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Optimierung der Leercontainerlogistik in der modernen Seefracht

Titel: Optimierung der Leercontainerlogistik in der modernen Seefracht

Bachelorarbeit , 2013 , 73 Seiten , Note: 1,9

Autor:in: Iris Wegner (Autor:in)

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Kostendruck für Reedereien wird, zum Beispiel durch die immer noch nicht ausgestandene Finanz-, Wirtschafts- und Euro-Krise, immer stärker. Alle Reedereien müssen deshalb Möglichkeiten zur Kostensenkung finden und nutzen. Ein durchaus bedeutender Anteil der Aufwendungen entsteht durch die Repositionierung leerer Container hin zu den Bedarfsorten, ohne Erzielung von Deckungsbeiträgen. Diese Situation entsteht insbesondere durch die Unpaarigkeit der Güterströme.

Ein Containermangel liegt in exportstarken aber importschwachen Regionen, wie z.B. in vielen Häfen in Asien vor. In exportschwachen aber importstarken Regionen hingegen gibt es einen Containerüberschuss, z.B. in vielen europäischen Häfen. Container-Abgabe und Container-Nachfrage sind in einer Region nur selten ausgeglichen. Diese Differenzen sollen durch die Leercontainerlogistik möglichst optimal und vor allem kostengünstig ausgeglichen werden.

In dieser Arbeit sollen nach einer Darstellung der Entwicklung vom Stückgut- zum Containertransport mehrere unterschiedliche Ansätze zur Optimierung der Leercontainerlogistik aufgezeigt werden. Die unterschiedlichen Maßnahmen werden betrachtet und bewertet. Die Maßnahmen können sowohl isoliert oder auch als Kombination verschiedener Lösungsvorschläge angewandt werden.

Optimizing of Empty Container Logistics in modern Ocean Freight

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Hintergrund und Problemstellung

1.2. Zielsetzung und Abgrenzung

1.3. Methodisches Vorgehen

1.4. Aufbau der Arbeit

2. Die Entwicklung vom Stückguttransport zum Containertransport im Güterverkehr

2.1. Geschichtliche Aspekte der Containerschifffahrt

2.1.1. Entwicklung der Güterströme

2.1.2. Entwicklung der Containerschiffe

2.2. Container

2.2.1. Definition Container

2.2.2. Containertypen in der heutigen Seefracht

2.2.3. Containerleasing

3. Die Leercontainerproblematik

3.1. Containerdepots im Inland und europäischen Ausland

4. Lösungsansätze zur Optimierung der Leercontainerproblematik

4.1. Vorstellung verschiedener Lösungsansätze

4.1.1. Internationaler Containerpool

4.1.2. Collapsible Containers (faltbare Container)

4.1.3. Optimierte Containerdepots

4.1.4. Core-Carrier-Konzept bei führenden Logistikunternehmen

4.1.5. Ausgleich der Güterströme durch das Verschicken von recycelten Materialien

4.2. Bewertung der vorgestellten Lösungsätze

4.2.1. Internationaler Containerpool

4.2.2. Collapsible Containers (faltbare Container)

4.2.3. Optimierte Containerdepots

4.2.4. Core-Carrier-Konzept bei führenden Logistikunternehmen

4.2.5. Ausgleich der Güterströme durch das Verschicken von recycelten Materialien

5. Handlungsempfehlung

6. Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der Optimierung der Leercontainerlogistik in der modernen Seefracht, um die durch unpaarige Güterströme verursachten, hohen Kosten für die Repositionierung leerer Container zu minimieren. Dabei werden aktuelle Herausforderungen sowie verschiedene Lösungsansätze theoretisch analysiert und kritisch bewertet.

  • Entwicklung und Historie des Containertransports
  • Analyse der Leercontainerproblematik und ihrer Ursachen
  • Evaluation von Optimierungsansätzen wie Containerpools und Faltcontainern
  • Untersuchung der Depotstruktur und logistischer Konzepte

Auszug aus dem Buch

2.1. Geschichtliche Aspekte der Containerschifffahrt

Bereits Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Grundgedanke des Containertransports für den Transport von Umzugsgut, u.a. wegen des hohen Auswandereraufkommens, aufgegriffen. Mit sogenannten „Lift Vans“ wurden die Möbel ohne weiteres Umladen direkt von Haus zu Haus nach Übersee transportiert. 1929 wurde durch die Deutsche Reichsbahn ein „Preisausschreiben für Behälterverkehre“ herausgegeben. Bereits vor dem zweiten Weltkrieg wurden Haus-zu-Haus-Verkehre mit Stahlkisten von der Reichsbahn angeboten. Dies war durch Umsetzen der Kisten vom Wagon auf den Lkw möglich. Auch die Internationale Handelskammer machte sich gemeinsam mit anderen Organisationen Gedanken zu dieser Thematik, hieraus resultierte 1933 die Gründung des Bureau International des Containers (BIC). Ein nicht unwichtiger Aspekt ist auch der, dass einfach zu handelnde Transportkisten beim Militär und während des Krieges von Vorteil waren.

Auch in den USA wurde nach einer Lösung für die Optimierung des Gütertransports beim Zusammenspiel mehrerer Verkehrsträger (z.B. Lkw, Bahn, Schiff) gesucht. Auslöser hierfür sind unterschiedliche Transportbestimmungen in den einzelnen US-Bundesstaaten, die einen Transport auf dem Landweg deutlich erschwerten, weshalb McLean größere Distanzen auf dem Seeweg bewältigen wollte. Nur kurze Distanzen zwischen Absender/Empfänger und dem jeweils nächsten Hafen sollten auf dem Landweg (Lkw/Bahn) zurückgelegt werden. Der weltweit erste Containertransport wurde Ende April 1956 von Malcom McLean mit einem umgebauten Tanker des Typs T2 aus dem zweiten Weltkrieg durchgeführt. 58 Container wurden am 26. April 1956 auf dem umgebauten Deck der IDEAL X von Newark, NJ nach Houston, TX transportiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der unpaarigen Güterströme und die damit verbundene Leercontainerproblematik sowie Darstellung der Zielsetzung und methodischen Vorgehensweise.

2. Die Entwicklung vom Stückguttransport zum Containertransport im Güterverkehr: Historische Herleitung der Containerschifffahrt und Erläuterung der technischen Entwicklung sowie der Bedeutung von Standardcontainern.

3. Die Leercontainerproblematik: Analyse der Ursachen für Containerungleichgewichte und Darstellung der logistischen Herausforderungen in Depots und Häfen.

4. Lösungsansätze zur Optimierung der Leercontainerproblematik: Vorstellung und Bewertung verschiedener Strategien wie Containerpools, Faltcontainer, Core-Carrier-Konzepte und die Nutzung für recycelte Materialien.

5. Handlungsempfehlung: Zusammenführende Empfehlungen für eine kombinierte Anwendung der untersuchten Konzepte zur langfristigen Kostensenkung.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Relevanz einer optimierten Leercontainerlogistik für die Wettbewerbsfähigkeit von Reedereien.

Schlüsselwörter

Leercontainerlogistik, Seefracht, Containerrepositionierung, Unpaarigkeit, Güterströme, Containerleasing, Containerpool, Faltcontainer, Standardcontainer, Containerschifffahrt, Supply Chain, Kostensenkung, Logistikmanagement, Terminalbetrieb, Core-Carrier-Konzept

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen der Leercontainerlogistik in der modernen Seefracht, insbesondere die hohen Kosten durch die Repositionierung leerer Einheiten aufgrund ungleicher globaler Warenströme.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Der Fokus liegt auf der Historie der Containerisierung, der Analyse von Leercontainer-Ungleichgewichten und der kritischen Bewertung konkreter Optimierungsansätze.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen und zu bewerten, wie die verfügbare Containerkapazität effizienter genutzt und somit die Kosten für die Reedereien nachhaltig gesenkt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoriebasierte Arbeit, die auf vorhandener Fachliteratur, aktuellen Studien sowie Daten aus Wissenschaft und Forschung beruht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Containerschifffahrt verschiedene Lösungsmodelle wie Containerpools, Faltcontainer, Depotsysteme und das Core-Carrier-Konzept detailliert beschrieben und bewertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Leercontainerlogistik, Unpaarigkeit der Güterströme, Repositionierung, Containerleasing und Optimierung der Lieferkette.

Welche Rolle spielt die "Unpaarigkeit" in diesem Kontext?

Die Unpaarigkeit ist die Hauptursache der Problematik: Sie beschreibt das Missverhältnis zwischen Import- und Exportmengen in bestimmten Regionen, was dazu führt, dass Container dort fehlen oder im Überschuss vorhanden sind.

Warum wird der Einsatz von Faltcontainern kritisch betrachtet?

Obwohl Faltcontainer Platz sparen, verursachen sie höhere Anschaffungskosten und haben ein höheres Eigengewicht, weshalb sie sich nicht universell für alle Güterarten eignen.

Wie könnten Logistikunternehmen das Container-Problem mildern?

Durch Konzepte wie das "Drehen" von Containern, bei dem ein Importcontainer direkt für den nächsten Export genutzt wird, können Leerfahrten vermieden und Kosten eingespart werden.

Welchen Einfluss haben die globalen Krisen auf das Thema?

Wirtschafts- und Finanzkrisen verstärken den Kostendruck, führen zu schwankenden Frachtaufkommen und verschärfen den Wettbewerb, was die Notwendigkeit zur Optimierung der Leercontainerströme erhöht.

Ende der Leseprobe aus 73 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Optimierung der Leercontainerlogistik in der modernen Seefracht
Hochschule
( Europäische Fernhochschule Hamburg )
Note
1,9
Autor
Iris Wegner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
73
Katalognummer
V214833
ISBN (eBook)
9783656446576
ISBN (Buch)
9783656446705
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Leercontainer Logistik Leercontainerlogistik Empty Container Logistics Seefracht Ocean Freight
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Iris Wegner (Autor:in), 2013, Optimierung der Leercontainerlogistik in der modernen Seefracht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214833
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Leseprobe aus  73  Seiten
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