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Konzepte der Verkörperung. Der Konflikt zwischen der individuellen Entscheidungsfreiheit und gesellschaftlichen Schönheitsidealen

Am Beispiel von Schönheitsoperationen

Titel: Konzepte der Verkörperung. Der Konflikt zwischen der individuellen Entscheidungsfreiheit und gesellschaftlichen Schönheitsidealen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 20 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Bachelor of Arts Rebecca Jones (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, inwieweit Frauen bei dem Entschluss für eine Schönheitsoperation aus dem eigenen freien Willen entscheiden, oder ob gängigen Schönheitsidealen, die von der Gesellschaft vorgeschrieben werden, unbewusst nachgestrebt wird und diese verkörpert werden.

Zu Beginn der Literaturrecherche, stellte sich die Schwierigkeit, welche Theorie für dieses Thema sinnvoll ist. Diese Entscheidung fiel zu Gunsten von Michel Foucault und dessen Ausführungen in „Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses“ aus. Hauptsächlich wird hier ein Bezug zum „Panopticon“ bzw. zum „Panoptismus“ hergestellt. Anhand des Konzepts des „Panopticon“ soll nun veranschaulicht werden, wie das Schönheitsideal verinnerlicht wird und warum es deshalb nicht mehr als fremdbestimmt empfunden wird, sondern als eine selbstbestimmte, individuelle Entscheidung oder ein selbstbestimmtes, individuelles Bestreben.

Diese Hausarbeit ist folgendermaßen aufgebaut:
Zu Beginn geht es um gängige Schönheitsideale im sozialen Kontext. Dann wird versucht herauszuarbeiten was die Norm der Schönheit überhaupt ist und woher diese allgemeinen Schönheitsideale kommen bzw. wie sie entstanden sein könnten. Im nächsten Teil der Hausarbeit wird erarbeitet warum Frauen sich Schönheitsoperationen unterziehen. Hier geht es um die Sicht der Frau und auf ihre Ausführungen und Begründungen für ihre Motivationen. Um die Relevanz der Thematik und das Ausmaß von Schönheitsoperationen darzustellen, folgt dann eine kurze Erläuterung anhand von Zahlen und Fakten rund um die Schönheitschirurgie.

Das Kernstück dieser Arbeit beginnt mit einer kurzen Einführung und Darstellung des „Panopticons“ und dessen Wirkungsweisen. Anschließend wird versucht anhand dieser Theorie auf Implikationen, Gründe und Motivationen für den Entschluss für Schönheitsoperationen zu stoßen. Nach diesem Teil folgt ein kleines praktisches Beispiel um zu erläutern, wie das Erarbeitete in der Realität praktisch wirkt und funktionieren könnte.
Anschließend folgen im Fazit ein Resümee und eine kritische Schlussfolgerung über die Thematik ausgeführt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Thematische Abgrenzung

2. Schönheitsideale im sozialen Kontext

2.1 Was ist das aktuelle Schönheitsideal bzw. wie kann Schönheit definiert werden?

2.2 Mögliche Motivationen für Schönheitsoperationen:

2.3 Schönheitsoperationen: Zahlen und Fakten – ein kurzer Abriss

3. Erklärungsansatz: Michel Foucault

3.1 Michel Foucault: „Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses“ – Eine kurze Einführung.

3.2 Das Panopticon – Eine kurze Beschreibung

3.3 Der Panoptismus (Foucault)

3.4 Der Bezug zu schönheitsoperativen Eingriffen

3.4.1 Praktisches Beispiel

3.5 Kurze Schlussfolgerung zum praktischen Beispiel:

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit die Entscheidung von Frauen für eine Schönheitsoperation tatsächlich auf einem freien Willen basiert oder ob sie unbewusst gesellschaftlich normierten Schönheitsidealen unterliegen und diese verkörpern. Dabei wird kritisch hinterfragt, ob das subjektive Empfinden von Selbstbestimmung eine Internalisierung externer Disziplinierungsmechanismen darstellt.

  • Analyse des Einflusses gesellschaftlicher Schönheitsideale auf das individuelle Handeln.
  • Anwendung des Foucaultschen Panopticon-Konzepts auf die moderne Schönheitschirurgie.
  • Untersuchung der Internalisierung von Machtstrukturen und der Selbstüberwachung bei Frauen.
  • Hinterfragung der Autonomie bei Schönheitsoperationen als "individuelle Massenabfertigung".
  • Diskussion des Widerspruchs zwischen gefühlter Freiheit und sozialer Unterwerfung.

Auszug aus dem Buch

3.4.1 Praktisches Beispiel

Nehmen wir einmal an, eine Frau leidet seit Jahren unter ihrer Nase, da diese dem gängigen Schönheitsideal nach viel zu groß ist. Sie fühlt sich nachdem was in dieser Arbeit erarbeitet wurde ständig beobachtet und lebt immerzu mit der Angst negativ bewertet zu werden, da sie dem allgemein gültigen Standard der Schönheit nicht entsprechen kann. Sie selbst hat den Standard der Schönheit internalisiert und ihre „Beobachter“ oder ihr „Publikum“ auch. Möglicherweise fühlt sie sich dadurch, nicht der Norm entsprechend, minderwertig, ausgeschlossen usw. Sie glaubt die einzige Möglichkeit die ihr bleibt, um diesen Zustand zu verändern, ist eine Schönheitsoperation.

Selbst Foucault schreibt in diesem Zusammenhang passend: „Die Individuen werden untereinander und im Hinblick auf diese Gesamtregel differenziert, wobei diese sich als Mindestmaß, als Durchschnitt oder als optimaler Annäherungswert darstellen kann.“

Weiter schreibt er: „Hand in Hand mit dieser „wertenden“ Messung geht der Zwang zur Einhaltung einer Konformität.“

So gesehen, kann angenommen werden, dass die Frau mit der „zu großen“ Nase aufgrund des Drucks von außen unbedingt gesellschaftlich konform sein möchte und unbedingt dem Durchschnitt entsprechen möchte. Um diesem Vorhaben nachzukommen geht sie also die Risiken einer Schönheitsoperation ein. Sie lässt aktiv eine Veränderung an ihrem gesunden Körper zu. Der gesellschaftliche und soziale Druck war so groß und so stark, dass dadurch eine Veränderung an ihrem Körper nötig war um diesem standhalten zu können. Trotzdem wird sie behaupten, dass sie keinen äußerlichen Druck empfunden hat und dass sie auch ihrer eigenen Entscheidungsfreiheit heraus gehandelt hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Forschungsgegenstand und Begründung der theoretischen Wahl von Michel Foucaults Konzept zur Analyse von Schönheitsoperationen.

1.1 Thematische Abgrenzung: Definition des Fokus auf Schönheitsoperationen an gesunden Körpern, insbesondere bei Frauen, unter Ausschluss medizinisch notwendiger Eingriffe.

2. Schönheitsideale im sozialen Kontext: Untersuchung der Bedeutung von Schönheit als soziales Symbol und der Entstehung von Schönheitsidealen im gesellschaftlichen Raum.

2.1 Was ist das aktuelle Schönheitsideal bzw. wie kann Schönheit definiert werden?: Erläuterung der aktuellen, stark normierten westlichen Schönheitskriterien und der Schwierigkeit einer klaren Begriffsdefinition.

2.2 Mögliche Motivationen für Schönheitsoperationen:: Hinterfragung der individuellen Beweggründe und Analyse, wie gesellschaftlicher Druck oft als persönlicher Wunsch umgedeutet wird.

2.3 Schönheitsoperationen: Zahlen und Fakten – ein kurzer Abriss: Kurze statistische Einordnung der Verbreitung von Schönheitsoperationen in Deutschland und den USA.

3. Erklärungsansatz: Michel Foucault: Einführung des theoretischen Rahmens zur Analyse von Macht und Disziplinierung am Körper.

3.1 Michel Foucault: „Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses“ – Eine kurze Einführung.: Vorstellung des Werkes im Kontext der Körpersoziologie.

3.2 Das Panopticon – Eine kurze Beschreibung: Erklärung der architektonischen und funktionalen Wirkungsweise des Panopticons nach Bentham/Foucault.

3.3 Der Panoptismus (Foucault): Erläuterung des Disziplinarmodells, bei dem die bloße Möglichkeit der Überwachung zu regelkonformem Verhalten führt.

3.4 Der Bezug zu schönheitsoperativen Eingriffen: Übertragung des Panoptismus auf die Internalisierung von Schönheitsnormen und die Selbstüberwachung von Frauen.

3.4.1 Praktisches Beispiel: Exemplarische Anwendung der Theorie auf den Wunsch nach einer Nasenkorrektur.

3.5 Kurze Schlussfolgerung zum praktischen Beispiel:: Zusammenführung der theoretischen Analyse mit der Erkenntnis über das falsche Gefühl der Selbstbestimmung.

4. Fazit: Resümee der Arbeit und kritische Reflexion über die Anwendbarkeit des Panopticon-Konzepts sowie Ausblick auf weitere Einflussfaktoren wie Sozialisation.

Schlüsselwörter

Schönheitsoperationen, Schönheitsideale, Michel Foucault, Panopticon, Selbstbestimmung, Körpernormierung, Internalisierung, Disziplinierung, Soziale Konformität, Körpersoziologie, Machtstrukturen, Authentizität, Sichtbarkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den scheinbaren Widerspruch zwischen dem individuell empfundenen freien Willen bei der Entscheidung zu einer Schönheitsoperation und dem gleichzeitigen Druck, gesellschaftlichen Schönheitsidealen zu entsprechen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf Schönheitsideale im sozialen Kontext, die Psychologie hinter dem Wunsch nach körperlicher Veränderung sowie die theoretische Verknüpfung von Körpersoziologie und Überwachungsmechanismen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu hinterfragen, ob Frauen, die sich einer Schönheitsoperation unterziehen, dies tatsächlich aus eigener, freier Entscheidung tun oder ob sie unbewusst den durch die Gesellschaft internalisierten Normen folgen.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt einen theoretischen Erklärungsansatz, basierend auf Michel Foucaults Werk „Überwachen und Strafen“, insbesondere das Konzept des „Panopticon“ bzw. des „Panoptismus“, um Disziplinierungsprozesse zu verdeutlichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine soziologische Einordnung von Schönheitsidealen, eine Auseinandersetzung mit der Motivation für Eingriffe sowie die detaillierte theoretische Herleitung mittels Foucault, inklusive eines praktischen Anwendungsbeispiels.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Konzepte sind der Panoptismus, die Internalisierung von Schönheitsnormen, der Disziplinierungsmechanismus des Körpers sowie die Konstruktion eines „sozialen Selbst“.

Inwiefern kann das Panopticon-Modell auf Schönheitsoperationen übertragen werden?

Foucaults Panopticon beschreibt einen Zustand, in dem sich Individuen aufgrund der ständigen Sichtbarkeit und der Unsicherheit, beobachtet zu werden, selbst disziplinieren; dies wird in der Arbeit auf Frauen übertragen, die sich aufgrund des Drucks, ständig begutachtet zu werden, präventiv an Schönheitsnormen anpassen.

Warum behaupten Patientinnen oft, sie handelten aus eigenem freien Willen?

Die Autorin argumentiert, dass gesellschaftliche Zwänge so tief internalisiert wurden, dass die daraus resultierenden Anpassungsmaßnahmen vom Individuum nicht als Fremdbestimmung, sondern als authentische, selbstbestimmte Entscheidung wahrgenommen werden.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Konzepte der Verkörperung. Der Konflikt zwischen der individuellen Entscheidungsfreiheit und gesellschaftlichen Schönheitsidealen
Untertitel
Am Beispiel von Schönheitsoperationen
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Gesellschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Embodiment - Konzepte der Verkörperung
Note
1.3
Autor
Bachelor of Arts Rebecca Jones (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
20
Katalognummer
V214884
ISBN (eBook)
9783656428619
ISBN (Buch)
9783656437123
Sprache
Deutsch
Schlagworte
konzepte verkörperung konflikt entscheidungsfreiheit schönheitsidealen beispiel schönheitsoperationen schön Michel Foucault Foucault Überwachen und Strafen Panoptikum beobachten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Rebecca Jones (Autor:in), 2012, Konzepte der Verkörperung. Der Konflikt zwischen der individuellen Entscheidungsfreiheit und gesellschaftlichen Schönheitsidealen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/214884
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Leseprobe aus  20  Seiten
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