied der NSDAP waren, wurden zunächst nicht in den Schulbe- trieb übernommen, obwohl die damalige KPD/SED Führung die Wiedereinstellung zu- nächst befürwortete. Dem lag eine Diskussion zu Grunde, denn gerade alte Lehrerinnen und Lehrer besaßen noch die Demokratieerfahrungen vor der NS Zeit (vgl. Herbstritt 1996: 10). Im Zuge der Umgestaltung wurde als aller erstes vom damaligen Volksbil- dungsminister Grünberg der Ausdruck für die zentrale Aufgabe des sozialistisch gepräg- ten Bildungssystems auf Grundlage des Marxismus-Leninismus genannt. Es sollte ein neuer demokratischer sozialistischer Mensch erschaffen werden (vgl. Herbstritt 1996: 10). Die Erziehungsziele der KPD/ SED Führung lagen insbesondere auf den inhaltli- chen Grundlagen des Bildungswesens. Die Grundlage bildete hierbei vor allem die neue Verfassung der DDR. Die bürgerlich-demokratischen Vorstellungen, die zum Teil an alten Vorstellungen, entweder vor und innerhalb der NS Zeit herrührten, waren noch vorhanden.4 Es wurde Kritik in der DDR geäußert, dass es insbesondere an Wissen über die Arbeiterbewegung fehle. Ein Beispiel sei Thomas Münzer sowie die Pariser Kom- mune (vgl. Herbstritt 1996: 18). Im November 1947 wurde darüber hinaus kritisiert, dass sich Lehrer sich viel zu sehr auf die englisch-amerikanische Ideologie einlassen, sich zu sehr dem Materialismus hin wenden (vgl. Herbstritt 1996: 20). Aufgrund dieser Vorüberlegungen gab es erste pädagogische Ansätze zur Ideologievermittlung. Der Staatsbürgerkundeunterricht sollte nun aktuelle zeitgeschichtliche sozialistische Themen aufgreifen. Diese sollten vor allem aktuelle Probleme beinhalten und so zur Überzeu- gungsarbeit im Unterricht dienen (vgl. Herbstritt 1996: 21 f.). Darüber hinaus wurde das Fach Russisch eingeführt. Das Fach Deutsch sollte ergänzend hinzugezogen werden, um russische Literatur fächerübergreifend mit einzubeziehen.

2.2 Das Ziel des Faches Staatsbürgerkunde in der Schule

Das Fach Staatsbürgerkunde diente der politischen Überzeugungsarbeit, die sich auf wissenschaftlichen Methoden begründet. Die wissenschaftliche Ausarbeitung des Fa- ches ermöglichte es den Lehrerinnen und Lehrern den Marxismus-Leninismus, auf- grund von wissenschaftlichen Nachweisen, die im Zuge der wissenschaftlichen Ausar- beitung der politischen Staatsideologie von Karl Marx5 und Friedrich Engels6 und Lenin entstanden sind, auf die staatseigene politische Überzeugung zu übertragen und diese Überzeugungen sollten an die Schülerinnen und Schüler vermittelt werden.

Der Marxismus-Leninismus ist in seiner Anwendung auf die Grundfragen der Gesell- schaft gerichtet. Das Wesen dieser Weltanschauung ist in diesem Fall die Arbeiterklasse (vgl. Feige 1975: 11). Die Mission der Arbeiterklasse zu verstehen und weiter zu entwi- ckeln (vgl. Feige 1975: 15) war Aufgabe des Unterrichtsfaches. Als das Fach Gegen- wartskunde eingeführt worden ist gab es bereits erste Motive um die Schüler von der Ideologie des Marxismus-Leninismus zu überzeugen. Trotz der strengen Wissenschaft- lichkeit der Texte von Marx und Engels, sollte der Unterricht dennoch die Vorteile des Systems immer wieder herausheben. Die Überlegenheit des Sozialismus über den Kapi- talismus sollte die Schüler motivieren, den Kampf der Arbeiterklasse auch in der Zu- kunft fortzuführen. Sie sollten den Sozialismus in seinen Grundzügen festhalten und zukünftige Entscheidungsprozesse, im Hinblick auf das erlernte Wissen, begründen und anwenden können. Die Anwendung bezieht sich dabei insbesondere auf die praktische Politik, vor allem im internationalen Klassenkampf gegen den Imperialismus (vgl. Feige 1975: 11). Die weltanschaulichen Grundüberzeugungen sind also der Kern des Faches, die aus den Menschen bzw. aus den Schülerinnen und Schülern sozialistische Persön- lichkeiten gestalten sollten, die auf die Grundfragen der Entwicklung der Gesellschaft jederzeit eine klare Grundpositionen einnehmen und somit zu selbstständigen DDR Bürgern heranwachsen können. Die Rechte und Pflichten, die Gesetzmäßigkeiten und die Mission der Arbeiterklasse durfte im Unterricht niemals aus den Augen verloren werden, denn ein jeder Bürger hatte „(…) sich mit ganzer Kraft für die Festigung und den Sieg der sozialistischen Gesellschaftsordnung (…) und für die Beendigung des Militarismus in Westdeutschland einzusetzen.“7

2.3 Inhalte des Faches Staatsbürgerkunde

Im Jahr 1964 kam es dann zum letztendlich ersten Lehrplan für das Fach Staatsbürgerkunde an den Allgemeinbildenden und Berufsbildenden Schulen, der zwar zunächst erst nur ein Entwurf war, aber zunächst helfen sollte einen roten Faden durch die Lehren des Marxismus-Leninismus für den Unterricht zu bilden (vgl. Lücke 1965: 23). Die Inhalte des Faches Staatsbürgerkunde enthielten nur Inhalte zum Marximus-Leninismus,8 den wirtschaftlichen (ökonomischen) und ideologischen Hintergrund. Ziel des Faches war es, die Schülerinnen und Schüler von der politischen Theorie zu überzeugen. Dementsprechend waren die Lehrpläne auch ausgearbeitet.

In der neunten und zehnten Klasse der polytechnischen Oberschule wurde zwei Wo- chenstunden in einem Schuljahr für das Fach Staatsbürgerkunde aufgewendet. In der Oberstufe (Klasse 11 und 12) gab es eine eher philosophische Ausrichtung des Faches mit der Auseinandersetzung des Lebens und der Gesellschaft, mit nur einer Wochen- stunde (vgl. Lücke 1965: 24). Ein Beispielinhalt ist z. B. in der neunten Klasse das Kommunistische Manifest, die Aufklärung über Lenin und die Darstellung des Erfolges der Lehren von Marx und Engels. Ebenso wurde die kapitalistische Gesellschaftsord- nung untersucht. Im Anschluss folge daraufhin die Darstellung des Kampfes der Arbei- terklasse gegen die Ausbeutung, Unterdrückung und den Krieg. Weitere Inhalte sind die Entstehung der Deutschen Demokratischen Republik, der Aufbau des Sozialismus und die Darstellung des Charakters des sozialistischen Staates, sowie das Wesens der sozia- listischen Demokratie. Die Grundzüge des ökonomischen Systems wurden ebenfalls ab der zehnten Klasse unterrichtet, von der Planung und Leitung von Industrie und Land- wirtschaft, die demokratischen Rechte und Pflichten des Volkes, Weltanschauung und Moral im Sozialismus, Imperialismus und den Kommunismus, der als Zukunft des Menschen betrachtet wird (vgl. Lücke 1965: 25 f.). In der Oberstufe wurde die sozialis- tische Weltanschauung erörtert, in dem der Sinn des Lebens und die Philosophie be- trachtet wurden. Dazu gehörten die Themenbereiche Materie und Bewusstsein, die ma- terialistische Dialektik, Erkennbarkeit der Welt, das gesellschaftliche Bewusstsein, Rol- le im Leben der Gesellschaft, Glück und der Sinn des Lebens. Darüber hinaus wurde das ökonomische System der Planung und Leitung in der DDR Volkswirtschaft bespro- chen, in dem es insbesondere um das Wesen der sozialistischen Produktionsweise geht (vgl. Lücke 1965: 26 f.). Die Lehrpläne im Fach Staatsbürgerkundeunterricht wurden mehrmals überarbeitet mit neuen vertiefenden Inhalten, aber vor allem mit richtungs- weisender Ideologie versehen. Die letzte Änderung sollte zum Jahr 1990 erfolgen, scheiterte jedoch am Zusammenbruch der DDR. Die Lehrpläne wurden von Wissen- schaftlern und Praktikern ausgearbeitet (vgl. Lücke 1965: 51). Die Inhalte des Faches Staatsbürgerkunde sollten sich vor allem an einem neuen modernen marxistisch- leninistischen Geschichtsbild orientieren. Die Feindbildvermittlung sollte durch eine politisch-ideologische Erziehung gewährleistet werden (vgl. Schreier/ Helwig 1988: 208). Die hauptsächliche Aufgabe war es, vorwiegend der Propaganda des Westens entgegenzutreten (vgl. Herbstritt 1996: 20 f.). Aufgrund des Mauerbaus im Jahr 1961 wollte die Staatsführung eine Veränderung des Rahmenlehrplanes für das Fach Staatsbürgerkunde erreichen, so “(…) dass jeder Schüler und Lehrling begreift, warum noch in diesem Jahr (1961) der Friedensvertrag abgeschlossen werden muss (…). Die Gefährlichkeit und zugleich die Perspektivlosigkeitspolitik der Freunde des deutschen Volkes (sollten) allen Schülern und Lehrlingen deutlich vor Augen (geführt werden)“ (Lücke 1965: 19). Die patriotischen Gefühle sollten nun schwerpunktmäßig im Kampf gegen den Imperialismus der westlichen Gesellschaft aufgenommen werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Friedrich Ebert Stiftung (1985): 36

Abbildung 1: Beispielstundenplan der 11. und 12. Klasse der EOS

2.4 Erzieherisch-pädagogische Mittel

Die Erziehungsmethoden begannen in der DDR bereits im Kindergarten, wurden über die Schulzeit weitergeführt und wurden bis in das Berufsleben und Privatleben weiter ausgebaut. Die Anwendung der erzieherischen, ideologischen Mittel wurde zwar in der Schule angewandt, fand aber in der Anwendung zum größten Teil außerhalb der Schule statt. Die Darstellung der einzelnen Lebensbereiche, Schule und Freizeit, erfolgt von daher zum Teil zusammenhängend, da die Übergänge in beiden Bereichen fließend wa- ren. Der nahtlose Übergang in den Privatbereich war dabei gewollt. Das System war damit „(e)ine Art paralleles Erziehungssystem für die Kinder und Jugendlichen, (…) (s)ie boten sowohl im Rahmen der Schule, als auch im außerschulischen Bereich viel- fältige Freizeitaktivitäten an und konnten auf diese Weise Einfluss auf die Kinder und Jugendlichen ausüben“ (Robert Havemann Gesellschaft/ Bildungsserver Berlin- Brandenburg: 4). Bereits in der ersten Lebensphase, dem Kindergarten, erfolgte eine erste Hinführung zum Sozialismus (vgl. Herzberg 2001: 72). Was zunächst spielerisch in Form von sozialistischen Kinderliedern begann, wurde in der Schule systematisch fortgesetzt. Betrachtet man sich einen Gesamtschultag eines Kindes der fünften Klasse im Jahr 1989, begann bei den Schülerinnen und Schülern der Tag mit einem Fahnenap- pell (vgl. Helwig 1988: 5 u. 28). Vor einer jeden Stunde gab es ebenfalls einen kleinen Gruß (z. B. „Seid bereit, immer bereit“ bzw. „Freundschaft“). Die Schülerinnen und Schüler wurden bereits früh an außerschulische Aktivitäten9 gewöhnt (vgl. Helwig 1988: 116) und so waren die meisten Kinder in den Sommerferien in Ferienlagern der volkseigenen Betriebe (VEB) untergebracht, in denen vorrangig FDJ Funktionäre oder FDJ Mitglieder als Erzieherinnen und Erzieher tätig waren. Ein Kind der fünften Klasse war bereits Thälmann Pionier. Die Kinder dieser Schulstufe waren in der Regel nicht mehr am Nachmittag im Hort (bis zur vierten Klasse). Dafür wurden sie jedoch mit so genannten Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag zusätzlich betreut.

Die außerschulischen Aktivitäten, sowie die Mitgliedschaft bei den Pionieren, später bei der FDJ, sollten ein Gemeinschaftsgefühl entstehen lassen. Die Schülerinnen und Schüler sollten lernen für andere Menschen einander da zu sein und eine dementsprechende sozialistische Moral aufweisen. Die Einführung der Pflichten eines sozialistischen Menschen wurde zum Beispiel im Jungpionierausweis vermerkt. Das so genannte „kollektive Bewusstsein“ (vgl. Weitendorf 1961: 24) sollte so den Individualismus verhindern, damit sich keine Parallelgesellschaften bilden können.

[...]


1 Deutsche Demokratische Republik (Volksrepublik), sozialistischer Staat, gegründet 1949. 1990 in die Bundesrepublik wieder eingegliedert. Das Regierungssystem wurde parteidiktatorisch geführt, durch die Sicherstellung des sozialistischen Mehrparteiensystems mit eigener Verfassung.

2 Der Begriff Ideologie umschreibt hier vorrangig die politische Ideologie.

3 Die Gründe waren vor allem die „(…) Flut von Forderungskatatalogen, die Bürger, Wissenschaftler und Lehrer an das Bildungsministerium sandten (Biskupek 2002: 24).

4 Dazu zählten z. B. die pädagogischen Konzepte von Peter Petersen.

5 1880 - 1883, Vertreter des Sozialismus und Kommunismus, Ökonom

6 1820 - 1895, Entwickelte zusammen mit Karl Marx die Marxismustheorie (Wirtschaft und Gesellschaftstheorie)

7 Gesetz über das einheitliche sozialistische Bildungssystem vom 25. Februar 1965

8 Der Kapitalismus wurde nur durchgenommen, um die Nachteile dessen zu erklären.

9 Der Verordnung über die Sicherung einer festen Ordnung an den Allgemeinbildenden polytechnischen Oberschulen in - Schulordnung - vom 29. November 1979 (Auszug): Der Stundenplan und der Zeitplan für die außerunterrichtliche Bildung-und Erziehungsarbeit (...). §9 (1) Der Zeitplan für die außerunterrichtliche Bildung und Erziehung hat im Zusammenhang mit dem Stundenplan einen kontinuierlichen Ablauf der Bildung und Erziehung im Unterricht, im Schulhort, im Schulinternat, in der außerunterrichtliche Tätigkeit, in den Grundorganisation der Freien Deutschen Ju- gend und in der Pionierfreundschaft der Pionierorganisation Ernst Thälmann zu gewährleisten“ (Schreier, Helwig 1988: 208).

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Hat die Ideologie im Staatsbürgerkundeunterricht der DDR die Menschen vom Sozialismus weggeführt?
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften - Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft)
Note
1,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
30
Katalognummer
V214586
ISBN (eBook)
9783656429852
ISBN (Buch)
9783656438793
Dateigröße
952 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ideologie, staatsbürgerkundeunterricht, menschen, sozialismus
Arbeit zitieren
B.A. Anke Brandt (Autor), 2012, Hat die Ideologie im Staatsbürgerkundeunterricht der DDR die Menschen vom Sozialismus weggeführt?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214586

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