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Der Begriff "Communio" in seiner Gründbedeutung für das Christentum

Title: Der Begriff "Communio" in seiner Gründbedeutung für das Christentum

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Magnus Kerkloh (Author)

Theology - Systematic Theology
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Der Begriff Communio ist zu einem Zentralbegriff der neueren ekklesiologischen Diskussion geworden. Dabei handelt „es sich um einen biblisch und altchristlich hervorragenden Titel“ , der „in seiner theologischen Grundbedeutung die in der Gemeinschaft des dreifaltigen Gottes gründende Gemeinschaft der Menschen mit ihm und untereinander“ bezeichnet und vom 2. Vat. Konzil wieder neu ins Spiel gebracht wurde.Jedoch hat die starke Betonung der Communio-Ekklesiologie in der heutigen Diskussion erst mit der Aufwertung derselben durch die außerordentliche Bischofssynode von 1985 eingesetzt. Die Tatsache, daß der Communio-Begriff an sich für viele Deutungen offen ist, hat in dieser heutigen Diskussion oft zu Fehlinterpretationen desselben geführt, die sich in sachlich unangebrachter Weise auf das Konzil berufen.
Ohne jedoch auf die ekklesiologisch-strukturellen Debatten näher einzugehen, wird in der vorliegenden Arbeit vielmehr versucht, die oben erwähnte theologische Grundbedeutung des Communio-Begriffs, genauer zu beleuchten, insbesondere im Hinblick darauf, was er in der Auseinandersetzung mit fundamentalistischen Entwürfen von Christentum zu leisten vermag. Darauf, daß ihm hierbei eine zentrale Rolle zukommen kann, weist schon die Tatsache hin, daß man ihn als „Schlüsselbegriff des Glaubens“ bezeichnet hat, der einen Schlüssel für das Verständnis des Christentums in Bezug auf die ihm innewohnende Spannung zwischen unaufgebbarer Einmaligkeit seiner Botschaft einerseits und seiner gerade daraus resultierenden universalen Bedeutsamkeit andererseits darstellt .
Dabei wird zunächst auf die ursprüngliche Wortbedeutung eingegangen sowie vor- und außerchristliche Communio-Entwürfe vorgestellt, um dann das spezifisch Christliche des Communio-Gedankens näher in den Blick zu nehmen und schließlich einige sich aus diesem ergebende Folgerungen für das Wesen der christlichen Existenz und der Existenz des Christentums aufzuzeigen.
Zum Abschluß wird rückblickend ein Antwortversuch gemacht werden auf die Frage, welche Rolle dem Communio-Begriff im Christentum tatsächlich zukommt und was dies für das Verhältnis zwischen Fundamentalismus und Christentum bedeutet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2. 1 Zur Wortbedeutung

2. 2 Vor- und außerchristliche Communio-Konzeptionen

2. 3 Das theologische Fundament des Communio-Gedankens im Christentum

2. 3. 1 Gott selbst ist Communio: Trinität

2. 3. 2 Die Schöpfung als Spiegel des Wesens Gottes: Welt und Mensch

2. 3. 3 Der Höchstfall der Communio Gottes mit den Menschen: Jesus Christus

2. 4 Communio als Geschenk und Herausforderung

3. Schluß

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende Bedeutung des Begriffs „Communio“ für das christliche Verständnis von Kirche und Existenz, um dessen Potenzial in der Auseinandersetzung mit fundamentalistischen Tendenzen herauszuarbeiten.

  • Analyse der ursprünglichen, biblischen und philosophischen Wurzeln des Communio-Begriffs.
  • Untersuchung des theologischen Fundaments: Trinität, Schöpfung und Inkarnation Jesu Christi.
  • Herausarbeitung der Dynamik zwischen Einheit und bleibender Differenz in einer Communio.
  • Kritische Gegenüberstellung von Communio und fundamentalistischen Zwangssystemen.
  • Reflektion über Communio als Geschenk und christliche Herausforderung im Dialog.

Auszug aus dem Buch

2. 3. 1 Gott selbst ist Communio: Trinität

An dieser Stelle kann nicht auf die komplexe Entwicklung des trinitarischen Glaubens eingegangen werden. Vielmehr ist zu fragen, was es in unserem Zusammenhang bedeutet, daß „Vater, Sohn und Geist [...] die drei ‚Hypostasen’ (= Personen) der einen ‚Usia’ Gottes“ sind.

Nach von Balthasar ist das trinitarische Wesen Gottes Bedingung der Möglichkeit für die Communio der Menschen mit ihm und untereinander: Diese könnte er nicht schenken, „wenn er nicht in einem abgründigen Sinn vorweg in sich selbst Gemeinschaft wäre [...]; wo immer der ahnungsvolle Ausblick auf die Trinität Gottes [...] verstellt wird, kann sich der Gedanke vollkommener Gemeinschaft nie bis ans Ende entfalten.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von „Communio“ als Zentralbegriff der ekklesiologischen Diskussion nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit.

2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in philologische, konzeptionelle und theologische Analysen des Begriffs sowie dessen praktische Anwendung.

2. 1 Zur Wortbedeutung: Dieses Kapitel erläutert den etymologischen Gehalt von „Communio“ als dynamisches Geschehen von Teilhabe, Aufgabe und Beziehung.

2. 2 Vor- und außerchristliche Communio-Konzeptionen: Hier werden antike philosophische Entwürfe untersucht, die Gemeinschaft auf einer „gemeinsamen Natur“ aufbauen, und deren Grenzen zur christlichen Sicht aufgezeigt.

2. 3 Das theologische Fundament des Communio-Gedankens im Christentum: Dieses Kapitel fundiert den Begriff in der Trinitätslehre, der Schöpfungstheologie und der Soteriologie.

2. 3. 1 Gott selbst ist Communio: Trinität: Der dreieine Gott wird als Archetyp und Quelle aller Gemeinschaft beschrieben, der durch Vielfalt in der Einheit charakterisiert ist.

2. 3. 2 Die Schöpfung als Spiegel des Wesens Gottes: Welt und Mensch: Das Kapitel erläutert, wie sich das communiale Wesen Gottes in der Schöpfung widerspiegelt und der Mensch als Abbild Gottes zur Gemeinschaft berufen ist.

2. 3. 3 Der Höchstfall der Communio Gottes mit den Menschen: Jesus Christus: Jesus Christus wird als „Ursakrament“ und in Person erfahrene Communio dargestellt, der die Menschen in diese Gemeinschaft hineinruft.

2. 4 Communio als Geschenk und Herausforderung: Das Kapitel thematisiert die Unverfügbarkeit von Communio und den Gegensatz zu fundamentalistischen Forderungen nach autoritärer Sicherheit.

3. Schluß: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Vereinbarkeit von Communio mit einem geschichtlichen und pluralen Verständnis des Christentums.

Schlüsselwörter

Communio, Ekklesiologie, Trinität, Schöpfung, Jesus Christus, Gemeinschaft, Fundamentalismus, Identität, Differenz, Teilhabe, Vermittlung, christliche Existenz, Zweites Vatikanisches Konzil, Gnade, Freiheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die theologische Bedeutung und den Gehalt des Begriffs „Communio“ und dessen Rolle als hermeneutische Grundperspektive für ein zeitgemäßes Christentum.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Die Untersuchung umfasst ekklesiologische Diskurse, trinitarische Dogmatik, Schöpfungstheologie sowie die Auseinandersetzung mit fundamentalistischen Gruppierungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Communio-Begriff als Schlüssel zur Identität des Christentums zu erweisen, der eine Brücke zwischen der Einmaligkeit der christlichen Botschaft und ihrer universalen Bedeutung schlägt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einer systematisch-theologischen Analyse, die philologische Untersuchungen und die Auswertung relevanter zeitgenössischer theologischer Literatur kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Wortbedeutung, außerchristlichen Konzeptionen, dem trinitarischen Fundament Gottes sowie der christlichen Herausforderung, Communio in Freiheit zu leben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben „Communio“ vor allem Trinität, Vermittlung, Freiheit, Identität, Differenz und die Abgrenzung zum Fundamentalismus.

Inwiefern ist Communio ein „dynamisches“ Konzept?

Im Gegensatz zu einem statischen Verständnis von Gemeinschaft beschreibt Communio ein lebendiges, prozesshaftes Geschehen der gegenseitigen Teilhabe und des ständigen Vollzugs.

Warum ist das Verständnis von Communio ein Gegenentwurf zum Fundamentalismus?

Weil Communio auf Freiheit, Vertrauen auf Gottes Gnade und der Anerkennung von Differenz basiert, während Fundamentalismus oft durch Zwang, Angst und das Streben nach absoluter Kontrolle gekennzeichnet ist.

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Details

Title
Der Begriff "Communio" in seiner Gründbedeutung für das Christentum
College
University of Münster  (Katholisch-Theologische Fakultät)
Course
Hauptseminar "Fundamentalismus und christliche Identität"
Grade
1,3
Author
Magnus Kerkloh (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V21464
ISBN (eBook)
9783638250795
ISBN (Book)
9783638781749
Language
German
Tags
Begriff Communio Gründbedeutung Christentum Hauptseminar Fundamentalismus Identität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magnus Kerkloh (Author), 2004, Der Begriff "Communio" in seiner Gründbedeutung für das Christentum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21464
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